Pianello del Lario

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Pianello del Lario
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Pianello del Lario (Italien)
Pianello del Lario
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Pianell
Koordinaten 46° 6′ N, 9° 17′ OKoordinaten: 46° 6′ 0″ N, 9° 16′ 40″ O
Höhe 200 m s.l.m.
Fläche 9,84 km²
Einwohner 1.062 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22010
Vorwahl 0344
ISTAT-Nummer 013183
Volksbezeichnung Pianellesi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Pianello del Lario
Pianello del Lario
Pianello del Lario
Die Gemeinde Pianello del Lario innerhalb der Provinz Lecco
Kirche San Martino und Schiffsanlegestelle

Pianello del Lario (bis 1863 einfach Pianello)[2] ist eine norditalienische Gemeinde (comune) mit 1062 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Como in der Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Westufer des Comer Sees (auch: Lario) etwa 35 Kilometer nordöstlich von Como und ist Teil des Gemeindeverbands Comunità Montana Valli del Lario e del Ceresio. Sie umfasst folgende Fraktionen: Bellera, Belmonte, Calozzo, Camlago, Crotti, Garuso, Maggiana, Mianico, Nasina, Riva, Saliana, Sant’Anna, Tre Terre.

Die Nachbargemeinden sind: Colico (LC), Cremia, Dervio (LC), Dongo, Dorio (LC), Garzeno, Musso. Pianello del Lario grenzt in der Seemitte an die Provinz Lecco.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im frühen Mittelalter war Pianello ein königlicher Hof der Burg Musso, der von König Liutprand dem Kloster der Basilika San Carpoforo in Como geschenkt worden war, dem das Gebiet noch im Jahr 1040 gehörte. In dieser Zeit umfasste das Zentrum von Pianello den Abteipalast, eine Burg mit Mauern und einem Graben und die Kirche San Martino mit einem kleinen angeschlossenen Friedhof.

Zur Zeit des Herzogtums Mailand, im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts, gehörte Pianello zur Pfarrei von Dongo, wo es 1757, 1786 und 1791 wieder auftaucht. Ab 1644 gehörte es zur Mannschaft von Rezzonico, wo es bis über die Hälfte des folgenden Jahrhunderts blieb.

1751 scheint Pianello nicht mehr belehnt zu sein, während sich sein Gebiet auf die Kassinen von Camlago, Belmonte, Sagliana und Masnego, Magiana, Scarcera zu erstrecken scheint.

Im Jahr 1751 erscheint Pianello nicht mehr als belehnt, während sich sein Territorium auf die Gemeinden Camlago, Belmonte, Sagliana und Masnego, Magiana, Scarpagiano, Rovezano und Coslia erstreckt.

Jahrhunderts entwickelte sich in Pianello der Wein- und Maulbeeranbau, wobei letzterer, mit Höhen und Tiefen, bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein starkes Beschäftigungsfeld für die Einwohner von Pianello darstellte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten von ISTAT

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 2019 2020
Einwohner 1174 1194 1175 1138 1143 1158 1108 1125 1210 1203 1151 1081 1037 1030 1041 1062 1055

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strada Statale 340 führt in einem Tunnel an Pianello del Lario vorbei. Damit ist der Ort frei vom Durchgangsverkehr.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Martino. Im Inneren enthält die Kirche eine Reihe von Gemälden von Isidoro Bianchi aus Campione d’Italia und lokalen Künstlern wie G. B. Pozzo, G. M. Tagliaferri und Giovan Battista Bottiggio.[4]
  • Kirche Sant’Anna im Ortsteil Belmonte[5]
  • Kirche Madonna della Neve im Ortsteil Alpi[6]
  • Oratorium San Bernardino
  • Museo della Barca Lariana[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pianello del Lario – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Regio Decreto Nr. 1192 vom 8. Februar 1863. Abgerufen am 3. Juni 2021 (italienisch).
  3. Google Earth, Strassenatlas des TCI
  4. Pfarrkirche San Martino (Foto) auf lombardiabeniculturali.it
  5. Kirche Sant’Anna (Foto)
  6. Kirche Madonna della Neve (Foto)
  7. Museo della Barca Lariana (Foto)