Phone Operation Center

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Eventphone bei Berlin 05

Das Phone Operation Center (POC) ist ein integriertes Hard- und Softwareprojekt, welches es ermöglicht, auf Großveranstaltungen ein flächendeckendes und funktionsfähiges DECT-Netz zu realisieren.[1] Eine Besonderheit des POC ist seine Mobilität und die Fähigkeit es an beliebigen Orten innerhalb weniger Stunden in Betrieb nehmen zu können.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnehmer können ihr eigenes DECT-Telefon anmelden und sich eine eigene Nebenstelle aussuchen. Dabei arbeitet das POC relativ problemlos mit dem Wildwuchs an Firmwareständen und DECT-GAP-Implementierungen der unterschiedlichen DECT-Chip-Hersteller. Neben den diversen internen Diensten, die man mit dem POC nutzen kann, bietet es zeitlich unbegrenzte und kostenlose Telefonate ins gesamte deutsche Festnetz. Bei HackingAtRandom2009 wurden in Zusammenarbeit mit einem holländischen Telefonprovider sogar kostenlose Anrufe in ganz Europa und die USA ermöglicht, auf der OHM2013 konnte man sogar kostenlos in nahezu die ganze Welt telefonieren.. Auf dem Chaos Communication Congress entsteht durch das POC regelmäßig ein Telefonnetz mit hunderten von mobilen Nebenstellen. Die Bezeichnung entstand während der Vorbereitungen zum zweiten Chaos Communication Camp in Berlin und ist angelehnt an "Network Operation Center".

Die Initiatoren des POC sind Sascha Ludwig und Martin Assenmacher. Realisiert wird das Netz auf der Basis einer Telefonanlage der Firma Alcatel.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentraler Baustein des POC ist das Eventphone Rack, welches eine Telefonanlage mit 28 Einschüben für ISDN-Karten, analoge Telefone, Voicemail, etc. beinhaltet, einen Linux Call Router, einen SIP Express Router, sowie einen Server, auf dem die Asterisk- und Yate-Telefonsoftware läuft, sowie mehrere DECT-Basisstationen.[2]

Veranstaltungen mit dem POC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Patrick Brauch: "Chaos Camping: Zweites CCC-Sommercamp". c’t, August 2003, abgerufen am 11. November 2009.
  2. "What's inside the Eventphone rack?" poc's soup, 15. Dezember 2008, abgerufen am 11. November 2009.
  3. Stefan Krempl: "20C3: Die Vertreibung aus dem Hackerparadies". heise online, 31. Dezember 2003, abgerufen am 11. November 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]