Phoenix Contact

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Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1923
Sitz Blomberg
Leitung
  • Frank Stührenberg (Vorsitzender der Geschäftsführung)[1]
  • Dirk Görlitzer
  • Torsten Janwlecke
  • Ulrich Leidecker[2]
  • Frank Possel-Dölken
  • Axel Wachholz
Mitarbeiterzahl etwa 20.000[2]
Umsatz 2,95 Mrd. Euro[2]
Branche Elektrotechnik, Elektronik und Automation[3]
Website www.phoenixcontact.com
Stand: 23. November 2021
Im Vordergrund: Stammsitz des Unternehmens in Blomberg. Im Hintergrund: Links das Blomberger Industriegebiet, rechts der Bildmitte die Blomberger Altstadt.

Die Phoenix Contact GmbH & Co. KG ist ein deutsches Unternehmen, das Komponenten und Systeme im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation anbietet. Der Stammsitz ist im lippischen Blomberg. Seit der Gründung im Jahr 1923 hat sich das Unternehmen zu einem internationalen Unternehmen entwickelt. Auf dem Gebiet der Steckverbindungen gehört die Firma mit Harting und Weidmüller zu den drei großen deutschen Herstellern.[4]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hugo Knümann gründete 1923 in Essen eine Handelsvertretung für Elektroprodukte und vertrieb Fahrdrahtklemmen für elektrische Straßenbahnen. Wenig später nannte sich die junge Firma Phönix Elektrizitätsgesellschaft. 1928 konzipierte Hugo Knümann zusammen mit den Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerken (RWE) die erste modulare Reihenklemme. Sie fand ihren Einsatz in den Kraftwerken der RWE. In der Nacht des 13. März 1943 trafen Bomben den Firmensitz in der Essener Hollestraße 36. Das Unternehmen verlagerte seinen Sitz nach Blomberg und fertigte im angemieteten „Bürgerheim“. 1957 entstanden am Flachsmarkt in Blomberg die ersten beiden Fabrikationsgebäude. Seit 1966 ist Blomberg der Hauptsitz des Unternehmens.[5]

In den 1990er Jahren trat Phoenix in den indischen Markt ein.[1]

Seit 2002 ist der Steckerhersteller Coninvers aus Herrenberg zu 100 % Tochterunternehmen von Phoenix; er hat etwa 320 Mitarbeiter.[6]

2010 lag die Mitarbeiterzahl von Phoenix Contact bei etwa 10.400,[7] 2014 etwa bei 12.500.[6]

it’s OWL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phoenix Contact ist eines von 28 mittelständischen Kernunternehmen im BMBF-Spitzencluster „Intelligente technische Systeme (it’s OWL“, seit 2012[8]).[9] Dabei beteiligte sich Phoenix 2012 bis 2015 an einem Projekt, um mit flexiblen Maschinen unterschiedliche Produkte herzustellen.[10]

Seit 2015 ist Frank Stührenberg Geschäftsführer, der 1992 als Assistent der Geschäftsleitung bei Phoenix begann;[1] er ist auch Vorstandsmitglied des ZVEI.[11]

Bis 2018 hatte Phoenix Contact die Zahl der Angestellten kontinuierlich bis auf über 17.000 gesteigert.[7]

Phoenix Contact-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Phoenix Contact-Gruppe gehören 15 Unternehmen in Deutschland sowie 53 Vertriebsgesellschaften auf der ganzen Welt. Weltweit wird in elf Ländern produziert,[12] darunter auch in China[1] und seit Herbst 2021 auch in Polen.[2]

Das Produktspektrum umfasst Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung inklusive Wind und Solar, den Geräte- und Maschinenbau sowie den Schaltschrankbau. Dazu gehören Klemmen, Steckverbinder, Kabelanschlusstechnik und Installationszubehör sowie elektronische Interfaces, Stromversorgungen, Automatisierungssysteme, Sicherheitslösungen, Überspannungsschutzsysteme, Software-Programme und -Tools (auch mit der Tochtergesellschaft KW-Software mit etwa 70 Mitarbeitern, 2014[6]). Mit ihren Produkten bedient die Phoenix Contact-Gruppe Märkte der Automobilindustrie, samt Kabeln für Ladesäulen,[2] der regenerativen Energien und der Infrastruktur.[13]

Dabei bietet Phoenix in Europa Premiumprodukte an, günstigere Produkte für den indischen und afrikanischen Markt werden in Indien (Prithla, einem Vorort von Neu-Delhi) hergestellt.[14] Um den indischen Markt besser zu verstehen, unterhält Phoenix seit 2014 auch in Indien eine Entwicklung.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Phoenix Contact – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e "Nicht alles in Indien ist billig". In: wiwo.de. 7. April 2015, abgerufen am 16. März 2022.
  2. a b c d e Sariana Kunze: Phoenix Contact verzeichnet außergewöhnliches Wachstum. In: elektronikpraxis.vogel.de. 23. November 2021, abgerufen am 15. März 2022.
  3. Claudia Obmann: Personalchef von Pheonix: Er fragt neue Manager nach Fehlentscheidungen. In: handelsblatt.com. 17. August 2021, abgerufen am 15. März 2022.
  4. Kristin Rinortner: Wie sind die Steckverbinder-Hersteller für 2021 aufgestellt? In: elektronikpraxis.vogel.de. 7. Januar 2021, abgerufen am 18. März 2022.
  5. Webseite Phoenix Contact/ Unsere Geschichte. phoenixcontact.com, abgerufen am 26. September 2019.
  6. a b c Phoenix Contact wächst und benennt zwei Tochterfirmen um – Lokale Nachrichten aus Blomberg. In: Lippische Landes-Zeitung, lz.de. 26. November 2014, abgerufen am 17. März 2022.
  7. a b Anzahl der Mitarbeiter von Phoenix Contact bis 2020. In: de.statista.com. Abgerufen am 19. März 2022.
  8. Nele Wehmöller, Konstantin Stumpe: Das Technologie-Netzwerk „It's OWL“ macht sich international einen Namen. In: Lippische Landes-Zeitung, lz.de. 15. Juni 2016, abgerufen am 19. März 2022.
  9. It’s OWL (Kern-)Unternehmen. Abgerufen am 28. August 2019. (Archivlink)
  10. Abgeschlossene Innovationsprojekte 2012-2017, Automation für wandlungsfähige Produktionstechnik. Abgerufen am 16. März 2022.
  11. Frank Stührenberg. In: maschinenbau-gipfel.de. Abgerufen am 17. März 2022.
  12. Webseite Phoenix Contact / Daten und Fakten. 21. September 2021, abgerufen am 21. September 2021.
  13. PHOENIX CONTACT | Was wir machen. Abgerufen am 27. Januar 2020 (deutsch).
  14. Mathias Peer, Alexander Busch: Billigprodukte in Wachstumsmärkten: „Weniger willst du nicht - mehr brauchst du nicht“. In: handelsblatt.com. 24. Mai 2015, abgerufen am 16. März 2022.

Koordinaten: 51° 56′ 4″ N, 9° 6′ 16,8″ O