Pflersch

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Pflersch
Italienische Bezeichnung: Fleres
Pflerschtal 13.JPG
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Südtirol (BZ)
Gemeinde: Brenner (Gemeinde)
Koordinaten: 46° 58′ N, 11° 21′ OKoordinaten: 46° 57′ 51″ N, 11° 20′ 52″ O
Telefonvorwahl: 0472 CAP: 39040

Pflersch (italienisch Fleres) ist eine Fraktion der Gemeinde Brenner in Südtirol (Italien). Die Fraktion Pflersch hat etwa 650 Einwohner.[1] Der Hauptort des Pflerschtales ist das Kirchdorf St. Anton in Pflersch (1246 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1190–1196 wird der Ort anlässlich der Besitzausstattung des Brixener Hl.-Kreuz-Spitals durch Bischof Heinrich III. von Brixen als „Phlers“ urkundlich erstmals benannt.[2] Siedlungen bei den Steinhöfen im innersten Talabschnitt sind bereits im 13. Jahrhundert urkundlich belegt.[1]

Im Jahr 1929 wurde die zuvor eigenständige Gemeinde Pflersch mit den Nachbargemeinden Brenner und Gossensaß zur heutigen Gemeinde Brenner mit Sitz in Gossensaß zusammengelegt.[3]

Lage und Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den anderen größeren Fraktionen der Gemeinde Brenner, den Straßendörfern Brenner und Gossensaß, ist Pflersch eine Streusiedlung. Die Weiler und Höfe der Fraktion erstrecken sich von Naßtal am Talbeginn bis nach Stein (1418 m).

Das Pflerschtal von Westen (von der Weißwandspitze)

Das Pflerschtal gilt als landschaftlich schönes und touristisch wenig erschlossenes Tal. Es ist bis heute von der bergbäuerlichen Kultur geprägt. Früher spielte der Bergbau im Tal eine Rolle, Stolleneingänge sind noch heute zu finden. Das Pflerschtal ist durch eine Buslinie der SAD Nahverkehr AG mit Gossensaß und Sterzing verbunden, bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts existierte zudem der Haltepunkt Pflersch der Brennerbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pflersch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kompass Lexikon zu Karte Nr. 44, Sterzing. 1997, ISBN 3-87051-050-1
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 366–369, Nr. 861. (mit begründeter Korrektur der in der älteren Literatur begegnenden zeitlichen Einordnung der undatierten Aufzeichnung auf 1179/80).
  3. Website der Gemeine Brenner