Philippshospital Riedstadt

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Philippshospital Riedstadt
Trägerschaft Vitos GmbH
Ort Riedstadt
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 49′ 7,1″ N, 8° 30′ 14,1″ OKoordinaten: 49° 49′ 7,1″ N, 8° 30′ 14,1″ O
Ärztlicher Direktor Hartmut Berger
Betten 189[1]
Zugehörigkeit Landkreis Darmstadt-Dieburg
Kreis Groß-Gerau
Gründung 1535
Website www.vitos-riedstadt.de

Das Zentrum für Soziale Psychiatrie Philippshospital liegt in der Stadt Riedstadt im Landkreis Groß-Gerau. Es verfügt über ca. 1 km² Grundfläche, wovon ca. 250.000 m² Betriebsfläche für die unten genannten Einrichtungen darstellen.

Die Vitos Riedstadt gemeinnützige GmbH ist eine Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und der Vitos GmbH und wird seit dem 26. Juli 2007 als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt. Ehemals war die Gesellschaft unter ZSP (Zentrum für Soziale Psychiatrie Riedstadt) bekannt. Für die angegliederten Fachkliniken gelten die Vorschriften der Krankenhausbetriebsverordnung und die Satzung für das Zentrum für Soziale Psychiatrie Riedstadt. Das Zentrum für Soziale Psychiatrie bildet mit seinen fachlich selbständigen Betriebszweigen einerseits sowie der Verwaltung, den Wirtschafts- und Versorgungsbetrieben andererseits eine kooperierende Einheit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum für Soziale Psychiatrie Philippshospital gehört zu den ältesten Psychiatrischen Krankenhäusern der Welt. Es wurde 1535 von Landgraf Philipp I. von Hessen gestiftet und 1904 zu Ehren des Stifters in „Philippshospital“ umbenannt. Bereits zuvor hatte Philipp die Hohen Hospitäler in Haina und Merxhausen aus säkularisierten Klöstern gestiftet, und 1542 folgte dann noch das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hohe Hospital in Gronau. Das Krankenhaus erfuhr in seiner langen und wechselvollen Geschichte manche Schicksalsschläge, z. B. im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648).

Das Philippshospital war entgegen manchen Gerüchten nie ein Kloster; hier bestand zuvor lediglich eine katholische Pfarrei.

In der Zeit des Nationalsozialismus führte das Philippshospital Euthanasie-Verbrechen durch.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum besteht aus den Betriebszweigen:

  • Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Philippshospital: stellt mit 189 Behandlungsbetten als psychiatrisches Fachkrankenhaus die Versorgung der Mitbürger des Landkreises Groß-Gerau und Teilen des Landkreises Darmstadt-Dieburg in den Fachbereichen Allgemeine Psychiatrie, Psychotherapie, Gerontopsychiatrie und Suchtabteilung sicher. Eine Institutsambulanz sowie zwei Tageskliniken erweitern das Angebot. Im Rahmen eines Pilotprojektes der Weltgesundheitsorganisation wurde das Psychiatrische Krankenhaus Philippshospital als Modellklinik ausgewählt.
  • Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Philippshospital: Fachkrankenhaus mit ca. 70 durchschnittlich belegten Betten, bestehend aus zwei Kinderstationen (bis 10 Jahre und 10–14 Jahre), einer Jugendstation (14–18 Jahre), einer Pflegeeinheit und einer Tagesklinik (bis 11 Plätze), sowie drei Institutsambulanzen.

Psychiatrie-Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1975 eröffnete Psychiatrie-Museum Philippshospital informiert über die 500-jährige wechselvolle Geschichte des 1535 gegründeten Philippshospitals und heutigen Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie der gemeinnützigen Gesellschaft Vitos Riedstadt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Zeller: Zur Geschichte des Landeshospitals Hofheim. In: Historischer Verein für das Großherzogtum Hessen (Hrsg.): Philipp der Großmütige: Beiträge zur Geschichte seines Lebens und seiner Zeit. Elwert, Marburg 1904, S. 405-418.
  • Irmtraud Sahmland, Sabine Trosse, Christina Vanja, Hartmut Berger, Kurt Ernst (Hrsg.): Haltestation Philippshospital. Ein psychiatrisches Zentrum – Kontinuität und Wandel 1535–1904–2004. Eine Festschrift zum 500. Geburtstag Phillips von Hessen (= Historische Schriftenreihe des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen., Quellen und Studien. Band 10). Jonas, Marburg 2004, ISBN 3-89445-341-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis der psychiatrischen Krankenhäuser. S. 3 (PDF 55kB [abgerufen am 26. Juni 2011]).
  2. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Vom großmütigen Landgrafen Philipp bis zur Nazi-Barbarei. In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 206-208, ISBN 978-3-7776-2511-9