Pfullendorf

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Pfullendorf in Baden-Württemberg; zum gleichnamigen Ortsteil von Bufleben in Thüringen siehe Pfullendorf (Bufleben). Zum Abt der Reichenau siehe Ludwig von Pfullendorf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pfullendorf
Pfullendorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pfullendorf hervorgehoben
47.9242444444449.2556416666667654Koordinaten: 47° 55′ N, 9° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 654 m ü. NHN
Fläche: 90,56 km²
Einwohner: 13.034 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88630
Vorwahl: 07552
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 088
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Kirchplatz 1
88630 Pfullendorf
Webpräsenz: www.pfullendorf.de
Bürgermeister: Thomas Kugler
Lage der Stadt Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild
Blick zum Bodensee

Pfullendorf ist die drittgrößte Stadt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg und eine ehemalige freie Reichsstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Blick vom Oberen Tor

Die Stadt Pfullendorf liegt in topographischer Hanglage, rund 20 Kilometer nördlich des Bodensees im hügeligen Gelände des Linzgaus.[2]

Das Pfullendorfer Gemeindegebiet liegt auf der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Die Wasserscheide verläuft durch Straß, südlich des Pfullendorfer Teilortes Denkingen nach Aftholderberg auf einem Moränenwall der äußeren Würmendmoräne.[3] Die Wasserscheide kreuzt anschließend die Straße Pfullendorf – Aach-Linz und verlässt nördlich von Aach-Linz das Gemeindegebiet.

Der Andelsbach fließt vom Höchsten (838 m ü. NHN) in die Ablach und von dort in die Donau. Die Linzer Aach fließt in den Bodensee (Rhein).

Geologie[Bearbeiten]

Pfullendorf befindet sich an einem Molassehang. Die Moränenlandschaft ist durch verschiedene Eiszeiten entstanden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Raumplanung[Bearbeiten]

Pfullendorf bildet ein Mittelzentrum der Region Bodensee-Oberschwaben. Der Mittelbereich umfasst die südwestlichen Gemeinden des Landkreises Sigmaringen, im Einzelnen die Städte und Gemeinden (in alphabetischer Folge) Herdwangen-Schönach, Illmensee, Leibertingen, Meßkirch, Pfullendorf, Sauldorf und Wald.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Pfullendorf unterscheidet die Kernstadt Pfullendorf (mit der Stadt Pfullendorf, dem Weiler Brunnhausen, der Siedlung Am Galgenbühl, den Höfen Im Galgenteich, St. Ruhe, Schönbrunnerhof und Vorderstock und den Häusern Am Andelsbach, Maria Schrey und Theuerbach) sowie die Ortschaften Aach-Linz (mit dem Ort Aach-Linz, dem Dorf Sahlenbach, dem Weiler Reute, den Höfen Mittlere Mühle, Schallerhof, Schlegelhof und Untere Mühle und den Häusern Auf der Haige, Buchschoren, Klein-Karlsruhe und Steinbruch), Denkingen (mit den Dörfern Denkingen, Langgassen und Straß, den Weilern Andelsbach und Hilpensberg und den Häusern Forsthaus und Straßmühle), Gaisweiler (mit dem Dorf Gaisweiler, dem Weiler Tautenbronn und dem Gehöft Bethlehem), Großstadelhofen (mit dem Dorf Großstadelhofen, den Weilern Kleinstadelhofen, Sylvenstal und Wattenreute, den Höfen Egelsee und Krähenried und dem Haus Furtmühle), Mottschieß (mit dem Dorf Mottschieß), Otterswang (mit dem Dorf Otterswang, den Weilern Litzelbach und Weihwang und den Höfen Hilarihof und Sägmühle) und Zell am Andelsbach (mit den Dörfern Zell am Andelsbach und Schwäblishausen).[4]

Wappen Stadtteil Einwohner
(Stand: Mai/Juni 2015)
Fläche
Pfullendorf Pfullendorf (Kernstadt) 9709[5]  ?
Aach-Linz Aach-Linz 1258[6]  ?
Denkingen Denkingen 935[7]  ?
Gaisweiler Gaisweiler 121[8] 366 ha[9]
Großstadelhofen Großstadelhofen 412[10] 1003 ha[10]
Mottschieß Mottschieß 131[11] 155 ha[12]
Otterswang Otterswang 195[13] 529 ha[14]
Zell am Andelsbach Zell am Andelsbach 251[15]  ?

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit fanden sich in der Gegend um Pfullendorf Siedlungsspuren. Etwa einen Kilometer nördlich von Ruhestetten, einem Teilort der Nachbargemeinde Wald und rund fünf Kilometer westlich von Pfullendorf, findet sich im Wald ein Grabhügel. Südlich davon im Gewann Gertholz befinden sich die Reste einer Viereckschanze an der Straße von Aach-Linz nach Herdwangen. Diese Schanze aus der späten La-Tène-Zeit dürfte aus der Zeit um 100 v. Chr. stammen und könnte mit den spätlatènezeitlichen Streufunden (mögliche Siedlung) im Gewann Thiergarten zusammenhängen. Ebenfalls bei Aach-Linz, im Wald Remser Holz befinden sich die Reste einer vor- oder frühgeschichtlichen Wallanlage.[16]

Römische Mauerreste einer Villa Rustica im Gewann Maueräcker (Aach-Linz) weisen auf eine spätere gallorömische Besiedlung hin. Diese Villa Rustica wie auch die entfernter liegenden in Mettenbuch und Burgweiler wurde möglicherweise im späten 3. Jahrhundert n. Chr. von einfallenden Germanenhorden zerstört oder aufgegeben.

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Besiedlung des oberen Linzgaus erfolgte erst nach 500 n. Chr. durch die hier von den Franken angesiedelten Alamannen. Das Dorf Pfullendorf (Dorf am Pfuhl = Sumpf) dürfte im 9. Jahrhundert n. Chr. gegründet worden sein. Es ist die heute so genannte „Vorstadt“. Östlich und unabhängig davon gründeten Bürger um die etwa 1150/55 auf einem Molassehügel errichtete Burg des Grafen Rudolf II. in deren Schutz, oberhalb der Senke des heutigen Stadtweihers, ihre Niederlassung. Sie entwickelte sich im 12. Jahrhundert zu einer Marktsiedlung, deren Häuser einer Feuersbrunst von 1219 zum Opfer fielen.[5]

Die Grafen von Pfullendorf werden erstmals gegen Ende des 11. Jahrhunderts erwähnt. Rudolf II. war wohl der mächtigste, aber auch letzte von ihnen; er besaß Ländereien und Besitzrechte im Linzgau und rund um den Bodensee. Weil er keinen männlichen Erben hatte, setzte er Kaiser Friedrich Barbarossa als Erben ein. Rudolfs Tochter Ita (* 1150/52; † vor 1191) wurde mit dem Grafen Albrecht III. von Habsburg vermählt, genannt „der Reiche“. Ita, deren Vettern Heinrich der Löwe und Kaiser Friedrich Barbarossa waren, ist die Stammutter des Königs- und Kaisergeschlechts der Habsburger.

Peter Klink: Friedrich II., 2006

Die abgebrannte Marktsiedlung führte den damaligen Pfullendorfer Ortspfarrer Ulrich zum Bittgang bei König Friedrich II. Friedrich II. erhob am 2. Juni 1220 Pfullendorf zur königlich-staufischen Stadt, die sich schnell entwickelte. Es wurden in kurzer Zeit vier Stadttore mit Wehrtürmen und eine Stadtmauer errichtet. Nach dem Aussterben des staufischen Geschlechts 1268 zog König Rudolf von Habsburg durch Verleihung von Privilegien die Stadt unmittelbar an das Reich. Von da an bis zum Jahre 1803 war Pfullendorf eine Reichsstadt.

In Pfullendorf gab es zwei Frauenklöster. Die frommen Frauen des III. Ordens der Dominikanerinnen erhielten von den Dominikanern aus Konstanz deren Herberge als ersten Besitz und Urzelle ihres dann später ausgedehnten Klosters in der Stadt. Diese Herberge war die frühere Burg der Grafen von Pfullendorf, die nach deren Aussterben an ihre Ministerialen von Ramsberg gekommen war, die sie im Jahre 1255 den Dominikanern aus Konstanz überließen. Nach ihrem Kleid wurden sie „Weiße Nonnen“ genannt, und so auch das Kloster. Erst 1683 erhielt das Kloster eine Kirche „Maria zu den Engeln“, so dass man das Kloster auch „Gotteshaus Maria der Engeln“ nannte. Die Franziskanerinnen, auch anfangs eine fromme Frauengemeinschaft und seit dem 14. Jahrhundert dem III. Orden des Hl. Franziskus angehörig, bekamen im Jahre 1403 ein eigenes Kloster neben der Stadtkirche, das im 18. Jahrhundert sehr umfangreich inmitten der Stadt erweitert wurde. Nach dem Gewand dieser Nonnen wurde es das „graue Kloster“ genannt.

1257 wird erstmals in einem Lehensbrief des „magister hospitalis“ (Spitalpflegers) das Pfullendorfer Heilig-Geist-Spital erwähnt. Es gehört somit zu den ältesten Spitälern im Bodenseeraum und wurde wohl am Anfang des 13. Jahrhunderts kurz nach der Stadterhebung gestiftet. Das in der Stadtmitte gelegene erste Spitalgebäude brannte 1285 ab, wurde jedoch gleich darauf neu errichtet. Das Spital erhielt durch fromme Stiftungen und Erbschaften über die Jahre viele Gebäude, Wälder, Felder, Rechte und Kapitalien, die ihm die Erfüllung seiner Aufgaben in der Armen- und Krankenfürsorge ermöglichten. Das Spital, das unter Aufsicht des Bistums Konstanz weitgehend selbständig wirtschaftete, verschaffte der ansonsten wenig begüterten kleinen Reichsstadt Pfullendorf als größter Grundbesitzer der Region die Mittel, um politisch agieren zu können.

Im Jahre 1434 verlieh Kaiser Sigismund der Reichsstadt die „Hohe Gerichtsbarkeit“, den Blutbann. Nunmehr war Pfullendorf keinem Fürsten mehr hörig und nur noch dem Kaiser und Gott untertan. Seine Bürger lebten von Handwerk, zahlreichen Märkten und Viehhaltung.

Schon im Jahre 1383 hatten die Handwerker in der Stadt so viel Einfluss, dass eine Zunftverfassung beschlossen wurde. Diese übertrug die meiste Macht den Zünften. Pfullendorf regierte sich mit dieser „demokratischen“ Zunftverfassung selbst. Sie sah die jährliche Wahl eines Bürgermeisters vor. Die ausübende Gewalt besaß der ebenfalls jährlich neu zu wählende „kleine Rat“ von 17 Mitgliedern unter Vorsitz des Bürgermeisters. Es gab daneben noch den politisch wenig einflussreichen „Großen Rat“ von 50 gewählten Mitgliedern. Diese Zunftverfassung galt bis 1551 und erneut, wenngleich in abgeschwächter Form, von 1559 bis zum Ende der Reichsstadtzeit Pfullendorfs im Jahre 1803.

Im 14. und 15. Jahrhundert gehörte Pfullendorf zahlreichen Städtebündnissen an, die die Freiheiten der Reichsstädte gegen die Fürsten verteidigten. So gehörte Pfullendorf z.B. 1431 und 1441 mit Überlingen und Ravensburg dem Bund der Seestädte an. Im Jahr 1492 war Pfullendorf z.B. Mitglied des Schwäbischen Bundes gegen Herzog Albrecht von Bayern. Pfullendorf stellte vier Mann, sechs Pferde, vier Wägen und acht Zelte für den Feldzug.[17]

Lateinlehrer Johann Susenbrot deklariert um 1530 Pfullendorf zur angeblichen Römerstadt „Juliomagus“.[18]

In der Zeit der Hexenverfolgung wurden in Pfullendorf 15 Frauen bei Hexenprozessen zwischen 1598 und 1635 enthauptet.[19]

Neuzeit[Bearbeiten]

Die Reichsstadt Pfullendorf auf einem alten Stich

Während des Dreißigjährigen Kriegs brach im September 1628 in Pfullendorf die Pest aus. Ihr fielen 559 Menschen zum Opfer, mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Durch diese Katastrophe verschwanden 40 alteingesessene Familien für immer und 144 Häuser standen leer.[20] Am 6. Juli 1632 zogen die Schweden unter dem Kommandanten Oberstleutnant Max von Rählingen mit 1000 Reitern in Pfullendorf ein, nachdem die Stadt fünf Stunden umkämpft war und die Wallfahrtskirche Maria Schray in Brand gesteckt wurde. Sie brannte bis auf den gotischen Chor nieder.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde Pfullendorf im Mai 1704 von einer bayrisch-französischen Armee besetzt, wurde aber nicht verbrannt.[17]

Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gab es in Pfullendorf alljährlich einen Kindermarkt für sogenannte „Schwabenkinder“. Das waren Kinder aus dem heutigen Vorarlberg, Nord- und Südtirol, sowie der Schweiz, die vom Frühjahr bis zum Herbst zum Viehhüten oder zur Arbeit hauptsächlich in der Landwirtschaft ins Schwäbische geschickt wurden. Eine Vermutung besagt, sie hätten den Fasnachtsbrauch des „Schnellens“ nach Pfullendorf gebracht.[21] Der als Fuhrmann aus dem 19. Jahrhundert gekleidete Schneller mit seiner Karbatsche begleitet die Pfullendorfer Fasnet bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde Pfullendorf, das ab 1500 zum Schwäbischen Reichskreis gehörte, wie fast alle anderen Reichsstädte mediatisiert. Hieraus resultiert der Verlust der herausgehobenen Stellung als „Reichsstadt“.[2] Pfullendorf wurde Teil des Großherzogtums Baden und blieb bis 1936 Amtssitz eines badischen Bezirksamtes. 1806 übernahm das Großherzogtum Baden auch die Aufsicht über das Spital, das in der Folge viele Ländereien und andere Vermögenswerte verkaufen musste. Chronist Johann Georg Heilig sprach in diesem Zusammenhang vom „badischen Joch“.[5]

Das alte Spitalgebäude in der Stadtmitte wurde verkauft (heute befindet sich darin das Restaurant „Deutscher Kaiser“), und 1845 wurde ein neues Spital und Krankenhaus auf den Grundmauern eines ehemaligen Klosterhofs der Reichsabtei Salem am Oberen Tor eröffnet. Von 1858 bis 1971 führten die Barmherzigen Schwestern des hl. Vincenz von Paul den Krankenhausbetrieb, ab 1963 in einem neu errichteten Krankenhaus. Der Spitalfond besteht noch heute und unterstützt sozial und nachhaltig bedürftige Einwohner. Neben dem Krankenhaus gehören ihm unter anderem Hofgüter, der Spitalwald sowie Wohn- und Geschäftsgebäude.[22] Die spitälischen Hofgüter sind „Wattenreute“ (seit 1880, 50,99 ha, Gemarkung Großstadelhofen), „Lichtenegg“ (seit 1412, 67,6 ha, Gemarkung Illmensee) und „Mariahilf“ (seit 1899, 68,55 ha, Gemarkung Illmensee).[23]

1873 bis 1875 erhielt Pfullendorf den Anschluss an das Eisenbahnnetz. Hier trafen sich die Strecke Schwackenreute–Pfullendorf der Badischen Staatsbahnen und die Strecke Altshausen–Pfullendorf der Württembergischen Staatsbahnen.

Am Ende des Ersten Weltkriegs waren in Pfullendorf 116 Gefallene und Vermisste zu beklagen.[24]

1936 wurde das badische Bezirksamt Pfullendorf Teil des Landkreises Überlingen.

Pfullendorf war im Zweiten Weltkrieg kein Primärziel. Das Ziel der alliierten Bombenangriffe war damals Friedrichshafen mit seinen Rüstungswerken. Auf dem Rückflug entluden jedoch die Bomber immer wieder ihre explosive Fracht auch über Pfullendorf.[25] Die ersten Bomben fielen am 18. März 1944, an einem Nachmittag, als ein Flieger Brandkanister und Stabbrandbomben abwarf. Menschen wurden bei dem Angriff nicht verletzt, aber vier Wochen später, am Karfreitag, explodierte in der Fuchshalde ein Blindgänger und tötet den 13-jährigen Alois Abberger.[26] Am 23. Februar 1945 wurde um 8:30 Uhr der Bahnhof Pfullendorf bombardiert. Beim Luftangriff wurde die genossenschaftliche Lagerhalle zerstört, aber kein Einwohner getötet.[27] Bei den insgesamt vier Luftangriffen wurden glücklicherweise nur wenige Menschen getötet.[28]

Am 22. April 1945 marschierten gegen 13 Uhr, aus Richtung Gaisweiler her kommend, französische Truppen in die Stadt ein und besiegelten damit für Pfullendorf das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Übergabe der Stadt erfolgte unter Bürgermeister Hermann Duttlinger kampflos, was Pfullendorf größere Verluste an Menschenleben und Sachwerten ersparte. Jedoch kam es dann zu einer Zeit der Plünderungen, auch Gewaltexzessen sowie legaler wie illegaler Requirierungen. Die Truppen der französischen Besatzungsmacht wurden in Häuser einquartiert. Die Versorgungslage der Bevölkerung war über Jahre unzulänglich wie eine Notiz vom Juni 1947 belegt, wonach die verteilte Tagesration 810 Kalorien betrug. Aber die Menschen ließen sich nicht unterkriegen – schon 1946 war der „Adlersaal“ wieder Schauplatz vieler Theateraufführungen, Konzerten und Filmvorführungen. Im selben Jahr erlaubten die Franzosen, dass wieder Fasnet gefeiert werden durfte.[28]

Der Zweite Weltkrieg kostete 121 Pfullendorfern das Leben, 65 Männer wurden vermisst.[24] Allerdings hatte die Stadt im Jahr 1950 gerade mal 3100 Einwohner.[24]

Die Stadt Pfullendorf kam 1973 im Rahmen der Kreisreform zum Landkreis Sigmaringen. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gaisweiler (am 1. Januar 1969), Otterswang (am 1. Juli 1972), Denkingen, Großstadelhofen und Zell am Andelsbach (am 1. Januar 1973) sowie Aach-Linz (am 1. Januar 1975) nach Pfullendorf eingemeindet.

Zwischen 1962 und 1997 wurde in Pfullendorf und Umgebung an 18 Förderstellen 391.000 Tonnen Erdöl und 116 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Das Vorkommen begrenzte sich auf eine sieben Kilometer lange und etwa 600 bis 2000 Meter breite Stubensandsteinformation, die sich von Südwest nach Nordost zog.[29]

Seit 1983 ist die Altdeponie Pfullendorf komplett verfüllt, geschlossen und renaturiert. Die umzäunte Deponie befindet sich in der sogenannten „Nachsorgephase“, das heißt die Deponie wird begangen und in regelmäßigen Abständen werden Bodenproben entnommen. Sie kann zwischen 30 und 100 Jahre dauern.[30]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

In der Stadt Pfullendorf und seinen Stadtteilen leben aktuell 13012 Einwohner (Stand: Juni 2015). Davon leben 9602 in der Kernstadt, 64 Am Andelsbach und 43 in Brunnhausen. In Summe: 9709 Einwohner. Dabei sei darauf hingewiesen das Pfullendorf 1910: 2822, 1939: 2990 und 1950: 3000 Einwohner hatte. Die Einwohnerzahl hat sich, gestärkt durch fremden Zuzug und wirtschaftlichen Aufschwung, mehr als vervierfacht.[5]

Religionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung Pfullendorfs ist überwiegend römisch-katholischer Konfession. Die Seelsorgeeinheit ist über das Dekanat Sigmaringen-Meßkirch und die Region Bodensee-Hohenzollern der Erzdiözese Freiburg zugehörig. Daneben gibt es in Pfullendorf eine Evangelische Kirchengemeinde. In ihrer Struktur spiegelt sich die Zerrissenheit der politischen Landschaft des süddeutschen Raums vor der Gründung des Deutschen Reichs wider. Die freie Reichsstadt Pfullendorf wurde 1805 Baden zugeschlagen und gehört deshalb heute zur Evangelischen Landeskirche in Baden.[31] Diese gehört zum Kirchenbezirk Überlingen-Stockach (benannt nach den alten badischen Landkreisen Überlingen und Stockach). Des Weiteren gibt es in der Stadt Gemeinden der Mennoniten, der Neuapostolische Kirche, der Siebenten-Tags-Adventisten und der Zeugen Jehovas.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 46,4 % (- 0,9) zu folgendem Ergebnis:[32]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− Sitze +/−
CDU 41,0 % − 5,8 10 − 1
Freie Wähler 34,7 % − 18,5 8 − 4
Unabhängige Liste (UL) 24,3 % + 6,0 6 + 2

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 22. Oktober 2006 wurde Thomas Kugler mit 55,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt. Er ist Nachfolger von Heiko Schmid, der als Landrat nach Biberach wechselte. Kugler wurde am 13. Januar 2007 in sein Amt eingeführt. Er war zuvor 16 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Sauldorf.

  • 1888–1908: Franz Xaver Vollmar[33]
  • 1908–1933: Ernst Reinhard Vollmar, 1933 von den Nationalsozialisten abgesetzt.[33]
  • 1945–1948: Placidus Ott (CDU)[33]
  • 1948–1956: Leo Frank (CDU)
  • 1956–1986: Hans Ruck[34]
  • 1986–1994: Hartmuth Dinter (SPD)[35]
  • 1994–2006: Heiko Schmid (FWV)
  • seit 2007: Thomas Kugler (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Pfullendorf.svg

Blasonierung: „In Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler“ – als Zeichen der freien Reichsstadt.

In dem vielleicht noch der Zeit vor 1250 entstammenden, 1271 im Abdruck bekannten Stadtsiegel erscheint im Dreieckschild der einköpfige Reichsadler, der auch in allen späteren Siegeln und Wappenabbildungen keine Änderung erfuhr. In dem seit dem 17. Jahrhundert benutzten größeren Siegel steht der schon vor 1618 vor allem in päpstlichen Urkunden verwendete lateinische Stadtname „Juliomagus“ (= Marktplatz des Julius Caesar) außerhalb des Schildes mit dem Adler.[36]

Flagge[Bearbeiten]

Die Stadtflagge ist Rot – Weiß wegen der alten Reichsfarben.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Marktplatz um 1900

Pfullendorf ist Station der Oberschwäbischen Barockstraße, der Deutschen Fachwerkstraße und der Hohenzollernstraße.[37] Eine Entwicklung, die erst durch staatlich geförderte Sanierungsprogramme in den 1980er und 1990er Jahren ermöglicht wurde.[2] Seit 2008 gibt es einen etwa neun Kilometer langen Wanderweg, der entlang der landschaftlichen exponierten Wasserscheide Rhein-Donau von Straß nach Aftholderberg führt.[3] Die Stadt Pfullendorf bildet zusammen mit den Gemeinden Illmensee, Ostrach, Wald und Wilhelmsdorf die 1999 gegründete Ferienregion „Nördlicher Bodensee“.[38]

Museen[Bearbeiten]

  • Das Heimat- und Handwerksmuseum der Stadt Pfullendorf zeigt eine Sammlung zur Heimatgeschichte, zu historischem Handwerk und zur Pfullendorfer Fasnet. Es befindet sich im Bindhaus in der Metzgergasse 8–10. Grundstock für das heutige Museum bildete die Wohnung der Familie Probst mit dem gesamten, wenn auch nicht ganz vollständigen Inventar. 1979/80 wurde mit dem Ausbau dieser Wohnung zum Museum begonnen: Schüler der Grund- und Hauptschule Pfullendorf restaurierten die Wohnung – von örtlichen Handwerkern unterstützt – und halfen beim Ausbau zum Museum bis 1990. Auf Anregung des Bürgermeisters Hans Ruck hin gegründete sich am 26. Juni 1986 der Heimat- und Museumsverein Pfullendorf (HMV), um der Heimatgeschichte einen Platz im Bewusstsein der Stadt und ihrer Bevölkerung zu geben. Über viele Jahre lag der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit im Sammeln von historischen Einrichtungen, Gegenständen und Gerätschaften des Handwerks.[39] Ursprünglich war im Erdgeschoss die Volkshochschule untergebracht und das Museum begann mit zwei Wohnräumen und einem Schlafzimmer, wie sie im 19. Jahrhundert eingerichtet waren. Nachdem die Volkshochschule die Räume im Bindhaus verlassen hatte, wurden diese umgestaltet und für das Museum genutzt. Als weiterer großer Schritt kam die angrenzende Rakuffscheuer hinzu: Nach dem Umbau der alten Scheuer des ehemaligen Gasthauses „Bäckerstube“ (gegenüber dem Museum) gehörte sie ab 1993 zum Museum. In diesem Teil des Museums ist heute vorwiegend das alte Handwerk ausgestellt.[40] Heute sind das komplette Gebäude und die Scheuer zu besichtigen.[41] Das Heimatmuseum zeigt im Erdgeschoss ein Raum für Maße und Gewichte, einen alten Kaufladen, ein Teil einer alten Apotheke, die Geschichte Pfullendorfs und seiner Ehrenbürger und ein Schulzimmer. Im ersten Stock die Wohnung der Familie Probst (1860), eine alte Küche, Spinnräder und andere Nähutensilien und große Glasvitrine, im Obergeschoss Fasnachtskostüme aus Pfullendorf und den Teilorten, die Bürgerwehr und die Geschichte des Bundeswehrstandortes Pfullendorf von 1959 bis heute. Die Sammlung des Handwerksmuseum zeigt Schreibmaschinen, Radios und Phonogeräte, Fotoapparate, Landwirtschaft und alte Gerätschaften der Feuerwehr, eine Küferei mit großen Weinfässern und eine Schnapsbrennerei, eine Ölmühle, Drucker, sowie diverse Handwerke (Friseur, Schmid, Schlosser, Schreiner, Schuster, Sattler, Schneider, Wagner und Zimmermann).[42] Ein besonderes Exponat ist das älteste Henkerschwert der Stadt aus dem 16. Jahrhundert, mit dem 34 Menschen hingerichtet wurden, eine Leihgabe der Familie Vollmar, deren Vorfahren jahrelang als Henker für 10 Gulden tätig waren.[43]
  • Das Alte Haus, das 1317 erbaut wurde und zu den ältesten Wohnhäusern Süddeutschlands zählt, dient als Dauerausstellung der Stadtgeschichte von ihren Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und ist eine Zweigstelle des Hauptmuseums des Heimat- und Museumsvereins Pfullendorf.[44] Durch Tafeln und verschiedenen Objekte und ebenso durch Modelle wird die Entwicklung und Geschichte der ehemaligen Reichsstadt Pfullendorf aufgezeigt. Das Alte Haus war kurzzeitig bis 2006 Heimat des Konrad-Kujau-Museums mit Werken des Malers und Fälschers Konrad Kujau.
  • Städtische Galerie „Alter Löwen“: Wechselnde Ausstellungen verschiedener hauptsächlich einheimischer Künstler. Großausstellungen mit Friedensreich Hundertwasser (2008) und James Rizzi (2009); 2010 „PopArt Now“ mit den Künstlern Herman Reichhold, Robin van Arsdol, Lisa Grubb und Tamir Shefer;[45] 2011 „Panische Malerei – Originalwerke“ von Udo Lindenberg (Likörelle); 2013 „Gaymann's komische Kunst“ von Peter Gaymann; 2014 Janosch-Ausstellung.
  • Die Galerie Kunst & Werk stellt Schmiedekunst, Malerei und Skizzen des Pfullendorfer Kunstschmieds Peter Klink aus.

Bauwerke[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

  • Die Stadtpfarrkirche St. Jakob wurde 1480/81 als gotische Pfeilerbasilika vom Salemer Baumeister Hans Saphoi vollendet und 1750 barockisiert.
  • Die ehemalige Kapelle des Salemer Klosterhofs, die heutige Spitalkapelle (erbaut um 1500 unter dem Salemer Abt Johann Scharpfer) besitzt einen gotischen Dreikönigsaltar der Ulmer Schule (Jörg Stocker zugeschrieben), eine Darstellung des Marientods von Bernhard Strigel (um 1510) und einen spätbarocken Marienaltar von Johann Felizian Hegenauer.
  • Die Wallfahrtskirche Maria Schray ist vor 1480 zu datieren. Maria Schray ist im Stil des Rokoko gehalten. Die Stuckierung ist von Johann Jakob Schwarzmann, die Altäre im Zopfstil sind von Fidelis Mock. Zur Ausstattung gehört weiterhin eine frühbarocke Wallfahrtsmadonna und eine Winterhalterorgel.
  • Die Friedhofskapelle St. Leonhard wurde 1401 erstmals genannt und stammt wohl aus dem 14. Jahrhundert. Der historische Pfullendorfer Friedhof wurde 1551 erbaut. Auf ihm befinden sich unter anderem die Mausoleen der Familie Heilig, sowie Amelie und August Ambros.[46]
  • Die evangelische Christuskirche wurde am 12. Juni 1910 durch die evangelische Kirchengemeinde eingeweiht und der letzte Gottesdienst im alten Gottesdienstlokal im Spital gehalten. Die Pläne stammten von Architekt Dilger. Die Grundsteinlegung war am 5. Juli 1909. Allerdings wurde aus der „Diasporagenossenschaft“ Pfullendorf erst 1933 eine selbstständige Kirchengemeinde.[47] 1957 wurde die Kirche vergrößert und 2006/2007 renoviert und ein Anbau hinzugefügt.[48]
  • Das Dieterich-Bonhoeffer-Haus wurde 1965 gebaut. Es ist das Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde und war bis 1998 auch Soldatenheim.[48]
  • In Otterswang befindet sich die Kirche St. Fidelis.
  • Im Ortsteil Zell steht die Kirche St. Peter und Paul.
  • Die Kirche St. Johannes des Täufers befindet sich in Denkingen.
  • Die Kirche St. Martin im Ortsteil Aach-Linz hat ein neubarockes Deckengemälde. Zur Ausstattung gehören eine Weinende Madonna und eine Tonbüste des Meisters von Eriskirch.
  • In Straß befindet sich die barocke Georgskapelle.[3]
  • In Großstadelhofen steht die Martinskapelle.[3]
  • In Brunnhausen befindet sich die St. Georgs-Kapelle.
  • Ehemaliges Franziskanerinnen- und Dominikanerinnenkloster.

Profanbauten[Bearbeiten]

Viele Wohn- und Geschäftshäuser in der Altstadt sind als Kulturdenkmal der Denkmalschutzkategorie 2 eingetragen:

Rathaus
  • Der historische Marktplatz mit Brunnen ist das Herz der ehemals freien Reichsstadt, der heutigen Altstadt. Um ihn gruppieren sich mehrere denkmalgeschützte Gebäude:
    • Das historische Rathaus mit seiner baulichen Erweiterung wurde in den Jahre 1524/25 als alemannischer Fachwerkbau mit charakteristischen Stockwerks-Auskragungen im zweiten und dritten Stock errichtet. Im Erdgeschoss befand sich eine Gret, eine reichsstädtische Warenlager- und Handelshalle, die in der Nachkriegszeit dem Württ.-Bad. Luftfahrtverband e.V. Fliegergruppe Pfullendorf als Flugzeughalle und Werkstattraum diente.[49] Es wurde 1785/86 durch den Deutschordensbaumeister Franz Anton Bagnato, damals Pfullendorfs Stadtbaudirektor, im frühklassizistischen Stil umgestaltet und erweitert. Der historische Rathaussaal besitzt einen einzigartigen Glasbilderzyklus aus der Frührenaissance des Glasmalers Johann Christoph Stimmer d. Ä. Die Vorderfront des langen Gebäudes zeigt sich zum Marktplatz mit repräsentativen Balkon und Dreiecksgiebel. Das Gebäude wurde 1939, 1979 und zuletzt 2005 renoviert.
    • Rechts davon befindet sich der 1893 errichtete Stadtkassenbau, ein dreistöckiger Bau dessen Fassade von Staffelgiebel und Sandsteingesimse geprägt ist.[18]
    • Die beiden Gebäude sind durch einen flachen Mittelbau mit Balkonbrüstung miteinander verbunden, der heute das Bürgerbüro beheimatet.
    • Gegenüber der Rathauserweiterung befindet sich ein reiner Steinbau mit Treppengiebel und zwei Eckerkern. In dem Gebäude unterhält die Volksbank Bad Saulgau eine Filiale.
    • Das Alte Spital (Am Alten Spital 1) besteht seit dem Mittelalter. Heute befindet sich darin ein Restaurant.[50]
Altes Haus
  • Vom Marktplatz aus führt die Hauptstraße in die Oberstadt, die nach einer Theorie des Denkinger Kunstschmieds Peter Klink über einen „Sonnenschema“ genannten Plan, der sich an der Sonne beziehungsweise den Sonnenwenden orientierte, gezielt angelegt worden sein soll[18][51][52][53][54][55]:
    • In der Hauptstraße befindet sich die Krone, ein ansehnlicher Fachwerkbau.
    • Die Steinscheuer/Spitälische Zehntscheuer, ein spätgotische Bau, wurde 1515 ganz aus Stein mit den stiltypischen Öffnungsrahmen und monumentalem Treppengiebel als Getreidescheuer des Heilig-Geist-Spitals erbaut. Er dient seit 1980 als Stadtarchiv und beherbergt des Weiteren die städtische Bücherei.
    • Das Alte Haus (Museumsgasse 1), auch Schoberhaus genannt, besteht in seinem Kern aus einem steinernen Adelswohnturm, der im frühen 14. Jahrhundert direkt an die Stadtmauer angebaut wurde. Eine Inschrift am Bogen des ehemaligen Ostportals gibt das Jahr 1317 an. Im 15. Jahrhundert wohnten hier die berühmten Ritter von Gremlich. Erst 1356 wurde der spätgotische Turm zu einem Bürgerhaus erweitert, indem um ihn herum ein Wohnhaus in alemannischer Hochständerbauweise errichtet wurde.[56][57] Das lange Zeit ungenutzt leer stehende Kulturdenkmal gilt als eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Süddeutschlands. Das Gebäude mit seinen Turmmauern aus Molasseblöcken mit Schießscharten wurde in den 1990er Jahren grundlegend denkmalgerecht saniert[58] und dient heute als Zweigstelle des Hauptmuseums des Heimat- und Museumsvereins Pfullendorf.
    • Das Gremlichhaus (Pfarrhofgasse 21) wurde erstmals im Zusammenhang mit den Junker von Gremlich im Jahr 1435 genannt und später von den Schellenberger und danach vom Pfullendorfer Bürgergeschlecht Roßknecht erworben. Diese betrieben hier vom 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Brauerei und Gaststätte „Zum Löwen“ (daher auch der Name Alter Löwe). 1876 erwarb es der Spitalfond Pfullendorf, der es 1911 weiter an die Stadt Pfullendorf verkaufte. Diese nutzte das Gebäude als Altersheim und Schulhaus. 1977 wurde es renoviert. Nach neuerlicher Renovierung und Umbau beherbergt der Alte Löwen heute die städtische Galerie. Das denkmalgeschützte Gebäude zeigt sich heute als dreigeschossiger, massiver und verputzter Bau mit Walmdach. Beim ursprünglichen Gebäude handelt es sich um ein Turmhaus mit nahezu quadratischem Grundriss von rund 15 ×15 Meter aus dem 14./15. Jahrhundert (nach anderer Ansicht kurz nach 1200[59]), das jedoch 1730 (nach anderer Ansicht zwischen 1720 und 1745[59]) rechtsseitig vergrößert und barockisiert wurde.[60][61][62]
    • Der Salmannsweiler Hof von 1505 fiel der Säkularisation zum Opfer: 1842 bis 1848 wurden Teile des klösterlichen Gebäudes der Reichsabtei Salem abgerissen und als spätklassizistisches Spital am Oberen Tor mit spätgotischen Treppengiebel und Rundbogen-Nischen neu aufgerichtet. Es diente bis 1963 als Krankenhaus und wird seither als Altenheim genutzt. Darin überdauerte die Spitalkapelle.
    • Das ehemalige Fecker-Haus (Hauptstraße 2/Ecke Pfarrhofgasse) ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zum Oberen Tor. Der auskragende Fachwerkbau wurde 1716 errichtet. Erster Bewohner war der Lammwirt Johann Georg Mayer. Nach mehreren Besitzerwechseln und Sanierungsstau befindet sich heute das Gebäude in einem sehr desolaten Zustand und steht kurz vor dem Zerfall.[63][64]
    • Das sich im Privatbesitz befindliche Putzmacherhaus steht ebenfalls unter Denkmalschutz.[65]
  • Etwas abseits vom Marktplatz steht in der Metzgergasse das Bindhaus. Das Fachwerkhaus wurde im Jahr 1499 erbaut, es ist aber durchaus möglich, dass auf dem Fundament schon vorher ein anderes Bauwerk stand. Darauf lassen die typisch staufischen Buckelquader schließen, wie man sie im 11. bis 13. Jahrhundert verwendet hat. Es gehörte dem Pfullendorfer Spital und diente ursprünglich als Fruchtschütte (Fruchtspeicher). Im Keller des Gebäudes befand sich eine Küferei, deshalb auch der Name Bindhaus. 1860 erwarb Rudolph Ferdinand I. Probst (1812–1896) das Haus und baute es zum bürgerlichen Wohnhaus um. Die letzte Besitzerin war die von vielen nur als „Zopftante“ bekannten Antonia Probst, wegen ihres langen und mit Schleifchen geschmückten Zopfes. Sie war die Tochter von Rudolph Ferdinand II. Probst (1844–1924). Als sie 1978 verstarb, erwarb die Stadt das Gebäude 1979.[18][41][66][67][42] Vor dem Gebäude steht die von Peter Klink aus Schmiedestahl gefertigte Skulptur Friedrich II. – Gründer der Stadt Pfullendorf. Sie wurde am 3. Juni 2006 eingeweiht und ist 30 Prozent überlebensgroß.[68]
  • Der Weg in die untere Hälfte der Altstadt führt durch die Straße Am Alten Spital, sie bildet die südliche Verlängerung der Hauptstraße und ist ebenso wie sie durch restaurierte Fachwerkhäuser geprägt, so zum Beispiel das Objekt „Am Alten Spital 4“, ein Gebäude in Fachwerkbauweise aus dem Jahr 1700.

Befestigungsanlagen[Bearbeiten]

Natürliche Steilhänge schützten die mittelalterliche Marktsiedlung um die um 1155 bezogene Festung des Grafen Rudolf im Osten und Westen. Jedoch geht aus vorhandenen Dokumenten über die staufische Zeit hervor, dass Friedrich II. gebot, die Stadt mit Toren und einem Mauerring zu befestigen.[69] Die ursprünglichen 1230 Meter lange Stadtmauer der umlaufenden Stadtbefestigung wurde immer wieder bis zu eineinhalb Meter Dicke verstärkt, verläuft konisch, besaß Schießscharten und einen hölzernen Wehrgang. Sie ist heute mit 696 Meter noch über die Hälfte erhalten und an vielen Stellen mehr oder weniger sichtbar.[70]

Ursprünglich zählte die mittelalterliche Stadtbefestigung vier Stadttore, von denen nur noch eines erhalten geblieben ist. Wer von auswärts kam musste durch eines von ihnen.[71] Sie lagen in einem Abstand von jeweils 380 Meter von einem zum anderen auseinander[70], waren wohl nach dem Sonnenstand ausgerichtet[69][18][51][52][53][54][55] und sämtlich durch Schießscharten, Fallbrücken und Fallgitter gesichert[69]:

  • Im Norden war die Stadt am stärksten befestigt, was sich an der Doppeltoranlage des Oberen Tores mit dort erhaltener Stadtmauer nebst Wachtürmen beim Spital und ehemaligem Königsbronner Pfleghof zeigt. Wann das Obere Tor genau erbaut wurde ist fraglich: 1280 wurde das „Oberes Tor“ zum ersten Mal in einem Streit zwischen Pfullendorf und der Grafschaft Sigmaringen als Grenzpunkt genannt, als die Grafschaft Hochobrigkeitsrechte bis an die Stadtmauern (Oberes Tor) beanspruchte.[72][73] 1239 tritt überhaupt zum ersten Mal ein „Pfullendorfer Tor“ auf.[74] Jedoch gestattete erst das Stadtprivileg von 1220 eine Ummauerung der Stadt. Das eigentliche Obere Tor auf dem höchsten Punkt des Molassehangs, an dem die Stadt liegt, wurde 1505 durch ein nordwärts vorgelagertes Ziertor, das durch einen künstlich angelegten Wassergraben getrennt von diesem steht, zur gotischen Doppeltoranlage erweitert.[75][69] Die Doppeltoranlage wird durch den 38 Meter hohen Beobachtungsturm mit hölzernen Treppenhaus und Zwischenplattformen, Schießscharten und Staffelgiebel überragt.[75] Im Inneren des Turms wurden eingeritzte, teilweise geheimnisvolle Zeichen und Namen entdeckt. In der vierten Etage befinden sich die beiden ehemaligen Gefängniszellen, die mit einer doppelten schweren Holztüre versehen und mit bis zu fünf Schlössern behängt sind. Die bisher letzten Inhaftierten brachte die französische Besatzungsmacht 1945 auf den Turm hinauf.[2] Nachdem der Turm aus Sicherheitsgründen fünf Jahre lang für die Öffentlichkeit verschlossen war, tauschte die die Stadt im Frühsommer 2014 die morsche Treppe samt Geländer bis zur zweiten Plattform gegen eine neue aus Fichtenholz aus, weiter oben wurden die noch gut erhaltenen Tritte neu gefasst.[75] Das Vortor, ein Torhaus mit Fachwerkgiebel, ist seitlich von zwei halben Rundtürmen mit Schießscharten flankiert. Über dem spitzbogigen Tordurchgang befinden sich Reliefen einer Kreuzigungsgruppe und darunter das von zwei „Wilden Männern“ gehaltene Reichsstadtwappen der Stadt.[71] Das innere Torhaus zeigt sich mit Staffelgiebel und zwei spitzbogigen Einlasspforten.[71] Die Doppeltoranlage ist dem Brückenheiligen St. Nepomuk geweiht. Das einzige noch erhaltene Stadttor im Landkreis Sigmaringen[76] ist denkmalgeschützt und gilt als das Wahrzeichen der Stadt.
  • Das Engelinstor, auch „Vorstadttor“ genannt, nahm im Nordwesten den Platz zwischen dem früheren Hotel „Grüner Baum“ und der gegenüber in stattlichen Überresten noch vorhandenen Stadtmauer ein. Es bestand bereits 1337 unter diesem Namen. Im Jahr 1829 (nach anderen Angaben 1840[69]) wurde der Turm, das dabei befindliche bürgerliche und Kriminalgefängnis und das angeschlosse Wohngebäude abgebrochen. Die wertvollen Bau- und Bruchsteine wurden zum Bau des Linzer Schulhauses kostenlos zugeführt.[77]
  • Das Gebsentors im Südosten wurde 1353 als „Gepzen Tor“ urkundlich in einem Verkauf an das Kloster Königsbronn genannt. Es wurde 1844 abgebrochen.[69] Die Abbruchsteine wurden zum Bau des Gasthofs „Frieden“ in Mottschieß für 236 Gulden ersteigert.[78]
  • Das Steinbrunnentor, das in der Unterstadt kurz vor dem ehemaligen Bahnübergang am Stadtgarten die Einlasspforte für die Landbevölkerung, die aus der Richtung von Aftholderberg nach Pfullendorf kam, zur Stadt bildete[71], wurde im Jahr 1831 abgerissen[69]. Die Abbruchsteine wurden in der Alten Schule in Aach-Linz verbaut.[79]

Keller[Bearbeiten]

Im Rössle-Keller

Baugeschichtliche Besonderheit der Altstadt ist, dass alle Häuser in die Molasse getriebene Naturkeller aufweisen. Diese Keller und Gewölbe waren teilweise durch hunderte Meter lange Gänge miteinander verbunden.[2] Am bekanntesten ist der Felsenkeller unter dem heutigen Hotel „Adler“, er ist der Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Keller sind die an der alten Stadtmauer, wo sich einst die Brauerei zum „Grünen Baum“ befand, der Bierkeller in der Lammgasse, sowie unterhalb der Grundschule „Am Härle“.[71] Bis in die 1960er Jahre wurden sie noch mit Eis, das man im Winter an sogenannten Eisgalgen gewann, temperiert.[71] Unbekannter sind jedoch die Keller unter dem „Buchenwasen“ an der heutigen Aftholderberger Straße. Wann die vier miteinander verbundenen Keller in den Hang gegraben wurden, ist nicht bekannt, doch wurden sie schon 1910 nicht mehr benutzt.[25] Im Zweiten Weltkrieg dienten die Keller als Luftschutzkeller.[71][25]

Stolpersteine[Bearbeiten]

D-BW-Pfullendorf - Stolperstein Jan Kobus.JPG Pfullendorf Friedhof 07.jpg
Stolperstein an der Ecke Mühlensteigle/Zum Eichberg und Gedenkstein auf dem Alten Friedhof für Jan Kobus

Am 8. April 2005 wurde angeregt durch Donata Höffer auf dem Gehweg an der Ecke Mühlensteigle/Zum Eichberg von Gunter Demnig ein Stolperstein verlegt, um an das Schicksal des ermordeten 23-jährigen polnischen Zwangsarbeiters Jan Kobus zu erinnern. Dieser wurde am 5. April 1941 an dieser Stelle, an einem Baum im damaligen Gewann „Sieben Linden“ außerhalb der Stadt wegen Rassenschande mit einer 20-jährigen Deutschen gehängt. Beide hatten auf einem Bauernhof in Ruschweiler gearbeitet, waren eine Liebesbeziehung eingegangen, aus der ein Kind hervorging. Die Hinrichtung fand vor den Augen der örtlichen NS-Formationen, Pfullendorfern Bürgern sowie hunderten polnischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter aus der Umgebung zur Abschreckung und unter militärischer Bewachung statt. Die schwangere Frau war nach drei Monaten versetzt worden und gebar ihr Kind im Gestapo-Gefängnis in Konstanz, wo sie zuvor nach vielen Verhören den Namen des Vaters preisgab. Nach dem Krieg errichteten ehemalige polnische Zwangsarbeiter an der Mordstätte eine von einem polnischen Steinmetz gestaltete obeliskartige, schwarze Marmorsäule, mit einer Inschrift in Deutsch, französisch und polnisch. Im Zuge der baulichen Erschließung für das neue Wohngebiet am Eichberg in den Jahren 1962/1963 wurde dieser Gedenkstein in den Alten Friedhof gebracht, wo er bleibend an der Mauer, gegenüber dem Eingang vom Krankenhaus steht.[80][81][82][83][84]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Der Bahndamm zwischen Pfullendorf und Aach–Linz mit seiner in der Region einmaligen Magerkalkrasen-Fläche (Halbtrockenrasen) ist eingetragenes Naturdenkmal. Um das Verschwinden von seltenen Tieren und Pflanzen zu verhindern und damit ein ökologisch wertvolles Terrain zu erhalten, besteht seit rund 25 Jahren eine Pflegepflicht. Diese umfasst das Abmähen der Rasenfläche jeweils nach der Vegetationsphase und das Abfahren und ordnungsgemäße Entsorgen des Schnittgutes. Die Eigentümer können zu dieser Pflege nicht gezwungen werden, dürfen die Maßnahmen aber auch nicht verhindern.[85]

Parks[Bearbeiten]

Seepark Linzgau[Bearbeiten]

Im Seepark Linzgau

Der Seepark Linzgau liegt am westlichen Stadtrand Pfullendorfs. Er entstand 2001 im Rahmen des landesweit ersten Grünprojekts „Natur in Stadt und Land“ auf dem Gelände, das zum alten Baggersee gehörte. Peter Lenk steuerte einen Brunnen mit Graf Bernadotte als Motiv bei. In der Anlage befinden sich zwei Kinderspielplätze, der sogenannte Seeungeheuer-Spielplatz und der Bachspielplatz,[86] ein Strandbad mit Liegewiese und Ballsportanlagen. Auf dem Planetenweg wird das Sonnensystem im Maßstab 1:1,4 Milliarden dargestellt[87], hier kann man den See entlang zum Bienenschauhaus wandern, dort steht auch eine Weidenkapelle. Nach der kleinen Landesgartenschau entwickelte sich der innerhalb der Ferienregion Nördlicher Bodensee gelegene Seepark zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien.[86]

Seit 2005 gibt es im Seepark der Wasserskipark Pfullendorf, eine Wasserski- und Wakeboardanlage. Sie war im Jahr 2006 Austragungsort der Deutschen Wakeboard-Meisterschaften.

Im Mai 2007 wurde „Deutschlands verrückteste Abenteuer-Golfanlage“ durch das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt Werkstättle eröffnet, die aus 18 aufwändigen Adventure-Golfbahnen und zwei Übungsbahnen auf Kunstrasen mit viel Wasser und technischen Überraschungen auf über 6400 m² besteht. Die Bahnen haben eine Länge zwischen zehn und 30 Meter und wurden mit dem Preis „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.[88] In der Saison 2009 wurden 45.000 Besucher gezählt.[89][90]

Seit Juli 2012 gibt für alle Fußballfreunde eine weitere Attraktion. Es wurde eine Fußballgolfanlage mit 30.000 Quadratmetern und 18 Bahnen mit einer Länge zwischen 30 und 130 Metern eröffnet. Die Fußballgolfanlage befindet sich direkt beim Parkplatz West des Seeparks Pfullendorf. Des Weiteren befindet sich dort der Erlebnistierpark Jägerhof.[91]

Der Seepark ist Revier von mindestens zwei oder drei der sechs bis acht im Stadtgebiet lebenden Biber.[92]

Stadtgarten[Bearbeiten]

Stadtteich im Stadtgarten

In der Stadtmitte hat Pfullendorf einen kleinen, Stadtgarten genannten Stadtpark. Hier befindet sich der Stadtsee, mit einer kleinen Insel und Springbrunnen. Er ist ein beliebter Aufenthaltsort, besonders ältere Menschen schätzen den Rundweg und die vielen Bänke zum Ausruhen. Der Stadtsee ist Heimat einer großen Entenkolonie. Im Stadtgarten befindet sich auch ein Mahnmal, das der Opfer von Gewalt, Krieg und Willkürherrschaft gedenkt.

Musik[Bearbeiten]

Es gibt Kirchenchöre in Pfullendorf, Aach-Linz, Denkingen, Otterswang und Zell, Musikvereine in Pfullendorf („Stadtmusik“), Aach-Linz, Denkingen und Otterswang, in Pfullendorf einen Posaunenchor und den Männergesangsverein und in Aach-Linz ein Akkordeonorchester.

Sport[Bearbeiten]

SC Pfullendorf[Bearbeiten]

Der auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Sportclub Pfullendorf spielte 21 Jahre lang in dritthöchsten Ligen und 16 Jahre lang in Viertklassigkeit. Seinen größten Erfolg feierte der Verein im Jahr 2000 unter dem damaligen Trainer Frank Wormuth, als er sich als Zweitplatzierter der Regionalliga Süd für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga qualifizierte. Der Aufstieg wurde aber nach einem 1:1 zuhause gegen den späteren Aufsteiger LR Ahlen sowie einer 1:3-Niederlage beim 1. FC Union Berlin verpasst. Außerdem schlug der Verein den damaligen Bundesligisten Arminia Bielefeld in der 1. Runde des DFB-Pokals 2006/2007 mit 2:1 und zog dadurch in die zweite Runde ein. Aktuell spielt der Verein in der fünftklassigen Oberliga Baden-Württemberg.

Weitere Fußballvereine[Bearbeiten]

In der Teilgemeinde Denkingen gibt es den „SV Denkingen 1969 e. V.“, der seit Jahren in der Landesliga spielt und in Aach-Linz den „TSV Aach-Linz 1910 e. V.“ mit breitgefächertem Sport- und Freizeitangebot.

Deutscher Alpenverein e. V., Sektion Pfullendorf[Bearbeiten]

Der zweitgrößte Verein in Pfullendorf ist nach dem Turnverein der Deutsche Alpenverein e. V., Sektion Pfullendorf mit fast 1200 Mitgliedern (Stand: November 2009). Neben dem umfangreichen Jahresprogramm mit Wandern, Bergsteigen, Skibergsteigen, Langlauf, Ski- und Snowboardschule und Klettern wird auch ein Kletterturm mit Boulderwand im Tiefenthal betrieben.

Mit der Bergwald-Loipe verfügt Pfullendorf über einen, durch vereinseigenes Gerät gespurten Rundkurs für klassische Technik mit vier Kilometer Länge und einem Höhenunterschied von 40 Meter und einer gewalzten Skatingstrecke für Langläufer, die den Schlittschuschritt bevorzugen, mit 1,2 Kilometer Länge und rund 25 Meter Höhenunterschied. Der Einstieg befindet sich am Stadtrand gegenüber der Flugplatz-Gaststätte, wo auch geparkt werden kann.[93]

Wassersport[Bearbeiten]

  • Schwimmverein: Der Schwimmverein in Pfullendorf hat sowohl im Hallenbad als auch im Waldbad Trainingsmöglichkeiten.
  • Ruderclub: Seit 2001 kann im Seepark das Rudern gelernt werden. Der anschließend gegründete Pfullendorfer Ruderclub 2002 e.V. trainiert vom Frühjahr bis Herbst größtenteils im Seepark, während der Wintermonate in einem Trainingsraum.
  • Bootschen: Jenische aus Pfullendorf gewannen in einer gemischten Mannschaft das weltweit erste Bootsch-Turnier 2005 in Singen
  • Wasserskipark Pfullendorf: Wasserski- und Wakeboardanlage im Seepark Linzgau

Weitere Sportvereine[Bearbeiten]

Des Weiteren gibt es in Pfullendorf noch den Tennisclub TC Pfullendorf, sowie den im Jahr 1860 gegründeten Turnverein TV Pfullendorf, der mit knapp 1600 Mitgliedern der größte Verein der Stadt ist.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Narrenfigur „Hänsele“ der Narrenzunft Stegstrecker
  • In Pfullendorf wird die schwäbisch-alemannische Fasnet durch die Narrenzunft Stegstrecker e. V. gepflegt. Der Vereinsbezeichnung „Stegstrecker“ ist ein übernommener Neckname, so sollen die Pfullendorfer einmal versucht haben, einen zu kurz geratenen Steg zu strecken.[94]
  • Die Schnellergilde der Stegstreckerzunft pflegt am Funkensonntag den Brauch des Funkenabbrennens im Seepark.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist an keine Bundesstraße angebunden. Auf der L 194 zwischen Pfullendorf und Aach-Linz beträgt die Verkehrsbelastung über 11.000 Fahrzeuge täglich mit hohem Transitanteil.[95]

Pfullendorf befindet sich im Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) und seit 1. Januar 2009 auch im Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo).

Der Bahnhof der Stadt war am 11. August 1873 eröffnet worden und lag an der Bahnstrecke Altshausen–Schwackenreute. Die Strecke nach Schwackenreute wurde 1983, diejenige nach Altshausen 2004 stillgelegt. Seit 1971 wird der Bahnhof nicht mehr für den Personenverkehr benutzt; bis ins Jahr 2002 wurden die Schienen nach Altshausen noch für Transporte der großen Firmen genutzt. Am 31. Dezember 2009 wurde die 6,5 Hektar große Bahnbrache für 2,4 Millionen € von der Stadt gekauft. Das geräumte Areal soll in den kommenden Jahren umgestaltet werden.[2] Seit 2009 fungiert die Stadt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen für die Strecke Altshausen – Ostrach – Pfullendorf,[96] was im Mai 2012 ihre Reaktivierung im Freizeitpersonenverkehr ermöglichte. An 15 Sonn- und Feiertagen zwischen Mai und Oktober verkehrt der 3-Löwen-Takt Radexpress „Oberschwaben“ auf der Bahnstrecke. Das Bahnhofempfangsgebäude (Franz-Xaver-Heilig-Straße 2) von 1926 ist ein eingeschossiger, verputzter Bau mit Mittelrisalit und Walmdach. Beim Stationsgebäude handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt.[97][98][99]

Südlich der Stadt liegt der Flugplatz Pfullendorf (!547.9088895509.250556547° 55′ N, 009° 15′ O47.9088888888899.2505555555556702) auf 702 m ü. NN. Der seit 1968 öffentliche Verkehrslandeplatz Pfullendorf (ICAO: EDTP) verfügt über eine 609 Meter lange und 30 Meter breite Start- und Landebahn aus Gras. Sie ist ziemlich genau von Nord nach Süd ausgerichtet (02/20).

Medien[Bearbeiten]

Der Pfullendorfer Anzeiger, von 1881 bis 1936 durch die Verlegerfamilie List-Steiner gedruckt, war das Verkündigungsblatt für die Stadt und den Amtsbezirk Pfullendorf, das drei Mal pro Woche erschien. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor dieses Organ im Zuge der Pressegleichschaltung seine Selbstständigkeit. Der Anzeiger nahm dieselbe Funktion des Südkuriers ein, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs die regionale Berichterstattung übernahm. 1952 hatte dann der Buch- und Verlagsdruckmeister Ernst Anton Schmidt die stillgelegte Druckerei bis 2008 übernommen. Als Tageszeit besitzt die Südkurier Medienhaus GmbH in Pfullendorf eine Lokalredaktion.[100]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Jahre 1876 gab es in Pfullendorf elf Brauereien, die zusammen 8.370 Hektoliter eigenes Bier brauten, welches größtenteils von den Brauereien in eigenen Gaststätten verbraucht wurden. Die größte Brauerei, gemessen am jährlichen Ausstoß, war die vom „Grünen Baum“ mit 227.000 Liter, die kleinste die des „Mohren“ mit 32.000 Liter. Viele Brauereifamilien waren miteinander verwandt, so zum Beispiel die Familien Roßknecht, Walter und Hübschle.[71] Größten Umsatz erzielten die Brauereien nebst Gaststätten bei den Markttagen, an denen die Besucher vom Land in die Stadt strömten. Aus diesem Grund befanden sich die Gaststätten meist in unmittelbarer Nähe zum Marktgeschehen:

  • Am Gebsentor hatte die Adlerbrauerei ihren Betrieb (heute: Hotel „Adler“). Der dazugehörige Malzturm in der Roßmarktgasse wurde schon vor Jahren abgebrochen.[71]
  • Gleich hinter dem Steinbrunnentor braute die Brauerei „Zur Sonne“, von der heute nur noch die Gaststätte steht.[71]
  • Am Engelinstor befand sich die zum früheren Hotel „Grüner Baum“ gehörende Brauerei.[71]
  • Am Oberen Tor waren zwei Brauereien, außerhalb der Stadt die Mohrenbrauerei und innerhalb die Löwenbrauerei, das heutige Gremlichhaus.[71]
  • Am Marktplatz braute der „Deutschen Kaiser“, in der Heiligenbergerstraße die Rößlebrauerei und oben in der Hauptstraße die Lammbrauerei. Die Lammbrauerei war zugleich die letzte Brauerei die in Pfullendorf braute: Von 1942 bis 1950 geschlossen, hat sie wieder gebraut, wurde aber 1968 endgültig stillgelegt.[71]
  • Außerhalb der Stadtmauern lagen die Brauereien „Zum weißen Ochsen“ und „Zum Deutschen Haus“, hier bot sich auch die Möglichkeit für die Händler ihre Fuhrwerke abzustellen.[71]

Am Mühlesteigle oberhalb der Eisenbahnbrücke gab es sogar einen Hopfengarten.[71]

Die Stadt war bäuerlich geprägt, bis in den 1950er Jahren städtisches und spitalisches Vermögen eingesetzt wurde, um Industriebetriebe anzusiedeln. Alte Pfullendorfer Familien betrieben neben der Landwirtschaft auch Handwerksbetriebe. In Pfullendorf beträgt die Gesamtzahl der Beschäftigten 6.194 (Stand: November 2010). Das Mittelzentrum bietet gute Qualitäten für die Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen. Das neue Industriegebiet „Mengener Straße“ verfügt über 13 Hektar.[2] Die größten Arbeitgeber vor Ort sind:

  • Geberit: Geberit entwickelt Systeme und Produkte für Bad und Sanitär. Im 1955 hier angesiedelten Standort werden vorwiegend Aufputz- und Unterputz-Spülkästen aus Kunststoff hergestellt. 2010 arbeiteten 1.460 Mitarbeiter in Vertrieb, Produktion und Logistik. 2009 wurden 25 Millionen Euro in den Bau eines europäischen Logistikzentrums investiert.[2]
  • Alno AG: Ursprünglich die Werkstatt des Möbelschreiners Albert Nothdurft, beschäftigt die Alno AG heute rund 750 Personen am Standort und fertigt Küchen, die in die ganze Welt exportiert werden. Im einstigen Vorzeigeunternehmen standen in den Glanzzeiten rund 2.500 Menschen in Lohn und Brot.[2]
  • Kramer Allrad: Seit 2008 ist der Baumaschinenhersteller Kramer in Pfullendorf mit einem riesigen rund 30 Millionen Euro teuren Gebäudekomplex ansässig.[2]
  • ESCAD: 2005 siedelte sich das Unternehmen in Pfullendorf an. Es ist Ingenieurdienstleister für die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, und ist in der Automatisierungstechnik, Medizin- und Solartechnik tätig. Escad beschäftigt international etwa 600 Mitarbeiter.
  • Extra Games Entertainment GmbH: Extra Games, ein Spielautomaten-Aufsteller in Gastronomiebetrieben und Betreiber von rund 250 Spielhallen in ganz Deutschland (Stand: 31. Januar 2015)[101], hat in Pfullendorf seinen Verwaltungssitz. Das Unternehmen wurde im Dezember 2005 von der österreichischen Novomatic übernommen.[2]
  • Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch: Pfullendorf ist Hauptsitz des Kreditinstituts mit 15 Filialen.
  • Volksbank Pfullendorf eG: Die Stadt ist Hauptsitz der Genossenschaftsbank mit fünf Filialen.

1952 übernahm der Buch- und Verlagsdruckmeister Ernst Anton Schmidt (1920–2008) die stillgelegte Druckerei List in Pfullendorf, und verlegte dort ab den 1970er Jahren unter anderem die Ortschroniken von Pfullendorf und andere lokalhistorische Werke von Josef Groner. (Siehe Literatur.) 2000 stellte Schmidt den Verlags- und Druckereibetrieb ein.

Ein weiteres wichtiges Standbein für die Stadt Pfullendorf ist der Tourismus. Pfullendorf gehört zur Ferienregion „Nördlicher Bodensee“. Im Jahr 2014 verzeichneten Pfullendorf und seine Teilorte 24.619 Übernachtungen.[102]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Schachtdeckel CANALISATION PFULLENDORF in der Innenstadt

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Das Krankenhaus Pfullendorf, das zu der 1996 gegründeten Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH gehört, ist der I. Versorgungsstufe (Krankenhaus der Grundversorgung) zugeordnet. Das Krankenhaus Pfullendorf, ein Bau aus dem Jahre 1963, wurde in den letzten Jahren vollständig saniert. Das Krankenhaus gehört anders als das Kreiskrankenhaus Sigmaringen und das Krankenhaus Bad Saulgau nicht dem Landkreis Sigmaringen, sondern dem Spitalfond Pfullendorf. Im Krankenhaus befindet sich die sogenannte Betesdakapelle.

Kaserne[Bearbeiten]

In der Staufer-Kaserne in Pfullendorf sind folgende Einheiten untergebracht:

Insgesamt sind dort rund 1000 Soldaten und Zivilisten stationiert oder angestellt. In den Hochzeiten waren es rund 2000.[2] Am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen (bis 2003: Internationale Fernspähschule) werden Soldaten aus Deutschland – vor allem für die Division Schnelle Kräfte (DSK) und das Kommando Spezialkräfte (KSK) – sowie aus acht weiteren Nationen ausgebildet.

Bildung[Bearbeiten]

Das Bildungsangebot in Pfullendorf besteht aus folgenden Einrichtungen

  • Grundschule am Härle
  • Grund- und Hauptschule Sechslinden
  • Realschule zum Eichberg – mit Ganztagsangebot
  • Staufer-Gymnasium
  • Förderschule – mit Ganztagsangebot. Die offizielle Namensgebung erfolgte am 14. Mai 2010. Namensgeber ist Kasimir Walchner.[103]
  • Volkshochschule Pfullendorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Albert Nothdurft[104][105](1905–1997), Gründer der Alno AG (1927) und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Er zog 1957 von Wangen bei Göppingen nach Pfullendorf und errichtete damals Produktionsstätten für 300 Mitarbeiter.
  • Hans Ruck,[104][105] Jurist, ehemaliger Bürgermeister[106]
  • Josef Schreck[104][105](1853[107]–1931[108]), praktischer Arzt (1912),[109] Medizinalrat und Narrenpräsident
  • 1907:[110] August Ambros (1829–1915), großherzoglicher Medizinalrat,[104] Ritter des Zähringer Löwenordens 1. Klasse[111]
  • 1921, 20. Juli: Josef Thum (1858–1937), Amerikaauswanderer[112]
  • 1933: Paul Heilig,[104][105] Unternehmer und Stifter eines Kriegerdenkmals, genauer gesagt die Kunststeinerweiterung rings um ein schon bestehendes Bronzedenkmal im Hurra-Germania-Stil (Marmor-Umrandung).[113]
  • 1961:[114] Johann Schupp[105] aus Zell,[115] promovierter Pfarrer und Heimatforscher[116]
  • 1990:[117] Josef Groner[118] (1915–1997), Dominikaner, katholischer Theologe und Historiker
  • 1994:[119] Paul Kerle[105] (1922–2011),[120] langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins, Ehrenzunftmeister der Stegstreckerzunft
  • 1995:[119] Elmar Hettler[105] (* 1921[121]), ehemaliger Stadtpfarrer
  • 1999:[119] Sigurd Lange[104][105] (1904–2000), Maler und Grafiker
  • 2002:[119] Hermann Löffler[104][105] (1907−2008[122]), Stadtkämmerer, Gemeinde- und Kreisrat (CDU/FW),[123] Geschäftsführer der Sozialstation St. Elisabeth und Träger des Bundesverdienstkreuzes (1988)[124]
  • 2002:[119] Walter Ott[104][105] (* 1924), Unternehmer, Aufsichtsratsvorsitzender,[123] Gemeinde- und Kreisrat (CDU)[125]
  • 2012:[117] Hermann Billmann (* 1947), langjähriger evangelischer Pfarrer[126]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Groner: Die Chroniken der Stadt Pfullendorf. Schmidt, Pfullendorf 1982, DNB 840264747.
  • Josef Groner: Maria Schray Pfullendorf. Schmidt, Pfullendorf 1983, DNB 880135247.
  • Josef Groner: Pfullendorf im Linzgau. Dreißig Themen zur Geschichte einer ehemals freien Reichsstadt. Schmidt, Pfullendorf 1988, DNB 948819596.
  • Kasimir Walchner: Geschichte der Stadt Pfullendorf vom Jahre 916 bis 1811. Wallis, Konstanz 1825. (Digitalisat)
  • Charlotte Zoller: Nahaufnahme Pfullendorf. Kulturbüro Heygster, Pfullendorf 2009.
  • Peter Schramm: Geschichte der Reichsstadt Pfullendorf, Pfullendorf 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfullendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f g h i j k l Siegfried Volk (siv): Pfullendorf. Geschichtsträchtige Industriestadt. In: Die Region stellt sich vor. Wir sind hier. Sonderbeilage des Südkurier vom 19. November 2010, S. 24.
  3. a b c d Wanderweg entlang der Europäischen Wasserscheide. Am Sonntag startet die Tour durchs Bodensee-Hinterland. In: Schwäbische Zeitung vom 20. November 2008
  4. Vgl. Pfullendorf. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 834-841.
  5. a b c d Jürgen Witt (jüw): Erst staufisch, dann Reichsstadt. In: Südkurier vom 9. Juni 2015
  6. Jürgen Witt (jüw), Gudrun Beicht (bei): Geschichte, Zahlen und Fakten zu Aach-Linz. In: Südkurier vom 12. Mai 2015
  7. Jürgen Witt (jüw): Ein Landadliger zündete einst das Dorf an. In: Südkurier vom 26. Mai 2015
  8. Jürgen Witt (jüw): Jägerhof und Drachenfliegerin. In: Südkurier vom 30. Juni 2015
  9. Landkreis Sigmaringen. (= Die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs in Wort und Zahl; Heft 58). Hrsg. vom Innenministerium und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Bearbeitung und Druck Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 1972. S. 27
  10. a b Kirsten Johanson (kaj): Großstadelhofen: Ideal für Naturverbundene. In: Südkurier vom 19. Mai 2015
  11. Kirsten Johanson (kaj): Mottschieß: Kleines Dorf mit vielen Kleinbetrieben. In: Südkurier vom 16. Juni 2015
  12. Mottschieß. In: Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2; Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 249f.
  13. Kirsten Johanson (kaj): Otterswang: Wer echtes Dorfleben liebt. In: Südkurier vom 2. Juni 2015
  14. Otterswang. In: Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2; Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 273f.
  15. Kirsten Johanson (kaj): Zell a. A.: Idylle im Andelsbachtal. In: Südkurier vom 23. Juni 2015
  16. Christoph Morrissey, Dieter Müller: Wallanlagen im Landkreis Sigmaringen. Theiss Verlag. 2007, ISBN 978-3-8062-2107-7.
  17. a b Quelle: Pfullendorfer Heimatheft. In: Zum Weitersagen! Wusste Sie eigentlich, dass… In: Südkurier vom 1. Februar 2012
  18. a b c d e Jürgen Witt (jüw): Pfullendorf: Altstadtkern lädt zum Verweilen ein. In: Südkurier vom 9. Juni 2015
  19. Jürgen Witt (jüw): Museumsverein zeigt Flagge mit zweitem Heimatheft. In: Südkurier vom 19. Juli 2014
  20. Quelle: Peter Schramm: Kleine Geschichte der Reichstadt Pfullendorf. In: Zum Weitersagen! Wusste Sie eigentlich, dass… In: Südkurier vom 6. Mai 2015
  21. Michael Seelmann-Eggebert: Ab Dreikönig gibt Gilde den Ton an Südkurier Online 3. Januar 2009, abgerufen am 29. November 2012.
  22. Ursula Mallkowsky (sky): Im Jahr 2011 schuldenfrei. In: Südkurier vom 22. Mai 2010
  23. Pächter wollen verlängern. In: Südkurier vom 3. Mai 2005
  24. a b c Siegfried Volk (siv): Kriegstote in Pfullendorf. In: Falko Hahn (fah): Lesung mit fünf Veteranen des Zweiten Weltkriegs. In: Südkurier vom 24. Juni 2015
  25. a b c Siegfried Volk (siv): Anwohner im „Buchenwasen“ fürchten um Stabilität des Gewölbes. Geheimnisvoller Keller sorgt für Unruhe. In: Südkurier vom 14. November 2008
  26. Vgl. Josef Groner: Pfullendorfer Chronik
  27. Peter Herrmann: Tiefflieger behindern die Löscharbeiten an der brennenden Lagerhalle. In: Südkurier vom 23. Februar 2005
  28. a b Siegfried Volk (siv): Lokalredaktion Pfullendorf sucht Fotodokumente aus der Nachkriegszeit In: Südkurier vom 17. April 2015
  29. Siegfried Volk (siv): Kein Ölrausch in Pfullendorf. Ein Jahrzehnt nach der Schließung wird das Förderfeld nicht reaktiviert – Spekulationen um Öffnung wegen hoher Ölpreise (PDF; 2,5 MB). In: PRO:FIT vom 18. September 2008
  30. Guy-Pascal Dorner: Nachsorgephase. Arbeit ist keineswegs zu Ende. In: Schwäbische Zeitung vom 10. November 2008
  31. Volker Knab: Die Gemeinschaft ist klein und trotzdem lebendig. Evangelische Christen in Ostrach und Wald bilden eine Einheit. In: Schwäbische Zeitung vom 9. September 2011
  32. Südkurier
  33. a b c Peter Herrmann: Auf den Spuren der Familien. In: Südkurier vom 12. Januar 2009
  34. W. S.: Friedensmarsch: Pfullendorfer in Angst. Gerüchte, Demonstranten und ein kleiner Ort. In: Die Zeit, Ausgabe 26, Jahrgang 1981, vom 19. Juni 1981
  35. Siegfried Volk (siv): „Nett, gut, arbeitsreich“. In: Südkurier vom 24. Juli 2004
  36. Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg S. 85. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.
  37. Ferienstraßen. In: Schwäbische Alb! hin-reisend natürlich the nature place to go. hrsg. von Schwäbische Alb Tourismusverband. Bad Urach 2010; S. 10f.
  38. Gemeinsam für den Tourismus. In: Südkurier vom 5. Dezember 2011
  39. Kurt Schrem: Ein Stück Geborgenheit. In: Südkurier vom 24. Juli 2010
  40. Hartmut Koblitz: Heimat- und Museumsverein wird 25. In: Südkurier vom 1. September 2011
  41. a b Karl-Heinz Fahlbusch (kf): Pfullendorfs Museum, das „Bindhaus“, verdient mehr Besucher. In: Südkurier vom 10. März 2015
  42. a b Heimat- und Handwerksmuseum “Bindhaus” auf der Internetseit der Stadt Pfullendorf
  43. Strobel: Pfullendorfer Henkerschwert beeindruckt nur noch Touristen. In: Südkurier vom 2. August 2010
  44. Jürgen Witt (jüw): Altes Haus öffnet heute seine Pforten
  45. „PopArt Now“ startet in der Galerie. In: Südkurier vom 10. Mai 2010
  46. Falko Hahn (fah): Friedhofsbesuch: An Allerheiligen und Allerseelen gedenken Angehörige der Verstorbenen. Ein Blick in den Garten der Toten. In: Südkurier vom 31. Oktober 2008
  47. Werner Fischer (wf): 100 Jahre – das wird gefeiert! In: Südkurier vom 12. Juni 2010
  48. a b 100 Jahre Christuskirche In: Südkurier vom 12. Juni 2010
  49. Vgl. Vereinsgeschichte auf der Seite des Flugsportvereins Pfullendorf e.V.
  50. Vgl. Kurt Schremm: Der „Deutsche Kaiser“ im „alten Spital“. Führung am Tag des Denkmals am 14. September 2008.
  51. a b Falko Hahn (fah): Debatte um historischen Stadtplan spaltet Fachleute. In: Südkurier vom 30. Juni 2015
  52. a b Expertenrunde zur Stadtgeschichte. In: Südkurier vom 27. Juni 2015
  53. a b Jürgen Witt (jüw): Masterplan zum Stadtbau von Pfullendorf entdeckt?. In: Südkurier vom 19. Juni 2015
  54. a b Altes Haus in Pfullendorf öffnet heute seine Pforten. In: Südkurier vom 2.&nbspMai 2015
  55. a b Jürgen Witt (jüw): Peter Klink und seine Entdeckungen zur mittelalterlichen Stadtplanung. In: Südkurier vom 10. Dezember 2014
  56. Schoberhaus in der Datenbank Bauforschung/Restaurierung des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
  57. Hilde Bibby, Edwin Ernst Weber: Pfullendorf - Sehenswürdigkeiten In: Dirk Gaerte, Edwin Ernst Weber (Hrsg.): Der Dreiländerkreis Sigmaringen. Ein Führer zu Natur, Wirtschaft, Geschichte und Kultur. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2007, ISBN 978-3-89977-512-9, S. 310–320, hier S. 310 f.
  58. Volker Knab: Projekt: Im Alten Haus wird Stadtgeschichte lebendig. Im April 2012 soll das neue Museum in dem bislang leer stehenden Kulturdenkmal eröffnet werden. In: Schwäbische Zeitung vom 17. Februar 2011
  59. a b Kurt Schremm: Das Gremlichhaus. Führung am Tag des Denkmals am 10. September 2006. Pfullendorf 2006.
  60. Josef F. Groner: Das Gremlich-Haus beim Oberen Tor in Pfullendorf. In: Hohenzollerischer Geschichtsverein (Hrsg.): Hohenzollerische Heimat, 27. Jahrgang, Nr. 1, März 1977. S. 23–26.
  61. Gremlichhaus (Pfarrhofgasse 21, Pfullendorf) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  62. Galerie “Alter Löwen” auf der Internetseite der Stadt Pfullendorf
  63. Jürgen Witt (jüw): „Das Haus ist ein Schandfleck“. In: Südkurier vom 23. August 2014
  64. Jürgen Witt (jüw): Wiederbelebung der Pfullendorfer Altstadt als Ziel. In: Südkurier vom 6. Oktober 2014
  65. Cäcilia Krönert: Stadtführer zeigen Relikte aus der Vergangenheit. In: Schwäbische Zeitung vom 15. September 2014
  66. Erinnerungen an die Anfänge des Projekts „Bindhaus“. In: Südkurier vom 23. November 2011
  67. Heimat- und Handwerksmuseum Bindhaus auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  68. Informationen auf der Platte bei der Skulptur
  69. a b c d e f g Jürgen Witt (jüw): "Architektonische Revolution" in Pfullendorf?. In: Südkurier vom 25. Januar 2014
  70. a b Chris Herrmann: Geschichte wird zum Erlebnis. In: Südkurier vom 13. September 2011
  71. a b c d e f g h i j k l m n o Fritz Hees: Als in Pfullendorf noch Bier gebraut wurde…. In: Schwäbische Zeitung vom 5. Dezember 2002
  72. Vgl. Karl Otto Müller: Die oberschwäbischen Reichsstädte. Ihre Entstehung und ältere Verfassung, Stuttgart 1912, S. 204
  73. Friedrich von Weech: Codex diplomaticus Salemitanus. Urkundenbuch der Cistercienser-Abtei Salem, 2. Band (1267–1300), Karlsruhe 1886, S. 232
  74. Friedrich von Weech: Codex diplomaticus Salemitanus. Urkundenbuch der Cistercienser-Abtei Salem, 1. Band (1134–1266), Karlsruhe 1881–1883, S. 230
  75. a b c Anthia Schmitt: Obertor wieder für Besucher offen. In: Schwäbische Zeitung vom 7. Oktober 2014
  76. Zum Weitersagen. Wussten Sie eigentlich, dass…. In: Südkurier vom 6. Oktober 2010
  77. Fritz Hees: Das Engelinstor: Steine fürs neue Schulhaus. In: Schwäbische Zeitung vom 9. Juni 2003
  78. Claudia Wagner: Begeisterte Besucher bei den Pfullendorfer Stadtgeschichten. In: Südkurier vom 8. März 2015
  79. Kirsten Johanson (kaj): Aach-Linz: Eine intakte Dorfgemeinschaft. In: Südkurier vom 12. Mai 2015
  80. Siegfried Volk (siv): “Ein Appell zur Humanität”. In: Südkurier vom 9. April 2005
  81. “Stolperstein” in Pfullendorf. In: Wochenblatt, Ausgabe Bad Saulgau vom 14. April 2005
  82. Siegfried Volk (siv): Ewiges Ruherecht für Gedenkstein. In: Südkurier vom 17. Januar 2013
  83. Edwin Ernst Weber: Gedenkstätten für Jan Kobus in Pfullendorf. In: Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben (Hrsg.): Denkorte an oberschwäbischen Erinnerungswegen in den Landkreisen Bodenseekreis und Sigmaringen. 2012. S. 33.
  84. Edwin Ernst Weber: Von der Diktatur zur Besatzung. Das Kriegsende 1945 im Gebiet des heutigen Landkreises Sigmaringen. Das Kriegsende in der Stadt Pfullendorf und Umgebung. Sigmaringen 1995. S. 219–225.
  85. Robert Reschke: Eigentümer blockieren Wege. In: Südkurier vom 15. November 2010
  86. a b Seepark Linzgau. In: Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 19.
  87. Pfullendorf und Umgebung. S. 27–29. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  88. Abenteuer-Golfanlage. In: Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 19.
  89. Michael Hescheler (fxh): Kleine Landesgartenschau. Zwei kämpfen um Fußballgolf-Anlage. In: Schwäbische Zeitung vom 11. Juni 2010
  90. Kugelbahn für die Abenteuergolfanlage. In: Südkurier vom 2. August 2010
  91. Siegfried Volk (siv): Pächterwechsel im Erlebnistierpark. In: Südkurier vom 11. Juni 2010
  92. Siegfried Volk (siv): Baumschäden. Biber fühlen sich wohl im Seepark. In: Südkurier vom 4. Mai 2015
  93. Kirsten Johanson (kaj): Loipenspurgerät im Einsatz. In: Südkurier vom 15. Dezember 2010
  94. Alfred Th. Heim: Von Wasserfürsten, Schilpen und Hornasen. In: Südkurier vom 13. Juni 2003
  95. Karlheinz Fahlbusch (kf): Neuer Alno-Investor setzt auf Bahn. In: Südkurier vom 26. Januar 2011
  96. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEisenbahninfrastrukturunternehmen in der BRD. Eisenbahn-Bundesamt, 6. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012 (Excel-Dokument, 90 kB).
  97. Stationsgebäude (Franz-Xaver-Heilig-Straße 2, Pfullendorf) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  98. Siegfried Volk (siv): Bahnhof und „Knast“ werden verkauft. In: Südkurier vom 29. Dezember 2011
  99. Bahnhof Pfullendorf auf der privaten Internetprojekt schienenlasche.de von Timo Greisl
  100. Jürgen Witt (jüw), Karlheinz Fahlbusch (kf): Stadtteil-Check: Das sagen Bürger über Pfullendorf. In: Südkurier vom 12. Juni 2015
  101. Unternehmenswebsite Extra Games Entertainment GmbH; abgerufen am 18. Juni 2015
  102. Barbara Baur: Ostrach zieht die meisten Besucher an. In: Schwäbische Zeitung vom 22. Mai 2015
  103. Förderschule wird Kasimir-Walchner-Schule. In: Südkurier vom 7. Mai 2010
  104. a b c d e f g h Falko Hahn (fah): Ein Blick in den Garten der Toten. In: Südkurier vom 31. Oktober 2008
  105. a b c d e f g h i j Aufgelistet. Die 10 Ehrenbürger, die vom Gemeinderat der Stadt Pfullendorf zuletzt ernannt wurden. In: Südkurier vom 9. April 2010
  106. WAHL-ANFECHTUNG. Der Dipl-Ott In: Der Spiegel. Ausgabe 52/1957 vom 25. Dezember 1957
  107. Heinz Kühnlenz: Große, ernste Spiele der spaßigen Narren. In: Südkurier vom 8. Februar 2006
  108. Ein Freund der Kultur. In: Südkurier vom 15. November 2003
  109. Herrmann/Middelhoff/Peschke: „Arthur Josef Schreck – Versuch einer Anhäherung“ in Schriftenreihe des Arbeitskreises „Die Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch in der Zeit des Nationalsozialismus“, Heft 3, S. 49, Wiesloch 1995
  110. Durch einstimmigen Beschluss des Bürgerausschusses Pfullendorf vom 18. November 1907 wurde Medizinalrat August Ambros das Ehrenbürgerrecht der Stadt verliehen. Vgl. Peter Herrmann: Arzt und Wohltäter der Kranken. In: Südkurier vom 12. September 2003
  111. Peter Herrmann: Arzt und Wohltäter der Kranken. In: Südkurier vom 12. September 2003
  112. Josef Thum - Keglerkönig in New York In: Südkurier vom 7. Juni 2003
  113. Peter Herrmann: Ehren-Bürgerrecht für Germania-Denkmal. In: Südkurier vom 20. Januar 2005
  114. Er erhielt am 18. Mai 1961 aus den Händen von Hans Ruck die Ehrenbürgerwürde der Stadt Pfullendorf verliehen. Vgl. Sandra Häusler (sah): 1961: Pfarrer Schupp wird Ehrenbürger. In: Südkurier vom 24. April 2009
  115. Julia Lutz: Sanierung geht mühsam voran. In: Südkurier vom 25. August 2007
  116. Peter Herrmann: Bild lag lange Zeit in der Rumpelkammer. In: Südkurier vom 29. Juni 2005
  117. a b Groner und Billmann auch Ehrenbürger. In: Südkurier vom 27. September 2014
  118. Siegfried Volk (siv): Zurückgeblättert! Vor 25 Jahren im SÜDKURIER. In: Südkurier vom 28. April 2015
  119. a b c d e Siegfried Volk (siv): Viele Visionen und Projekte. In: Südkurier vom 29. September 2006
  120. Todesanzeige Paul Kerle. In: Südkurier vom 23. März 2011
  121. Kirsten Johanson (kaj): Im Jakobussaal geht's hoch her. In: Südkurier vom 5. Februar 2010
  122. „Ehrenbürger Hermann Löffler ist tot“, Schwäbische Zeitung Online, 2. April 2008
  123. a b Siegfried Volk (siv): „Um die Heimat verdient gemacht“. In: Südkurier vom 18. Oktober 2002
  124. Siegfried Volk (siv): Ein Mann inmitten seiner Mitbürger. In: Südkurier vom 16. Juli 2007
  125. Peter Schramm: Wie Phönix aus der Asche. In: Südkurier vom 20. Februar 2010
  126. Markus Kempf: Ein Bürger, zur Ehre der Stadt In: Südkurier vom 14. Mai 2012