Pflanzenkrebs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Durch Agrobacterium tumifaciens verursachte Tumoren an einer Wurzel

Pflanzenkrebs ist eine durch parasitäre Bakterien und Pilze hervorgerufene Pflanzenkrankheit. An den infizierten Stellen bilden sich Gewebswucherungen, die den Wasser- und Nährstofffluss herabsetzen und schließlich zum Absterben der Pflanze führen können.

  • Das Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens transferiert genetische Information in Form von TI-Plasmiden in die Pflanzenzelle, die dadurch in eine Tumorzelle verwandelt wird.[1]
  • Schlauchpilze der Gattung Nectria dringen in Wunden ein und verursachen den Obstbaumkrebs. Sie durchwuchern das Rindengewebe, das dadurch aufgetrieben und zerstört wird. Zeichen für eine Infektion sind kugelige Auftreibungen an Ästen und Stämmen und ein fortschreitendes Absterben der Blätter und Triebspitzen (Spitzendürre).[2]
  • Apfelblutlaus und der dadurch verursachte Blutlauskrebs.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pflanzentumoren. In: Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, 1999; abgerufen am 15. November 2017.
  2. Obstbaumkrebs. In: Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, 1999; abgerufen am 15. November 2017.
  3. Woolly Apple Aphid, Eriosoma lanigerum (Hausmann). Virginia Tech, Department of Entomology; abgerufen am 15. November 2017 (englisch).