Pierre-Michel Lasogga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pierre-Michel Lasogga
LASOGGA.JPG
Pierre-Michel Lasogga (2011)
Spielerinformationen
Name Pierre-Michelle Lasogga
Geburtstag 15. Dezember 1991
Geburtsort GladbeckDeutschland
Größe 189 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1996–1999 1. FC Gladbeck
1999–2006 FC Schalke 04
2006–2007 Rot-Weiss Essen
2007 SG Wattenscheid 09
2008–2009 VfL Wolfsburg
2009–2010 Bayer 04 Leverkusen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2009–2010 Bayer 04 Leverkusen II 5 0(0)
2010–2013 Hertha BSC II 6 0(3)
2010–2013 Hertha BSC 63 (22)
2013–2017 Hamburger SV 96 (26)
2017– → Leeds United (Leihe) 4 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2011–2013 Deutschland U21 11 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 26. September 2017

Pierre-Michel Lasogga (* 15. Dezember 1991 in Gladbeck, eigentlich Pierre-Michelle Lasogga[1]) ist ein deutscher Fußballspieler, der als Leihgabe des Hamburger SV bei Leeds United unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lasogga wuchs in Gladbeck[2] unweit des Stadions des FC Schalke 04 in Gelsenkirchen auf und hatte früh eine Dauerkarte für die Schalker.[3] Sein Stiefvater ist Oliver Reck, der seit 1998 für den FC Schalke 04 tätig war, und als sein Idol galt Jörg Böhme.[3] Er hat zwei jüngere Brüder;[4] seine Mutter ist auch seine Managerin.[5]

Lasogga spielte in der Jugend für den 1. FC Gladbeck, FC Schalke 04, Rot-Weiss Essen, SG Wattenscheid 09 und den VfL Wolfsburg; mit letzterem unterlag er im Finale der A-Junioren-Meisterschaft 2008 mit 0:2 dem SC Freiburg.[6] 2009 verpflichtete ihn Bayer 04 Leverkusen. In Leverkusen wurde er zur festen Größe in der A-Jugend und traf in 25 Ligaspielen 25-mal. Dadurch wurde er Torschützenkönig der A-Jugend-Bundesliga West. Durch den Staffelsieg erreichten die Leverkusener die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Gegen den VfB Stuttgart setzte sich Lasoggas Mannschaft durch,[7] im Finale gegen Hansa Rostock musste man sich jedoch mit 0:1 geschlagen geben. Bereits zuvor hatte er sein Debüt für die zweite Mannschaft in der Regionalliga West gegeben und stand auch dreimal im Bundesliga-Kader des Vereins, allerdings ohne zum Einsatz zu kommen.

Hertha BSC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sommerpause 2010 wechselte Lasogga zu Hertha BSC. Bei den Berlinern erhielt er einen Vertrag mit einer Laufzeit bis 2013,[8] die im Mai 2011 bis 2015 verlängert wurde. Unter Markus Babbel erzielte Lasogga die meisten Treffer in der Saisonvorbereitung.[9] Kurz vor der Saison verletzte sich Lasogga[10] und verpasste den Saisonauftakt. Danach kam er zunächst in der zweiten Mannschaft von Hertha BSC zum Einsatz. Am 24. September 2010 beim Spiel bei Energie Cottbus stand er erstmals im Kader der ersten Mannschaft.[11] Beim 2:0-Sieg im Heimspiel gegen den VfL Bochum am 15. November 2010 stand er in der Startelf und erzielte beide Tore. In dieser Zeit verdrängte er Rob Friend als Stürmer neben Adrián Ramos. Er und Ramos erzielten in dieser Saison zusammen 28 Tore; am Saisonende stieg Hertha BSC in die Bundesliga auf.

In seinem dritten Bundesligaspiel erzielte Lasogga mit dem Treffer zum 1:1-Endstand am 21. August 2011 (3. Spieltag der Saison 2011/12) im Auswärtsspiel gegen Hannover 96 sein erstes Bundesligator. Am 5. Mai 2012 zog er sich beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim einen Kreuzbandriss zu und kehrte erst Anfang des Jahres 2013 wieder in den Zweitligakader der inzwischen wieder abgestiegenen Hertha zurück. Am 21. April 2013 markierte er beim Spiel gegen den SV Sandhausen den 1:0-Siegtreffer, durch den Hertha BSC direkt wieder in die Bundesliga aufstieg.

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013/14[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. September 2013 wurde Lasogga am letzten Tag der Transferperiode bis zum Ende der Saison 2013/14 vom Hamburger SV ausgeliehen.[12] Im Gegenzug wechselte Per Ciljan Skjelbred auf Leihbasis nach Berlin. Am 24. September erzielte Lasogga sein erstes Pflichtspieltor für den HSV im Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen die SpVgg Greuther Fürth mit dem 1:0-Siegtreffer. Am 6. Oktober 2013 (8. Spieltag) erzielte er seinen ersten und den bis dato schnellsten Auswärts-Hattrick der Bundesliga beim 5:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit den Treffern zum 2:0, 3:0 und 4:0 zwischen der 60. und 67. Minute.[13][14] Erst Mario Gómez stellte diesen Rekord mit drei Treffern für den VfL Wolfsburg im Auswärtsspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am 2. April 2017 ein.[15][16] Am Ende der Saison stand der HSV mit 27 Punkten auf dem 16. Platz und musste in die Relegationsspiele. Beim Rückspiel am 18. Mai 2014 erzielte Lasogga den Führungstreffer beim 1:1 gegen Greuther Fürth, durch das der HSV nach dem 0:0 im Hinspiel in Hamburg in der Bundesliga blieb.

2014/15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2014/15 wurde er vom HSV fest verpflichtet und unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag.[17] Am 4. Oktober 2014 erzielte er sein erstes Saisontor beim 1:0-Sieg am siebten Spieltag im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund mit dem Siegtreffer. Lasogga kam in dieser Saison zu zwei Einsätzen im DFB-Pokal und zu 26 Einsätzen in der Liga, in der er vier Tore erzielte. Der Hamburger SV belegte wie in der Saison 2013/14 den 16. Tabellenplatz und musste in die Relegation gegen den Karlsruher SC. Im Hinspiel in Hamburg (1:1) spielte Lasogga durch, im Rückspiel in Karlsruhe gewann der HSV mit 2:1 nach Verlängerung und blieb erneut in der Bundesliga. Lasogga kam die kompletten 120 Minuten zum Einsatz.

2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September erzielte er in seinem zweiten Saisoneinsatz beim 3:2-Sieg am zweiten Spieltag gegen den VfB Stuttgart nach seiner Einwechslung in der 58. Minute für Lewis Holtby das Tor zum 2:2 in der 84. Minute, außerdem bereitete er den 3:2-Siegtreffer für den Hamburger SV durch Johan Djourou vor. Er kam in der Bundesligasaison zu 30 Einsätzen und acht Toren. Der Hamburger SV belegte zum Saisonende den zehnten Tabellenplatz.

2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erstes Saisontor erzielte Lasogga mit dem Treffer zum 3:0 beim 4:0-Sieg am 25. Oktober 2016 in der zweiten Runde beim Drittiglisten Hallescher FC.[18] Am 13. Mai 2017 wurde er im Auswärtsspiel am vorletzten Spieltag beim FC Schalke 04 in der 85. Minute für Dennis Diekmeier eingewechselt und erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Tor zum 1:1-Endstand, womit dem HSV eine Chance auf den Klassenerhalt blieb.[19] Durch einen 2:1-Sieg am letzten Spieltag eine Woche später gegen den VfL Wolfsburg sicherte sich der HSV den direkten Klassenerhalt;[20] Lasogga kam in diesem Spiel wegen Adduktorenbeschwerden nicht zum Einsatz.[21]

Leeds United[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Lasogga hinter Bobby Wood zu keinen Einsätzen zu Saisonbeginn gekommen war, wechselte er am letzten Tag der Transferperiode bis zum Ende der Saison 2017/18 zum englischen Zweitligisten Leeds United.[22][23] Bei seinem Debüt am 9. September 2017 erzielte er beim 5:0-Sieg gegen Burton Albion zwei Tore.[24]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. März 2011 wurde Lasogga vom U21-Nationaltrainer Rainer Adrion erstmals in den Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft berufen.[25] Am 25. März 2011 debütierte er beim 3:1-Sieg gegen die Niederlande und erzielte dabei auch die 1:0-Führung. Lasogga wurde von Adrion in den Kader zur U-21-Fußball-Europameisterschaft 2013 nominiert.[26][27] In diesem Turnier kam er in zwei Gruppenspielen zum Einsatz. Das zweite Spiel am 12. Juni 2013 gegen Spanien in Netanja sollte sein letzter Einsatz für die deutsche U21-Nationalmannschaft sein. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Spanier war die U21-Nationalmannschaft Deutschlands vorzeitig ausgeschieden. Im dritten unbedeutenden Spiel gegen Russland wurde Lasogga wie einige andere Stammspieler nicht eingesetzt. Aufgrund seines Alters war er nach dem Turnier nicht mehr für die U21-Nationalmannschaft Deutschlands spielberechtigt.

Am 28. Februar 2014 wurde Lasogga, nachdem er sich beim Hamburger SV als Torjäger entpuppt hatte, für das Freundschaftsspiel in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart gegen Chile erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen.[28] Wegen einer Muskelverhärtung, die er sich am Tag zuvor im Training mit der Nationalmannschaft zugezogen hatte, kam er in diesem Spiel am 5. März 2014 nicht zum Einsatz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Warum Hamburg Pierre-Michel Lasogga liebt, abgerufen am 13. November 2013.
  2. Heiko Buschmann: Böhme als Motivator. In: RevierSport. Funke Mediengruppe GmbH & Co. KGaA, 25. Juni 2015, abgerufen am 12. März 2017.
  3. a b Andreas Bock: »Pierre wurde nie etwas geschenkt«. In: 11 Freunde. 11FREUNDE Verlag GmbH & Co. KG/11FREUNDE Verlag GmbH & Co. KG, 1. Mai 2011, abgerufen am 12. März 2017.
  4. http://www.herthabsc.de/de/nachwuchs/familie-lasogga/page/909--52-52--52.html#.WR1vv6TenxA
  5. http://www.sueddeutsche.de/sport/haengende-spitze-eiertor-zum-muttertag-1.3505111!amp
  6. Ein Hertha-Star mit einer VfL-Vergangenheit, abgerufen am 15. November 2011.
  7. Bayer Leverkusen trifft im Endspiel auf Hansa Rostock, abgerufen am 25. September 2010.
  8. Hertha holt Pierre-Michel Lasogga, abgerufen am 25. September 2010.
  9. Herthas junge Hoffnung, abgerufen am 25. September 2010.
  10. Wolfgang Heise: Der Lasogga-Schock. Herthas neue Stürmer-Hoffnung fällt drei Wochen aus. In: Berliner Kurier. 13. August 2010, abgerufen am 19. August 2015.
  11. Hertha besiegt Cottbus mit 1:0, abgerufen am 25. September 2010.
  12. Hamburger Sport-Verein e.V. (Hrsg.): Ausleihe von Pierre-Michel Lasogga perfekt. In: Hamburger SV. 2013, archiviert vom Original am 5. September 2013, abgerufen am .
  13. LiveScore: Nurnberg vs Hamburger SV. Abgerufen am 19. März 2014.
  14. Lasogga-Hattrick binnen acht Minuten! Abgerufen am 19. März 2014.
  15. Gomez crasht Korkuts Geburtstagsparty. In: kicker.de. 2. April 2017, abgerufen am 2. April 2017.
  16. Die schnellsten Hattricks der Bundesliga (Gomez reiht sich hinter Lewandowski ein). In: kicker.de. 2. April 2017, abgerufen am 2. April 2017.
  17. Hamburger Sport-Verein e.V./HSV Fußball AG (Hrsg.): Perfekt: HSV verpflichtet Pierre-Michel Lasogga. In: Hamburger SV:. 2014, archiviert vom Original am 7. Juli 2014, abgerufen am .
  18. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Doppelpacker Wood führt HSV ins Achtelfinale. In: kicker online. 25. Oktober 2017, abgerufen am 4. Juni 2017.
  19. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): HSV im späten Joker-Glück: Lasogga trifft zum 1:1. In: kicker online. 13. Mai 2017, abgerufen am 4. Juni 2017.
  20. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Waldschmidt schickt Wolfsburg in die Relegation. In: kicker online. 20. Mai 2017, abgerufen am 4. Juni 2017.
  21. Leistungsdaten auf transfermarkt.de
  22. Pierre-Michel Lasogga auf Leihbasis zu Leeds United auf hsv.de
  23. Lasogga signs for Leeds auf leedsunited.co.uk (englisch)
  24. REPORT: LEEDS UNITED 5-0 BURTON ALBION. Abgerufen am 9. September 2017 (englisch).
  25. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Kroos, Rausch und Clemens sagen ab. In: kicker online. 21. März 2011, abgerufen am 3. Juli 2014.
  26. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Adrion gibt drei Neulingen die EM-Chance. 16. Mai 2013, abgerufen am 3. Juli 2014.
  27. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Adrion baut auf "gute Mixtur". In: kicker online. 28. Mai 2013, abgerufen am 3. Juli 2014.
  28. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Löw nominiert Lasogga, Mustafi, Ginter und Hahn. In: kicker online. 28. Februar 2014, abgerufen am 3. Juli 2014.