Pipistrel

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Pipistrel
Pipistrel-Logo.svg
Rechtsform d.o.o.
Sitz Ajdovščina, SlowenienSlowenien Slowenien
Leitung Ivo Boscarol
Mitarbeiter 55 [1]
Branche Flugzeugbau
Website www.pipistrel.si
Pipistrel Sinus

Pipistrel ist ein slowenischer Flugzeughersteller für Ultraleichtflugzeuge mit Sitz in Ajdovščina. Der Name Pipistrel wurde von Pipistrellus, der wissenschaftlichen Bezeichnung der Gattung der Zwergfledermäuse, abgeleitet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhaber und Direktor ist Ivo Boscarol, der am 10. November 1987 als erster Jugoslawe eine Privatlizenz zur Produktion von Flugzeugen erhielt. Als Name der Firma zur Herstellung von Ultraleichtflugzeugen wurde Pipistrel gewählt. 1989 startete das erste von Ivo Boscarol und Bojan Sajovic entworfene gewichtskraftgesteuerte Ultraleichtflugzeug (Trike) „Ajdovscina“ zu seinem Erstflug; bis 1992 wurden insgesamt 32 Stück dieses Modells gebaut. Nach einigen weiteren Trikes begann 1994 die Entwicklung des ersten aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeuges Pipistrel Sinus, das 1995 zum ersten Mal vorgestellt wurde und 1996 zum Erstflug startete. 2003 wurde ein neues Werk am Flugplatz Ajdovščina fertiggestellt.[2] Heute werden dort Modelle wie die Pipistrel Virus in Serie produziert.

Neue Wege ging das Unternehmen mit dem Pipistrel Taurus Electro, einem eigenstartfähigen, doppelsitzigen Klapptriebwerk-Segler, der in der aktuellen Version G2 mit einem 40 kW Elektroantrieb ausgerüstet ist. Die Kapazität des eingebauten Akkus erlaubt Aufstiege um bis zu 2000 Höhenmeter. In Deutschland besitzt der Taurus Electro G2 eine vorläufige Zulassung als Ultraleichtflugzeug.

Der Pipistrel Taurus G4 ist ein Technologieerprobungs- bzw. Wettbewerbsflugzeug. Die Firma ist auch Kooperationspartner beim Wasserstoffflugzeug HY4.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2011 gewann Pipistrel USA mit einer doppelrümpfigen Taurs G4 die NASA CAFE Green Flight Challenge mit welcher die NASA die Entwicklung von treibstoffsparenden Flugzeugen bzw. Flugzeugen mit alternativen Antrieben fördern will. Das Siegerflugzeug musste eine Strecke von 200 Meilen in weniger als 2 Stunden bewältigen und durfte dabei weniger als eine Gallon Treibstoff pro Passagier bzw. das Energieäquivalent in Strom verbrauchen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aerokurier 1/2010, S. 46: Flugzeugbauer mit Öko-Konzept
  2. www.pipistrel.si: Geschichte der Firma Pipistrel (englisch), Abgerufen am 8. September 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pipistrel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien