Pi Capricorni

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Doppelstern
π Capricorni
StarArrowUR.svg
Capricornus constellation map.png
π Cap im Sternbild „Steinbock“
Beobachtungsdaten
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Sternbild Steinbock
Rektaszension 20h 27m 19,21s [1]
Deklination -18° 12′ 42,2″ [1]
Scheinbare Helligkeit 5,07 mag [1]
Typisierung
Spektralklasse B3/5 V [2]
B−V-Farbindex −0,05 [1]
Astrometrie
Radialgeschwindigkeit (−13,0 ± 4,2) km/s [3]
Parallaxe (5,98 ± 0,58) mas [1]
Entfernung (545 ± 53) Lj
(167 ± 16) pc
Eigenbewegung [1]
Rek.-Anteil: (11,89 ± 0,65) mas/a
Dekl.-Anteil: (−11,35 ± 0,43) mas/a
Physikalische Eigenschaften
Masse 5,9 M [4]
Leuchtkraft

240 L [5]

Oberflächentemperatur 9600 K [5]
Andere Bezeichnungen
und Katalogeinträge
Bayer-Bezeichnung π Capricorni
Flamsteed-Bezeichnung 10 Capricorni
Bonner Durchmusterung BD −18° 5685
Bright-Star-Katalog HR 7814 [1]
Henry-Draper-Katalog HD 194636 [2]
Hipparcos-Katalog HIP 100881 [3]
SAO-Katalog SAO 163592 [4]
Tycho-Katalog TYC 6333-2129-2[5]
2MASS-Katalog 2MASS 20271920-1812419[6]
Weitere Bezeichnungen WDS 20273-1813
CCDM 20273-1813
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Pi Capricorni (π Cap) ist ein visueller und spektroskopischer Mehrfachstern im Sternbild Steinbock. Er hat eine Gesamthelligkeit von 5,1 mag und seine Entfernung beträgt ca. 545 Lichtjahre.

Im Jahr 1846 fand Sherburne Wesley Burnham etwa 3 Bogensekunden neben dem hellen blau-weißen Hauptreihenstern A mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,1 mag einen fast 20-mal schwächeren Begleiter B mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag. Über 50 Jahre später konnte er im Jahr 1898 noch eine dritte Komponente C beschreiben. Dieser Stern hat nur eine Helligkeit von 14,1 mag, sein Abstand zum Hauptstern A beträgt etwa 38 Bogensekunden.

Im Jahr 1992 konnte der Hauptstern A selbst noch als enger spektroskopischer Doppelstern erkannt werden. Seine beiden Komponenten Aa und Ab besitzen scheinbare Helligkeiten von 5,3 bzw. 7,9 mag.[6]

Der Hauptstern dieses Vierfachsystems hat etwa die 6-fache Masse der Sonne und eine 240-fach höhere Leuchtkraft. Seine Oberflächentemperatur liegt bei etwa 9600 K.

Der Stern wird gelegentlich mit den Eigennamen „Okul“ oder „Oculus“ (von lateinisch oculus, ‚Auge‘) bezeichnet, da er bei der Sternbildfigur des Steinbocks an der Stelle von dessen Auge zu finden ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e VizieR: Hipparcos, the New Reduction (van Leeuwen, 2007) – The Astrometric Catalogue
  2. VizieR: Michigan Catalogue of HD stars, Vol.4 (Houk+, 1988)
  3. VizieR: Pulkovo radial velocities for 35493 HIP stars (Gontcharov, 2006)
  4. VizieR: Young runaway stars within 3kpc (Tetzlaff+, 2011)
  5. a b VizieR: Infrared excesses of Hipparcos stars (McDonald+, 2012)
  6. VizieR: The Washington Visual Double Star Catalog (Mason+ 2001-2014)