Picture exchange

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Name PiCture eXchange
Abkürzung PCX
Dateiendung .pcx
Hersteller ZSoft, 1982
Farbraum Monochrom
Graustufen
Palette
RGB
Farbtiefe 1 Bit - 2 Farben
4 Bit - 16 Farben
8 Bit - 256 Farben
24 Bit - 16,7 Mio
Kompression keine
RLE (verlustfrei)
Byteorder Little Endian

Picture Exchange (PCX) ist ein Dateiformat zur Speicherung von Bilddaten.

Das PCX-Format wurde im Jahr 1982 von der Firma ZSoft entwickelt und in den eigenen Produkten Paintbrush und FRIEZE (Residentes Hilfsprogramm zum Import von Bildern aus anderen Anwendungen z. B. Lotus 1-2-3) eingesetzt. Heute wird das Format von den meisten Grafikprogrammen unterstützt.

Zum Zeitpunkt der Entwicklung von PCX gab es lediglich Hercules- und CGA-Grafikadapter. Mit den Jahren wurden die Grafikkarten besser und neue Grafikmodi entstanden (EGA, MCGA, VGA). Diese wurden dann durch neuere Versionen des PCX-Formates abgedeckt. Die Änderungen der Formatdefinition beschränkten sich aber im Wesentlichen auf die Farbpalette.

Aufbau einer PCX-Datei[Bearbeiten]

Allgemeiner Aufbau[Bearbeiten]

Header (128 Byte)
Bilddaten
Farbpalette (optional, nur bei 256 Farben)

Header[Bearbeiten]

PCX-Dateien besitzen, unabhängig von der Version, einen 128 Byte langen Header.

Offset Bytes Bedeutung
0 1 Identifikation: 10 (0Ahex) = PCX-File
1 1 PCX-File Version:
0 = Version 2.5
2 = Version 2.8 mit Palette
3 = Version 2.8 ohne Palette
4 = Windows ohne Palette
5 = Version 3.0
2 1 Komprimierung
0 = keine
1 = RLE-Kodierung
3 1 Bits per Pixel (oder per Plane)
4 8 Koordinaten des Originalbildes
XMIN, YMIN, XMAX, YMAX
12 2 horizontale Auflösung in DPI (dots per inch)
14 2 vertikale Auflösung in DPI (dots per inch)
16 48 Color Map mit der Definition der Farbpalette.
Organisiert als 16*3 Byte Feld.
64 1 reserviert
65 1 Anzahl der Farbebenen (Planes), max. 4
66 2 Bytes pro Bildzeile (gerade Zahl)
68 2 Palette Information
1 = Farbe - S/W
2 = Graustufen
70 2 Bildschirmbreite in Pixel
72 2 Bildschirmhöhe in Pixel
74 54 Leerbytes zum Auffüllen des Headers

Bilddaten[Bearbeiten]

Ohne Komprimierung ist jedes Farbbyte ein Index (Verweis) auf die Farbpalette. Mit Komprimierung sind auch Längenbytes möglich, die angeben, wie oft das folgende Farbbyte zu wiederholen ist (Lauflängenkodierung). Die Komprimierung ist daher besonders bei Grafiken mit größeren einfarbigen Flächen effektiv. Längenbytes werden daran erkannt, dass ihre beiden höchsten Bits gesetzt sind. Mit den restlichen Bits wird die Länge angegeben, so dass die maximal angebbare Länge 63 Bytes beträgt. Einzelne Farbbytes können direkt angegeben werden. Lediglich wenn ihr Wert 192 oder darüber beträgt, müssen sie mit einem vorangehenden Längenbyte mit dem Wert 193 aufgeführt werden, da sie sonst als Längenbyte interpretiert würden.

Farbpalette[Bearbeiten]

Farbpaletten mit mehr als 16 Farben werden hinter den Bilddaten aufgeführt. In diesem Fall wird zwischen Bilddaten und Palette ein Byte mit dem Wert 12 eingefügt. Anschließend folgen nacheinander für jeden Farbindex jeweils drei Farbbytes für den RGB-Wert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas W. Lipp: Grafikformate. Microsoft Press, Unterschleißheim 1997, ISBN 3-86063-391-0
  • Günter Born: Referenzhandbuch Dateiformate. Addison-Wesley, Bonn 1997, ISBN 3-8273-1241-8