Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst

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Philipp Ernst Maria zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, auch genannt Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 5. Juni 1853 in Schillingsfürst; † 26. Dezember 1915 in Bad Reichenhall) war 1896 der erste Präsident des Deutschen Olympischen Komitees. Von 1901 bis 1915 war er Chef des Hauses Hohenlohe-Schillingsfürst.

Leben[Bearbeiten]

Fürst Philipp Ernst war der älteste Sohn des Reichskanzlers Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1819–1901) und Prinzessin Marie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1829–1897), ist aber im Gegensatz zu seinem Bruder Alexander Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1862–1924) politisch nicht hervorgetreten.

Neben der Verwaltung der kleinen Standesherrschaft Schillingsfürst widmete er sich besonders dem Ausbau des Heilbads Podebrad auf der gleichnamigen böhmischen Herrschaft, die seine erste Gemahlin in die Ehe eingebracht hatte. Fürst Philipp war der erste Präsident des Deutschen Olympischen Komitees.

Fürst Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst starb am 26. Dezember 1915 in Bad Reichenhall. Er war 62 Jahre alt. Infolge seines Todes wurde sein Bruder Moritz Familienoberhaupt und der Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst.

Familie[Bearbeiten]

Prinzessin Chariclée (Umgebung von Hans Makart)

Fürst Philipp Ernst heiratete am 10. Januar 1882 in Wien Prinzessin Chariclée Ypsilanti (1863–1912). Fürst Philipp Ernst und Prinzessin Chariclée hatten zwei Tochter:

  • Stephanie, Prinzessin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 23. September 1882 in Schillingsfürst; † 23. September 1882 in Schillingsfürst)
  • Maria, Prinzessin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 7. August 1886 in Podiebrad; † 19. Januar 1897 in Podiebrad)

Nach dem Tod Prinzessin Chariclée heiratete er am 6. August 1913 in Edinburgh Henriette Gindra (1884–1952), ab 1914 Frau von Hellberg. Das Paar hatte einen Sohn:

Memoiren[Bearbeiten]

  • Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (Friedrich Curtius, Hrsg.), Stuttgart 1906, 2 Bände (englische Ausgabe: Memoirs of Prince Chlodwig of Hohenlohe-Schillingsfürst, London 1907). 3. Band: Denkwürdigkeiten der Reichskanzlerzeit (K. A, von Müller, Hrsg.), Stuttgart 1931.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bogdan Graf von Hutten-Czapski: Sechzig Jahre Politik und Gesellschaft, 1-2, Berlin 1936.
  • Karl Lennartz: Fürst Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1853–1915). Erster Deutscher NOK-Präsident. In: Alma Hannig, Martina Winkelhofer-Thyri (Hrsg.): Die Familie Hohenlohe. Eine europäische Dynastie im 19. und 20. Jahrhundert. Verlag Böhlau, Köln 2013, ISBN 978-3-41222201-7, S. 133–155

Weblinks[Bearbeiten]