Pickließem

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Pickließem
Pickließem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Pickließem hervorgehoben

Koordinaten: 49° 59′ N, 6° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 5,76 km2
Einwohner: 293 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54647
Vorwahl: 06565
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 105
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Edgar Comes
Lage der Ortsgemeinde Pickließem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidMasthornHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Pickließem in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das auf einer Hochfläche liegende Pickließem wird vom Langebach durchflossen, einem Nebenfluss des Aulbachs, der in die Kyll mündet.[2]

Zu Pickließem gehören auch die Wohnplätze Annahof und Auf Bürgenfeld.[3]

Nachbarorte sind die Ortsgemeinden Gindorf im Norden, Spangdahlem im Osten, Dudeldorf im Süden und Badem im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine frühe Besiedelung des Areals um Pickließem konnte durch den Fund eines ausgedehnten Hügelgräberfeldes nachgewiesen werden. Es befindet sich östlich des Ortes in Höhenlage über dem Spangerbach. Das Rheinische Landesmuseum Trier konnte bei einer Begehung 36 Grabhügel dokumentieren. Die Zeitstellung der Bestattungen ist unbekannt.[4]

Der Ort wurde im Jahre 1226 als Linzesheim erstmals urkundlich erwähnt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Pickließem zur Herrschaft Seinsfeld und zum Quartier Bitburg im Herzogtum Luxemburg.[5]

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs, zugeordnet der Mairie Ordorf im Arrondissement Bitbourg (Bitburg) des Departements der Wälder.[6] Nach der Niederlage Napoleons kam Pickließem aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen und gehörte nun zum Kreis Bitburg des Regierungsbezirks Trier, der 1822 Teil der neu gebildeten preußischen Rheinprovinz wurde. Aus der Mairie wurde die Bürgermeisterei Ordorf, die 1864 in die Bürgermeisterei (später Amt) Dudeldorf aufging.[7]

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pickließem innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Als das Amt Dudeldorf im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform 1969 aufgelöst wurde, gelangte Pickließem zur Verbandsgemeinde Kyllburg,[7] die wiederum zum 1. Juli 2014 in die Verbandsgemeinde Bitburger Land aufging.[8]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Pickließem, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[9]

Jahr Einwohner
1815 307
1835 411
1871 444
1905 422
1939 387
1950 398
1961 400
Jahr Einwohner
1970 412
1987 327
1997 335
2005 297
2011 277
2017 270

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römisch-katholische Filialkirche St. Maximin gehört zur Pfarrei Ordorf, die der Pfarreiengemeinschaft Speicher des Bistums Trier angehört.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Pickließem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[11]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edgar Comes wurde 2009 Ortsbürgermeister von Pickließem.[12] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters dem Rat. Dieser bestätigte Comes am 21. August 2019 für weitere fünf Jahre in seinem Amt.[13][14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Pickließem
Blasonierung: „In Rot ein goldener Dornenbalken. Oben ein wachsender golden gekrönter, blau bewehrter, doppelt geschwänzter silberner Löwe. Unten ein silberner, mit goldenem Reisegepäck beladener Bär; das Reisegepäck wird durch einen schwarzen Gurt gehalten.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2020) sind folgende Kulturdenkmäler genannt:[15]

  • Katholische Filialkirche St. Maximin, dreiachsiger Gelbsandstein-Saalbau (1843/44), Hauptstraße 17
  • Denkmalzone Alter Kirchhof, Oberdorfstraße
  • Ehemaliges Hofgut (18. /19. Jahrhundert), Hauptstraße 18
  • Mehrere Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Mehrere Wegkreuze im Ort und in der Gemarkung (16. bis 19. Jahrhundert)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist noch landwirtschaftlich geprägt, durch den Strukturwandel der letzten Jahrzehnte geht ihr Anteil jedoch zunehmend zurück.[16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pickließem kreuzen sich die Landesstraße 36 und die Kreisstraße 91. Etwa vier Kilometer nördlich verläuft die Bundesautobahn 60.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mathieu Molitor (1873–1929) Bildhauer, Maler und Graphiker; in Pickließem geboren

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pickließem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Ortsgemeinde Pickließem. Verbandsgemeinde Bitburger Land, abgerufen am 4. Juli 2021.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 108 (PDF; 2,6 MB).
  4. Hügelgräberfeld Pickließem. In: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier. Abgerufen am 5. März 2021.
  5. Die Geschichte der Ortsgemeinde Pickließem. In: Verbandsgemeinde Bitburger Land. Abgerufen am 4. Juli 2021.
  6. Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, S. 20, abgerufen am 4. Juli 2021.
  7. a b Amt Dudeldorf. Verbandsgemeinde Bitburger Land, abgerufen am 4. Juli 2021.
  8. Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land. In: Landesrecht Online. juris GmbH – Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland, 22. November 2013, abgerufen am 4. Juli 2021.
  9. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  10. Pfarrei Ordorf. Kirchengemeindeverband Speicher, abgerufen am 4. Juli 2021.
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  12. Freie Wähler verknüpfen Jugend mit Erfahrung. Landesvereinigung Freie Wähler Rheinland-Pfalz, Koblenz, 30. Juni 2020, abgerufen am 4. Juli 2021.
  13. Edgar Comes: Bekanntmachung gemäß § 62 Abs. 6 Kommunalwahlgesetzüber die Absage der Urwahl des Ortsbürgermeisters. In: Bitburger Landbote, Ausgabe 18/2019. Linus Wittich Medien GmbH, 11. April 2019, abgerufen am 4. Juli 2021.
  14. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bitburger Land, Verbandsgemeinde, 46. Ergebniszeile. Abgerufen am 4. Juli 2021.
  15. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Eifelkreis Bitburg-Prüm. Mainz 2021, S. 97 (PDF; 4,4 MB).
  16. Uwe Reiter: Die Hauptstraße in Pickließem. In: Landesschau Rheinland-Pfalz, Hierzuland. Südwestrundfunk, Stuttgart, 20. Oktober 2016, abgerufen am 4. Juli 2021.