Pipinsried

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Pipinsried
Koordinaten: 48° 24′ 21″ N, 11° 17′ 27″ O
Höhe: 503 m
Fläche: 9,65 km²
Einwohner: 556 (25. Mai 1987)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 85250
Vorwahl: 08254
Pipinsried (Bayern)
Pipinsried

Lage von Pipinsried in Bayern

Pipinsried ist ein Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis Dachau, das zum Markt Altomünster gehört. Die ehemalige Gemeinde Pipinsried umfasste neun weitere Ortsteile, von denen zwei zum Markt Indersdorf gehören. Damit gibt es heute sowohl in Altomünster als auch im Markt Indersdorf eine Gemarkung bzw. einen Gemarkungsteil namens Pipinsried.

Bekannt ist der Ort durch den örtlichen Fußballclub FC Pipinsried, der sich 2017 den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Bayern sicherte, sowie die Pipinsrieder Musikanten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pipinsried gilt als Gründung Pippins des Jüngeren, fränkischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Die heutige Pfarrkirche St. Dionysius ist im Kern spätgotisch. Das Langhaus stammt aus dem Jahr 1729. Pipinsried wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 als selbstständige politische Gemeinde errichtet, aus dem Gebiet der früheren Hofmark Pipinsried und Teilen der früheren Klosterhofmark Indersdorf. Diese wurde zum 1. Mai 1978 zum überwiegenden Teil nach Altomünster eingemeindet, mit 351 von insgesamt 444 Einwohnern zum Stand der Volkszählung vom 27. Mai 1970. Nur der östliche Teil der Gemeinde mit dem Dorf Wagenried und dem Weiler Schönberg kam zu Markt Indersdorf.[1]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Dionysius

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Pipinsried

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf Pipinsried entwickelte sich wie folgt:

  • 282 Einwohner (1961)
  • 274 Einwohner (1970)
  • 387 Einwohner (1987)

Das (ehemalige) Gemeindegebiet von Pipinsried mit 10 Ortsteilen (zwei Dörfer, vier Weiler und vier Einöden) nahm folgende Entwicklung:

  • 490 Einwohner (1933)
  • 445 Einwohner (1939)[2]
  • 487 Einwohner (1961)
  • 444 Einwohner (1970)
  • 556 Einwohner (1987)

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaft Typ Bevölkerung
1961
Bevölkerung
1970
Bevölkerung
1987
Pipinsried Pfarrdorf 282 274 387
Breitenau Einöde 12 11 11
Erlach Einöde 9 7 7
Hutgraben Einöde 6 7 6
Maisbrunn Weiler 23 17 19
Obererlach Einöde 2 - -
Ottelsburg Weiler 26 18 19
Ottmarshausen Weiler 20 17 25
Schönberg Weiler 36 37 34
Wagenried Dorf 71 56 48
Pipinsried ehemalige
Gemeinde
487 444 556

FC Pipinsried[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Pipinsried wurde 1967 gegründet. Nach Jahren in den unteren Ligen des Fußballkreises Aichach begann Ende der 1970er Jahre unter Präsident Konrad Höß der kontinuierliche Aufstieg. 1989 stieg der Verein erstmals in die Landesliga auf. Nach zwischenzeitlichem Abstieg 1993 gelang 1999 die Rückkehr in die Landesliga. Ihr gehörte der Verein 14 Jahre ununterbrochen an. 2013 sicherte sich der Verein unter Spielertrainer Tobias Strobl die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bayernliga. 2017 folgte der Aufstieg in die Regionalliga Bayern.

Pipinsrieder Musikanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pipinsrieder Musikanten wurden im Jahr 1978 gegründet. Ihr Repertoire erstreckt sich von Bayerisch-Böhmischer Blasmusik zu modernen Stücken bis hin zur konzertanten Kirchenmusik. Ein Highlight ist ihr jährlich stattfindendes Stark- und Weißbierfest in Altomünster, sowie der Rosenmontagsumzug in Düsseldorf. Auch auf dem Oktoberfest in München sind sie auf der "Oidn Wiesn" zu hören.

Pipinsrieder Kirchenchor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pipinsrieder Kirchenchor ist ein gemischter Chor und besteht seit mindestens 1924. Das Repertoire umfasst kirchliche und weltliche Lieder. Eine langjährige Tradition sind die Auftritte des Chores am Ostersonntag, an Fronleichnam, am Pfarrfest im Juli, auf der Adventsfeier am 1. Advent und am 1. Weihnachtsfeiertag mit der berühmten Pastoralmesse von Karl Kempter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pipinsried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
  2. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. . (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).