Phoenix (Arizona)
| Phoenix | |
|---|---|
| Spitzname: Valley of the Sun | |
Siegel |
Flagge |
| Lage in Arizona | |
| Basisdaten | |
| Gründung: | 4. Mai 1886 |
| Staat: | Vereinigte Staaten |
| Bundesstaat: | Arizona |
| County: | |
| Koordinaten: | 33° 27′ N, 112° 4′ W |
| Zeitzone: | Mountain Standard Time (UTC−7) |
| Einwohner: – Metropolregion: |
1.445.632 (Stand: 2010) 4.192.887 |
| Bevölkerungsdichte: | 1.175,4 Einwohner je km² |
| Fläche: | 1.230,5 km² (ca. 475 mi²) davon 1.229,9 km² (ca. 475 mi²) Land |
| Höhe: | 340 m |
| Gliederung: | 8 Stadtbezirke |
| Postleitzahlen: | 85001–85099 |
| Vorwahl: | +1 602, 623, 480 |
| FIPS: | |
| GNIS-ID: | 0044784 |
| Website: | www.phoenix.gov |
| Bürgermeister: | Greg Stanton (D) |
Satellitenaufnahmen von Phoenix |
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Phoenix auf der Karte der Vereinigten Staaten
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Phoenix [ˈfiːnɪks] ist die Hauptstadt und die größte Stadt des US-Bundesstaats Arizona sowie die sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten.[1] Phoenix ist außerdem Sitz der Countyverwaltung (County Seat) des Maricopa Countys.
Inhaltsverzeichnis
Geographie[Bearbeiten]
Phoenix liegt im Herzen von Arizona im Tal der Sonne („Valley of the Sun“) in der Sonora-Wüste.
Das erweiterte Stadtgebiet hat vier Millionen Einwohner. Es umfasst Mesa, Scottsdale, Glendale, Tempe, Chandler, Gilbert, Peoria und viele kleinere Orte wie Goodyear, Avondale, Litchfield Park und Anthem sowie überwiegend von Rentnern bewohnte Gemeinden (Retirement Communities) wie Sun City, Sun City West und Fountain Hills.
Der Salt River fließt vom Nordosten des Maricopa County durch den Süden von Phoenix. Die Grenze zu Tempe wird vom La Toma Crosscut Canal gebildet.
Der Großraum Phoenix wird von den McDowell-Bergen im Norden, den Superstition-Bergen (mit der markanten Weavers Needle) weiter im Osten, der Sierra Estrella und den South Mountains im Süden sowie den White Tank Mountains im Westen begrenzt.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1980 | 789.704 |
| 1990 | 984.310 |
| 2000 | 1.321.045 |
| 2010 | 1.445.632 |
Klima[Bearbeiten]
In Phoenix gibt es durchschnittlich 312 Tage Sonnenschein im Jahr. Ein Drittel des Jahres (von Mitte Mai bis Mitte September) liegen die Temperaturen über 38 °C (100 °F). An den heißesten Tagen des Jahres können die Temperaturen sogar gegen 46 °C ansteigen. Die trockene Wüstenluft in Arizona macht die hohen Temperaturen jedoch etwas erträglicher („trockene Hitze“). Die Bevölkerung setzt sich der Hitze nur in geringem Maße aus – die meisten Gebäude und Fahrzeuge sind klimatisiert.
Die tiefsten Temperaturen im Winter liegen bei 0 °C (32 °F), bleiben aber selten über längere Zeit so niedrig. Messbare Mengen an Schnee gab es in den letzten Jahren zweimal: 1 cm im Jahr 1990 und 2,5 cm im Jahr 1985. Im Jahresdurchschnitt fallen in der Gegend rund 194 mm Regen. Der wenige Regen fällt verteilt über den Zeitraum des Südwest-Monsuns von Juli bis Mitte September, wenn gelegentlich feuchtwarme Luft vom Golf von Kalifornien die heiße Wüstenluft verdrängt.
| Phoenix, Arizona | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Phoenix, Arizona
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Bildung[Bearbeiten]
Die wichtigste Universität im Großraum Phoenix ist die in Tempe gelegene Arizona State University, nach Studentenzahlen die zweitgrößte Universität der USA. Im August 2006 eröffnete die ASU einen Campus in der Innenstadt von Phoenix.
Die medizinische Fakultät der in Tucson beheimateten University of Arizona hat eine Außenstelle in Phoenix, welche bis 2007 stark ausgebaut wurde. Die Studenten können nunmehr die meisten medizinischen Klassen auf dem neuen Campus in der Innenstadt belegen. Ebenso bietet die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der University of Arizona, das Eller College of Management einen executive MBA in Phoenix an.
Zusätzlich zu den Außenstellen der zwei wichtigsten staatlichen Universitäten Arizonas hat im Stadtbereich von Phoenix die größte private Universität der USA, die University of Phoenix ihren Sitz.
Im Stadtgebiet Glendale befindet sich die Wirtschaftshochschule Thunderbird – School of Global Management. Die Schule entstand 1946 aus dem Militärflugplatz „Thunderbird Fields“.
In Großraum Phoenix gibt es 10 Community Colleges.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Historisch ist Phoenix eine eher von der Landwirtschaft (Baumwolle und Zitrusfrüchte) geprägte Stadt, doch haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten besonders Elektronik- und Telekommunikationsunternehmen investiert. Wegen des attraktiven Klimas, der Nähe zum Grand Canyon und anderer landschaftlicher Attraktionen hat sich der Tourismus zu einer weiteren Säule der städtischen Wirtschaft entwickelt. Im Winter ist Phoenix bei Golfspielern beliebt, die dem schlechten Wetter im Norden der USA entfliehen. Als eine der am schnellsten wachsenden Städte der USA ist Phoenix derzeit besonders für die Immobilienwirtschaft interessant.
Im Großraum Phoenix haben 5 Fortune 500 Firmen ihren Sitz: Apollo Group, Avnet, Phelps Dodge, US Airways und Allied Waste Industries. Weitere große Unternehmen, die ihren Sitz in Phoenix haben, sind unter anderen Best Western, Cold Stone Creamery, Mesa Airlines, P.F. Chang’s China Bistro und Shamrock Foods. Auch der Dünnschichtmodulexperte „First Solar“ hat hier sein Hauptquartier, betreibt seine Fertigungslinien aber in Perrysburg/Ohio und Frankfurt (Oder).
Andere große Arbeitgeber in der Region sind Bank of America, General Dynamics, Henkel, Honeywell, Intel, Motorola oder Southwest Airlines.
Verkehr[Bearbeiten]
Die Stadt ist über die Interstate I-10 mit Los Angeles im Westen und Tucson (bzw. Mexiko und Texas) im Südosten verbunden. Die I-17 führt in den Norden Arizonas nach Flagstaff. Die I-8 führt im Süden der Stadt über Yuma nach San Diego in Kalifornien.
Der Großraum Phoenix ist verkehrstechnisch mit einer Ringautobahn sowie verschiedenen Stadtautobahnen sehr gut erschlossen. Dennoch kommt es sehr häufig zu Staus, daher wurde am 27. Dezember 2008 eine Straßenbahn mit 32 km (20 mi) Länge eröffnet (Baubeginn für diese war im März 2005), die Valley Metro Rail, welche Phoenix mit dem Flughafen, der Arizona State University und Tempe sowie Mesa verbindet. Von der Straßenbahn erhofft man sich auch eine Revitalisierung des Stadtzentrums.
Im Großraum Phoenix gibt es fünf Flughäfen, den Sky Harbor International Airport, einen der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, den Williams Gateway Airport (aus der 1993 geschlossenen Williams Air Force Base entstanden), den Falcon Field Airport, den Phoenix–Goodyear Municipal Airport und Scottsdale Municipal Airport in Scottsdale – die letzten beiden werden vorwiegend von Privatmaschinen angeflogen.
Phoenix ist die größte Stadt der Vereinigten Staaten, die keinen Anschluss an das Amtrak-Fernverkehrsnetz hat. Die Bedienung durch Amtrak wurde 1996 eingestellt und endgültig nach Maricopa verlagert. Ansonsten gibt es natürlich reichlich Güterzüge.
Freizeit[Bearbeiten]
Phoenix gehört zu den wenigen Städten, die in jeder der vier großen nordamerikanischen Sportarten (Baseball, American Football, Basketball und Eishockey) mit einem Team in der höchsten Liga vertreten sind:
- Arizona Cardinals in der National Football League
- Arizona Diamondbacks in der Major League Baseball
- Arizona Coyotes in der National Hockey League
- Phoenix Suns in der National Basketball Association
Weitere bekannte Teams sind:
- Arizona Rattlers, Arena Football League
- Phoenix FC, USL Professional Division
- Phoenix Mercury, Women’s National Basketball Association
Sportstätten[Bearbeiten]
- Chase Field, Heimat der Arizona Diamondbacks
- Firebird International Raceway, Bootsrennen
- Jobing.com Arena, Multifunktionsarena, Heimat der Coyotes (im Vorort Glendale)
- Manzanita Speedway, Dragster-Rennen
- Phoenix International Raceway, Autorennen der NASCAR-Serie
- Phoenix Street Circuit, ehemaliger Stadtkurs, auf dem von 1989 bis 1991 der Große Preis der USA der Formel 1 ausgetragen wurde
- University of Phoenix Stadium, Heimat der Arizona Cardinals (NFL) im Vorort Glendale
- US Airways Center, Multifunktionsarena, u. a. Heimat der Suns, der Roadrunners, der Rattlers und der Mercury
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Alice Cooper'stown, die Bar von Alice Cooper
- Arizona Biltmore
- Arizona Historical Society Museum
- Arizona Science Center
- Arizona State Capitol, Regierungssitz des Bundesstaates
- Arizona Veterans Memorial Coliseum / Arizona State Fairgrounds
- Camelback Mountain
- Castles N’ Coasters Amusement Park
- Chase Field
- Desert Botanical Garden, Phoenix Zoo und Hole-in-the-Rock im Papago Park
- Encanto Park
- Fleischer Museum
- Hall of Flame
- Heard Museum
- Hotel San Carlos
- Jobing.com Arena
- Metrocenter Mall
- Musical Instrument Museum
- Phoenix Art Museum
- Phoenix Museum of History
- Pueblo Grande Museum and Cultural Park
- St. Mary’s Basilika
- South Mountain Park
- Squaw Peak Recreation Area
- Symphony Hall im Phoenix Civic Plaza
- Taliesin West und Gammage Auditorium, beide von Frank Lloyd Wright konstruiert
- Tovrea Castle
- US Airways Center
- Wrigley Mansion
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Nate Adams, Motocrossfahrer
- Bobby Ball, Autorennfahrer
- Jerryd Bayless, Basketballspieler der NBA
- Rich Beem, Profigolfer der PGA Tour
- Chester Bennington, Sänger der Band Linkin Park
- Dierks Bentley, Country-Musiker
- Mandy Bruno, Schauspielerin
- Jimmy Bryan, Rennfahrer
- Michael Carbajal, Halbfliegengewichtsboxer
- Gabrielle Carteris, Schauspielerin
- Emmett W. Chappelle, Wissenschaftler der Medizin, Biologie und Ernährungswissenschaften
- Allan Chase, Jazzsaxophonist
- Eddie Cheever, Autorennfahrer
- Matt Dallas, Schauspieler
- Amy Davidson, Schauspielerin
- Kaitlyn Dever, Schauspielerin
- Allison DuBois, Medium
- Brad Evans, Fußballspieler
- Nancy Farmer, Schriftstellerin
- George Follmer, Automobil-Rennfahrer
- Andy Gätjen, Schauspieler
- Steven Gätjen, deutscher Fernsehmoderator
- Barry Goldwater, Politiker und Mitbegründer der modernen konservativen Bewegung in den Vereinigten Staaten
- Pat Hennen, Motorradrennfahrer
- Marcos Hernández, Sänger
- Charles Hickcox, Schwimmer und Olympiasieger
- Gregg Hoffman, Filmproduzent
- Chalmers Johnson, Berater des CIA und Asienkenner
- Klete Keller, Freistil-Schwimmer und Olympiasieger
- Garrett List, Posaunist und Komponist
- Billy Mayfair, Profigolfer
- Michael McCollum, Science-Fiction-Autor und Luftfahrtingenieur
- Randall McDaniel, ehemaliger American Footballspieler
- Michael McDowell, Rennfahrer
- Alex Meraz, Schauspieler
- Casey McKee, Künstler
- Stephenie Meyer, Schriftstellerin
- Mark Miller, Endurosportler und Marathonrallyefahrer
- Harry Mitchell, Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten
- Michele Mitchell, Wasserspringerin und Olympiamedaillengewinnerin
- Jenny Mollen, Schauspielerin
- Lewis Nash, Jazzschlagzeuger
- Stevie Nicks, Sängerin
- Mary Peters (Politikerin), ehemalige Ministerin des Verkehrsministeriums der Vereinigten Staaten
- Charles Owens, Jazzmusiker
- Sidney Preston Osborn, von 1941 bis 1948 Gouverneur des Bundesstaates Arizona
- Elena Reid, Profiboxerin
- Buddy Rice, Automobilrennfahrer
- Charles S. Robb, von 1982 bis 1986 Gouverneur des Bundesstaates Virginia und später Senator
- Ashley Roberts, Sängerin
- Howard Roberts, Jazzgitarrist des Modern Jazz, Studiomusiker und Gitarrenlehrer
- Jennifer Rubin, Schauspielerin
- Nate Ruess, Sänger, Songwriter
- Angelica Sanchez, Jazzpianistin
- John Shadegg, Mitglied des US-Repräsentantenhauses
- Robert Simonds, Filmproduzent
- Steven Lee Smith, Astronaut
- Chelsea Staub, Schauspielerin
- Bob Stump, Mitglied des US-Repräsentantenhauses
- Bernard Thompson, Basketballspieler
- Melody Thornton, Sängerin
- Amber Valletta, Model und Schauspielerin
- Lissa Wales, Fotografin
- Jeannette Walls, Journalistin
- William Wasson, katholischer Priester und Gründer des Kinderhilfswerks Nuestros Pequeños Hermanos
- Wayne Weiler, Autorennfahrer
- Vince Welnick, Keyboarder
- Stanley N. Williams, Vulkanologe
- Mare Winningham, Schauspielerin
- Darren Woodson, American-Football-Spieler
Bands aus Phoenix[Bearbeiten]
Partnerstädte[Bearbeiten]
In den 1970er-Jahren gab es eine inoffizielle Städtepartnerschaft zur deutschen Stadt Karlsruhe.[4] Eine offizielle Städtepartnerschaft allerdings kam nie zustande.
Literatur[Bearbeiten]
- Elizabeth Tandy Shermer: Sunbelt Capitalism: Phoenix and the Transformation of American Politics. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2013, ISBN 978-0-8122-0760-6
- Bradford Luckingham: Phoenix: The History of a Southwestern Metropolis. University of Arizona Press, Tucson 1995, ISBN 978-0-8165-1116-7
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ http://www.census.gov/popest/data/cities/totals/2011/tables/SUB-EST2011-01.csv
- ↑ 1980–2000: Volkszählungsergebnisse; 2006: Fortschreibung des US Census Bureau
- ↑ Annual Estimates of the Population for Incorporated Places in Arizona. United States Census Bureau. 10. September 2008. Abgerufen am 17. Januar 2011.
- ↑ Karlsruher Stadtwiki