Philipp Hosiner

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Philipp Hosiner
ÖFB-Cupfinale 2013 - Philipp Hosiner 01.JPG
im Trikot des FK Austria Wien (2013)
Spielerinformationen
Geburtstag 15. Mai 1989
Geburtsort EisenstadtÖsterreich
Größe 178 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1996–2001
2001–2002
2002–2005
2005–2006
2006–2008
SC Eisenstadt
SV St. Margarethen
AKA Burgenland
SV Mattersburg
TSV 1860 München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2009
2009–2010
2010–2011
2011–2012
2012–2014
2014–2016
2015–2016
2016
2016–
TSV 1860 München II
SV Sandhausen
First Vienna FC
FC Admira Wacker Mödling
FK Austria Wien
Stade Rennes
1. FC Köln (Leihe)
1. FC Köln II (Leihe)
1. FC Union Berlin
31 (12)
20 0(1)
33 (13)
38 (15)
61 (41)
12 0(0)
15 0(1)
1 0(1)
25 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006
2008
2009
2011–
Österreich U-17
Österreich U-19
Österreich U-20
Österreich
3 0(0)
3 0(0)
0 0(0)
5 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 6. August 2014

Philipp Hosiner (* 15. Mai 1989 in Eisenstadt) ist ein österreichischer Fußballspieler. Er steht beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Hosiner hatte seine Karriere beim SC Eisenstadt begonnen, ehe er 2001 zum SV St. Margarethen wechselte. Später spielte er für die AKA Burgenland und ging 2006 in die Jugendabteilung des TSV 1860 München. 2007 gewann er mit dessen A-Junioren den DFB-Junioren-Vereinspokal, wobei er in der 90. Minute den entscheidenden Treffer beim 2:1-Finalsieg gegen den VfL Wolfsburg erzielte. 2008 wurde er Teil der Zweiten Mannschaft, für die er in der Regionalliga Süd zwölf Tore erzielte und acht weitere vorbereitete, womit er der Topscorer seines Teams war.

SV Sandhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daraufhin wechselte er in die 3. Liga zum SV Sandhausen, bei dem er am 29. Juli 2009 sein Profidebüt gab, als er im ersten Heimspiel der Saison 2009/10 gegen den FC Carl Zeiss Jena in der 77. Minute für Julian Schauerte eingewechselt wurde. Auch im weiteren Verlauf der Spielzeit kam er fast ausschließlich von der Bank aufs Feld. In seinen 20 Partien wurde er 15-mal ein- und viermal – nach Beginn in der Startformation – ausgewechselt. Einmal kam er über die kompletten 90 Minuten zum Einsatz, nämlich beim 2:2 im Heimspiel am 17. Spieltag gegen Werder Bremen II. In diesem Spiel schoss er auch sein einziges Saisontor mit dem Treffer zum 1:1. Mit den Sandhausenern belegte er nach starkem Start, als man regelmäßig auf einem Aufstiegsplatz gestanden hatte, am Ende Platz 14. Daneben wurde er immer wieder in der zweiten Mannschaft in der siebtklassigen Landesliga Rhein-Neckar eingesetzt, mit der er in die Verbandsliga aufstieg und den BFV-Hoepfner-Cup gewann. Im Finale trat man ausschließlich mit Profis an und sicherte so für das erste Team die Teilnahme am DFB-Pokal 2010/11.

Rückkehr nach Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Spielzeit 2010/11 verpflichtete der österreichische Verein First Vienna FC Hosiner.[1] Nach einer Saison, die der Stürmer mit 13 Saisontoren abschloss, wechselte er im Juni 2011 zum Bundesliga-Aufsteiger FC Trenkwalder Admira. Am 31. August 2012 verpflichtete ihn der FK Austria Wien; Hosiner unterschrieb bei dem Verein einen bis 2015 laufenden Vertrag.[2] Am 13./14. Spieltag der Saison 2012/13 erzielte er in zwei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils drei Treffer. Am Ende der Saison 2012/13 wurde Hosiner mit der Austria Österreichischer Meister und mit 32 Toren Torschützenkönig der Liga. Er wurde von den Trainern und Managern der österreichischen Fußball-Bundesliga zum besten Spieler der Saison 2012/13 gewählt.

Wechsel nach Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine hohe Torquote weckte Hosiner das Interesse bei Vereinen außerhalb Österreichs. So kam es, dass er im Sommer 2014 vom französischen Erstligisten Stade Rennes verpflichtet wurde.[3]

Tumor-Operation und Wechsel zum 1. FC Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jänner 2015 wurde beim Medizincheck beim 1. FC Köln, mit dem er sich über einen Wechsel einig war, ein zwei Kilogramm schwerer Tumor an Hosiners linker Niere entdeckt, der sich bereits seit fünf Jahren angesiedelt hatte. Anfang Februar wurde er erfolgreich operiert, elf Wochen nach der Operation spielte er Anfang Mai 2015 das erste Mal in der Reserve von Stades Rennes.[4][5][6][7] Hosiner wechselte schließlich zur Saison 2015/16 auf Leihbasis zum 1. FC Köln.[8] In seinem ersten Bundesligaspiel am 29. August 2015 (3. Spieltag) erzielte er beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den Hamburger SV mit dem Treffer zum 1:1 in der 76. Minute auch sein erstes Tor. Am 24. März 2016 bestritt er während einer Länderspielpause sein erstes Pflichtspiel in der Regionalliga für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln gegen den FC Kray, um der Mannschaft im Abstiegskampf zu helfen und Spielpraxis zu sammeln. Das Spiel wurde 4:2 gewonnen, wobei Hosiner das 2:1 für seine Mannschaft erzielte.[9]

Hosiner bei Union Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2016/17 kehrte Hosiner nicht nach Rennes zurück, sondern wechselte in die 2. Bundesliga zum 1. FC Union Berlin, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag erhielt.[10]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die österreichischen Nachwuchsnationalmannschaften spielte Hosiner regelmäßig. Für die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele im Herbst 2011 wurde der Stürmer von Interimsteamchef Willibald Ruttensteiner erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen und absolvierte sein Debüt am 7. Oktober 2011 im Spiel in Baku gegen Aserbaidschan. Am 29. Jänner 2013 wurde Hosiner von Teamchef Marcel Koller in die österreichische Nationalmannschaft einberufen; am 22. März 2013 beim 6:0-Sieg gegen die Färöer erzielte er seine ersten zwei Tore.[11]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hosiners Cousin Patrick Schmidt ist ebenfalls Fußballspieler.[12]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: DFB-Junioren-Vereinspokalsieger mit der A-Jugend des TSV 1860 München
  • 2010: Aufstieg in die Verbandsliga mit dem SV Sandhausen II
  • 2010: BFV-Hoepfner-Cup-Gewinner mit dem SV Sandhausen II
  • 2013: Österreichischer Meister mit Austria Wien
  • 2013: Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga mit 32 Toren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp Hosiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philipp Hosiner ist Döblinger firstviennafc.at, abgerufen am 4. Juli 2010
  2. Hosiner wechselt doch zu Austria Wien. ORF. 31. August 2012. Abgerufen am 31. August 2012.
  3. Stade Rennes hat am besten gepasst, in: sportnet.at, vom 6. Juli 2014
  4. Leihgeschäft mit 1. FC Köln geplatzt, Philipp Hosiner besteht Medizin-Check nicht, in: Website des Kölner Stadt-Anzeigers, vom 30. Jänner 2015
  5. Geplatzter Wechsel zum 1. FC Köln, Philipp Hosiner: Linke Niere entfernt – es war ein Tumor!, express.de, vom 20. Februar 2015
  6. derstandard.at: Philipp Hosiner wurde Niere entfernt, 20. Februar 2015, abgerufen am 2. April 2015
  7. Rückkehr elf Wochen nach Tumoroperation, orf.at, 5. Jänner 2015.
  8. 1. FC Köln: Hosiner kommt zum FC, 22. Juni 2015, abgerufen am 22. Juni 2015
  9. Spielbericht 1. FC Köln II - FC Kray (4:2) auf transfermarkt.de vom 24. März 2016
  10. 1. FC Union Berlin: 1. FC Union Berlin verpflichtet Philipp Hosiner von Stade Rennes, 28. Juni 2016, abgerufen am 28. Juni 2016.
  11. sport.orf.at - Hosiner neu in Kollers Aufgebot
  12. Cousin auf den Spuren von Philipp Hosiner bvz.at, am 29. Juli 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016