Philip Simon

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Philip Simon, 2013

Philip Simon (* 21. August 1976 in Enschede) ist ein niederländisch-deutscher Moderator, Kabarettist und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philip Simon studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der nordrhein-westfälischen Universität Essen. Er lebt in Köln und auf der niederländischen Nordseeinsel Texel. Seit 2012 ist er Attac-Mitglied. Simon besitzt außer der niederländischen inzwischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit.[1]

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon während seines Studiums sammelte Simon erste Bühnenerfahrung und wurde als Conférencier im Varieté (u. a. in Häusern wie Roncallis Apollo in Düsseldorf, dem Wintergarten Varieté in Berlin oder den GOP-Varietés in ganz Deutschland) schnell zu einer festen Größe in der deutschen Varieté-Szene. 2009 präsentierte er augenzwinkernd ironisch mit Abschiedstournee seine erste Solo-Show. 2011 präsentierte Simon seine zweite Kabarett-Solo-Show Ende der Schonzeit und wurde dafür mit dem Jurypreis des Prix Pantheon und dem Publikumspreis des Großen Kleinkunstfestivals der Wühlmäuse (Schirmherr Dieter Hallervorden) ausgezeichnet. Daneben schrieb und produzierte Simon von 2009 bis 2011 seinen eigenen satirischen Wochenrückblick für den Berliner Radiosender 104.6 RTL. Im Jahr 2012 moderierte Simon auf ZDFneo über 40 Folgen der Sendung Thekenquizzer. Von 2013 bis 2014 moderierte er wöchentlich die Late-Night-Show Nate Light mit Philip Simon auf ZDFneo, wo er den Sendeplatz von neoParadise übernahm.[2] Aktuelle Themen und Gäste aus Politik (u. a. Cem Özdemir, Matthias Machnig, Michael Spreng) und Kultur (u. a. Dietmar Wischmeyer, Jörg Thadeusz) werden in verschiedenen Darstellungsformen aufgearbeitet. Philip Simon wurde eine eigene Comicfigur auf den Leib programmiert, sein Pixel-Alter-Ego Filipje. Mit der Sendung vom 23. Oktober 2014 wurde die Sendung eingestellt.[3] Bis Sommer 2014 trug Philip Simon sein Kabarett mit niederländischem Akzent vor, fortan mit akzentfreiem Hochdeutsch. Zur Begründung gibt er an, das verniedlichende Stilmittel des Akzents passe nicht mehr zu seinem politischen Kabarett, das er inzwischen ausschließlich mache. Im Programm Meisenhorst (seit 2018) beschäftigt er sich mit dem Grundgesetz[4] und begrüßt dabei seine Gäste mit:

„Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich selber mehr über die 10 Gebote weiß als über das Grundgesetz. Und ich bin Atheist.“

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 bis 2011: Abschiedstournee
  • 2011 bis 2015: Ende der Schonzeit
  • 2015 bis 2018: Anarchophobie
  • seit 2018: Meisenhorst

CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Ende der Schonzeit
  • 2017: Anarchophobie

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Ende der Schonzeit

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Jurypreis Prix Pantheon[5]
  • 2011: Publikumspreis Kleinkunstfestival der Wühlmäuse[6]
  • 2013: Nominierung der „Nate Light mit Philip Simon“ für „Best Comedy Special“ beim Montreux Comedy Award.
  • 2019: Kaarster Stern[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach eigener Aussage in der TV-Talkshow „Bettina und Bommes“, NDR, 2. September 2016
  2. Philip Simon beerbt neoParadise
  3. Überraschendes Aus für die «nate light» In: quotenmeter.de, abgerufen am 12. Dezember 2018.
  4. „Das Grundgesetz ist hot shit“, Deutschlandfunk, abgerufen am 10. Dezember 2018.
  5. Prix Pantheon Jurypreis 2011
  6. Kleinkunstfestival der Wühlmäuse 2011 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.redcarpetreports.de
  7. Philip Simon mit Kabarett-Preis „Kaarster Stern“ ausgezeichnet auf https://rp-online.de, abgerufen am 16. Januar 2019