Philip Maloney

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Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney
Hörspiel aus Schweiz
Originalsprache deutsch
Produktionsjahr seit 1989
Genre Krimi/Parodie
Folgen 404 + Sonderfolgen
Produktion Radio SRF 3
Mitwirkende
Autor Roger Graf
Sprecher

In weiteren Rollen u. a.:

Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney ist eine Hörspielserie von Roger Graf auf dem Schweizer Radiosender Radio SRF 3 (ehemals DRS 3).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hörspielserie begann 1989, als Roger Graf beauftragt wurde, für das Sonntagvormittagsprogramm von DRS 3 Sketche zu schreiben. Er schuf mehrteilige Kurzhörspiele, die mehrere Genres parodierten. Eines davon lehnte sich an das Genre des klassischen Detektivromans an, und als Parodie auf Philip Marlowe entstand Philip Maloney. Die erste Folge mit dem Titel Die kleine Schwester wurde am 8. Januar 1989 ausgestrahlt. Bald wurde Maloney zum Publikumsliebling und zur Kultfigur.

Bis Oktober 2019 erschienen 404 reguläre Folgen. Ausserdem gibt es einige Sonderfolgen, die zu bestimmten Anlässen produziert wurden. Roger Graf schrieb mehrere Romane mit Maloney als Hauptfigur.

Die Serie wird auch beim deutsch-belgischen Sender Radio 700 ausgestrahlt. Bis zur Einstellung des Senders war Philip Maloney auch in SDR 3 zu hören.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philip Maloney (gesprochen von Michael Schacht) ist ein ständig von Geldsorgen geplagter Privatdetektiv, der dem Whisky zugetan ist und oft unter seinem Schreibtisch schläft. Seine Fälle laufen nach dem gleichen Muster ab. Sie werden ihm von seinen Klienten zugetragen und beginnen harmlos, doch stösst Maloney im Laufe der Ermittlungen meistens auf eine Leiche. Widerwillig muss er mit der Polizei zusammenarbeiten. Der zuständige Beamte (in den Hörspielen namenlos, gesprochen von Jodoc Seidel, in den älteren Romanen heisst er Hugentobler) ist nicht der Hellste und löst lieber Kreuzworträtsel als Kriminalfälle. Am Ende klärt immer Maloney den Fall. Nach der Folge 384 Eine seltsame Erpressung trat Seidel nicht länger als Sprecher des «Zuständigen-Beamten-Polizisten» auf, womit gleichzeitig auch der Charakter aus den Geschichten verschwand. Seitdem trifft Maloney auf unterschiedliche Polizisten.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Hörspiele von Philip Maloney wurde auf CDs veröffentlicht. Es erschienen 23 CD-Boxen mit jeweils fünf CDs (Stand: November 2019) und ausserdem drei weitere Sonder-CDs sowie eine DVD ausserhalb der Reihe.

Hörbeispiele, (nicht veröffentlichte) Sonderfolgen und Live-Aufzeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher mit anderen Sprechern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurden vom tandem-Verlag mehrere Philip-Maloney-Kriminalfälle auf CD veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Lesungen aus den Büchern von Roger Graf. Als Sprecher kamen hier die deutschen Schauspieler Armin Rohde, Hannes Jaenicke, Tim Bergmann und Philipp Schepmann zum Einsatz.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es erschienen neun Bücher in mehreren Auflagen mit den Kurzgeschichten des Privatdetektives, von denen viele auch als Hörspiel ausgestrahlt wurden. Auch gibt es zwei Kriminalromane mit Philip Maloney, in denen er zusammen mit seiner Detektivkollegin Jasmin Weber ermittelt.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Aussprüche kehren im Laufe der Serie immer wieder, teils in jeder Folge.

Philip Maloney[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • «Es tat höllisch weh.»
  • «Donnerwetter!»
  • «Ich tat, was ich in solchen Situationen immer tue.»
  • «So geht das!» (fast immer am Ende einer Folge)

Polizist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • «Na, Maloney?!»
  • «Üble Sache, Maloney.»
  • «Ich habe ein Buch gelesen.»
  • «Die Welt ist aus den Fugen, Maloney.»
  • «Ist Ihnen wieder eine Leiche über den Weg gelaufen?»
  • «Sie sind verhaftet, auf der Stelle!»
  • «Davon verstehen Sie nichts, Maloney.»
  • «Ich fasse zusammen» mit nachfolgender Faktenverwirrung

Crossover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1994 tauchte Michael Schacht als Philip Maloney in der stilistisch ähnlich aufgebauten, aber sehr kurzlebigen Hörspielserie "Kowalski kommt" auf. Die drei Folgen umfassende Serie wurde vom damaligen Süddeutschen Rundfunk produziert und handelt von der Stuttgarter Privatdetektivin Pia Kowalski, gesprochen von Anke Hartwig. Dietz-Werner Steck, Darsteller des ehemaligen Tatort-Kommissars Bienzle, übernahm die Rolle des Kommissar Holtmann.

  • Folge 1: Scheidung auf Schwäbisch[2]
  • Folge 2: Der Nudelmanager[3]
  • Folge 3: Sandra verzweifelt gesucht[4]

Die Autoren der drei Fälle sind der Hörspieldramaturg und heutige Leiter der SWR2-Abteilung "Künstlerisches Word", Ekkehard Skoruppa, und der ehemalige SDR/SWR-Redakteur Hartmut Volz.

In der vierteiligen Fortsetzungsserie "Kowalski und Co." ermittelt Kowalski ohne Maloneys Mithilfe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beim SRF wird diese Folge in der Schreibweise Waidmannsheil geführt, siehe Weblink zu Radio SRF 3.
  2. Eintrag in der ARD-Datenbank. In: hoerspiel.dra.de.
  3. Eintrag in der ARD-Datenbank. In: hoerspiel.dra.de.
  4. Eintrag in der ARD-Datenbank. In: hoerspiel.dra.de.