Pflaumheim

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Pflaumheim
Wappen von Pflaumheim
Koordinaten: 49° 54′ 32″ N, 9° 3′ 34″ O
Höhe: 147 m ü. NN
Fläche: 1,02 km²
Einwohner: 2852 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 2.796 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Eingemeindet nach: Großostheim
Postleitzahl: 63762
Vorwahl: 06026
Luftbild von Pflaumheim
Luftbild von Pflaumheim

Pflaumheim ist ein Gemeindeteil des Marktes Großostheim im bayerischen Landkreis Aschaffenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf 147 m ü. NN[1] an der Kreisstraße 3 zwischen Großostheim und Wenigumstadt im Bachgau. Durch Pflaumheim fließt der Pflaumbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflaumheim und der Pflaumgau wurden im Jahr 794 in der Überlieferung der Klöster Lorsch und Fulda erstmals genannt. Archäologische Quellen zeigen jedoch, dass die Gemarkung, wie auch die benachbarten Ortschaften, bereits sehr viel früher besiedelt war. Bei Ausgrabungen im Ort konnten mehrfach Gegenstände der materiellen Kultur aus der provinzialrömischen Epoche bzw. der Merowingerzeit geborgen werden, auch Gebäudereste wurden entdeckt. Im Pflaumheimer Wald sind Grabhügel aus der Bronzezeit (Urnenfelderzeit und Hallstattzeit) dokumentiert, die 1897/98 illegal vom Kommerzienrat Lang aus Würzburg ausgegraben wurden. Er wurde daraufhin als erster (dokumentierte) Grabräuber Bayerns mit einem amtlichen Grabungsverbot belegt, was ihn jedoch nicht daran hinderte, weitere Grabungen durchzuführen.[2]

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Obernburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Pflaumheim lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Pflaumheim war nun eine der 35 Gemeinden im Landkreis Obernburg am Main (Kfz-Kennzeichen OBB). Mit Auflösung des Landkreises Obernburg kam Pflaumheim 1972 in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg (Kfz-Kennzeichen AB).

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde nach Großostheim eingemeindet.[3] Im Jahre 1994 feierte man das 1200-jährige Bestehen Pflaumheims.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchlich gehörte Pflaumheim als Filiale zur Pfarrei St. Peter und Paul in Großostheim. Erst 1923 wurde Pflaumheim, mit seiner Kirche St. Luzia, eigenständige Pfarrei.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortseingang Pflaumheim, auf dem Grund der ehemaligen Sandgrube entstand zwischen 1988 und 1990 das neue Feuerwehrhaus, welches als gemeinsamer Standort der Feuerwehren aus Großostheim, Ringheim und Pflaumheim dient.[4] Im November 2017 wurde der Grundstein zu einem Erweiterungsbau getätigt, mit dem soll das Feuerwehrhaus zu einem Zentrum des überörtlichen Brandschutzes und des Katastrophenschutzes im Landkreis Aschaffenburg ausgebaut werden soll.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gemessen an der Kirche
  2. Pflaumheimer Grabhügel.Geschichtsverein Pflaumheim. Abgerufen am 3. Februar 2013.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  4. Feuerwehr Großostheim: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Großostheim
  5. Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg: Spatenstich zur Erweiterung der Feuerwache Großostheim