Philipp Forchheimer

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Philipp Forchheimer (* 7. August 1852 in Wien; † 2. Oktober 1933 in Dürnstein, Niederösterreich) war ein österreichischer Hydrologe und Ingenieur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war ein Pionier auf dem Gebiet des Tiefbaus und der praktischen Hydraulik sowie Professor in Istanbul, Aachen und Graz. Er führte die mathematische Methodik in die Hydraulik ein und stellte diese damit auf eine wissenschaftliche Basis. Insbesondere wandte er die Laplace-Gleichung auf die Berechnungen des Grund-Wasserflusses an und leitete so Brunnenformeln her. In der Forchheimer-Gleichung erweiterte er die Darcy-Gleichung für Grundwasserströmung um einen Turbulenzterm. An der Technischen Universität Graz war er Rektor bis 1897. Neben seiner Lehrtätigkeit war er als Berater von Bauprojekten tätig. Er machte Vorschläge für den Bau eines Tunnels unter dem Ärmelkanal.

Philipp Forchheimer war der Sohn des Numismatikers Eduard Forchheimer (1820–1907).[1] Im Jahr 1933 wurde in Wien-Liesing (23. Bezirk) die Forchheimergasse nach ihm benannt.

Philipp Forchheimer war Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI).[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Gaugusch: Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800–1938. Band 1: A-K. Amalthea, Wien 2011, ISBN 978-3-85002-750-2, S. 695–696.
  2. Angelegenheiten des Vereines. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 34, Nr. 40, 4. Oktober 1890, S. 1040.