Pionki

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Pionki
Wappen von Pionki
Pionki (Polen)
Pionki
Pionki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Radom
Fläche: 18,34 km²
Geographische Lage: 51° 29′ N, 21° 27′ OKoordinaten: 51° 28′ 54″ N, 21° 27′ 1″ O
Einwohner: 18.732
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 26-670
Telefonvorwahl: (+48) 48
Kfz-Kennzeichen: WRA
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 18.732
(31. Dez. 2016)[1]
Gemeindenummer (GUS): 1425011
Verwaltung
Bürgermeister: Marek Janeczek
Adresse: al. Jana Pawła II 15
26-670 Pionki
Webpräsenz: www.pionki.pl



Pionki ist eine Stadt im Powiat Radomski der Woiwodschaft Masowien, Polen.

Blick auf die Mickiewicza-Straße

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um das heutige Pionki wurde erstmals 1391 erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert existierten am Fluss Zagożdżon, der die Gegend durchfließt, zwei Dörfer, neben Pionki noch Zagożdżon, mit jeweils einer Wassermühle. Zwei Gedenksteine erinnern bis heute an den 1. Januar 1467; einerseits an die Geburt des Königs Sigismund des Ersten und andererseits an eine Jagd, die Kasimir IV. bei Pionki veranstaltete.

Aus dem Jahr 1554 gibt es ein Dokument, in dem die Einnahmen der Sägemühle von Pionki verzeichnet sind. 1629 fand eine Inspektion der königlichen Güter statt, in der die Umstände der damaligen Leibeigenschaft näher beschrieben wurden. Während der sogenannten Schwedischen Sintflut, als Polen mehreren Invasionen benachbarter Mächte ausgesetzt war, blieben die für die Bevölkerung lebensnotwendigen Mühlen am Fluss Zagożdżon jedoch unbeschädigt.

1718 musste die baufällige Mühle von Pionka durch einen Neubau ersetzt werden, 1721 gab es eine dritte Mühle. 1739 existierten in dem Dorf neben den Mühlen drei Häuser mit Werkstätten zur Holzbearbeitung und eine Gastwirtschaft. 1784, als das Gebiet unter russischer Vorherrschaft nach der ersten Teilung Polens stand, erhielt der spätere General Aleksander Bezak für seine treuen Dienste in der russischen Armee Geld, das er in Pionki investierte. So konnte ein neues Sägewerk gebaut werden, und ein Monopol auf die Herstellung und den Verkauf von Alkohol. Auch das ausschließliche Recht für die Einwohner, in den beiden Mühlenteichen zu fischen, wurde eingeführt.

Ab 1839 gab es für die Leibeigenen die Möglichkeit sich freizukaufen und 1840 war genug Geld vorhanden, um die Uferbefestigungen des Flusses zu reparieren. 1844 ergab eine Zählung, dass in Pionki 43 Einwohner lebten und 96 im Nachbardorf Zagożdżon. 1864 begann die Industrialisierung mit dem Bau von Fabriken.

Nach dem Ersten Weltkrieg breitete sich der Ort weiter aus. Ab 1928 entstanden neue Wohnhäuser, ein Schwimmbad, Stadion und eine neue Kirche St. Barbara. 1922 beschäftigte das Sägewerk 100 Arbeiter, 1923 entstand eine Chemiefabrik. 1922 wurde eine militärische Einrichtung zur Überwachung der Aktivitäten ausländischer Geheimdienste gebaut. 1938 errichtete die Gemeinde ein modernes öffentliches Hallenbad mit einer 25-Meter-Bahn und 1939 erhielt Pionki den Status einer Stadt mit etwa 7700 Einwohnern.[2]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht auch eine eigenständige Stadtgemeinde Pionki.

Landgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Pionki gehören heute die Ortschaften:

Adolfin
Augustów
Bieliny
Brzezinki
Brzeziny
Czarna Kolonia
Czarna Wieś
Działki Suskowolskie
Helenów
Huta
Januszno
Jaroszki
Jaśce
Jedlnia
Jedlnia-Kolonia
Kamyk
Kieszek
Kolonka
Kościuszków
Krasna Dąbrowa
Laski
Marcelów
Mireń
Ostrownica
Płachty
Poświętne
Sałki
Sokoły
Stoki
Sucha
Sucha Poduchowna
Suskowola
Wincentów
Zadobrze
Zalesie
Żdżary

Weitere Orte der Landgemeinde sind:

Bażantarnia
Brzeźniczka
Gajówka
Gajówka Januszno
Gajówka Jaśce
Gajówka Karpówka
Gajówka Stoki
Gajówka Zadobrze
Jaśce
Karpówka (osada leśna)
Karpówka (wieś)
Lewaszówka-Leśniczówka
Leśniczówka Adolfin
Leśniczówka Mąkosy
Leśniczówka Stoki
Patków
Patków
Tadeuszów
Zadobrze
Żdżary

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pionki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB); abgerufen am 29. September 2017.
  2. Internetseite mit der Geschichte Pionkis (Zugriff 23. November 2015)