Physikingenieur

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Physikingenieure (Diplom-Physikingenieure) sind das Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung bzw. Produktentwicklung. Da die Industrie tendenziell eine hohe Nachfrage nach technologiebasierten Physik-Studiengängen zeigt, sind die Tätigkeitsfelder des Physikingenieurs vorrangig Aufgaben in der industriellen bzw. industrienahen Forschung und Entwicklung. Geht es darum, physikalische Prinzipien und neueste physikalische Erkenntnisse in technische Produkte umzusetzen, so bildet der Physikingenieur aufgrund seiner umfangreichen physikalischen Grundausbildung, kombiniert mit erweiterten ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen die beste Position.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berufsbezeichnung Physikingenieur wird umgangssprachlich meist den Fachhochschulabsolventen des Studiengangs Physikalische Technik zuteil, obgleich deren offizieller akademischer Grad Diplom-Ingenieur (FH) Physikalische Technik (Abk. Dipl.-Ing. (FH) Physikalische Technik) lautet. Das üblicherweise achtsemestrige Fachhochschulstudium der Physikalischen Technik vermittelt dem zukünftigen Ingenieur grundlegende Kenntnisse im breitgefächerten Spektrum der Physik und besonderes in speziellen ingenieurwissenschaftlichen Fächern wie Elektrotechnik, Maschinenbau, Feinwerktechnik, und je nach Hochschule Schwerpunkte wie Vakuumtechnik, Akustik, Optik, Wärmelehre, Medizintechnik, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik, Gerätekonstruktion, Werkstoffkunde usw. Mittlerweile läuft an den meisten Fachhochschulen die Umstellung zum 6-semestrigen Bachelor und in Ausnahmefällen auch zu einem dem Universitätsabschluss gleichgestellten Masterstudiengang Angewandte Physik.

Zugleich existiert der akademische Grad Diplom-Physikingenieur (Abk. Dipl.-Phys.Ing.), der durch ein Studium der Technischen Physik an einigen Universitäten in Nordrhein-Westfalen erworben werden konnte. Seit 2003 ist eine Immatrikulation für diesen Studiengang nicht mehr möglich, da das Diplom- durch das internationale Bachelor/Master-System abgelöst wurde.

Auch an der EPFL in Lausanne (Schweiz) bekam man den akademischen Grad des Physikingenieurs durch ein achtsemestriges Studium, das u.a. zur nachfolgenden Promotion berechtigte. Inzwischen wurde auch dort auf Bachelor/Master umgestellt. Der zum Titel Physikingenieur führende Master dauert heute 4 Semester, davon eines als Industriepraktikum.