Philippinenburg und -thal

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Koordinaten: 51° 19′ 34″ N, 9° 12′ 49″ O

Philippinenburg und -thal
Stadt Wolfhagen
Höhe: 298,5 (275–335) m ü. NHN
Einwohner: 168 (16. Dez. 2014)[1]
Postleitzahl: 34466
Vorwahl: 05692

Philippinenburg und -thal sind ein Stadtteil von Wolfhagen im nordhessischen Landkreis Kassel.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philippinenburg () und Philippinenthal () liegen im Naturpark Habichtswald etwa 3 km östlich der Wolfhager Kernstadt auf dem Nordhang des wuchtigen Isthabergs (523,1 m) zwischen etwa 335 und 275 m ü. NHN;[2] im Mittel liegt Philippinenburg auf rund 319 m Höhe und das etwa 800 m nördlich davon gelegene Philippinenthal auf etwa 278 m Höhe.[3]

Zwischen beiden Dörfern befindet sich die Burgruine Helfenberg und etwas westlich der Ofenberg (372,5 m) mit dem Ofenberg-Turm. Philippinenthal wird nördlich vom etwa 4 km[4] langen Lohbach passiert, einem linksseitigen Zufluss der Erpe. Beide Dörfer sind durch die Kreisstraßen 102 (von der Wolfhagener Kernstadt kommend) und 103 miteinander verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Genehmigung vom 23. März 1778 durch den hessischen Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel entstanden im Rahmen dessen Siedlungspolitik, durch Siedler aus dem Darmstädter Raum, die kleinen Kolonien Philippinenburg und Philippinenthal sowie Philippinendorf (heute ein Teil von Gasterfeld). Sie wurden nach Friedrichs II. Gattin Philippine von Brandenburg-Schwedt benannt.

Philippinenburg entstand auf dem Gebiet der ehemals wüst gefallenen Orte Hildegersen[5] und auf dem Land der Wüstung Höllenhof.[6] Philippinenthal entstand ebenfalls anstelle des wüst gefallenen Ortes Hildegersen.[7]

Veranstaltungen und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben diversen Festlichkeiten gilt in jedem Jahr, Anfang der Oktober der „Almabtrieb“ von den höher gelegenen Wiesen im Naturpark Habichtswald in den Ort als Highlight im Wolfhagener Land. (Hinweis: Nicht zu verwechseln mit dem Almabtrieb der Alpen)

Die 1982 gegründete Tauziehgruppe Philippinenburg/-thal konnte im Lauf der Jahre zahlreiche Erfolge in nationalen und internationalen Wettkämpfen erzielen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Görlich: Wolfhagen Geschichte einer nordhessischen Stadt. Historische Stadtgeschichte Thiele & Schwarz, Kassel 1980, S. 92–96.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg 1926, ISBN 3-7708-0509-7, S. 367.
  • Gustav Siegel: Geschichte der Stadt Wolfhagen in Hessen. Selbstverlag des Magistrats der Stadt Wolfhagen, 1929, S. 100–101.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen im Haushaltsplan 2015 der Stadt Wolfhagen, abgerufen am 15. Februar 2016, auf wolfhagen.de (PDF; 8,17 MB)
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Philippinenburg und Philippinenthal im Geodatenzentrum des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie
  4. Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  5. „Hildegersen (Wüstung), Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 11. November 2014)
  6. „Philippinenburg, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 24. Februar 2014)
  7. „Philippinenthal, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 24. Februar 2014)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]