Philipp Alexander Ferdinand Walther

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Philipp Alexander Ferdinand Walther (* 25. Dezember 1812 in Darmstadt; † 26. Mai 1887 in Darmstadt) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Alexander Ferdinand Walther wurde 1812 als Sohn des Museumsinspektors Wilhelm Walther und dessen Ehefrau Helene Stritter in Darmstadt geboren. Er besuchte das Ludwig-Georgs-Gymnasium seiner Heimatstadt und studierte anschließend Theologie an der Universität Gießen. Während seines Studiums wurde er 1830 Mitglied der Alten Gießener Burschenschaft Germania.[1] 1833 wurde er Hauslehrer bei einer englischen Familie, die er auch auf Reisen durch Europa begleitete.

Er verzichtete auf einer Pfarrersstelle und trat 1835 eine Stelle als Gehilfe bei der Hofbibliothek zu Darmstadt an. Dort wurde er 1836 Sekretär und schließlich 1850 Bibliothekar.

Nach dem Tod von Johann Wilhelm Mitzenius (1800–1873) wurde er im Februar 1873 dessen Nachfolger als Direktor der Hofbibliothek. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Ruhestand im Oktober 1885 inne.

Im Jahre 1841 wurde er zum Dr. phil. promoviert.

Walther war seit 1840 Vorstand des damals unter seiner Anregung gegründeten Kabinetsmuseums und der Kabinetsbibliothek. Walther konzentrierte sich vor allem auf das Gebiet der Hessischen Geschichte. Hierzu verfasste er zahlreiche Schriften.

Philipp Alexander Ferdinand Walther starb im Mai 1887 in Darmstadt. Er war seit 1839 mit Johanna Jacobea Auguste geb. Küchler (1821–1871) verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter und ein Sohn hervor.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1851: Ritterkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
  • 1858: Verleihung der Goldenen Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft
  • 1864: Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des russischen St. Annenordens III. Klasse
  • 1873: Ernennung zum Geheimrat
  • 1876: Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des Ritterkreuzes II. Klasse des russischen St. Stanislausordens
  • 1877: Ritterkreuz I. Klasse des Ludewigsordens
  • 1885: Komturkreuz II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1841: Literärisches Handbuch für Geschichte und Landeskunde von Hessen im allgemeinen und dem Großherzogtum Hessen insbesondere, Darmstadt.
  • 1867: Beiträge zur näheren Kentniß der großherzoglichen Hofbibliothek zu Darmstadt, Darmstadt,

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nekrolog in den Quartalblättern des historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen 1887, Nr. 3, S. 118–120.
  • Erich Zimmermann (Hrsg.): Durch der Jahrhunderte Strom. Beiträge zur Geschichte der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt, Frankfurt am Man 1967.
  • Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (Hrsg.): Neue Mitte(n). Die Bibliotheksbauten der Technischen Universität Darmstadt, Darmstadt 2014.
  • Arthur Wyß: Walther, Philipp Alexander Ferdinand. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 121.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Wentzcke: Burschenschafterlisten. Zweiter Band: Hans Schneider und Georg Lehnert: Gießen – Die Gießener Burschenschaft 1814 bis 1936. Görlitz 1942, F. Germania. Nr. 374.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Philipp Walther – Quellen und Volltexte