Pier (Langerwehe)

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Koordinaten: 50° 48′ 30″ N, 6° 22′ 42″ O

Pier
Gemeinde Langerwehe
Höhe: ca. 150 m
Fläche: 26 ha
Einwohner: 509 (27. Apr. 2015)
Bevölkerungsdichte: 1.958 Einwohner/km²
Postleitzahl: 52379
Vorwahl: 02423
Karte
Lage von Langerwehe-Pier im Rheinischen Braunkohlerevier
Das Bürgerhaus

Pier ist ein Ortsteil von Langerwehe im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Der Ortsteil entstand 2004 neu und ist hauptsächlich für die Einwohner aus Pier (Inden) gedacht, welche dem Tagebau Inden weichen und ihren Ort verlassen mussten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil wurde mit dem ersten Spatenstich am 26. November 2004 östlich des Langerweher Ortsteils Jüngersdorf auf einem etwa 26 Hektar großen Baugebiet mit 265 Grundstücken gegründet. Mitte Mai 2005 standen die ersten baureifen Grundstücke zur Verfügung. Dieses Baugebiet dient den Einwohnern der etwa sechs Kilometer Luftlinie entfernten Ortschaft Pier, welches ein Ortsteil von Inden ist und wegen des Tagebaus Inden abgebaggert werden wird, als neue Heimat, und trägt deswegen auch manchmal die Bezeichnung „Neu-Pier“. Inden liegt wie Langerwehe im Kreis Düren. Am 6. März 2006 konnte der Langerweher Bürgermeister die erste umgesiedelte Familie in Pier begrüßen.

Die meisten Toten wurden ebenfalls von Pier (Inden) nach Pier (Langerwehe) umgesiedelt beziehungsweise umgebettet. Dazu wurde in Pier (Langerwehe) am 2. Februar 2006 ein neuer Friedhof mit 522 Grabstellen, einem Ehrengrabfeld mit Hochkreuz und einer geplanten Aussegnungshalle eingesegnet. Die Aussegnungshalle wurde im Mai 2012 feierlich eingeweiht. Das Bürgerhaus mit angrenzendem Schützenheim wurde im November 2011 eingeweiht. Es bietet Platz für ca. 400 Personen.

Abschluss der Umsiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. September 2013 wurde in einem großen Bürgerfest für alle ehemaligen Bürger der Ortschaft Inden-Pier der Abschluss der Umsiedlung von Pier gefeiert. Organisiert von der Pierer Dorfgemeinschaft und dem Bergbautreibenden nahmen viele Bürger an diesem Fest teil.

Aus diesem Anlass erschien das Buch „Geschichte zwischen Rur und Inde“ von dem Historiker Dr. Peter Staatz. Hierin wird die Vergangenheit von Pier und Vilvenich von den Anfängen bis zur Umsiedlung beschrieben.

Im September 2014 wurde die Ortschaft Pier vom Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, mit Silber im Kreiswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft ausgezeichnet.[1]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karnevalsgesellschaft "Rot-Weiß" Pier 1956 e. V.
  • Maigesellschaft Pier/Pommenich 1839
  • Mandolinenclub T.C. Rurland Pier 1922
  • MGV Sängerbund Pier 1920
  • Project J/P e. V.
  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft Pier
  • Spieler-Corps 1922 Pier
  • Sportschützen St. Sebastianus Pier 2000 e. V.

Alle Pierer Vereine gehören der Dorfgemeinschaft Pierer Vereine an.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher der Ortschaft Pier ist seit 2012 Dirk Huizing (SPD).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste DB-Bahnhof ist „Langerwehe“ an der Strecke Aachen–Düren–Köln. Die Buslinien 296 und 237 verbinden Pier mit der Kreisstadt Düren, Langerwehe-Mitte und Langerwehe-Merode.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/urkunden-bei-abschlussfeier-von-unser-dorf-hat-zukunft-1.909294