Philippe de Villiers

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Philippe de Villiers (Toulouse, 2007)

Philippe de Villiers (* 25. März 1949 in Boulogne (Vendée) als Vicomte Philippe le Jolis de Villiers de Saintignon) ist ein französischer Politiker, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments und Publizist.

Laufbahn als Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philippe de Villiers war von 1987 bis 1994 und von 1997 bis 2004 Mitglied der französischen Nationalversammlung. Von 1988 bis 2010 war er Präsident des Generalrates des Départements Vendée.

Er leitet die Partei Mouvement pour la France (MPF, „Bewegung für Frankreich“). Die MPF ist eine christlich-demokratische und rechtskonservative Partei. Sie tritt für ein weitgehend unabhängiges Frankreich ein, das keine Souveränität an die Europäische Union abgibt.

Mit seinem Buch Les Mosquées de Roissy („Die Moscheen von Roissy“) um angebliche Netzwerke islamischer Fundamentalisten in der Gepäckabfertigung des Pariser Großflughafens machte Villiers 2006 Schlagzeilen.

Villiers trat 1995 und 2007 bei den französischen Präsidentschaftswahlen an. Bei der Präsidentschaftswahl 1995 verfehlte er mit 4,7 % der Stimmen knapp die Fünf-Prozent-Hürde, die zur Rückerstattung der Wahlkampfkosten berechtigt. Hauptthemen seiner Kampagne bei der Präsidentschaftswahl 2007 waren der Kampf gegen die Europäische Union und den starken Euro, seine Forderung nach einem Einwanderungsstopp und seine Warnung vor einer möglichen Islamisierung Frankreichs. Im politischen Spektrum versuchte Villiers den Raum zwischen dem konservativen Kandidaten Nicolas Sarkozy und dem Rechtsextremen Jean-Marie Le Pen zu besetzen. Zudem stützte sich Villiers auf seine politische Bilanz als Präsident im Generalrat des Départements Vendée. Doch er erzielte nur noch 2,2 % der Stimmen.

Im Februar 2009 gab Villiers seine Mitgliedschaft in der neu gegründeten paneuropäischen Organisation Libertas bekannt, die den Vertrag von Lissabon ablehnt. Durch die Mitgliedschaft Villiers’ erfüllte Libertas die notwendigen Kriterien, um als europäische politische Partei anerkannt zu werden. Bei der Europawahl in Frankreich 2009 wurde er als einziger Libertas-Kandidat überhaupt ins Europäische Parlament gewählt.

EU-Parlamentarier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1994 bis 1999 und erneut von 2004 bis 2014 gehörte Villiers dem Europäischen Parlament an. Er war Stellvertretender Vorsitzender / Mitglied des Vorstandes der Fraktion „Europa der Freiheit und der Demokratie“. Er gehörte dem Ausschuss für regionale Entwicklung an, der Delegation für die Beziehungen zur Schweiz und zu Norwegen, dem Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Island, dem Gemischten Parlamentarischen Ausschuss Europäischer Wirtschaftsraum sowie der Delegation für die Beziehungen zu Südafrika. Er war stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lettre ouverte aux coupeurs de tête et aux menteurs du Bicentenaire (1989).
  • La chienne qui miaule (1990).
  • Notre Europe sans Maastricht (1992).
  • Avant qu'il ne soit trop tard (1993).
  • La société de connivence (1994).
  • Dictionnaire du politiquement correct à la française (1996).
  • La saga du Puy du Fou (1997).
  • La machination d'Amsterdam (1998).
  • Vous avez aimé les farines animales, vous adorerez l'euro (2001).
  • La 51e étoile du drapeau américain (2003).
  • Quand les abeilles meurent, les jours de l'homme sont comptés (2004).
  • Les Turqueries du grand mamamouchi (2005).
  • Les mosquées de Roissy (2006).
  • Une France qui gagne (2007) ISBN 978-2-268-06148-1
  • Les Secrets du Puy du Fou (2012) ISBN 978-2-226-24017-0
  • Le Roman de Charette (2012) ISBN 978-2-226-24421-5
  • Le Roman de Saint Louis (2013) ISBN 978-2-226-24977-7
  • Le Roman de Jeanne d'Arc (2014) ISBN 978-2-226-31234-1
  • Le moment est venu de dire ce que j'ai vu (2015) ISBN 978-2-226-31906-7

Zusammen mit Georges Berthu:

  • L'Europe autrement (1999).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Villiers_home.html Philippe de Villiers auf der Website des Europäischen Parlamentes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philippe de Villiers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien