Pierre-Buffière

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Pierre-Buffière
Wappen von Pierre-Buffière
Pierre-Buffière (Frankreich)
Pierre-Buffière
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Haute-Vienne
Arrondissement Limoges
Kanton Condat-sur-Vienne
Gemeindeverband Briance Sud Haute Vienne
Koordinaten 45° 42′ N, 1° 22′ OKoordinaten: 45° 42′ N, 1° 22′ O
Höhe 240–374 m
Fläche 5,84 km²
Einwohner 1.152 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 197 Einw./km²
Postleitzahl 87260
INSEE-Code

Pierre-Buffière ist eine französische Gemeinde mit 1152 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Haute-Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine; sie gehört zum Arrondissement Limoges und zum Kanton Pierre-Buffière.

Nachbargemeinden von Pierre-Buffière sind Saint-Hilaire-Bonneval im Nordosten, Vicq-sur-Breuilh im Südosten, Saint-Jean-Ligoure im Südwesten, Saint-Maurice-les-Brousses im Westen und Le Vigen im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 1118 1237 1237 1156 1066 1106 1131 1157

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Pierre-Buffière, früher peyro buffiero, bedeutet "windumtoster Felsen". Er entspricht der früheren lateinischen Bezeichnung Petrabufferiâ[1] und lautet auf okzitanisch Pèirabufièira.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf entstand auf einem Felsvorsprung, der im Mittelalter befestigt wurde. Im 11. Jahrhundert erwähnt ein Kartenwerk der Abtei Solignac dort sowohl ein castrum (befestigtes Dorf) als auch ein castellum (Château). Dieses Château aus dem 11. Jahrhundert, später als untere Burg bezeichnet, befand sich zwischen der heutigen D420 und der Rue Saint-Côme. Im Burghof des Château wurde die kleine Kirche Saint-Côme-et-Saint-Damien errichtet. Das befestigte Dorf erstreckte sich nach Südosten bis zur Rue des Remparts, die so genannt wurde, weil sie dem Verlauf eines Walles folgt, der noch im 18. Jahrhundert sichtbar war. Die das Ensemble Sainte-Croix-Saint-Côme-et-Saint-Damien dominierende Kirche Sainte-Croix wurde als Erweiterung außerhalb der Schlossmauern angebaut.

Diese ursprünglich romanische Kirche wurde im 11. Jahrhundert von Gaucelin, dem Herrn von Pierre-Buffière, erbaut. Letzterer geriet 1061 in Konflikt mit seinem Oberbefehlshaber Vizegraf von Limoges, und der Streit wurde von der Abtei Solignac beigelegt, die zum Dank die Hoheit über die Kirche erhielt. Im 13. Jahrhundert wuchs das Dorf nach Osten auf die Anhöhe rings um die Kirche. Es entstand eine kleine befestigte Stadt, die vor allem von Händlern bevölkert war, die von der Baronie des Adelsgeschlechts derer von Pierre-Buffière profitierten. Die untere Burg verschwand damals, mit Ausnahme der Kirche Saint-Côme-et-Saint-Damien, die im 15. Jahrhundert zur Pfarrkirche wurde. Während der Revolution als Nationaleigentum konfisziert und verkauft, ist diese nun verschwunden, und es blieb nur die Kirche Sainte-Croix bestehen.

Im 16. Jahrhundert bekehrten sich die Barone von Pierre-Buffière zum Protestantismus und zählten zu den Führern der hugenottischen Partei im Limousin. Die Religionskriege führten zum Ruin der Familie, die dort bis zum frühen 17. Jahrhundert ausgestorben war, jedoch zahlreiche Allianzen, unter anderem mit bedeutenden protestantischen Familien wie den Ségur, Chabot und Gontaut-Biron, und Abkömmlingen des Louis de Bourbon aus dem Haus Bourbon-Busset, eingegangen war.

Siehe auch: Stammliste der Pierre-Buffière

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pierre-Buffière liegt an der Bahnstrecke Les Aubrais-Orléans–Montauban-Ville-Bourbon und wird im Regionalverkehr mit TER-Zügen bedient.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Sainte-Croix, 1061 gebaut, im 13. und 18. Jahrhundert umgebaut
  • Hôtel des Trois-Anges, Poststation aus dem 16. Jahrhundert

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur und Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweise und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lespine, S. 162