Philipp Brämswig

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Philipp Brämswig (2018 im Subway)

Philipp Brämswig (geboren 1980) ist ein deutscher Jazzgitarrist, Komponist und Bandleader des Modern Jazz.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brämswig wuchs in Lohne auf und lernte Gitarre spielen mit acht Jahren. Anfangs faszinierten ihn eher Rockgitarrenspielweisen und der Heavy Metal, erst über seine Gitarrenlehrer nahm er auch Jazzgitarristen wahr, insbesondere Pat Metheny, John Scofield und Wayne Krantz. Er wurde Mitglied im Jugendjazzorchester Niedersachsen und später im BuJazzO unter Peter Herbolzheimer. Zudem nahm er solo oder im Ensemble teil an diversen Wettbewerben (Jugend musiziert, Jugend jazzt, Jazz over Hannover, Biberacher Jazzpreis).

Während seines Master-Studiengangs Jazz Studies am Konservatorium Amsterdam schaffte er es, ein Talentförderer-Stipendium zu erringen, das ihm die finanziellen Mittel gab, für einige Monate in New York City weiterzustudieren und Unterricht bei Wayne Krantz, Ben Monder, Chris Crocco und Dave Liebman zu erhalten. Bis 2010 lebte er in den Niederlanden und arbeitete musikalisch vorwiegend in den Bands New Generation Big Band, Renske Taminiau sowie Pete Philly & Perquisite. Konzert-Touren führten ihn etwa nach Südkorea, Belgien, Polen, den Balkan, Frankreich, Dänemark, Estland und in die Schweiz. Er spielte etwa mit Richie Beirach, Candy Dulfer, John Goldsby, Charlie Mariano, Bob Mintzer und der WDR Big Band.

Philipp Brämswig lebt und arbeitet seit 2010 in Köln. Er ist verheiratet mit der französischen Jazzmusikerin Christine Corvisier (Tenorsaxophon, Bassklarinette); mit ihr tritt er auch professionell auf als Duo Die Brämswigs. Außerdem ist er aktiv in einer Quartett-Formation mit Stefan Karl Schmid, sowie in den Projekten/Bands Mengamo Trio, Ana Mai, Florian Ross Big Company und dem Subway Jazz Orchestra.

Im August 2013 war er Gitarren- und Rhythmusgruppen-Tutor für das „BuJazzO“[2]. Er hat einen Lehrauftrag für Popgitarre am „Institut für Musik“ der Hochschule Osnabrück.[3]

Das im Deutschlandfunk-Kammermusiksaal mit Florian Rynkowski b und Fabian Arends dr aufgenommene Album Molecular Soul zeigt zeitgenössischen Jazzrock mit Grooves, langen Soli sowie hellwachem Zusammenspiel und „atmosphärischen Texturen“.[1] Alle elf Kompositionen der CD sind von Philipp Brämswig.[4]

Diskografische Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Brämswig (2018)
Alben unter eigenem Namen oder als Co-Leader
als Sideman/Bandmitglied beteiligt
  • Ana Mai: Blossom (Neuklang Records, 2013, mit Anna Maria Schuller, Stefan Karl Schmidt, Matthias Akeo Nowak, Oliver Rehmann)
  • Florian Ross Big Company: Ties and Loose Ends (Fuhrwerk Musik, 2013)
  • Subway Jazz Orchestra: Primal Scream (Float Music, 2015)
  • Matthias Schwengler Trio Soulcrane (Float Music 2017, mit Reza Askari)
  • Tobias Wember & Subway Jazz Orchestra: Richbeck Suite (Float Music 2018)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Jazzspatz-Hauptpreis beim Wettbewerb Jugend jazzt für das Sextett „Groove Conspiracy“ mit Brämswig an der Gitarre.[7]
  • 2013: Futuresounds Finalisten: die Kölner Band Luciel mit Brämswig an der Gitarre.[8]
  • 2017: Neuer Deutscher Jazzpreis, Finalist: Philipp Brämswig Trio.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp Brämswig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Datenbanken
Inhaltliches

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jazzfacts: Porträt des Gitarristen Philipp Brämswig, Deutschlandfunk Juli 2016, abgerufen 28. Juli 2016
  2. 52. Arbeitsphase August 2013, Musikrat, abgerufen 28. Juli 2016
  3. Lehrbeauftragter am Institut für Musik, Hochschule Osnabrück, abgerufen 28. Juli 2016
  4. Philipp Brämswig Trio – Molecular Soul, Discogs Albumfakten, abgerufen 28. Juli 2016
  5. Stefan Karl Schmid / Philipp Brämswig: Anima, 2015, abgerufen am 28. Juli 2016.
  6. Philipp Brämswig Trio: Molecular Soul, Jazz thing vom 30. Mai 2016, abgerufen 28. Juli 2016
  7. Groove Conspiracy und Jakob Dreyer holen sich die „Jazzspatzen“, jazz-over-hannover 31. Dezember 2000, abgerufen 28. Juli 2016
  8. Die Finalisten 2013, abgerufen am 28. Juli 2016.
  9. Neuer Deutscher Jazzpreis 2017, ig-jazz.de, abgerufen 7. Juli 2017