Phoumi Vongvichit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Phoumi Vongvichit

Phoumi Vongvichit (* 6. April 1909 in der Provinz Xieng Khouang, Laos; † 7. Januar 1994) war ein laotischer Politiker der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vongvichit trat 1950 der Bewegung „Freies Laos“ (Lao Issara) bei, die die Rückeroberung des Landes durch die französische Kolonialmacht nach Ende des Zweiten Weltkriegs verhindern wollte. Nach der Spaltung der Lao Issara 1955 trat er der mehr stalinistisch geprägten Bewegenung „Land Laos“ (Pathet Lao) bei, deren Generalsekretär er anschließend wurde. 1961 war er Repräsentant der Pathet Lao bei den Verhandlungen in Genf, die 1962 ein Ende des Bürgerkriegs in Laos erbrachten.

In der Folgezeit war er in den von Premierminister Suvanna Phūmā zwischen Juni 1962 und Dezember 1975 geführten Regierungen unter anderem Stellvertretender Premierminister sowie Minister für Kultur und schöne Künste sowie zuletzt von 1974 bis 1975 Außenminister.

Nach der Absetzung der Monarchie unter König Savang Vatthana und der Gründung der Demokratischen Volksrepublik am 2. Dezember 1975 übernahm er in der von der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP) gebildeten Regierung unter Ministerpräsident Kaysone Phomvihane wiederum das Amt des Erziehungsministers. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Umerziehung tausender royalistischer Unterstützer der Vorgängerregierung. Er versuchte außerdem den Sozialismus mit dem Buddhismus zu verbinden und zwang buddhistische Mönche die Parteilinie in deren Predigten aufzunehmen. Im Laufe der Zeit wurde Vongvichit, der auch Mitglied des Politbüros der LRVP war, zum zweitmächtigsten Mann nach Ministerpräsident und Generalsekretär Phomvihane.

Am 31. Oktober 1986 wurde er 2. amtierender Staatspräsident für den auf unbestimmte Zeit erkrankten Amtsinhaber Souphanouvong. Nach der Verabschiedung der neuen Verfassung am 14. August 1991 wurde er durch Kaysone Phomvihane als Staatspräsident abgelöst.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]