Philippe Chabot

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Philippe Chabot - Admiral von Frankreich

Philippe Chabot (* 1492; † 1543) oder Philippe de Chabot, Seigneur de Brion et Aspremont, Comte de Charny et Buzançois, war auch bekannt als Admiral De Brion. Unter Franz I. bekleidete er das Amt des ‚Admiral von Frankreich‘.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philippe Chabot entstammte einer der ältesten und bedeutendsten Familien des Poitou. Als Kind war er Spielkamerad des späteren französischen Königs Franz’ I. Nach dessen Thronbesteigung im Jahre 1515 stieg Chabot in höchste Ämter auf, wobei ihm seine Eheschließung (1526) mit Françoise de Longwy, einer illegitimen Halbschwester Franz’ I., noch zusätzlich half. Er begleitete den König auf dessen Feldzug nach Italien (siehe: Italienkriege); nach der Schlacht bei Pavia (1525) wurde er zum ‚Admiral von Frankreich‘ und zum Gouverneur von Burgund und der Normandie ernannt. In den Jahren 1533/4 bekleidete das Amt des Botschafters in England. Zusammen mit dem etwa gleichaltrigen Herzog Anne de Montmorency (1493–1567) leitete er das Staatswesen.

Auf dem Zenit seiner Macht kommandierte er 1535/6 die französischen Truppen in ihren Kämpfen gegen das Herzogtum Savoyen. Nach militärischen Eroberungen von Bresse, Savoyen und Piémont wurde er jedoch das Opfer eigenen Fehlverhaltens sowie von Hofintrigen: Er wurde von seinen Feinden bei Hofe − darunter auch Montmorency − wegen Bestechlichkeit und Unterschlagung angeklagt und − zusätzlich zur Verbannung und dem Einzug seiner Güter − zu einer enormen Geldstrafe von 1,5 Millionen Livres verurteilt, was ihn finanziell ruinierte. Im Jahre 1542 wurde er von Franz I. begnadigt und wieder in seine Ämter eingesetzt. Seine Gesundheit war jedoch schon so sehr angeschlagen, dass er bereits im Jahr darauf verstarb.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgesehen von seinen diplomatischen und militärischen Tätigkeiten widmete sich Philippe Chabot in seiner Funktion als ‚Admiral von Frankreich‘ der Ausrüstung der Expeditionen von Giovanni da Verrazano und Jacques Cartier in die Neue Welt. Er selbst fuhr jedoch niemals zur See.

Das Grabmal (gisant) von Philippe Chabot (heute im Louvre) gehört zu den wichtigsten Bildhauerarbeiten der Renaissance in Frankreich.

Ehe und Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Januar 1526 heiratete Philippe Chabot Françoise de Longwy, die illegitime Halbschwester Franz' I. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor:

  • Léonor Chabot, Graf von Charny (1526–1597)
  • François Chabot, Marquis von Mirebeau
  • Françoise Chabot de Charny
  • Antoinette Chabot de Charny
  • Anne Chabot de Charny
  • Jeanne Chabot de Charny, Äbtissin von Porcelet

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auseinandersetzung zwischen Philippe Chabot und Anne de Montmorency wurde in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts vom englischen Dramatiker George Chapman zu einem Theaterstück verarbeitet (The Tragedy of Chabot, Admiral of France) und von James Shirley überarbeitet und herausgebracht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marie-Nicolas Bouillet, Alexis Chassang: Dictionnaire universel d'histoire et de géographie Bouillet Chassang. 26. Auflage, Hachette, Paris 1878.
  • Constant Merland: Philippe Chabot - Amiral de France, Impr. Vve Mellinet, Nantes 1879.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philippe Chabot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien