Pisa (Fluss)

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Pisa
Pissek, Galindefluss[1]
Die Pisa in Pisz

Die Pisa in Pisz

Daten
Lage Woiwodschaft Ermland-Masuren, Woiwodschaft Podlachien, Polen
Flusssystem Weichsel
Abfluss über Narew → Weichsel → Ostsee
Mündung bei Nowogród (Powiat Łomżyński) in den NarewKoordinaten: 53° 14′ 0″ N, 21° 51′ 0″ O
53° 14′ 0″ N, 21° 51′ 0″ O
Länge 80 km
Einzugsgebiet 4500 km²
Linke Nebenflüsse Wincenta (Johannisfluss), Skroda
Rechte Nebenflüsse Rybnica, Turośl
Durchflossene Seen Jezioro Roś (Roschsee)
Mittelstädte Pisz (Johannisburg)

Die Pisa (deutsche Bezeichnung in alten Atlanten ebenfalls Pisa) ist ein rechter Zufluss der Narew in Polen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pisa entspringt bei Pisz (deutsch Johannisburg) dem von den Flüsschen Konopka (Heidebach) und Święcek (Barbe) gespeisten Jezioro Roś (Roschsee, auch Warschauer See). Einen weiteren, nicht unerheblichen Zufluß zum Quellsee Roś stellt der Kanał Jegliński (Wagenauer Kanal) dar, der in den Jahren 2015 und 2016 mit erheblichem Aufwand restauriert wurde. Die Schleuse Karwik, heute eigentlich nur noch für die Sportschifffahrt bedeutend, reduziert den Höhenunterschied vom Śniardwy (Spirdingsee), von 116 Meter über Normalnull zum Roś auf 114 Meter über Normalnull. In südliche Richtung fließt die Pisa nach dem kanalisierten Teil in Pisz in unzähligen natürlichen Mäandern durch die östliche Puszcza Piska (Johannisburger Heide) und nach rund 19 km durch die Woiwodschaft Podlachien. Sie bildet die Ostgrenze der Landschaft Równina Kurpiowska (Kurpie), verläuft in einigem Abstand an Kolno vorbei und mündet nach rund 80 km bei Nowogród in den Narew. Ihr Einzugsgebiet wird mit rund 4500 km² angegeben.

Gemeinsam mit Narew, Weichsel und San definierte die Pisa die Grenze zwischen der deutschen und der sowjetischen Interessensphäre, wie sie in den diplomatischen Vereinbarungen festgelegt wurde, die sich an das geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 anschlossen. Entlang dieser Grenze wurde Polen im September 1939 zum vierten Mal geteilt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name bezieht sich auf die natürlichen Gegebenheiten (prußisch „pisa, pisse“: tiefer Sumpf, grundloser Morast, wo nur kleine Birken und Fichten wachsen).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Zduniak: Reiseführer Masuren und Umgebung. Kengraf, Kętrzyn 2002, S. 129, ISBN 83 89119 35 8