Philip Köster

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Dieser Artikel behandelt den 1994 geborenen Windsurfer. Der fast gleichnamige Sportjournalist findet sich unter Philipp Köster.
Philip Köster

Philip-Köster-WCS-2012.jpg

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 05. März 1994
Geburtsort Las Palmas de Gran Canaria
Größe 193 cm
Gewicht 90 kg
Karriere
Disziplinen Wave
Segelnummer G-44 (ehemals E-44)
Brettsponsor Starboard
Segelsponsor Severne
Worldcup
Debüt 2008
Wave 1. (2011, 2012, 2015)
Philip Köster nach der Siegerehrung als PWA-Waveriding Weltmeister beim Windsurf World Cup Sylt 2011
Philip Köster, World Cup Sylt, 2009

Philip Köster (* 5. März 1994 in Las Palmas de Gran Canaria) ist der erste deutsche Windsurf-Weltmeister in der Disziplin „Wellenreiten“. Er verwendet die Segelnummer G-44.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 zogen seine Eltern, die aus Hamburg stammen, nach Playa de Vargas auf Gran Canaria, wo sie eine Surf-Schule eröffneten. Köster wuchs keine 100 Meter vom Meer auf. Als Achtjähriger begann er mit dem Windsurfen. Im September 2016 erlitt Köster bei der Landung nach einem 6 Meter hohen Sprung einen Kreuzbandriss, Innenband und einen Meniskusschaden im rechten Knie.[2] Mit 4101 Punkten und 99 Punkten Abstand zum Führenden auf Platz 2 der Gesamtwertung der PWA-Tour liegend, war eine Titelverteidigung ausgeschlossen.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philip Köster wurde zweimal Kanaren-Meister über 50 Meter Schmetterling, ehe er sich auf das Windsurfen konzentrierte.

2005 wurde er Kanarischer Meister in der Windsurf-Disziplin Wellenreiten (Waveriding). Dabei werden sowohl Sprünge über die Wellen, als auch das Abreiten der Wellen durch Kampfrichter bewertet. 2006 bestritt er seinen ersten PWA-Weltcup. Die PWA wählte Köster 2008 zum Rookie of the Year. 2009 beendete er die Schule und wurde Profi-Windsurfer. Im gleichen Jahr gewann Köster seinen ersten Weltcup und mit 18 Metern gelang ihm der höchste Sprung der Windsurfgeschichte.[4]

In den Jahren 2009 und 2010 wurde er vom Surf-Magazin als „Surfer of the Year“ ausgezeichnet. 2010 erreichte er den dritten Platz in der Disziplin Wellenreiten in der Weltmeisterschafts-Wertung der PWA.[5]

2011 wurde Köster im Alter von 17 Jahren Windsurf-Weltmeister in der Disziplin „Waveriding“ und damit nach Robby Naish der zweitjüngste Champion bisher. Im September desselben Jahres konnte er den vorletzten Weltcup der Saison im dänischen Klitmøller gewinnen und lag damit schon vor dem Saisonabschluss beim Windsurf World Cup Sylt uneinholbar auf Platz eins.[6] Den Titel konnte er im Jahr 2012, ebenfalls bereits beim PWA Wave World Cup Klitmøller, verteidigen.[7] Köster gewann im Anschluss auch den Windsurf World Cup Sylt 2012. Nach zwei von Verletzungen geprägten Jahren gewann Köster 2015 beim letzten Event der Tour in Hoʻokipa seinen dritten WM-Titel.

Worldcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wave
Platz Punkte
2008 23. 3112
2009 28. 2100
2010 3. 4002
2011 1. 6300
2012 1. 6300
2013 6. 5294
2014 7. 7395
2015 1. 6234
2016 26. 4101

Worldcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köster errang bisher 18 Podestplätze, davon 12 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
10. bis 17. Juli 2009 Pozo Izquierdo Spanien Wave
05. bis 10. Juli 2011 Pozo Izquierdo Spanien Wave
14. bis 20. Juli 2011 El Médano Spanien Wave
12. bis 18. September 2011 Klitmøller Dänemark Wave
02. bis 07. Juli 2012 Pozo Izquierdo Spanien Wave
12. bis 18. Juli 2012 El Medano Spanien Wave
28. September bis 07. Oktober 2012 Sylt Deutschland Wave
03. bis 09. August 2013 El Medano Spanien Wave
04. bis 10. August 2014 El Medano Spanien Wave
12. bis 18. Juli 2015 Pozo Izquierdo Spanien Wave
14. September bis 20. September 2015 Klitmøller Dänemark Wave
09. Juli bis 15. Juli 2017 Pozo Izquierdo Spanien Wave

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philip Köster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sailor Profile, Professional Windsurfers Association, englisch
  2. Windsurf-Star Philip Köster erleidet Kreuzbandriss, sport1, 13. September 2016
  3. World Tour Ranking Wave Men 2016, Professional Windsurfers Association
  4. König der Wellenreiter, FAZ.NET, 15. Oktober 2011
  5. Der goldene Reiter, Spiegel Online, 15. September 2011
  6. Deutsches Ausnahmetalent wird Windsurf-Weltmeister, Spiegel Online, 14. September 2011
  7. Ausnahmesurfer Köster verteidigt WM-Titel, Spiegel Online, 19. September 2012