Pia Hellenthal

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Pia Hellenthal (* 1985 in Bochum) ist eine deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pia Hellenthal wuchs mit ihrer älteren Cousine, der späteren Schauspielerin Annina Hellenthal in Bochum auf. 2013 schloss sie die Kunsthochschule für Medien in Köln mit dem Diplom für mediale Künste ab.[2]

Hellenthal arbeitet als Regisseurin sowohl für fiktionale Filme, als auch für Dokumentarfilme.[1] Ihre Filme liefen auf zahlreichen, zum Teil internationalen Festivals, unter anderem auf dem Internationalen Filmfestival Karlovy Vary, den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, den Solothurner Filmtagen und der Berlinale.[2] Ihr Kurzfilm Palim Palim gewann beim Neuchâtel International Fantastic Film Festival 2013 sowohl den Prix H.R. Giger „Narcisse“ für den besten Schweizer Kurzfilm, als auch den Prix Taurus Studio für den besten Film.[3]

Zusammen mit den Filmemachern und Absolventen der Kunsthochschule für Medien Köln Hannah Dörr, Visar Morina und Janis Mazuch gründete Hellenthal 2017 die Kölner Filmreihe Under the Influence.[4] Dabei stellen die eingeladenen Regisseure ihre Lieblingsfilme vor, die sie maßgeblich beeinflusst haben. Anschließend gibt es ein Publikumsgespräch.[5]

Für ihren Debütfilm, die Dokumentation Searching Eva, erhielt Hellenthal 2016 das Gerd-Ruge-Stipendium.[4] Der Dokumentarfilm begleitet Eva Collé, die erwachsen wurde im Zeitalter des Internets und ihr Leben und ihre Selbstsuche seit ihrem 14. Lebensjahr online stellt. Der Film wurde von der Film- und Medienstiftung NRW, BKM und dem Goethe-Institut Libanon gefördert und kam am 14. November 2019 in die Kinos. Das Fotomuseum Winterthur in der Schweiz stellte 2018 eine Spin-Off-Installation des Films mit dem Titel anonymous asks aus.[4]

Neben ihren eigenen Filmen arbeitet Hellenthal für das VICE Magazin. Für ihre Arbeit dort wurde sie u. a. mit dem Pink-Pudel für geschlechtergerechte Werbung ausgezeichnet sowie für die Lovie Awards nominiert.[1]

A Woman Under the Influence von John Cassavetes und Wanda von Barbara Loden sind zwei Lieblingsfilme von Hellenthal.[6]

Pia Hellenthal lebt in Köln und Berlin.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 Game of Glass (Kurzspielfilm)
  • 2010 The other sex (Werbespot für das Bundesministerium für Bildung)
  • 2010 Billy the Boy (Fake Werbespot)
  • 2013 Ganoven (Kurzspielfilm)
  • 2013 Palim Palim (Kurzspielfilm)
  • 2014 Trauerkantate in sechs Arien (Kurzspielfilm)
  • 2015 Reborn Babies (Webdokumentation)
  • 2018 Anonymous Asks (3 Kanal Video-Installation)
  • 2019 Searching Eva (Kinodokumentarfilm)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Gerd-Ruge-Stipendium für Searching Eva[2]
  • 2017 Backstory Film Residency Beirut[7]
  • 2019 Special Mention Award auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival CPH:DOX für Searching Eva[1]
  • 2019 Publikumspreis für den Besten Film auf dem Outview Film Festival für Searching Eva[7]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Lovie Awards für Reborn Babies[1]
  • 2019 Teddy Award: Bester Dokumentarfilm für Searching Eva[1]
  • 2019 Deutscher Dokumentarfilmpreis für Searching Eva[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f ABOUT PIA, auf cargocollective.com
  2. a b c d Pia Hellenthal Backstory – The Film Residency, auf goethe.de
  3. «PALIM PALIM»: AUSSTRAHLUNG SRF 1 31.10.2014, auf dschointventschr.ch
  4. a b c Searching Eva, auf berlinale.de
  5. Under the Influence: Neue Filmreihe in Köln, auf filmstiftung.de, abgerufen am 19. August 2020
  6. Show and Tell: Pia Hellenthal & Giorgia Malatrasi, auf staging.sheffdocfest.com/
  7. a b c GOOD NEWS!!!, auf cargocollective.com