Pirmasens

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pirmasens
Pirmasens
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pirmasens hervorgehoben
Koordinaten: 49° 12′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 387 m ü. NHN
Fläche: 61,37 km2
Einwohner: 40.632 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 662 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 66953–66955
Vorwahl: 06331
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 17 000
Stadtgliederung: 8 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Exerzierplatzstraße 17
66953 Pirmasens
Webpräsenz: www.pirmasens.de
Oberbürgermeister: Bernhard Matheis (CDU)
Lage von Pirmasens in Rheinland-Pfalz
NiederlandeBelgienFrankreichLuxemburgBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenSaarlandFrankenthal (Pfalz)KaiserslauternKoblenzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLudwigshafen am RheinMainzPirmasensSpeyerTrierWormsZweibrückenLandkreis AhrweilerLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis Alzey-WormsLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellDonnersbergkreisEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis GermersheimLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mayen-KoblenzNeustadt an der WeinstraßeLandkreis NeuwiedRhein-Hunsrück-KreisRhein-Lahn-KreisRhein-Pfalz-KreisLandkreis Südliche WeinstraßeLandkreis SüdwestpfalzLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Pirmasens (im örtlichen Dialekt Bärmesens) ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz und gemessen an der Einwohnerzahl nach Zweibrücken dessen zweitkleinste. Sie liegt am Westrand des Pfälzerwaldes und ist Verwaltungssitz des Landkreises Südwestpfalz und der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, von denen sie umschlossen ist.

Pirmasens erlangte wirtschaftliche Blüte als deutsche Schuhmetropole. Inzwischen gehört sie allerdings zu den strukturschwachen Regionen Deutschlands. Der Name geht wahrscheinlich auf den heiligen Pirminius zurück, der das Kloster in der nahen Landstadt Hornbach gründete (siehe auch Pirminius und das Kloster Hornbach).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirmasens liegt am südwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Nordwesten des Wasgaus, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird. Im Westen liegen die kreisfreie Stadt Zweibrücken und der Saarpfalz-Kreis, im Norden die Landkreise Kusel und Kaiserslautern, im Nordosten der Landkreis Bad Dürkheim, im Osten der Landkreis Südliche Weinstraße und im Süden die Staatsgrenze zu Frankreich mit den Départements Moselle und Bas-Rhin. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Rodalben, Münchweiler an der Rodalb, Lemberg, Obersimten, Vinningen, Bottenbach, Nünschweiler, Höheischweiler und Petersberg.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kernstadt ist in acht Teile gegliedert: Historischer Kern ist der Horeb, an ihn schließen sich der Kirchberg, das Winzler Viertel, der Schachen und die Husterhöhe an. An der Peripherie gelegen sind im Norden der Sommerwald (ehemals Maler-Bürkel-Siedlung), im Südosten die Ruhbank und im Westen der Erlenteich.

Bei den sieben Ortsbezirken (Erlenbrunn, Fehrbach, Gersbach, Hengsberg, Niedersimten, Windsberg, Winzeln) handelt es sich um ehemals selbständige, später eingemeindete Dörfer; seither ist der Bürgermeister durch einen Ortsvorsteher ersetzt. Die Befugnisse des früheren Gemeinderats sind überwiegend auf den Stadtrat, in geringerem Ausmaß auch auf den neuen Ortsbeirat übergegangen.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südosten erhebt sich an der Gemarkungsgrenze zu Lemberg der 420 Meter hohe Sengelsberg. Am südlichen Stadtrand entspringt die Felsalb, die bereits kurze Zeit später von links den Erkelsbach aufnimmt und anschließend Niedersimten passiert, und dort von links den Gersbach aufnimmt; danach bildet sie die Grenze zu Vinningen. Am westlichen Rand der Kernstadt entspringt der Blümelsbach, der sich anschließend s-förmig zwischen Hengsberg und Windsberg windet und nordwestlich von Windsberg die Grenze zu Nünschweiler bildet. Am nördlichen Stadtrand nimmt der nach Norden verlaufende Steinbach seinen Anfang, der in die Rodalb mündet. Letztere bildet im Südosten teilweise die Gemarkungsgrenze zu Lemberg.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niederschlagsmenge ist hoch, sie liegt im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 77 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die größte Niederschlagsmenge verzeichnet man im Dezember; dann fällt 1,4-mal mehr Niederschlag an als im April. Die Niederschlagsmenge ändert sich nur wenig, sie ist recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 8 % der Messstationen werden geringere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Klimadiagramm von Pirmasens[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirmasens um 1910 mit Blick auf den Exerzierplatz, Johanneskirche (links) und Pirminiuskirche (rechts)

Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung von Pirmasens stammt aus der Zeit um 860 als „pirminiseusna“. Der Name geht auf den Hl. Pirminius zurück, den Gründer des Klosters Hornbach, dem die Siedlung gehörte. Bis 1360/61 blieb Pirmasens eine vom Kloster Hornbach abhängige Pfarrei.

Zusammen mit Hornbach gehörte Pirmasens ursprünglich zum Bistum Metz und gelangte 1087 durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs IV. an das Bistum Speyer. Wohl Anfang des 12. Jahrhunderts kam das Klostergebiet unter die Vogtei der Grafschaft Saarbrücken und durch Erbteilung 1182/90 zur neuen Grafschaft Zweibrücken. Bald wurde diese Grafschaft wieder geteilt, sodass Pirmasens ab Ende des 13. Jahrhunderts zur Grafschaft Zweibrücken-Bitsch gehörte. 1570 starben die Grafen von Zweibrücken-Bitsch mit Jakob aus. Dadurch kam es zum Erbstreit zwischen den Schwiegersöhnen der beiden letzten Grafen, Philipp V. von Hanau-Lichtenberg und Philipp I. von Leiningen-Westerburg. Philipp V. konnte sich zunächst durchsetzen, geriet aber durch die sofortige Einführung der Reformation in Konflikt mit dem Lehnsherrn der ererbten Gebiete, dem römisch-katholischen Herzog Karl III. von Lothringen. Dieser besetzte 1572 beide Teile der alten Grafschaft Zweibrücken-Bitsch, die Herrschaft Bitsch im Süden und das Amt Lemberg im Norden, zu dem Pirmasens gehörte. Erst 1606 verließen die lothringischen Truppen nach 34-jährigem Rechtsstreit vor dem Reichskammergericht das Gebiet. In einem Vergleich wurde das Gebiet geteilt; Bitsch gelangte zu Lothringen, das Amt Lemberg wurde endgültig der Grafschaft Hanau-Lichtenberg zugesprochen. Innerhalb des Amtes wurde Pirmasens Sitz der Amtsschultheißerei Pirmasens.

Das nächste Jahrhundert brachte durch die vielen Kriege regelmäßige Verwüstungen der Region, zusätzlich dezimierten Seuchen die Bevölkerung. Während des Dreißigjährigen Krieges verheerten 1622 und 1634 kaiserliche Truppen den Ort. Von etwa 235 Einwohnern im Jahr 1620 sank die Einwohnerzahl auf etwa 40 im Jahr 1657. Eine vorübergehende Erholung wurde unterbrochen durch eine Pestepidemie 1666 und das Niederbrennen des Dorfes durch französische Truppen im Jahr 1677. Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) wütete noch einmal schwer in der Gegend. Die benachbarte Burg Lemberg wurde endgültig zerstört. Da Pirmasens am Ende des Krieges weniger zerstört war als das völlig entvölkerte Lemberg, wurde der Sitz des Amtes Lemberg 1697 nach Pirmasens verlegt. Dies machte das Dorf zum wichtigsten Ort der Umgebung. Ein weitere Aufwertung bedeutete der Bau eines Jagdschlosses unter Graf Johann Reinhard III. Anfang des 18. Jahrhunderts. Mit dessen Tod 1736 endete die hanau-lichtenbergische Herrschaft und Pirmasens fiel an seinen Enkel, den (Erb-)Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt.

Landgraf Ludwig IX. fühlte sich im Jagdschloss seines Großvaters in Pirmasens so wohl, dass er der Siedlung 1763 die Stadtrechte verlieh und seine Residenz hierher verlegte. Er baute in Pirmasens eine Garnison auf. Die Stadt bekam eine Stadtmauer, ein Schloss, einen Exerzierplatz und die nach der im russischen Sankt Petersburg[3] größte Exerzierhalle Europas. Mit dem Tod des Landgrafen 1790 wurde die Garnison aufgelöst, und die kurze Blütezeit der Stadt war zu Ende. 1793 schlugen Preußen und Braunschweig die französische Moselarmee in der Schlacht bei Pirmasens. Dies konnte aber den Sieg der Franzosen insgesamt nicht verhindern. Pirmasens fiel, wie das gesamte linksrheinische Gebiet, 1793 an Frankreich. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Pirmasens Sitz des gleichnamigen Kantons sowie der gleichnamigen Mairie, die zusätzlich Fehrbach und Ruppertsweiler umfasste. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war die Stadt Sitz des nach ihr benannten Landkommissariats, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1851 bis 1862 war hier der 2006 selig gesprochene Priester und Ordensgründer Paul Josef Nardini als katholischer Pfarrer tätig. Er starb in Pirmasens und seine Grabkapelle neben der St. Pirminiuskirche ist heute eine offizielle Wallfahrtsstätte. Sein Vorgänger als Pfarrer war von 1807 bis 1842 der Lothringer Johann Michael Schang, welcher im Ruf der Heiligkeit stand und hinter der Pirminiuskirche begraben liegt.

Einen erneuten Aufschwung für die Stadt brachte der Wegfall der Grenze nach Süden durch die Annexion Elsaß-Lothringens 1871 und der Eisenbahnanschluss nach Landau und Zweibrücken 1875. Die immer bedeutendere Schuhindustrie konnte von der Industrialisierung und der Erschließung neuer Absatzmärkte profitieren. Die Bevölkerungszahl nahm eine ähnliche Entwicklung wie in anderen Industriestädten und stieg bis zur Jahrhundertwende stark an von unter 10.000 auf über 30.000 Einwohner.

Seit 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Encyclopædia Britannica aus dem Jahr 1911 vermerkt unter dem Stichwort Pirmasens:

Stadt in Deutschland, in der bayerischen Pfalz; 40 Meilen westlich von Speyer, 34.002 Einwohner (1905), an der Eisenbahnlinie von Biebermühle. Die einzig bemerkenswerten Gebäude sind das Rathaus und die evangelische Hauptkirche die ein schönes Denkmal von Ludwig IX (gest. 1790), dem Landgrafen von Hessen Darmstadt, enthält. Hauptindustrie ist die Produktion von Stiefeln und Schuhen, aber es werden auch Musikinstrumente, Leder und Maschinen hergestellt.

Encyclopædia Britannica

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Pirmasens zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Am 1. März 1920 schied Pirmasens aus dem gleichnamigen Bezirksamt aus und war fortan kreisunmittelbare Stadt. In den Jahren 1923 und 1924 versuchten pfälzische Separatisten, in Pirmasens dauerhaft Fuß zu fassen, scheiterten damit aber am 12. Februar 1924. Das Bezirksamt, Sitz der Stadtregierung, wurde von Bürgern gestürmt. Dabei gab es mehrere Tote auf beiden Seiten. Seit 1939 ist die Stadt Verwaltungssitz des Landkreises Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz), dem sie selbst jedoch nicht angehört. Bereits bei einem ersten alliierten Bombenangriff am 9. August 1944 gab es zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. Am 15. März 1945 folgte eine weitere Bombardierung, bei der die Innenstadt vollständig zerstört wurde. Am 22. März 1945 marschierten schließlich amerikanische Truppen in die Stadt ein, für die Bevölkerung bedeutete dies das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Teil der französischen Besatzungszone. Die Errichtung des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre Kœnig angeordnet.[4] Es wurde zunächst als „rhein-pfälzisches Land“ bzw. als „Land Rheinpfalz“ bezeichnet; der Name Rheinland-Pfalz wurde erst mit der Verfassung vom 18. Mai 1947[5] festgelegt. Am 20. Oktober 1956 wurde die bislang zu Lemberg gehörende Siedlung Ruhbank nach Pirmasens umgemeindet. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurden am 7. Juni 1969 Erlenbrunn, Fehrbach, Hengsberg, Niedersimten und Winzeln nach Pirmasens eingemeindet. Im Gegenzug wechselte die weitab des übrigen Stadtgebiets liegende Siedlung Neuhof zur nahen Stadt Rodalben. Am 22. April 1972 folgten Gersbach und Windsberg.[6] Im selben Jahr wurde die Stadt Sitz der neu gebildeten Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, der sie selbst jedoch nicht angehört. 1989 wurde der Standort Pirmasens der FH Kaiserslautern eröffnet. Die US-Truppen räumten 1997 ihren Standort Husterhöhe fast vollständig.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. November 1938 wurde die Synagoge während der „Novemberpogrome“ zerstört. Heute erinnert eine Gedenktafel in der Synagogengasse an den Standort des Gebäudes.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Pirmasens.svg Einwohnerentwicklung von Pirmasens - ab 1871.svg
Desc-i.svg
Einwohnerentwicklung von Pirmasens. Oben ab 1620 bis 2016. Unten ein Ausschnitt ab 1871
Jahr Einwohner
1620 235
1657 40
1661 87
1667 74
1681 56
1722 245
1741 225
1790 9.000
1801 3.921
1815 4.800
Jahr Einwohner
1863 7.097
1875 10.136
1890 21.041
1896 30.194
1925 42.996
1939[7] 58.848
1933 47.221
1950 49.676
1961 60.932
1970 57.773
Jahr(1) Einwohner
1987 47.997
1998 46.425
1999 45.773
2000 45.212
2001 44.822
2002 44.367
2003 43.971
2004 43.637
2005 44.137
2006 43.456
Jahr(1) Einwohner
2007 41.875
2008 41.358
2009 40.808
2010 40.384
2011 40.655
2015 40.125
2016 40.416
2017 40.632
(1) außer 1987 jeweils zum 31. Dezember

Der Rückgang der Einwohnerzahl seit 1970 kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Der Abzug der US-Streitkräfte implizierte einen Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft. Die ungünstige Altersstruktur, der Mangel an Arbeitsplätzen und eine ungünstige infrastrukturelle Anbindung trugen ebenfalls dazu bei. Seit 2011 hat sich die Einwohnerzahl vorerst bei etwa 40.000 Einwohnern stabilisiert.

Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise in Europa und in Deutschland im Jahre 2015 hat Pirmasens (Stand Anfang 2018) über 1300 Flüchtlinge aufgenommen. Das rheinland-pfälzische Integrationsministerium hat am 20. März 2018 einen Erlass an die kommunalen Ausländerbehörden verschickt, dass ab dem 26. März 2018 Flüchtlinge ohne Arbeitsplatz in Pirmasens nicht mehr nach Pirmasens ziehen dürfen.[8] Pirmasens nahm 135 % mehr Flüchtlinge auf als es aufnehmen musste; die günstigen Mieten in Pirmasens gelten als ein Pull-Faktor.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig IX. ernannte 1769, sechs Jahre nach der Erhebung der Gemeinde zur Stadt, den ersten Bürgermeister (damals Stadtschultheiß genannt). 1905 gab es den ersten hauptberuflichen Bürgermeister; seit 1920 hat Pirmasens einen Oberbürgermeister.[10]

Wahl des Pirmasenser Stadtrats 2014
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
40,9
28,0
10,4
5,6
4,6
4,5
4,1
2,0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,3
+1,7
-2,2
-0,1
-0,8
-1,7
-1,5
+0,5
Bürgermeister Amtszeit
Johann Heinrich Schneider 1769–1788[11]
Samuel Kull 1788–1793[11]
Christian Diehl 1793–1795[12]
Karl Friedrich Rink 1795–1796[12]
Johann Karl Gäckler 1796–1799[12]
Gottfried Wilhelm Faul 1799–1819[12]
Nikolaus Kleinkopf 1819–1832[12]
Christian Bruch 1832–1850
Gustav L. Diehl 1851–1868
Friedrich Greiner 1868–1874
Franz Breith 1874–1884
Bürgermeister Amtszeit
Christian König 1885–1896
Ludwig König sen. 1897–1905
Otto Strobel (NLP/DVP) 1905–1934
Rudolf Ramm (NSDAP) 1934–1937
Emil Gauer (NSDAP) 1937–1945
Jakob Schunk (SPD) 1945–1967
Karl Rheinwalt (SPD) 1967–1993
Robert Schelp (SPD) 1994–1998
Joseph Krekeler (CDU) 1999–2003
Bernhard Matheis (CDU) seit 2003

derzeit im Amt:

  • Bernhard Matheis (CDU), Oberbürgermeister
  • Markus Zwick (CDU), Bürgermeister
  • Michael Schieler (parteilos), hauptamtlicher Beigeordneter
  • Jürgen Stilgenbauer (FWG), ehrenamtlicher Beigeordneter
Sitzverteilung im Pirmasenser Stadtrat 2014[13]
2
2
12
5
2
18
2
1
12 18 
Insgesamt 44 Sitze

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Pirmasens besteht aus 44 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 zuletzt gewählt wurden, sowie dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzendem.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Pirmasens
Blasonierung: „In Silber ein von zwei roten Zinnentürmen flankierter roter Turm mit blauer Kuppel, darauf ein schwertschwingender goldener Löwe, über zwei beiderseits ausstrahlenden goldenen Blitzen stehend.“

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. September 1965 wurde mit der Stadt Poissy (Frankreich) eine Städtepartnerschaft geschlossen. Daraus entstanden auch Partnerschaften von Kirchengemeinden und Vereinen, etwa zwischen DRK und Croix-Rouge francaise.[14]

Städtische Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Pirmasens ist eine der am höchsten verschuldeten Städte in Deutschland. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 betrug ihr Schuldenstand 394,7 Millionen Euro. Gemessen an der Pro-Kopf-Verschuldung war sie damit die am fünfthöchsten verschuldete kreisfreie Stadt in Deutschland.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt ist das Dynamikum auf dem Gelände der ehemaligen Schuhfabrik Rheinberger, das erste Science Center in Rheinland-Pfalz. Das Alte Rathaus ist Sitz eines Heimat- und Schuhmuseums sowie eines Scherenschnittkabinetts mit Werken von Elisabeth Emmler. In der Stadtbücherei ist eine Hugo-Ball-Sammlung untergebracht. Im Stadtteil Niedersimten befindet sich das Westwallmuseum.

Der wichtigste Ort für kulturelle Veranstaltungen in der Stadt ist die Festhalle. Zusätzlich gibt es seit Ende 2013 das Forum Alte Post als Kultur- und Veranstaltungszentrum mit Wechselausstellungen; zwei Dauerausstellungen präsentieren die beiden berühmtesten Künstler der Stadt, das Hugo-Ball-Kabinett würdigt den Mitbegründer des Dadaismus mit einer interaktiven Ausstellung, während in der Landpartie die große städtische Sammlung des Genre- und Landschaftsmalers der Biedermeierzeit, Heinrich Bürkel, ausgestellt wird.[16][17]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königlich Bayerisches Postamt

Ehemaliges Königlich bayerisches Postamt in Pirmasens

Das wohl repräsentativste Gebäude der Stadt ist das aufwändig restaurierte ehemalige Königlich bayerische Postamt in der Nähe des Bahnhofs. Es wurde 1891 bis 1893 von Ludwig von Stempel errichtet. Es gilt als ein in dieser Region herausragendes Beispiel für einen prachtvollen Verwaltungsbau der Gründerzeit. Bis zur Neueröffnung 2013/2014 als Forum Alte Post stand es jahrzehntelang leer; die Schauseite des Gebäudes mit der aufwändig gestalteten Fassade war zudem von etwa 1910 bis 2014 größtenteils durch das Hotel Matheis verdeckt worden. Nach dem Abriss des Hotels wurde 2015 vor dem Postgebäude der Joseph-Krekeler-Platz angelegt.[18]

Landgrafenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Bauten der Landgrafenzeit wurden im Laufe der Zeit überbaut oder im Zweiten Weltkrieg zerstört. Einige geschichtlich besonders wichtige und stadtbildprägende Bauten wurden in der Nachkriegszeit wiederaufgebaut wie das Alte Rathaus am unteren Schlossplatz, die Johanneskirche[19] am Exerzierplatz und die Lutherkirche[20] in der Hauptstraße. Beide Kirchen stammen aus den 1750er Jahren und sind damit heute wahrscheinlich die ältesten Gebäude der Stadt. Die Lutherkirche war ursprünglich die Hof- und Garnisonskirche, in der Landgraf Ludwig IX. schließlich auch bestattet wurde. Direkt neben der Kirche befinden sich der Schusterbrunnen und das ehemalige Garnisonsschulhaus, heute der Standort des protestantischen Pfarramts. In der Kaffeegasse existiert noch ein renoviertes altes Grenadierhaus, eines der früher zahlreichen Gebäude, die Ludwig für seine Soldaten errichten ließ. Außerhalb der damaligen Stadtgrenze stehen noch zwei einst als Wegweiser vor den Stadttoren dienende große Sandstein-Obelisken, die vom Herrschaftszeichen Ludwigs IX., einer flammenden Granate, bekrönt werden: einer im Norden an der Zweibrücker, der andere im Süden an der Lemberger Straße.

Der Schlossplatz war der einstige Standort des landgräflichen Schlosses, es befand sich in Hanglage direkt gegenüber dem Alten Rathaus, das von etwa 1770 bis zur Zerstörung 1945 der Sitz der Stadtregierung war. Ebenfalls unter dem Landgrafen entstand der Exerzierplatz, der sich ursprünglich von der südlichen bis zur nördlichen Ringstraße erstreckte. Später wurde der Platz teilweise bebaut und auf seine heutige Größe reduziert.

Gründerzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fassade der Pirminiuskirche zum Schlossplatz

Wegen der verhältnismäßig späten Stadtgründung und dem Brachliegen des Städtebaus nach dem Ende der Landgrafenzeit entstand ein Großteil der Stadt erst während der wirtschaftlichen Hochphase von 1870 bis 1914, so dass das Stadtbild bis zu seiner großflächigen Zerstörung fast ausschließlich aus Bauten der Gründerzeit bestand. Trotz der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und einigen Abrisswellen der Nachkriegszeit haben sich noch zahlreiche Bauten dieser Zeit erhalten, davon allerdings nur wenige im Zentrum, sondern vor allem in den damals angelegten Vorstädten wie dem Bahnhofsviertel und dem Viertel am Landauer Tor.

In der Innenstadt gibt es vereinzelte Altbauten aus der Gründerzeit, dazu zählt allen voran das spätklassizistische Neue Rathaus auf dem Exerzierplatz, das 1879 als Schulhaus erbaut wurde. Am Rande des Platzes liegt das Gebäude der ehemaligen Bayrischen Staatsbank aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Pfarrkirche St. Pirmin (1897–1900) am oberen Schlossplatz ist mit ihrer markanten Doppelturmfassade von fast überall in der Stadt aus einsehbar. Sie wurde nach Kriegszerstörung vereinfacht wiederaufgebaut, vom Ursprungsbau erhalten haben sich im Wesentlichen das Portal und die beiden Türme, deren Spitzdächer nach dem Krieg jedoch nicht in ihrer ursprünglichen Höhe wiederhergestellt wurden. In größerer Häufung finden sich Gründerzeitbauten hier nur noch in der Allee- & der Bahnhofstraße. In der Alleestraße befinden sich die Zionskirche (1898), die nach dem Zweiten Weltkrieg vereinfacht wiederaufgebaut wurde und das zugehörige Pfarrhaus, das den Krieg unzerstört überlebt hat. In der Bahnhofstraße liegt das historisch bedeutsame ehemalige Bezirksamt, das ein Ensemble zusammen mit dem spätklassizistischen Arbeitsgerichtsgebäude (um 1880) und dem Altbau des Amtsgerichts bildet.

Besonders prächtige Gebäude der Gründerzeit entstanden im Bahnhofsviertel, das im Gegensatz zum Zentrum den Krieg weitestgehend überstand. Zu den schönsten Profanbauten in Pirmasens zählt die oben genannte Alte Post von 1893 mit ihrer prachtvollen Neorenaissance-Fassade. Ein Beispiel für besonders beeindruckende Wohnbauten dieser Zeit stellt das sogenannte Postdreieck zwischen Bahnhof-, Schützen- und Gärtnerstraße dar, in unmittelbarer Nähe besteht eine weitere Denkmalzone mit sehenswerten Villen in der ruhigen Turnstraße.

Das zweite große erhaltene Gründerzeitviertel stellt das Landauer Tor dar. Aus einer Bezeichnung für das einstige südliche Stadttor, das eigentlich Buchsweiler Tor hieß, entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Lagebezeichnung für die gesamte Umgebung. Das Viertel beginnt unmittelbar außerhalb der landgräflichen Stadtgrenze auf Höhe der Bergstraße und erstreckt sich hauptsächlich um die Landauer und die Lemberger Straße herum, die in der Gründerzeit als repräsentative Ausfallstraßen ausgebaut wurden.[21] Im Viertel dominiert die Architektur des Späthistorismus neben einzelnen Jugendstilgebäuden. In der Landauer Straße besteht z. B. das Walhalla-Kino, das 1913 eröffnet wurde[22] und heute noch dasselbe Gebäude nutzt. Damit ist es eines der ältesten durchgängig bestehenden Kinos in Deutschland. Das westliche Ende des Viertels markieren die Bitscher sowie südlich der Charlottenstraße die Simter Straße, nach Osten erstreckt es sich bis zum alten Krankenhausbau (1914) in der Pettenkoferstraße, der heute als Altersheim genutzt wird. Noch weiter im Osten am Rande des Eisweiherparks liegt das sogenannte Waldschlöss’l, das eine lange Tradition als Ausflugslokal besitzt und heute das erste Sterne-Restaurant in Pirmasens beherbergt, die Brasserie[23]. Das südliche Ende der gründerzeitlichen Vorstadt bildet ein kleines Villenviertel um die Villa Loeser, die nach langem Verfall vor dem Abriss bewahrt und saniert wurde.[24]

Sehenswert sind auch die erhaltenen imposanten Schulgebäude der Kaiserzeit, dazu zählen die Matzenbergschule (1886/87) an der Winzler Straße, die Horebschule (1904/05) an der Herzogstraße, die ehemalige Höhere Schule für Mädchen (1906) in der Alleestraße und die Wittelsbachschule (1910) an der Maler-Bürkel-Straße. Sie entstanden in kurzer Abfolge, um dem damals rasanten Bevölkerungswachstum gerecht zu werden.

Gut erhaltene Gründerzeitstraßenzüge findet man auch noch im nördlichen Winzler Viertel zwischen Goethe- und Fröhnstraße, auf der Husterhöhe mit der nördlich stadtauswärts führenden Zweibrücker Straße, auf dem Horeb mit der Luisenstraße sowie um den Kaiserplatz im Süden der Stadt.

Schuhfabriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders prägend für das Stadtbild sind die noch erhaltenen ehemaligen Schuhfabriken, die nahezu im gesamten Stadtgebiet zu finden sind. Sie entstammen häufig der Gründerzeit, greifen in ihrer Architektur aber oft schon Merkmale der Reformarchitektur und der frühen Moderne auf, wie zum Beispiel der Rheinberger-Komplex oberhalb des Strecktals, dessen westliche Hälfte 1905/06 in klassizierender Reformarchitektur entstand, während der östlich vorgelagerte Verwaltungsbau aus den 1920ern starke Einflüsse der Moderne zeigt. Die ehemalige Schuhfabrik Neuffer auf dem Horeb stammt im Kern von 1894, wurde später erweitert und ab 1926 mit einer prächtigen, schlossartigen Fassade nach Plänen von Josef Uhl ausgestattet.[25]

Rheinberger und Neuffer sind wohl die prominentesten Beispiele für abgeschlossene Konversionen vormals leerstehender Fabrikgelände. Beide wurden vollständig saniert und werden heute als Dienstleistungszentren genutzt, der Rheinberger beherbergt zudem das oben erwähnte Dynamikum. Weitere Beispiele für erfolgreiche Umnutzungen sind zwei ehemalige Fabriken von Salamander auf der Husterhöhe; während im Gebäude in der Schwanenstraße Wohnlofts entstanden, zog in der oberhalb gelegenen Glockenstraße die JugendKulturWerkstatt ein, eine Jugendkunstschule des Landes Rheinland-Pfalz unter Leitung des Internationalen Bundes. Noch nicht grundlegend saniert wurden dagegen beispielsweise die denkmalgeschützten Fabrikkomplexe Kopp (1907–1911) am Rande der Innenstadt und Ohr (ca. 1925) in der Hügelstraße.

Moderne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Neubauten der Zwischenkriegszeit zählt die Kirche St. Anton im Winzler Viertel, die 1923–1928 im romanisierenden Stil errichtet wurde. Wichtige Bauwerke der frühen Moderne in Pirmasens sind unter anderem die Villa Kaiser (um 1920) in der Buchsweiler Straße, die ehemalige Schuhleistenfabrik Behrens (1922 ff.) in der Gärtnerstraße, die ehemalige Hauptpost (1926 ff.) in der Schützenstraße oder das bis heute bestehende Stadtbad (1934) in der Lemberger Straße. In den 30er Jahren entstanden auf der Husterhöhe die später lange von den Amerikanern genutzten Kasernen, darunter das heute als Dienstleistungszentrum genutzte sogenannte Banana Building.

Ende des letzten Jahrhunderts wurden die Fußgängerzone entlang der Hauptstraße und die Schlosstreppe zwischen unterem und oberem Schlossplatz umgestaltet, letztere bildet heute mit dem Stierbrunnen eine eindrucksvolle Gesamtanlage. Außerdem wurde der Exerzierplatz nach Plänen von Paolo Portoghesi im Stile der Postmoderne neu angelegt.

Naturdenkmäler und Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Carolinensaal am Alten Friedhof

Es gibt in Pirmasens drei größere Parks nahe der Innenstadt. Dazu gehört der Alte Friedhof, der nach der Fertigstellung des Waldfriedhofs in den 1920er Jahren aufgelassen und später zum Park umgewidmet wurde. Er enthält Grabdenkmäler aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert sowie einen modernen Skulpturenpark. Die ehemalige Einsegnungshalle wird mittlerweile als Carolinensaal für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der Neuffer-Park wurde von Emil Neuffer neben der gleichnamigen Schuhfabrik angelegt und weist einen großen Anteil sehr alter Bäume auf. Der Strecktalpark ist eine im Zuge der gescheiterten Bewerbung um die Landesgartenschau 2000 renaturierte Industriebrache. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gerberei wurde ein großzügiger Park mit zahlreichen Erholungsmöglichkeiten geschaffen.

Am Stadtrand liegt nicht weit entfernt von Stadtbad und Krankenhaus das Naherholungsgebiet Eisweiher um den gleichnamigen künstlich angelegten See herum, der früher den Brauereien der Stadt zur Kühleisgewinnung diente. Zum Naherholungsgebiet gehört auch die Sportanlage Spesbach. Nach Osten hin geht das Naherholungsgebiet unmittelbar in den Pfälzerwald über.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aushängeschild des lokalen Sports ist der Fußballklub FK Pirmasens, der in der Nachkriegszeit lange Zeit eine führende Rolle in der Oberliga Südwest und später in der Zweiten Bundesliga spielte. Nach zwischenzeitlichen Abstiegen bis in die Landesliga spielt der Verein mittlerweile in der Regionalliga Südwest. Zudem existiert zusätzlich die SG 05 Pirmasens.

Der Turnverein Pirmasens 1863 ist mit über 1000 Mitgliedern der größte Sportverein der Stadt.

Nach 2008 fand vom 25. bis 29. Mai 2016 zum zweiten Mal in Pirmasens das Rheinland-Pfalz-Turnfest statt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pirmasens gibt es die drei Gymnasien Hugo-Ball-Gymnasium (ehemals Neusprachliches Gymnasium), Immanuel-Kant-Gymnasium (ehemals Altsprachliches Gymnasium, gegründet 1836 als Lateinschule Pirmasens) und Leibniz-Gymnasium (ehemals Naturwissenschaftliches Gymnasium). Als Bestandteile der Berufsbildenden Schule Pirmasens gibt es die Deutsche Schuhfachschule sowie ein Technisches und ein Wirtschaftsgymnasium, die beide jedoch nur die Oberstufe anbieten. Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es auch eine Fachoberschule in der Fachrichtung Technik/ Metalltechnik.[26] Ferner hat die Stadt acht Grundschulen (davon drei in den eingemeindeten Vororten), zwei Realschulen plus (Landgraf-Ludwig-Realschule plus mit den Standorten Alleestr, Horeb und Husterhöh sowie Realschule plus Kirchberg) und eine Förderschule (Förderschule Matzenberg). Außerdem gibt es die Nardini-Schule (Grund- und Realschule) in katholischer Trägerschaft. 1989 eröffnete die Hochschule Kaiserslautern eine Zweigstelle. In privater Trägerschaft wurde 2009 die Montessori-Schule Pirmasens als private Grundschule ins Leben gerufen[27] und ist seither im Gebäude der ehemaligen Rheinberger-Schuhfabrik untergebracht.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landgrafen-Tage, zweites Wochenende im April
  • Open-Air-Veranstaltungen auf dem Exerzierplatz (wechselnde Musikveranstaltungen Oper, Musical, Rock, Pop, Hip-Hop)
  • Schlabbeflicker-Fest, erstes Wochenende im August
  • Exe-Fest, zweites Wochenende im September
  • Festival Euroclassic (Festival der Städte Pirmasens, Bitche, Zweibrücken, Blieskastel und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land)
  • Maimarkt, Ende April
  • Grenadiermarkt, im Herbst
  • Novembermarkt, letztes Wochenende im Oktober oder erstes Wochenende im November
  • Belznickelmarkt, weihnachtlicher Markt in der Adventszeit
  • Fototage alle zwei Jahre

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftstrends[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirmasens war seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum der deutschen Schuhindustrie. Die fehlende Konkurrenzfähigkeit, speziell gegenüber Ware aus dem Ausland, erschwerte den Unternehmen jedoch ab etwa 1970 in zunehmendem Maße die Massenproduktion. Ein Großteil der ansässigen Schuhfabriken wurde aufgegeben, andere konnten durch Auslagerung der Produktion ins Ausland sowie Spezialisierung auf Nischensegmente überleben. Da sich die Lage auch im Lederhandel, dem Maschinenbau und in der Chemiebranche verschlechterte, gingen so etwa 15.000 Arbeitsplätze verloren. Mit dem Abzug des amerikanischen Militärs verließen rund 10.000 Menschen – Soldaten und deren Angehörige – die Stadt. So gingen weitere 4.000 Arbeitsplätze mittelbar verloren. Die Arbeitslosenquote lag 2002 bei 14,9 %, im April 2013 waren es immer noch 13,6 %. Der Wert sank bis Mai 2018 auf 11,5 % und bildete damit die höchste Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz.[28] Das durchschnittliche Einkommen entspricht 88 % des Landesmittels von Rheinland-Pfalz. Der Schuldenstand der Stadt Pirmasens betrug zum 31. Dezember 2009 149,1 Millionen Euro; durch Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz (KEF-RP) ab 2012 soll er innerhalb von 15 Jahren deutlich reduziert werden.[29] Allerdings liegt er 2018 bei 400 Millionen, darüber hinaus ist Pirmasens bei den Kassenkrediten Spitzenreiter in Deutschland.[30]

Durch die Konversion des ehemaligen Kasernengeländes und leer stehender Fabrikgebäude für Unternehmensgründungen soll ein Ausgleich geschaffen werden. Auf diese Art und Weise sind zum Teil bereits neue Gewerbeflächen entstanden. Ein Beispiel hierfür ist der Neuffer-Komplex (Neuffer am Park), der Ärzte, Unternehmen und einen Radiosender beherbergt sowie der Gewerbepark Husterhöhe (ehemalige Husterhoeh-Kaserne), in dem sich zwischen den Jahren 2000 und 2016 die Anzahl der Arbeitsplätzen von 120 auf etwa 2700 in insgesamt 102 Unternehmen erhöht hat.[31] Auch die ehemals größte Schuhfabrik Deutschlands Rheinberger wurde 2007–2008 zu einem Gewerbepark ähnlich dem Neuffer-Komplex umgebaut.[32][33]

Durch die Erfolge bei den bisherigen Konversionsprojekten und die Stabilisierung der lokalen Unternehmen hat sich die Arbeitsplatzsituation in den letzten Jahren wieder verbessert, sodass Pirmasens (Stand 2017) mit etwa 20.000 Arbeitsplätzen auf 40.000 Einwohnern unter den zwölf kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz die fünfthöchste Arbeitsplatzdichte hat. Im Jahr 2015 lag der Wert bei 1056 Erwerbstätigen am Arbeitsort je 1000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter.[34] Stärker als die Stadt selbst konnte davon der benachbarte Landkreis profitieren, der trotz der niedrigsten Arbeitsplatzdichte in Rheinland-Pfalz eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit von 4,1 Prozent besitzt (Stand: September 2017).[35]

Den Standort attraktiver machen soll eine Verbesserung der Infrastruktur, zum Beispiel der vierspurige Ausbau der B 10 zwischen der A 8 und der A 65 in Landau, oder die Schaffung weiterer Gewerbeflächen durch ein interkommunales Gewerbegebiet zusammen mit der Stadt Rodalben auf dem Grünbühl (im Norden der Husterhöhe) nach dem geplanten Abzug des amerikanischen Medical Centers.[36] Am Messestandort Pirmasens veranstaltet die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Pirmasens mbH dort Messen wie die hageha („Messe für Handwerk, Gewerbe und Handel“), plw (Pfälzer Lederwoche) und Kulinaria.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die Stadt Pirmasens Platz 374 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „hohen Zukunftsrisiken“.[37]

Messestandort Pirmasens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Pirmasens bot lange als einzige Stadt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzungen für die Durchführung internationaler Messen. Erst mit der Eröffnung des Messegeländes Idar-Oberstein und der Gründung einer dortigen Messegesellschaft im Jahr 2009 hat sich dies geändert. Das Gelände wurde ab 1949 von Ludwig Kieffer hauptsächlich für die damals noch florierende Schuhindustrie, speziell die Pirmasenser Schuh- und Lederwarenmesse aufgebaut, hat aber auch nach deren schleichendem Ende überlebt. Die gesamte Anlage bietet in sieben Hallen 20.000 m² überdachte Fläche, 48.000 m² Freiflächen inklusive Parkplätzen, einen Kongressbereich mit fünf Konferenzräumen und einen Sitzungssaal sowie 1700 PKW- und 100 Busparkplätze.

Neben den Messen wird das Gelände auch für Ausstellungen, Tagesveranstaltungen genutzt.

Nachdem früher vor allem die Pirmasenser Schuhmusterung (psm) und die plw (Internationale Messe für Leder, Schuh-Komponenten und mehr) den Ton angaben, sind neuere Messen wie die hageha (Verbrauchermesse für Handwerk, Gewerbe und Handel, von 1954 bis 2014), Gesundheitswelt oder die Kulinaria hinzugekommen. Ab dem Jahr 2004 wurde der Messestandort für 8,4 Millionen Euro im Rahmen der sogenannten Messe Vision 2007 erweitert.[38] Diesen Umbau trug zu 80 % das Land Rheinland-Pfalz. In einer kleinen Anfrage an den Landtag Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 2005 über die Verluste der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Pirmasens GmbH in Höhe von 1,4 Millionen Euro seit 2000 diskutiert.[39] Seit 2001 findet jährlich im Februar/März die internationale Anjana, Messe für Angler, Jäger und Naturfreunde statt, die sich zur größten Verbrauchermesse für Natursportarten in Rheinland-Pfalz entwickelt hat.[40]

Ein ebenfalls seit 2005 angewandtes Konzept sieht die Einbindung von sogenannten Außenmessen in Worms, Simmern, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Ahrtalschau) und Wachenheim vor. Die renommierte Edelsteinmesse Intergem hingegen wurde 2007 ausgegliedert und wird in Zukunft von der Stadt Idar-Oberstein selbst verwaltet.[41]

Seit Januar 2008 übernahm die Stadt Pirmasens die Hallen, während die Messe Pirmasens als reine Veranstaltungsgesellschaft mit einem Stammkapital von 457.000 Euro nur noch für die Veranstaltung der Messen zuständig war. Im ersten Jahr 2008 wurde ein Defizit von 177.000 Euro erwirtschaftet. Daraufhin wurden Ende Juli 2009 alle 14 hauptamtlichen Mitarbeiter der Messe Pirmasens entlassen.[42] Die Zukunft der Messe war ungewiss, die wichtigen Veranstaltungen wie plw und hageha sollten aber weiterhin in Pirmasens stattfinden.[43][44] Von 2010 bis April 2012 übernahm die Mattfeldt & Sänger Marketing und Messe AG die Betreuung; seit 2012 wird die Messe von Das AgenturHaus GmbH[45] ausgerichtet, die auch weitere Messen in Pirmasens wie Anja – die Messe für Angeln und Jagen und Kulinaria & Lifestyle[46] betreut. Im Januar 2016 erklärten die Stadt Pirmasens sowie Das AgenturHaus gemeinsam, dass die hageha im Herbst 2016 abgesagt sei.[47]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die A 8 besteht Anschluss an das Saarland, mit dem einspurigen Streckenabschnitt der A 62 ist der Anschluss nach Kaiserslautern und Trier gewährleistet. Die B 10 ist die Anbindung an die Rheinschiene.

Über die 6,97 Kilometer lange Stichstrecke Pirmasens NordPirmasens Hauptbahnhof wird die Stadt Pirmasens an das regionale Schienennetz angebunden. Vom Verteilerbahnhof Pirmasens-Nord führt in die Ost-West-Richtung die Bahnstrecke Landau–Rohrbach (Kursbuchstrecken 674 und 675) und in nördlicher Richtung die Biebermühlbahn (Kursbuchstrecke 672) nach Kaiserslautern. Alle Verbindungen gehören zum Nahverkehr der DB, Fernverkehrszüge fahren auf den Strecken von und nach Pirmasens heute nicht mehr. Der ehemalige Güterbahnhof in Pirmasens wurde Ende der 1990er-Jahre aufgelassen und wird heute als Diskothek genutzt.

Der städtische Nahverkehr wurde von 1905 bis 1943 von der elektrisch betriebenen Straßenbahn Pirmasens bedient. Diese wurde wiederum vom zwischen 1941 und 1967 verkehrenden Oberleitungsbus Pirmasens abgelöst. Für den heutigen Omnibusverkehr ist die Stadtwerke Pirmasens Verkehr GmbH zuständig.

Etwa 10 km nordwestlich der Stadt befindet sich jenseits der Gemarkungsgrenze der Flugplatz Pirmasens-Pottschütthöhe und 15 km westlich von Pirmasens der Flughafen Zweibrücken, der jedoch zum 3. November 2014 seinen Betrieb für Passagierflüge eingestellt hat.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Schuhhersteller produzieren heute noch in Pirmasens, darunter ist mit Peter Kaiser (gegründet 1838) die älteste Schuhfabrik Deutschlands zu finden. Die meisten der Hersteller, die die Krise der Schuhindustrie überlebt haben, haben ihre Produktion vollständig ins Ausland verlegt und konzentrieren in Pirmasens noch ihre Verwaltung sowie den Vertrieb und die Entwicklung ihrer Modelle. Ein Beispiel hierfür ist die Firma Caprice, die 1990 entstand und zur Wortmann Schuh-Holding gehört.

Viele weitere Unternehmen entwickelten sich aus Zulieferern der Schuhindustrie oder betreiben damit bis heute ihr Kerngeschäft. Die Firma Framas Kunststofftechnik produziert Leisten und Sohlen unter anderem für Adidas und Nike. Der Bedarf an Schuhklebstoffen führte zur Gründung mehrerer chemischer Unternehmen, wie der Kunststoffhersteller Profine und der Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen Kömmerling Chemische Fabrik, die ehemals ein zusammengehörendes Unternehmen bildeten. Heute ist Profine mit etwa 1200 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt. In direkter Nachbarschaft zu Kömmerling und Profine befindet sich die Firma Keck, die auch Industriefarben für die Herstellung von Fußbällen liefert. Aus der Herstellung von Schuhmaschinen entwickelten sich Maschinenbauunternehmen wie der Stanzmaschinenhersteller Schoen + sandt machinery.

In Winzeln befindet sich der Sitz der großen regionalen Einzelhandelskette Wasgau mit insgesamt fast 4000 Mitarbeitern im südlichen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, davon etwa 1000 in Pirmasens.[48] Die Park & Bellheimer AG (hervorgegangen aus der Parkbrauerei Pirmasens & Zweibrücken AG) ist seit einem Management-Buyout der Actris AG im Jahr 2010 an Roald Pauli derzeit in ihrem Bestand nicht mehr gefährdet. Seit 1957 ist der Süßwarenhersteller WAWI Schokolade AG, Hersteller von Nappo, Moritz und WAWI, in Pirmasens ansässig. Ein noch relativ junges Unternehmen ist Convar, ein Spezialist für Datenrettung, der schon Datenträger aus den Trümmern des World Trade Center wiederherstellte. Zudem ist Pirmasens Sitz der Sparkasse Südwestpfalz sowie des Motorradherstellers Krauser.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ludwigshafen, Schifferstadt, Speyer und Zweibrücken zählt Pirmasens zu den fünf pfälzischen Städten, in denen es zwei Tageszeitungen gibt. Hier sind es die Pirmasenser Zeitung, unter dem Namen Pirmasenser Wochenblatt schon 1832 erschienen, und die Rheinpfalz mit ihrem Lokalteil Pirmasenser Rundschau. Die Rheinpfalz gehört zur Medien-Union, diese wiederum gehört der Verleger-Familie Schaub aus Neustadt an der Weinstraße. Die Pirmasenser Zeitung gehört nicht zur Medien-Union, sondern untersteht aus kartellrechtlichen Gründen direkt der Familie Schaub (BGH, Beschluss vom 8. Dezember 1998[49][50]). Außerdem erscheint in Pirmasens das Stadtmagazin PSechs.

In der Schlossgalerie hat der Radiosender Antenne Pirmasens seinen Sitz, das Programm wird auch vor Ort produziert. Als Fernsehsender zeigt der Südwestpfalz-OK nur regionale Beiträge. Die Region Pirmasens versorgt der Sender Kettrichhof mit Hörfunk und DVB-T.

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der eigenen Stadtverwaltung sind in Pirmasens die Kreisverwaltung des Landkreises Südwestpfalz und die Verbandsgemeindeverwaltung Pirmasens-Land ansässig. In einem Behördenzentrum in der Bahnhofstraße ist der Sitz des Amtsgerichts Pirmasens und der Auswärtigen Kammern des Arbeitsgerichts Kaiserslautern. Im gleichen Gebäudekomplex ist auch das Vermessungs- und Katasteramt Westpfalz als untergeordnete Behörde des Landesamts für Vermessung und Geobasisinformation untergebracht.

Die Stadt ist Sitz einer Polizeidirektion, die zum Gebiet des Polizeipräsidiums Westpfalz gehört und für den gesamten umliegenden Landkreis zuständig ist. Der Polizeidirektion untergeordnet sind eine lokale Polizei- und eine Kriminalinspektion. Weitere Landes- und Bundesbehörden vor Ort sind ein Finanz-, ein Forst- und ein Zollamt.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pirmasenser Luft- und Badepark (Plub) ist das städtische Schwimmbad von Pirmasens, welches nach einer Sanierung und Erweiterung 1988 neu eröffnet wurde. Neben einer Reihe von Sportanlagen lokaler Vereine befindet sich auf der Husterhöhe das städtische Stadion des Fußballvereins FK Pirmasens. Um den gleichnamigen Weiher herum angelegt ist die Sport- und Freizeitanlage Eisweiher im Osten der Stadt mit Spielplatz, Liegewiese, Bolzplätzen, Minigolfplatz und Spielfeldern für Badminton und Volleyball. Der Strecktalpark im Zentrum der Stadt bietet einen Wasserspielplatz, einen Parcours für Skateboardfahrer, Liegewiese, Barfußpfad, Kneippanlage, sowie Spielfelder für Streetball und Beachvolleyball.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirmasens ist …

  • der einzige internationale Messestandort in Rheinland-Pfalz
  • ähnlich wie Rom auf sieben Hügeln erbaut
  • der Sitz des US-Senders „Pirmasens-Husterhöhe“, der 1969 die Signale von Apollo 11 nach Houston/Texas übertrug
  • deutscher Sitz der Firma Convar, die nach den Anschlägen des 11. Septembers die Festplatten der Computer aus den Türmen und die Blackbox der Flugzeuge untersuchte
  • die Stadt mit der geringsten Lebenserwartung in Deutschland[51]
  • Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe des Jahres 2013[52] (Gewinner Deutscher Nachhaltigkeitspreis)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kathrin Ellwardt: Lutheraner zwischen Frankreich und dem Reich: Kirchenbauten in den elsässischen Ämtern der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter Johann Reinhard III. und Ludwig IX. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2016, S. 18–59.
  • Gerhard Gräber, Matthias Spindler: Revolverrepublik am Rhein. Die Pfalz und ihre Separatisten. Band 1: November 1918 – November 1923. Pfälzische Verlags-Anstalt, Landau/Pfalz 1992, ISBN 3-87629-164-X
  • Gerhard Gräber, Matthias Spindler: Die Pfalzbefreier: Volkes Zorn und Staatsgewalt im bewaffneten Kampf gegen den pfälzischen Separatismus 1923/24. Pro Message, Ludwigshafen/Rhein 2005, ISBN 3-934845-24-X (unter anderem über die Ermordung von Franz Josef Heinz und den Sturm auf das Pirmasenser Bezirksamt 1924)
  • Emil Guth, Lemberg: Dorf und Burg im Wandel der Zeit, Selbstverlag Ortsgemeinde Lemberg 1984
  • Ludwig Kieffer: Die Bärmesenser Stadtgeschicht, Edition Tintenfass 2005, ISBN 3-937467-12-2
  • Oskar Kröher: Mein Pirmasens, Selbstverlag 1994
  • Hein Kröher: Vun de Freiheit un de Lyoner, PVA Landau 1991
  • Julius B. Lehnung: Geliebtes Pirmasens, 12 Bände, Pirmasens Komet Druck- und Verlagshaus, 1978 ff.
  • Helmuth Schäfer: Geschichte der Stadt Pirmasens, 2001, Wartberg-Verlag (Buchhandlung Gondrom/Thalia)
  • Oskar Schäfer: Pirmasenser Chronik, Verlag Adolf Deil, Pirmasens 1927
  • Wolfgang Lang: Pirmasenser Spaziergang – Rundgang mittels historischer Ansichtskarten um 1906, Druck- und Verlagshaus Komet, Pirmasens, 2013
  • Fritz Burger: Geschichte und Geschichten aus der Horebstadt, Bachstelz-Verlag Seebach, Mainz-Gonsenheim 2004, ISBN 3-924115-27-3

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kleinstadt. Dokumentarfilm, Deutschland 2017, 67 Min., Regie: Philipp Majer, Produktion: Estragon Film.[53]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pirmasens – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Pirmasens – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Pirmasens – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Geoklima 2.1
  3. Marion Dilg: Stadtportrait Pirmasens – Treppen und Schlappen, auf SWR.de
  4. Amtsblatt des französischen Oberkommandos in Deutschland, Nr. 35 (1946), S. 292
  5. Volltext der Verfassung vom 18. Mai 1947
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 175 (PDF; 2,8 MB).
  7. ¹ Volkszählungsergebnis
    Datenquelle ab 1950: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
    Datenquelle ab 2005: Gemeindestatistik aus dem landeseinheitlichen System EWOISneu
  8. FAZ.net: Rheinland-Pfalz stoppt Zuzug von Flüchtlingen nach Pirmasens
  9. Oh, wie schön ist Pirmasens
  10. Helmuth Schäfer: Geschichte der Stadt Pirmasens, 2000, Wartberg-Verlag, S. 30–35
  11. a b Julius B. Lehnung: Geliebtes Pirmasens. 1. Auflage. Band 1 (740–1790). Komet-Verlag, Pirmasens 1978, ISBN 3-920558-00-6, S. 226–228.
  12. a b c d e Julius B. Lehnung: Geliebtes Pirmasens. 1. Auflage. Band 2 (1790–1840). Komet-Verlag, Pirmasens 1979, ISBN 3-920558-01-4, S. 239–240.
  13. Wahlergebnis 2014
  14. Stadt Pirmasens: Städtepartnerschaft Poissy-Pirmasens
  15. Schulden-Ranking der 103 kreisfreien Städte in Deutschland, 3. August 2014.
  16. Premiere im Forum Alte Post. Rund 350 Interessierte bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung. Meldung in der PZ vom 19. August 2013.
  17. Kulturminister Dr. Konrad Wolf eröffnet Hugo-Ball-Kabinett. In: Focus online. 24. Oktober 2016, abgerufen am 18. Juni 2018.
  18. Ein Platz für Joseph Krekeler, Die Rheinpfalz, 23. September 2015.
  19. Vgl. dazu: Ellwardt, S. 58.
  20. Vgl. dazu: Ellwardt, S. 56 f.
  21. Julius B. Lehnung: Geliebtes Pirmasens. 1. Auflage. Band 7 (1905-1940). Komet-Verlag, Pirmasens 1985, ISBN 3-920558-08-1, S. 18–27.
  22. Pirmasenser Chronik. Historischer Verein Pirmasens e. V., abgerufen am 18. Juni 2018.
  23. Ein Stern geht auf am Horeb, Die Rheinpfalz, 02. Januar 2017.
  24. "Etwas Würdiges" für die Villa Loeser, Pirmasenser Zeitung, 28. August 2015.
  25. Fabriksanierung in Pirmasens. In: Baunetz Wissen. BauNetz Media GmbH, abgerufen am 18. Juni 2018.
  26. Schulstruktur. Landgraf-Ludwig-Realschule plus mit FOS Metalltechnik, abgerufen am 18. Juni 2018.
  27. Schulen in Pirmasens. Schuljahr 2012/13. In: pirmasens.de. Stadtverwaltung Pirmasens, S. 19, abgerufen am 29. Januar 2014 (PDF).
  28. Arbeitsmarkt im Überblick – Berichtsmonat Mai 2018 – Pirmasens, Stadt. In: Statistik. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 18. Juni 2018.
  29. Teilnahme der Stadt Pirmasens am Kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz. Pirmasens.de, abgerufen am 24. Juli 2014.
  30. Mladen Gladić: Rand, ein Zustand. Peripherie Leerstand, Arbeitslosigkeit, Zuzugsperre für Flüchtlinge: In Pirmasens findet sich eine deutsche Realität, die in urbanen Debatten selten eine Rolle spielt. In: der Freitag. 30. Mai 2018, abgerufen am 18. Juni 2018.
  31. Vom Konversionsgelände zum Hightech-Areal. Stadt Pirmasens, abgerufen am 15. September 2018.
  32. GIU Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH: Projektblatt (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  33. Pirmasens – Rheinberger. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, abgerufen am 18. Juni 2018.
  34. www.statistik.rlp.de, abgerufen am 21. Oktober 2017
  35. www.statistik.rlp.de, abgerufen am 21. Oktober 2017
  36. Gemeinsame Sache mit Rodalben: Pirmasens und Nachbarstadt entwickeln Gewerbegebiet auf dem Grünbühl. Pirmasenser Zeitung, abgerufen am 15. September 2018./
  37. Zukunftsatlas 2016. Abgerufen am 23. März 2018.
  38. Messe-Modernisierung macht Standort Pirmasens zukunftsfit. Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Pirmasens mbH, archiviert vom Original am 26. April 2007; abgerufen am 18. Juni 2018.
  39. Landtag Rheinland-Pfalz: Kleine Anfrage: Verluste der Messe und Veranstaltungsgesellschaft Pirmasens GmbH (PDF; 8 kB)
  40. Abschluss Pressemitteilung: ANJANA & Reiten 2009 hat die Erwartungen voll bestätigt. In: messe-pirmasens.de.
  41. Messe weiter auf Kurs. In: messe-pirmasens.de.
  42. Messe Pirmasens entlässt alle festangestellten Mitarbeiter. In: Pirmasenser Zeitung, 2. August 2009.
  43. messe-plw.de: Daten und Fakten
  44. hageha-Termin 2010 beschlossen. In: hageha.de.
  45. Impressum Das AgenturHaus GmbH. In: das-agenturhaus.de.
  46. Messen / Veranstaltungen. In: messe-pirmasens.de. Abgerufen am 30. April 2013.
  47. Neupositionierung soll Verbrauchermesse nachhaltig stärken. (PDF; 186 kB), Gemeinsame Pressemitteilung von Das AgenturHaus GmbH und Stadt Pirmasens, 20. Januar 2016.
  48. Pirmasens: Wasgau-Konzern bleibt auf Expansionskurs, Die Rheinpfalz, 23. März 2018.
  49. BGH, 08.12.1998 – KVR 31/97. In: dejure.org. Abgerufen am 17. August 2016.
  50. Rechtsanwalt Dr. Thomas Fuchs, Heidelberg: BGH, Mitteilung vom 8. 12. 1998 – 90/98. In: lexetius.com. 8. Dezember 1998, abgerufen am 17. August 2016.
  51. Fluch des Alters Sternonline, abgerufen am 8. Oktober 2012
  52. Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2013. (Memento vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 30 kB)
  53. Anna Warczok: Pirmasens: Eine Liebeserklärung an die Stadt. In: Die Rheinpfalz. 18. April 2018, abgerufen am 27. Juni 2018.