Phoenix-Kupferhütte

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Kamin der Kupferhütte

Die Phoenix-Kupferhütte war eine Anlage zur Verhüttung sulfidischer Kupfererze in Baia Mare in Rumänien. Zu ihr gehörte auch eine Schwefelsäurefabrik.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts von Oscar und Arthur Weiser gegründete Fabrik, zur Erstellung von Schwefelsäure und anderen Chemischen Erzeugnissen, entwickelte sich um 1925 zum Kombinat, was zu einer Industrialisierung Baia Mares führte, sodass auch die Bevölkerungsanzahl nach dem Zweiten Weltkrieg von etwa 25.000 auf ca. 150.000 im Jahre 1990 anstieg. Die Höchstleistung des Kombinats waren etwa 40.000 Tonnen Kupfer, 120 Tonnen Silber und 12 Tonnen Gold im Jahr. Nach der Revolution von 1989 wurde das Kombinat von ausländischen Investoren übernommen. 2003 wurde das Kombinat von zwei rumänischen Bänker übernommen und als Coprom Baia Mare umbenannt. 2009 mussten die neuen Besitzer Insolvenz anmelden, sodass auch die letzten 190 Angestellten entlassen wurden.[1]

Das Wahrzeichen der einstigen Kupferhütte und der Stadt Baia Mare ist der 351,5 Meter hohen Schornstein, zugleich das höchste Bauwerk in Rumänien darstellt und der vierthöchste Schornstein Europas ist. Das Bauwerk wurde 1995 nach etwa dreijähriger Bauzeit zu einem Gesamtpreis von damals etwa 11 Mio. errichtet. Am Fuß hat der Schornstein einen Durchmesser von 20 Meter und oben neun Meter. Er sollte die Giftgase des Kombinats von Baia Mare fernhalten, was sich aber auf die nähere Umgebung auswirkte. Um sich als Kulturhauptstadt Europas für 2021 zu bewerben, gibt es seitens der Stadt Überlegungen auf dem Gelände der ehemaligen Kupferhütte ein Erholungsgebiet zu errichten.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kamin der Kupferhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diana Grad: Das Kombinat Cuprom Baia Mare - Die Goldstraße zu Schrott am 5. März 2015, bei digi24.ro abgerufen am 21. April 2017 (rumänisch)
  2. Izabela Jurasko: Der Industriturm ein „Trumpf“ für die Kultur. Der höchste Turm des Landes wird Erholungsgebiet, am 3. Februar 2016 bei digi24.ro abgerufen am 21. April 2017 (rumänisch)

Koordinaten: 47° 39′ 11″ N, 23° 36′ 19″ O