Pinealom

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Klassifikation nach ICD-10
D44.5 Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der endokrinen Drüsen – Epiphyse [Glandula pinealis] [Zirbeldrüse]
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Ein Pinealom ist ein Tumor der Zirbeldrüse.[1][2]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tumoren der Pinealisregion machen bis zu 1 % der intrakraniellen Tumoren bei Erwachsenen und 3–8 % der Hirntumoren bei Kindern aus[2] und zählen damit zu den häufigsten kindlichen Tumoren.[3]

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinealome können sich aus verschiedenen Zellen entwickeln:[2]

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klinische Kriterien sind:[4]

Meist treten Pinealome erst durch erhöhten Hirndruck infolge einer Kompression angrenzender Strukturen mit den typischen Zeichen Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen in Erscheinung. Neurologische Ausfälle, insbesondere ein Parinaud-Syndrom, können gleichfalls auftreten.

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diagnose erfolgt bildgebend am besten mittels Magnetresonanztomographie.[3]

Differentialdiagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Differentialdiagnostisch sind ein Ependymom, ein Pilozytisches Astrozytom, Papillom, Teratome und Fehlbildungen der inneren Hirnvenen abzugrenzen.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Velázquez Fragua, A. Méndez Echevarría, M. R. Cazorla Calleja, F. Baquero-Artigao, A. Jordán Jiménez: Pinealoma con presentación clínica psiquiátrica. In: Anales de pediatría (Barcelona, Spain : 2003). Bd. 61, Nr. 5, November 2004, S. 448–449, PMID 15530331.
  • M. C. Pascual-Piazuelo, M. Serrano-Ponz, M. Bestué: Estudio epidemiológico de pinealomas en Aragón y La Rioja. In: Revista de neurologia. Bd. 34, Nr. 9, 2002 May 1-15, S. 898–899, PMID 12134360.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Pinealom im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck.
  2. a b c emedicine
  3. a b c P. Reimer, P. M. Parizel, F.-A. Stichnoth (Herausgeber): Clinical MR Imaging. A Practical Approach. Springer, 2. Auflage 2006, ISBN 3-540-31530-6, S. 514
  4. a b W. Schuster, D. Färber (Herausgeber): Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik. Springer 1996, Bd. I, ISBN 3-540-60224-0, S. 520.
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