Pkw-Maut in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Pkw-Maut in Deutschland (amtlich Infrastrukturabgabe) war eine gesetzlich vorgesehene, aber nicht in Kraft getretene Maut auf allen deutschen Straßen. Als zentraler Teil des Vorhabens sollten mit den Einnahmen der Maut die KFZ-Steuern für Inländer gesenkt werden, wie dies auch 1996 bei der Einführung der Vignette in Österreich war, als die Pendlerpauschale erhöht wurde und damit weniger Lohnsteuer anfiel.[1][2]

Die Pkw-Maut wurde formal zum 1. Januar 2016 eingeführt. Erhoben werden sollte sie gemäß § 16 des Infrastrukturabgabengesetzes (InfrAG) jedoch erst, wenn das zur Erhebung erforderliche System einsatzbereit ist, was bislang nicht der Fall ist. Für im Ausland zugelassene Fahrzeuge sollte die Infrastrukturabgabe nur auf Bundesautobahnen zu zahlen sein (§ 1 InfrAG).

Die Ungleichbehandlung von In- und Ausländern wurde vom Europäischen Gerichtshof durch Urteil vom 18. Juni 2019 als diskriminierend eingestuft.[3]

Verkehrsminister Alexander Dobrindt zerpflückt eine Maut-Blume. Blütenblätter sind diverse Bürgergruppen, für die eine Maut infrage kommt (Mainzer Rosenmontagszug 2015)

Geschichte der Einführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 wurde in gewisser Regelmäßigkeit die Diskussion über die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland geführt. Für die Überwindung der Finanzierungsengpässe der Straßenverkehrsinfrastruktur wurden sowohl von wissenschaftlicher als auch politischer Seite immer wieder die Vorzüge einer Pkw-Maut betont. Neben den Befürwortern gab es allerdings parallel immer wieder kritische Stimmen.[4]

Ein Diskussionsschub ergab sich, als im Oktober 2005 über einen Verkauf des deutschen Autobahnnetzes an Privatunternehmen (z. B. Investmentbanken) diskutiert wurde. Der Wert des Autobahnnetzes betrug laut Schätzungen des Instituts Prognos rund 127 Mrd. Euro, laut Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung mit den Bundesstraßen etwa 213 Mrd. Euro (in damaligen Preisen). Zentrales Element einer Privatisierung wäre dabei die Einführung einer Pkw-Maut. Seit diesem Zeitpunkt ist diese in mehr oder minder vertiefter politischer Diskussion.

Die schwarz-rote Bundesregierung von 2005 bis 2009 (Kabinett Merkel I und deren Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD)) lehnten eine Pkw-Maut ab und wiesen auf die ohnehin hohen finanziellen Belastungen der Autofahrer hin. 2009 bis 2013 regierte das Kabinett Merkel II; Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erwog laut Passauer Neue Presse die Pkw-Maut für die Zukunft, relativierte aber kurz darauf wieder (von einer Pkw-Maut sei „im Koalitionsvertrag nirgends die Rede“).[5] Einige CDU-Politiker äußerten bereits im Mai 2010 Sympathie für eine Pkw-Maut.[6]

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 warb die CSU mit der Einführung einer Ausländer-Maut[7] bzw. Maut für Ausländer.[8] Mit der Ausländer-Maut sollten allein ausländische Autofahrer für die Nutzung der Autobahn zahlen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung sagte Parteivorsitzender Horst Seehofer: „‚Die Deutschen zahlen in den meisten europäischen Ländern.‘ Daher sollten die Ausländer jetzt auch in Deutschland zahlen. ‚Aus Gerechtigkeitsgründen‘, schiebt der CSU-Chef nach.“[9] Bezogen auf die Konformität mit EU-Recht sagte Seehofer „‚Ja, geht das denn europarechtlich?‘, fragt er rhetorisch und schaut die Leute an. Aber wenn man sich immer in ‚juristischen Bedenken‘ ergehe, so Seehofer, ‚dann passiert nie was‘.“[9]

Laut Umfragen wurde sie speziell von bayerischen Wählern gutgeheißen, die nahe der deutsch-österreichischen bzw. der deutsch-schweizerischen Grenze wohnen. Diese müssen seit vielen Jahren in Österreich bzw. in der Schweiz jeweils eine Autobahnvignette kaufen; Österreicher und Schweizer dürfen dagegen kostenlos auf deutschen Autobahnen fahren. Des Weiteren nutzen Österreicher auch massiv deutsche Autobahnen, wo es keine inländische Verbindung gibt, wie z. B. zwischen Salzburg und Kufstein.

Auf Drängen der CSU wurde die Pkw-Maut in den Koalitionsvertrag Deutschlands Zukunft gestalten aufgenommen.[10] Ende 2013 gab sich der neue Verkehrsminister Alexander Dobrindt in einem Interview mit der Bild am Sonntag (BamS) einen Zeitrahmen bis Ende 2014 und die technische Umsetzung 2015 vor.[11] Juristen des Bundesverkehrsministeriums warnten, dass das Gesetz vor dem EuGH nicht Bestand haben würde.[12]

Später, nach der Wahl, vermied die CSU den Begriff Ausländer-Maut und sprach stattdessen von der Infrastrukturabgabe bzw. Pkw-Maut.[7][13][14]

Im Dezember 2018 teilte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit, dass der Auftrag zur Erhebung der Maut an die bis dahin v. a. als Konzertkartenverkäufer in Erscheinung getretene CTS Eventim und den österreichischen Mautbetreiber Kapsch TrafficCom vergeben worden sei. Der Vertrag habe ein Volumen von ca. 2 Mrd. Euro und eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren. Der Start des Projekts solle spätestens 2020 erfolgen.[15][16] Vorher sollen die Betreiberfirmen Scheuer mindestens einmal vorgeschlagen haben, die Vertragsunterzeichnung auf einen Zeitpunkt nach dem erwarteten EuGH-Urteil zu verlegen. Scheuer soll dies unter Verweis auf den straffen Zeitplan für das CSU-Prestigeobjekt abgelehnt haben.[17] Der für das Maut-Projekt zuständige Staatssekretär, Gerhard Schulz, ist seit 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung von Toll Collect.[12]

Beabsichtigte Ausgestaltung der Pkw-Maut 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Juli 2014 stellte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sein Konzept für eine Pkw-Maut vor. Es beinhaltet folgende Punkte:

  1. In Deutschland werde ab 2016 eine Infrastrukturabgabe erhoben. Halter, deren Kraftfahrzeug in Deutschland zugelassen ist, entrichten die Infrastrukturabgabe für ein ganzes Jahr.
  2. Diese gelte für alle Kraftfahrzeuge der Klasse M und M1G (Pkw und Geländewagen) bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, die das öffentliche Straßennetz in Deutschland nutzen. Die Maut gilt also nicht für andere Fahrzeugklassen, soweit sie nicht durch andere Gesetze Abgaben leisten müssen (Lkw müssen natürlich je km eine Abgabe zahlen). Die Infrastrukturabgabe gelte für Bundes-, Landes- und Kommunalstraßen.
  3. Halter von in Deutschland Kfz-steuerpflichtigen Kraftfahrzeugen würden über einen Freibetrag in der Kfz-Steuer entlastet, der die Ausgaben für die Infrastrukturabgabe vollständig und unbürokratisch kompensiert.
  4. Kraftfahrzeuge, die ganz oder teilweise von der Kfz-Steuer befreit sind (z. B. Elektrofahrzeuge oder Kraftfahrzeuge behinderter Personen), werden wirkungsgleich von der Infrastrukturabgabe befreit.
  5. Der Preis der Jahresvignette richtet sich nach der Umweltfreundlichkeit, dem Hubraum und dem Zulassungsjahr der Kraftfahrzeuge – entsprechend der Systematik im Kraftfahrzeugsteuergesetz.
  6. Halter von nicht in Deutschland Kfz-steuerpflichtigen Kraftfahrzeugen können zwischen einer Vignette für zehn Tage (10 Euro), zwei Monate (20 Euro) oder ein Jahr (Höhe abhängig von den Eigenschaften des Fahrzeugs) wählen und sie über das Internet erwerben. Zusätzlich sei der Erwerb an Tankstellen möglich.[18]

Das Konzept war somit ähnlich zu dem der Lkw-Maut von 1990, bei dem inländische Lkw-Unternehmen durch eine Senkung der Kraftfahrzeugsteuer entlastet werden sollten; es wurde 1992 vom EuGH als Verstoß gegen Art. 76 EWGV gewertet.[19]

Am 6. September 2014 prognostizierte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, dass dieses Konzept nicht die erwarteten Mehreinnahmen erzielen werde. Laut einer Bewertung des Mautkonzepts aus dem Bundesfinanzministerium (BMF) könnten im Ergebnis erheblich weniger als 600 Millionen Euro pro Jahr für die Straßeninfrastrukturfinanzierung übrig bleiben.[20] Laut Spiegel-Informationen plane Schäuble ein Konzept, mit dem er alle Nutzer deutscher Autobahnen belasten wolle.[21]

Im Ergebnis hat sich das Bundesfinanzministerium durchgesetzt: Im abschließenden Entwurf der Bundesregierung wird die Pkw-Maut ausschließlich für Bundesfernstraßen nach Bundesfernstraßengesetz erhoben; Einnahmen stehen damit ausschließlich dem Bund als Straßenbaulastträger zu.

Infrastrukturabgabengesetz 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dieser Grundlage beschloss am 27. März 2015 der Bundestag dasInfrastrukturabgabengesetz (InfrAG).[22]

§ 1 Abs. 1 InfrAG sieht eine generelle Abgabenpflicht für Pkw in Deutschland vor; seinem Wortlaut nach zwar nur für Benutzung von Bundesfernstraßen nach § 1 des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG), jedoch ist eine Zulassung ohne Nachweis der Entrichtung der Abgabe und Ausgleich eventueller Rückstände nicht möglich (§ 9 Abs. 3 und 5 InfrAG). Bereits zugelassene Pkw werden nach Beginn der Erhebung nach § 9 Abs. 6 InfrAG von Amts wegen außer Betrieb gesetzt. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Anlage zum InfrAG.

In Abänderung des Gesetzentwurfs, der von der Bundesregierung eingebracht wurde, sollte die Vignette für ausländische Kraftfahrzeuge mit 10 Tagen Gültigkeit je nach Umweltverträglichkeit und Hubraum 5, 10 oder 15 Euro, die Vignette für 2 Monate 16, 22 oder 30 Euro kosten. Die Jahresvignette sollte maximal 130 Euro kosten. Gleichzeitig mit Beginn der Erhebung der Infrastrukturabgabe sollte eine Kfz-Steuer-Ermäßigung für inländische Halter in gleicher Höhe in Kraft treten (Art. 1 Nr. 7 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 des Zweiten Verkehrsteueränderungsgesetzes).

Am 8. Juni 2015 fertigte der Bundespräsident das Gesetz aus; es wurden am 11. Juni 2015 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am Folgetag in Kraft.

Vertragsverletzungsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Juni 2015 leitete die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland ein, da man der Auffassung sei, dass das Infrastrukturabgabengesetz europarechtswidrig sei. Auf die Stellungnahme der EU-Kommission antwortete die Bundesregierung Ende Juni 2016, dass die Brüsseler Bedenken unberechtigt seien.[23] Verkehrsminister Dobrindt kündigte an, mit dem Start der Maut warten zu wollen, bis das Verfahren abgeschlossen ist. Allerdings hatte die Kommission nach Gesprächen mit der Bundesregierung zu erkennen gegeben, dass nach gewissen Änderungen die Klage zurückgezogen werden könne. Nach Vorlage der überarbeiteten Entwürfe hat die EU-Kommission angekündigt das Vertragsverletzungsverfahren nicht weiter zu verfolgen.[24]

Kompromiss von Ende 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Verhandlungen mit der EU-Kommission wurde ein neuer Entwurf für die Pkw-Maut vorgestellt.

Kosten der Jahresvignette für inländische Pkw (je angefangene 100 cm³ Hubraum)
Emissionsklasse Benzinmotor Dieselmotor
Euro 0, 1, 2, 3 6,50 € 9,50 €
Euro 4, 5 2 € 5 €
Euro 6 1,80 € 4,80 €
Wohnmobile 16 € je angefangene 200 kg zulässiges Gesamtgewicht
Oldtimer 130 € pauschal

Die Kosten sind auf maximal 130 € beschränkt.

Für im Ausland zugelassene Personenkraftwagen gibt es gemäß § 7 (2) des Gesetzes eine Staffelung, da hier normalerweise nicht der Wunsch bestehen sollte eine Jahres-Vignette zu erwerben. Es sind deshalb 10-Tages-, 2-Monats-Vignetten und Jahres-Vignetten vorgesehen, deren Preis gestaffelt ist nach den Kosten einer Jahres-Vignette für den ausländischen Pkw. Für diese Kurzzeitvignetten gibt es fünf sogenannte Vignettenstufen.

Kosten der 10-Tages- und 2-Monats-Vignetten[25]
Jahres-Vignette 10-Tages-Vignette 2-Monats-Vignette
bis 20 € 2,50 € 7 €
von 20 € bis 40 € 4 € 11 €
von 40 € bis 70 € 8 € 18 €
von 70 € bis 100 € 14 € 30 €
ab 100 € bis 130 € 20 € 40 €
ab 130 € 25 € 50 €

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verkehrsausschuss des Bundesrates empfahl zum Erstes Gesetz zur Änderung des Infrastrukturabgabengesetzes den Vermittlungsausschuss mit dem Ziel der Aufhebung des Gesetzes anzurufen. Die Empfehlung fand im Plenum des Bundesrates am 31. März 2017 keine Mehrheit[26] und das passierte unverändert den Bundesrat.[27]

Der Zustimmung war am Vorabend eine intensive Diskussion der Ministerpräsidenten der Union vorausgegangen, in deren Rahmen Horst Seehofer mit einer Ablehnung des Kompromisses zu den Bund-Länder-Finanzbeziehungen drohte und damit die Große Koalition als Ganzes als gefährdet galt. Letztlich wurde die Zustimmung gesichert, indem Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow am Morgen vor der Abstimmung Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eine Zustimmung unter der Bedingung zusagte, dass dafür die Mitte-Deutschland-Verbindung (Bahnstrecke zwischen Weimar und Gößnitz) schneller ausgebaut werden würde.[28] Brandenburg, Berlin, das Saarland, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, NRW und Niedersachsen stimmten für die Einberufung des Vermittlungsausschusses; Thüringen enthielt sich bei der Abstimmung.[29]

Kosten, Einnahmen und Schadensersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An „Ausgaben im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Erhebung der Infrastrukturabgabe“ standen 8 Mio. Euro für 2015 und 11,2 Mio. Euro für 2016 im Raum.[30] Die Kosten der gescheiterten Pkw-Maut belaufen sich bereits auf 53,6 Millionen Euro – von 2014 bis zum Tag des Maut-Stopps. Das geht aus einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Bundestag hervor. Wie der Ausfall erwarteter Mauteinnahmen sich genau auf den Bundeshaushalt auswirke, werde noch geprüft.[31]

Im Bundesverkehrsministerium fielen seit 2013 mehrere hunderttausend Arbeitsstunden für das Vorhaben an. Das Vorhaben gelte damit als „eine der größten Ressourcenverschwendungen der deutschen Politik.“[12]

Geplante Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welt berichtete im Juni 2015, dass die Implementierung der Pkw-Maut knapp 450 Mio. Euro kosten könnte.[32] Die gleichzeitigen Entlastungen bei der KFZ-Steuer sollten laut Bundesverkehrsminister rund 3 Mrd. Euro betragen.[33] Der Verkehrswissenschaftler Alexander Eisenkopf ging davon aus, dass der Kompromiss von Ende November 2016 die Einnahmen aus der KFZ-Steuer um weitere 100 Mio. Euro senken würde.[33] Für Einrichtung und Betrieb des Mautsystems rechnete der Minister mit Kosten in Höhe von 300 Mio. Euro.[33] Im Gesetzentwurf wurden die laufenden Kosten mit 195 Mio. Euro veranschlagt.[34]

Einnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverkehrsminister ging von jährlichen Einnahmen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro aus, davon 3 Mrd. von inländischen Autofahrern.[33] Gleichzeitig würde es aber zu Mindereinnahmen bei der Kfz-Steuer kommen, was verrechnet werden müsse.

Saldo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverkehrsminister ging schließliche von jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von 500 Mio. Euro aus.[33][34] Eisenkopf geht von 350 Mio. Euro aus und Ralf Ratzenberger (für den ADAC) von 260[33] (oder 262[34]) Mio. Euro. Der Mautbetreiber AGES ging von 900 Mio. Euro aus.[34]

Schadensersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 2017 wurden Verträge mit einem Konsortium aus dem Ticket-Vermarkter CTS Eventim und dem österreichischen Telekommunikationsanbieter Kapsch für das Erheben der Maut abgeschlossen. Diese wurden am Tag nach dem Urteil des EuGH gekündigt. Im Betreibervertrag war festgesetzt, dass im Kündigungsfall vom Auftraggeber der sogenannte Bruttounternehmenswert (ein fiktiver 12-facher Jahresgewinn, nach Oliver Luksic (verkehrspolitischer Sprecher FDP-Bundestagsfraktion) schätzungsweise 380–480 Mio. Euro aufgrund einer besonders hohen Umsatzrendite von 23,8 %) zu zahlen ist.[35]

Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befürworter und ihre Argumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 forderte Horst Seehofer (CSU) eine Mautpflicht für ausländische Autobahnbenutzer; diese gilt aber wegen der dadurch implizierten Diskriminierung von EU-Bürgern gemäß Art. 18 des AEU-Vertrages als unvereinbar mit EU-Recht. Als Modell kursierte daher sehr bald auch die Idee einer Vignette, deren Kosten für Pkw-Besitzer, deren Autos in Deutschland zugelassen sind, im Gegenzug über eine niedrigere Kfz-Steuer kompensiert werde, so dass nur ausländische Autofahrer einen zusätzlichen Beitrag zahlen müssten.

Am 17. Mai 2013 unterstützte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Idee einer Maut und äußerte dazu: „Wenn wir ein leistungsfähiges Verkehrsnetz in Deutschland erhalten wollen, kommen wir mittelfristig an einer Pkw-Maut nicht vorbei. Für eine Vignetten-Lösung spricht, dass sie schnell und ohne hohe Kosten eingeführt werden könnte, ohne dass Ausweichverkehre oder eine übermäßige Belastung der Berufspendler befürchtet werden müsste. Dem Bürger wäre eine solche Maut aber nur dann vermittelbar, wenn er sich auf die Zweckbindung der Mauteinnahmen für den Bundesfernstraßenbau verlassen könnte.“[36] Kurz vor der Bundestagswahl 2013 kam es zu einem öffentlichen Dissens zwischen Merkel und Seehofer zur Frage „Pkw-Maut“. Merkel bekräftigte im Kanzlerduell ihr „Nein“[37] zu einer Pkw-Maut mit den Worten: „Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben“[38], allerdings setzte sich die CSU im Koalitionsvertrag durch.

Gegner und ihre Argumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Automobilclub ADAC plädierte seit vielen Jahren gegen eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen; dazu nannte er u. a. folgende Argumente:[39]

  • Der ausländische Pkw-Verkehr (bzw. der, der in Deutschland tankt) zahle durch die Mineralölsteuer bereits 195 % der auf ihn anfallenden Infrastrukturkosten.
  • Ausländische Fahrzeuge machten nur 5,2 % des Pkw-Verkehrs auf deutschen Autobahnen aus.
  • Seit Jahren gebe der Staat nur etwa 30 bis 35 % der Einnahmen aus Kfz-Steuer, Mineralölsteuer und Lkw-Maut für Infrastruktur (z. B. für Straßenreparatur oder den Bau neuer Straßen) aus.
  • Das Vignette-Modell gebe keinen Anreiz zum Weniger-Fahren und keinen Anreiz zu energiesparender Fahrweise. Ein Kleinwagen mit geringer Kilometerleistung zahle für die Vignette das Gleiche wie ein viel fahrender Oberklassewagen. Dies sei ungerecht und unsozial.

Überdies, so der ADAC, sei bei einer Verlagerung von nur 20 % des Pkw-Verkehrs von den Autobahnen auf die nachgeordneten Straßen (Maut-Ausweichverkehr) pro Jahr mit rund 250 zusätzlichen Verkehrstoten und über 10.000 zusätzlichen Verletzten zu rechnen.[40] Der ADAC argumentierte weiter, dass eine streckenbezogene Maut einen zu hohen technischen Aufwand hinsichtlich der Erhebungs- und Verwaltungskosten erfordere.[41]

Bezüglich des Aufwands wurde auch angemerkt, dass die zu erwartenden etwa 600 Millionen Euro[42] nur 1 % der Gesamtkosten für den notwendigen Straßenerhalt (etwa 60 Milliarden Euro) ausmachen würden, also keinerlei spürbare Verbesserung brächten. Es wurde auch die These geäußert, dass die Maßnahme für die Straßensanierung überhaupt nichts brächte, weil dem Verkehrsministerium die Zuteilungen aus dem Gesamt-Bundesbudget um das Ausmaß der zu erwartenden Direkteinnahmen gekürzt werden könnten: Die LKW-Maut habe zum selben Effekt geführt.[43][44]

Weitere Kontra-Argumente betrafen die bis zur Einbringung des Gesetzes in den Deutschen Bundestag (2015) bestehenden Überlegungen, die Maut als allgemeine Straßenbenutzungsgebühr zu erheben oder technische Überwachungssysteme einzusetzen, die sowohl nach den Überlegungen von Dobrindt 2013 oder nach dessen erster gesamten Vorstellung des Konzeptes im Juli 2014 bestanden.

Europäische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siim Kallas als zuständiger EU-Kommissar (2010–2014) merkte bereits am 28. Oktober 2013 in der Beantwortung einer Anfrage aus dem Europäischen Parlament an, dass Mautsysteme generell mit der Richtlinie 1999/62/EG(1) („Eurovignetten-Richtlinie“) für schwere Lastkraftwagen und – sofern sie für Personenkraftwagen gelten – mit den allgemeinen Grundsätzen des EU-Vertrags im Einklang stehen müssen. Nach beiden Rechtsakten ist eine Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit verboten. Die Erhebung von Abgaben fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Gemäß Artikel 5 der Richtlinie 1999/62/EG werden Kraftfahrzeugsteuern nur von dem Mitgliedstaat erhoben, in dem das Fahrzeug zugelassen ist. Die Höhe der Steuern für Personenkraftwagen gebietsansässiger Fahrer können die Mitgliedstaaten daher nach eigenem Ermessen festlegen. Aus diesem Grund sollten Straßenmautsysteme, die sowohl für gebietsansässige als auch für gebietsfremde Fahrer gelten, eher in Form von Nutzungsgebühren als von Abgaben umgesetzt werden, so dass die erhobenen Gebühren in einem angemessenen Verhältnis zur Nutzung der Infrastruktur stehen.[45]

Je stärker auf die Verhältnismäßigkeit der Mautsysteme geachtet werde, so Kallas, desto eher entsprächen sie dem Nutzerprinzip („Nutzer zahlt“) und desto weniger diskriminierend seien sie. Grundsätzlich stellt eine Senkung der Kraftfahrzeugsteuern für gebietsansässige Nutzer, unter Beachtung der in der Richtlinie 1999/62/EG festgelegten Mindestsätze für Lastkraftwagen, bei gleichzeitiger Erhebung angemessener Nutzungsgebühren für alle Nutzer also keine Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit dar.[45]

Eine Kommissionssprecherin teilte ergänzend mit, dass ein „Mautsystem, bei dem Einheimische kostenlos eine Vignette erhielten“ nicht möglich sei, die Kommission ziehe entfernungsabhängige Gebührensysteme wie in Frankreich oder Italien vor, bei denen In- und Ausländer gleichermaßen unter Berücksichtigung der tatsächlich zurückgelegten Strecke bezahlen müssen. Demnach sei das ursprüngliche CSU-Konzept, die Vignette kostenlos an deutsche Pkw-Halter zu vergeben, rechtlich unmöglich. Inwieweit eine Maut für Ausländer den jährlichen Mehrbedarf für infrastrukturelle Maßnahmen, der nach verschiedentlichen Schätzungen bei bis zu mehr als sieben Milliarden Euro liegt, decken könne, ist fraglich. Bei jährlich 100 Euro Maut und 3 Millionen an Ausländer verkauften Vignetten pro Jahr würden nur 300 Millionen Euro an Mehreinnahmen generiert.[46]

Nach der Ankündigung im Juli 2014, die generelle Maut bis 2016 umzusetzen,[47] kündigten mehrere Nachbarstaaten Einsprüche an. Die österreichische Verkehrsministerin Bures äußerte Juli 2014 die Absicht, wegen Diskriminierung auch bis vor das Höchstgericht gehen zu wollen.[48] Der damalige deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt äußerte am 10. Dezember 2016 „wenig Verständnis für die österreichische Maut-Maulerei“ zu haben. Der Grüne Nationalrat Georg Willi (Österreich) reagierte per Offenem Brief tags darauf mit mehrfacher Kritik: „Für die Benützung des hochrangigen Autobahnnetzes etwas zu verlangen, sei richtig, es müsse aber fair und verursachergerecht sein (…). Durch Steuersenkungen für deutsche Autos würden großteils nur ausländische Fahrer zur Maut-Kassa gebeten, was die österreichische Kritik auslöse.“ Österreich erlöst 449 Mio. Euro aus der Vignette, Dobrindt erwarte mit viel Bürokratie nur 500 Mio. Euro für ein rund sechsfach größeres Autobahnnetz. Das österreichische Modell der Vignette würde in Deutschland 2,7 Mrd. Euro erlösen. „Österreich baut das Bahnnetz um Milliarden aus und kann nicht zusehen, wie bei den Zulaufstrecken etwa zum Brennerbasistunnel nichts weitergeht. (…) Österreich bemühe sich, die EU-Wegekostenrichtlinie umzusetzen. Mit Pkw- und Lkw-Maut würden rund 1,86 Mrd. Euro erlöst, die in das Autobahnen- und Schnellstraßennetz fließen. Dieses sei, anders als in Teilen Deutschlands, in gutem Zustand.“[49] Kurz vor der Nationalratswahl in Österreich 2017 kündigte der österreichische Verkehrsminister an, Deutschland zu verklagen.[50] Im Dezember 2017 kündigte die Regierung der Niederlande an, sich der Klage anzuschließen.[51]

Rechtliche Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagsjuristen sowie Teile der Literatur[52] hielten die Ausländer-Maut nach dem Konzept von 2014 für europarechtswidrig.[53] Auch den Kompromiss von Ende 2016 hielten sie mit EU-Recht unvereinbar. In einem Gutachten hieß es dazu, „dass die Wirkung des Steuerentlastungsbetrags zugunsten von im Inland Kfz-Steuerpflichtigen eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit zulasten der nicht in Deutschland Kfz-steuerpflichtigen Fahrzeughalter und Nutzer der deutschen Bundesfernstraßen aus anderen Mitgliedstaaten bewirkt, die sich nicht auf unionsrechtlich anerkannte Rechtfertigungsgründe stützen lässt.“[54] Darüber hinaus werde ausländischen Verkehrsunternehmen „eine neue Belastung auferlegt, die in erheblichem Umfang durch eine nur den inländischen Verkehrsunternehmen zugute kommende Senkung der Kraftfahrzeugsteuer kompensiert wird.“ Das europäische Recht untersage „jede Verschlechterung im Verhältnis zwischen inländischen und ausländischen Verkehrsunternehmen.“[54] Die Europäische Kommission kam zu der Auffassung, die vereinbarte Lösung wahre das Recht der EU-Bürger auf Gleichbehandlung ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft, sorge für eine gerechte Infrastrukturfinanzierung und erleichtere den Übergang zu einer emissionsarmen Mobilität.[55]

Am 6. Februar 2019 empfahl der schwedische Generalanwalt am EuGH Nils Wahl, die Klage Österreichs sei abzulehnen. Er verwarf dabei sowohl Österreichs Argument der Diskriminierung ausländischer Straßennutzer in Deutschland wie auch die angebliche Verzerrung des Binnenmarktes durch die Maut. Enttäuscht auf diese Empfehlung reagierten insbesondere Politiker der SPD und Bündnis 90/Die Grünen. In diesem Zusammenhang wurde auch berichtet, einer Empfehlung des Generalanwalts würden die Richter zwar oft, aber nicht immer folgen.[56]

Urteil des EuGH vom 18. Juni 2019 und seine Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied in seinem Urteil vom 18. Juni 2019 in der Rechtssache C-591/17, dass die Einführung einer Infrastrukturabgabe für die Benutzung von Bundesfernstraßen durch Personenkraftwagen (sog. Pkw-Maut) gegen EU-Recht verstößt. Soweit eine Steuerentlastung bei der Kraftfahrzeugsteuer zugunsten der Halter von in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 t in einer Höhe, die mindestens dem Betrag der Infrastrukturabgabe entspricht, stattfinden sollte, würden ausländische Fahrzeughalter diskriminiert.[57]

Der EuGH führte hierzu weiter aus, „dass die strittigen nationalen Maßnahmen, indem sie die neue Belastung, die in der von allen Verkehrsunternehmen zu zahlenden Infrastrukturabgabe liegt, durch eine Steuerentlastung bei der Kraftfahrzeugsteuer in Höhe eines Betrags, der mindestens dem der entrichteten Abgabe entspricht, vollständig ausgleichen, die inländischen Verkehrsunternehmen zugutekommt und von der ausländische Verkehrsunternehmen ausgeschlossen sind, bewirken, dass die Lage der ausländischen Verkehrsunternehmen im Vergleich zu der der deutschen Verkehrsunternehmen in einem für Erstere ungünstigen Sinne verändert wird.“[58][59]

Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren früherer Standpunkt war, dass es mit ihr eine PKW-Maut nicht geben werde, habe nach dem Urteil des EuGH ihr Bedauern über fehlende Mehreinnahmen im Bund in Höhe von bis zu 500 Mio. Euro geäußert.[60][61][62][63][64]

Kündigung der Mautverträge und deren Offenlegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer veranlasste bereits am Abend des 18. Juni 2019 die Kündigung von Verträgen über die automatische Kontrolle und Erhebung der Maut. Von den Vertragskündigungen betroffen sind der österreichische Mautbetreiber Kapsch TrafficCom und der Ticketspezialist CTS Eventim (siehe: CTS Eventim und CTS Eventim Austria).

Zur Frage, welcher Schaden verursacht wurde, habe das Bundesverkehrsministerium zwar einen umfangreichen Fragenkatalog beantwortet, jedoch zur Höhe der Kosten und möglichen Schadenersatzforderungen der gekündigten Mautbetreiber Kapsch und Eventim keine Angaben gemacht. Beim Abschluss der Verträge habe sich Verkehrsminister Scheuer auf ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten verlassen. Die Vielzahl der widersprüchlichen Gutachten zur Frage der Europarechtskonformität hätten dagegen keine Verträge mit hohen Entschädigungszahlungen gerechtfertigt.[65]

Am 17. Juli 2019 teilte der Leiter von CTS Eventim mit, dass die Unternehmen CTS Eventim und Kapsch eine vollständige Offenlegung der Verträge befürworten. Bisher lehnten sie dies unter dem Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse ab. In der darauf folgenden Woche sollte sich der Verkehrsausschuss des Bundestages in einer Sondersitzung mit der PKW-Maut und den Folgen für die Steuerzahler beschäftigen.[66]

Das Bundesverkehrsministerium hat die beiden Mautverträge, den Vertrag über die Entwicklung, den Aufbau und den Betrieb eines Systems für die Erhebung der Infrastrukturabgabe vom 30. Dezember 2018[67] und in einem zweiten Schritt den Vertrag über die Planung, Entwicklung, Errichtung, den Betrieb und die Unterhaltung des automatischen ISA-Kontrolleinrichtungssystems vom 22. Oktober 2018 online gestellt.[68] Auch die Vereinbarung über die Zustimmung des Auftraggebers zum Abschluss des Unterauftragnehmervertrages zwischen dem Betreiber und der Toll Collect GmbH ("Zustimmungsvereinbarung") und die Innenvereinbarung im Zusammenhang mit Unterauftragnehmerleistungen der Toll Collect GmbH zur Erhebung der Infrastrukturabgabe wurden veröffentlicht.[69]

Schadenersatzforderungen der Mautbetreiber, Regressforderungen des Bundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die auf den Bund möglicherweise zukommenden Schadenersatzforderungen wurden in einer ersten Schätzung mit 500 Mio. Euro beziffert.[70] Inzwischen sollen die Grünen von Kosten von mehr als einer Mrd. Euro ausgehen.[71] Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wolle jedoch mögliche Rückforderungen des Bundes gegen die Mautbetreiber wegen Schlechtleistung prüfen lassen.[72]

Gutachten der Oppositionsparteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Medienbericht vom 25. August 2019 habe Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nach Ansicht der Grünen gegen das Grundgesetz verstoßen. Zu diesem Schluss komme ein Gutachten, das Ulrich Hufeld und Florian Wagner-von Papp, zwei Professoren der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erstellten. Danach wäre Scheuer auf den Deutschen Bundestag angewiesen gewesen, um den Vertrag zur Erhebung der Pkw-Maut abzuschließen. In dem Gutachten heiße es, das Bundesverkehrsministerium sei mit dem Vertrag ein Risiko ohne haushaltsrechtliche Deckung eingegangen. Garantieversprechen des Bundes bedürften jedoch einer gesetzlichen Ermächtigung (vgl. Ermächtigung, Rechtsgrundlage und Eingriffsermächtigung). Nachdem das Gutachten analysiert wurde, wollen die Grünen prüfen, ob der Fall vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen ist und weiter daran arbeiten, dass ein Untersuchungsausschuss eingerichtet wird. Auch FDP und Linke fordern dies.[73]

Die Grünen werfen Scheuer nach Meldungen vom 26. und 27. August 2019 auch unrichtige Angaben vor. Scheuer habe in der Sondersitzung des Verkehrsausschusses am 24. Juli 2019 erklärt, dass das Risiko eines negativen Urteils innerhalb des Bundesverkehrsministeriums „mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 15 Prozent“ bewertet worden sei. Der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler habe nach Durchsicht aller Unterlagen zum Risikomanagement kritisiert, dass nicht ersichtlich sei, wo die Eintrittswahrscheinlichkeit eines negativen EuGH-Urteils von bis zu 15 Prozentpunkten hergeleitet wurde und wo diese genau abbildet ist.[74][75]

Über ein – von der FDP in Auftrag gegebenes – weiteres Gutachten wurde am 30. August 2019 berichtet. Das von Chatham Partners erstellte Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass die im Vertrag über die Maut-Erhebung vereinbarten Kündigungsfolgen für den Auftraggeber Deutschland als unüblich nachteilig anzusehen seien. Wegen zahlreicher warnender Stimmen und des ungewissen Verfahrensausgangs habe ein besonderes Bedürfnis an einer den Auftraggeber und damit die Steuerzahler schützenden Regelung bestanden. Auf den Bund könnten nun erhebliche Forderungen zukommen. Das Verkehrsministerium habe die Darstellung zurückgewiesen.[76][77][78] Die Verträge hätten in dieser Form nie unterzeichnet werden dürfen, sagte der FDP-Verkehrexperte Oliver Luksic in Bezug auf das Gutachten. Aufgrund der fehlenden Aufklärungsbereitschaft seitens Verkehrsminister Andreas Scheuer, sei die Einberufung eines Untersuchungsausschusses die einzig logische Konsequenz.[79][80]

Vorwurf der treuwidrigen Schädigung gegenüber der „autoTicket“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Medienberichten vom 2. September 2019 werfe das Bundesverkehrsministerium der „autoTicket“ den vorsätzlichen Versuch einer treuwidrigen Schädigung (siehe: Unzulässige Rechtsausübung, Treu und Glauben) vor, während der Streit um die gescheiterte Pkw-Maut eskaliere. Das Unternehmen soll noch nach der Vertragskündigung durch den Bund sieben Verträge über eine Summe von mindestens 576 Mio. Euro unterschrieben haben, und zwar mit Firmen, die zu ihrer eigenen Unternehmensgruppe gehören. Die „autoTicket“ sollte im Namen der Gesellschafter Kapsch TrafficCom (vgl. Kapsch AG, Kapsch BusinessCom) und CTS Eventim das Pkw-Mautsystem errichten. Inzwischen zeichne sich ein Disput über mögliche Schadenersatzforderungen von Hunderten Millionen Euro ab.[81][82]

Kritik des Bundesrechnungshofs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2019 rügte der Bundesrechnungshof das Vorgehen des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer. Es sei "Vergaberecht verletzt" und "gegen Haushaltsrecht verstoßen" worden.[83] Das Bundesverkehrsministerium wies sämtliche Vorwürfe zurück, während sowohl Oliver Luksic (FDP) als auch Sven-Christian Kindler (Grüne) von gezieltem Rechtsbruch sprachen.[84]

Untersuchungsausschuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. November 2019 wurde mit den Stimmen der Fraktionen von FDP, Grüne, Linke und AfD bei Enthaltung der CDU/CSU und SPD der 2. Untersuchungsausschuss der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages einberufen.[85]

Kommt eine „Straßennutzungsgebühr“ für alle?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. August 2019 wurde über einen neuen Ansatz nach der gescheiterten Pkw-Maut berichtet.[86] Die Idee gehe in Richtung einer „Straßennutzungsgebühr“, die alle zahlen sollen und komme aus Bayern und Baden-Württemberg, Bundesländern in Süddeutschland, die als „Autoländer“ gelten. Die Gemeindetage von Bayern und Baden-Württemberg fordern, dass die Gebühr (doch noch) eingeführt wird. Uwe Brandl (CSU), Präsident des Bayerischen Gemeindetages: „Ich halte eine Maut für absolut sinnvoll“. Für die Maut (oder vielmehr Straßennutzungsgebühr) wolle Brandl auch deutsche Autofahrer in Anspruch nehmen: „Ich finde es nur gerecht, dass jemand, der eine öffentliche Leistung nutzt, dafür auch bezahlt.“[87]

Roger Kehle, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg und Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes: „Wir brauchen eine Maut für alle“. Kehle rege eine kilometerbezogene Maut für In- und Ausländer an, die Vielfahrer stärker belasten würde, und zwar für Bundesstraßen, Landesstraßen und kommunale Straßen. Kehle sagt, er glaube nicht, dass es dabei Entlastungen geben kann, fordere aber einen Ausgleich für Pendler. Eine „neue Maut“ halte Kehle für dringend nötig, um einen Verkehrsinfarkt zu verhindern und die Verkehrswende zu finanzieren. Das gesamte Straßennetz in Deutschland (vgl. Straßennetz und Straßensystem in Deutschland) umfasse 920.000 Kilometer, woran der kommunale Anteil bei rund 600.000 Kilometern liege. Analog der Verkehrswege müssten die Mittel nach Ansicht Kehles aufgeteilt werden. Schon seit Jahren sei die Verkehrsinfrastruktur unterfinanziert. Die Gelder müssten nicht nur dem Bund, sondern auch den Kommunen zugutekommen. Nicht zuletzt müsse eine „kluge Steuerungswirkung“ stattfinden: „Der, der mehr fährt, muss mehr zahlen“, so Kehle. Statt Verboten sollten aber „kluge Anreizsysteme“ geschaffen werden. Eine „intelligente Maut“ könnte jedoch teurer werden, wenn jemand zu Stoßzeiten in eine Metropole fährt. Eine solche Gebühr solle bei Fahrten mit Privatfahrzeugen elektronisch berechnet werden können.[86]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Dambach: Verkehrspolitik auf deutscher und europäischer Ebene. Akteure, Verflechtungen, Handlungsspielräume – dargestellt am Beispiel Straßenbenutzungsgebühren. Dissertation, Universität Heidelberg 2007. (Volltext online, abgerufen am 4. November 2016.)
  • Michael Rodi (Hrsg.): Fairer Preis für Mobilität. Straßenbenutzungsgebühren als Instrument zur Steuerung von Verkehrsströmen. 2. Greifswalder Forum Umwelt und Verkehr 2006. Lexxion, Berlin 2007, ISBN 978-3-939804-15-4. (= Schriftenreihe Umwelt – Recht – Gesellschaft; 4)
  • Sebastian Hartmann: Die Vereinbarkeit der sogenannten Pkw-Maut mit dem Recht der Europäischen Union, Ergon-Verlag Würzburg 2016, ISBN 978-3-95650-153-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Österreich macht es nicht anders. In: Bayerische Staatszeitung. 10. Juli 2015;.
  2. Österreich attackiert deutsche Mautpläne – hat aber vor 20 Jahren genauso gehandelt. In: FOCUS Online. 26. Juni 2017;.
  3. EuGH kippt deutsche Pkw-Maut. In: DiePresse.com. 18. Juni 2019;.
  4. Herbert Baum, Jan-André Bühne, Jan Dobberstein, Torsten Geißler: Pkw-Maut in Deutschland? Eine verkehrs- und wirtschaftspolitische Bewertung. Studie für den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club e. V. (ADAC). (PDF) Institut für Verkehrswissenschaftan der Universität zu Köln, 2010, abgerufen am 4. November 2016.
  5. ffr/AP/dpa/ddp/Reuters: Vorstoß zur Pkw-Maut: Ramsauer macht Blitz-Rückzieher. In: Spiegel Online. 5. November 2009, abgerufen am 13. April 2020.
  6. CDU-Haushälter in Spardiskussion für Pkw-Maut. In: verkehrsrundschau.de, 18. Mai 2010. Abgerufen am 4. November 2016.
  7. a b Thorsten Denkler: Ausländer-Maut kommt – mit letzten Änderungen. In: Süddeutsche Zeitung. 24. März 2015, abgerufen am 30. November 2016.
  8. So teuer wird die Maut für deutsche Autofahrer. In: Die Welt. Abgerufen am 1. Dezember 2016.
  9. a b Peter Müller: Seehofer zündelt mit der "Ausländer-Maut". In: Der Spiegel. 12. August 2013;.
  10. Die Bundesregierung bringt die Maut auf die Straße. In: FAZ.net, 17. Dezember 2014. Abgerufen am 4. November 2016.
  11. Michael Backhaus, Martin S. Lambeck, Burkhard Uhlenbroich im Interview mit Alexander Dobrindt: „Wir brauchen das schnellste Internet der Welt“. In: Bild am Sonntag. 22. Dezember 2013, abgerufen am 30. November 2016.
  12. a b c Markus Feldenkirchen, Gerald Traufetter: Haus der Pannen. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2019, S. 32–40 (online13. Juli 2019).
  13. Minister Dobrindt stellt Konzept für Pkw-Maut vor. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 7. Juli 2014, abgerufen am 30. November 2016.
  14. Thorsten Denkler: Niemand hat die Absicht, eine Ausländer-Maut einzuführen. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Dezember 2014, abgerufen am 30. November 2016.
  15. fek/Reuters: Eventim: Ticketanbieter bekommt Zuschlag für Erhebung der Pkw-Maut. In: Spiegel Online. 19. Dezember 2018, abgerufen am 13. April 2020.
  16. Reuters/dpa: Ticketvermarkter Eventim soll Pkw-Maut erheben. In: FAZ.net. 19. Dezember 2018, abgerufen am 13. April 2020.
  17. SZ vom 8. Oktober 2019, quer vom 10. Oktober 2019
  18. Minister Dobrindt stellt Konzept für Pkw-Maut vor. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Pressemitteilung, 7. Juli 2014. Abgerufen am 4. November 2016.
  19. Walther Michl: Die Krux mit der Maut. verfassungsblog.de, 15. Januar 2014, abgerufen am 15. Oktober 2019.
  20. mit Material von AFP: Maut: Schäuble warnt vor Verlusten, de Maizière vor Verfassungsbruch. In: Spiegel Online. 6. September 2014;.
  21. Maut: Schäuble lässt Alternative zu Dobrindts Konzept erarbeiten. In: Spiegel Online. 30. August 2014;.
  22. Text und Begründung zum Infrastrukturabgabengesetz (InfrAG) In: buzer.de. Abgerufen am 4. November 2016.
  23. Information auf die-maut.de maut.de, eine private Website von Sebastian Hartmann. Abgerufen am 4. November 2016.
  24. Pressemitteilung EU-Kommission vom 1. Dezember 2016. Abgerufen am 21. März 2017
  25. BGBl. 2017 I S. 1218
  26. Videoaufzeichnung von phoenix.de: Sitzung des Bundesrates am 31.03.2017. In: youtube.com. Abgerufen am 31. März 2017.
  27. Bundesrat gibt Weg für Pkw-Maut frei. In: faz.net. Abgerufen am 31. März 2017.
  28. Sven Böll, Horand Knaup, Wolf Wiedmann-Schmidt: Linke Nummer. In: Der Spiegel. Nr. 15, 2017, S. 34 f. (online).
  29. Wie Bayern die Maut im Bundesrat durchsetzte. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 1. April 2017.
  30. Nicht in Kraft und kostet schon Millionen. In: Der Spiegel. 3. Juli 2015, abgerufen am 1. Dezember 2016.
  31. apr/ene/dpa/Reuters: CSU-Lieblingsprojekt: So teuer wird die gescheiterte Pkw-Maut - mindestens. In: Spiegel Online. 25. Juni 2019, abgerufen am 13. April 2020.
  32. Matthias Kamann, Andre Tauber: Brüssels Nein zur Pkw-Maut würde Millionen kosten. Die Welt, 3. Juni 2015;.
  33. a b c d e f Britta Beeger, Manfred Schäfers: Zweifel an Dobrindts Maut-Einnahmen wachsen. FAZ, 7. November 2016;.
  34. a b c d Dietmar H. Lamparter, Felix Rohrbeck: Wer liegt daneben? In: Die Zeit, Nr. 46/2014
  35. Frontal21 vom 9. Oktober 2019, Video
  36. BMVI – Pressemitteilungen-Strategiedialog Bauwirtschaft in Berlin. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bmvi.de. 17. Mai 2013, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 20. März 2016.
  37. syd/dpa: TV-Duell mit Steinbrück: Merkel schließt Einführung von PKW-Maut aus. In: Spiegel Online. 1. September 2013;.
  38. Die Maut-Lüge. In: spiegel-online. 11. Mai 2014;.
  39. ADAC motorwelt 09/2011, S. 14.
  40. ADAC – Zur Sache: Pkw-Maut. (PDF) Stand Januar 2014, Punkt 6; abgerufen am 4. November 2016.
  41. Annett Meiritz, Philipp Wittrock: Dobrindts Infrastrukturabgabe: Es ist ein Mäutchen! In: spiegel.de, 30. Oktober 2014. Abgerufen am 4. November.
  42. Birgit Baumann: Deutsche Ausländermaut auf der Kriechspur. In: derStandard.at, 4. Juli 2014. Abgerufen am 4. November 2016.
  43. Jan Dams, Nikolaus Doll, Martin Greve, Andre Tauber: 42 Milliarden Euro vom Staat zweckentfremdet. In: welt.de, 10. November 2013; abgerufen am 4. November 2016.
  44. Dietmar H. Lamparter, Felix Rohrbeck: Wer liegt daneben? In: Die Zeit, Nr. 46/2014.
  45. a b Antwort auf eine schriftliche Anfrage – Diskriminierung von Nicht-Ansässigen bei der Pkw-Maut – P-011520/2013. In: europarl.europa.eu. 28. Oktober 2013, abgerufen am 20. März 2016.
  46. Michael Stabenow: „Es gibt keine Kehrtwende“. In: FAZ.net, 31. Januar 2013. Abgerufen 4. November 2016.
  47. Claudia Ehrenstein, Jochen Gaugele: Maut-Konzept: Ausländer abkassieren, ohne zu diskriminieren. In: welt.de. 6. Juli 2014, abgerufen am 13. April 2020.
  48. Deutsche Mautpläne: Bures kündigt Widerstand an. In: orf.at, 7. Juli 2014. Abgerufen am 4. November 2016.
  49. Grüner NR Willi kontert deutschem Minister. In: orf.at, 11. Dezember 2016, abgerufen 15. Dezember 2016.
  50. als/dpa/AFP: Österreich klagt gegen deutsche Pkw-Maut. In: Spiegel Online. 12. Oktober 2017, abgerufen am 13. April 2020.
  51. Deutsche Pkw-Maut: Niederlande schließen sich Klage Österreichs an im Kurier vom 13. Dezember 2017, abgerufen am 18. Juni 2019.
  52. so z. B. Sebastian Hartmann: Die Vereinbarkeit der Pkw-Maut mit dem Recht der Europäischen Union. Ergon-Verlag, Würzburg 2016, ISBN 978-3-95650-153-1 (siehe Literatur).
  53. Ausländer-Maut: Bundestagsjuristen nennen Dobrindt-Plan rechtswidrig. In: Spiegel Online. 3. August 2014, abgerufen am 13. April 2020.
  54. a b Arne Meyer: Bundestags-Gutachten zweifelt Pkw-Maut an. In: tagesschau.de. 17. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.
  55. Pressemitteilung EU-Kommission vom 1. Dezember 2016. Abgerufen am 21. März 2017
  56. Hannelore Crolly: So nimmt der EuGH-Anwalt Österreichs Klage gegen Pkw-Maut auseinander. In: welt.de. 6. Februar 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.
  57. EuGH kippt deutsche Pkw-Maut vom 18. Juni 2019, abgerufen am 18. Juni 2019.
  58. Urteil des EuGH abrufbar bei Curia: „Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats – Art. 18, 34, 56 und 92 AEUV – Regelung eines Mitgliedstaats, die eine Infrastrukturabgabe für Personenkraftwagen vorsieht – Situation, in der den Haltern von in diesem Mitgliedstaat zugelassenen Fahrzeugen eine Steuerentlastung bei der Kraftfahrzeugsteuer in Höhe dieser Abgabe gewährt wird“, Gründe unter Nr. 162, abgerufen am 18. Juni 2019
  59. tagesschau.de: Kommt jetzt die Klima-Maut?
  60. Entscheidung des EuGH: Deutsche Pkw-Maut verstößt gegen EU-Recht. tagesschau.de, 18. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  61. Nach Urteil des EuGH: Verkehrsminister Scheuer erklärt Pkw-Maut für gescheitert. Der Tagesspiegel, 18. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  62. Dirk Rodenkirch: Nach EuGH-Entscheidung: Die nächste Pkw-Maut könnte teurer werden. tagesschau.de, 18. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  63. Pkw-Maut: Angela Merkel bedauert fehlende Mauteinnahmen. Zeit Online, 19. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  64. Simon Schütz: Am Tag nach dem Schock-Urteil: Scheuer kündigt Verträge mit Maut-Firma in Österreich. bild.de, 19. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  65. Henrik Mortsiefer: Minister Scheuer unter Druck: Maut-Schiedsverfahren kostet 1,9 Millionen Euro. Der Tagesspiegel, 12. Juli 2019, abgerufen am 12. Juli 2019.
  66. Nach Stopp durch EuGH: Betreiber erlauben Einsicht in Maut-Verträge. tagesschau.de, 17. Juli 2019, abgerufen am 19. Juli 2019.
  67. Tilman Wittenhorst: Pkw-Maut: Bundesverkehrsministerium stellt Verträge ins Netz. Heise Online, 20. Juli 2019, abgerufen am 20. Juli 2019.
  68. Hier finden Sie die Verträge „Erhebung“ und „Kontrolle“ der Pkw-Maut. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 19. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
  69. Arne Semsrott: 700 Millionen Euro Verlust: Das ist der Geheimvertrag zu PKW-Maut. In: FragDenStaat. 18. Mai 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.
  70. Schadenersatzforderungen: Maut-Desaster könnte Steuerzahler 500 Millionen kosten. Manager Magazin, 22. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
  71. Gescheiterte Pkw-Maut: Grüne erwarten Kosten von mehr als einer Milliarde Euro. Deutschlandradio, 8. August 2019, abgerufen am 8. August 2019.
  72. Pkw-Maut: Bund erwägt Rückforderungen gegen Betreiber. LZonline, 8. August 2019, abgerufen am 8. August 2019.
  73. Maut-Gutachten der Grünen: Scheuer soll gegen Grundgesetz verstoßen haben. Manager Magazin, 25. August 2019, abgerufen am 27. August 2019.
  74. Georg Ismar: Neue Ungereimtheiten um Scheuers Maut-Niederlage: Grüne werfen Verkehrsminister falsche Angaben vor. Der Tagesspiegel, 26. August 2019, abgerufen am 27. Juli 2019.
  75. Die Grünen werfen Scheuer falsche Angaben zur Pkw-Maut vor. Epoch Times, 27. August 2019, abgerufen am 27. August 2019.
  76. Gutachten zur gescheiterten Gebühr: FDP will U-Ausschuss zur Pkw-Maut. Spiegel Online, 30. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.
  77. Kristin Becker, Kirsten Girschick: Gutachten der FDP: Maut-Vertrag könnte für Bund teuer werden. tagesschau.de, 30. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.
  78. Maut: Neue Vorwürfe gegen Scheuer – auch FDP für Untersuchungsausschuss. Deutschlandradio, 30. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.
  79. Verkehrsminister: FDP-Gutachten: Scheuer ist für Pkw-Maut erhebliche Risiken eingegangen. Abgerufen am 9. Juli 2020.
  80. DER SPIEGEL: FDP will Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut - DER SPIEGEL - Wirtschaft. Abgerufen am 9. Juli 2020.
  81. Maut-Verträge: Bund wirft "autoTicket" Täuschung vor. tagesschau.de, 2. September 2019, abgerufen am 2. September 2019.
  82. Bundesregierung: Neue Vorwürfe im Maut-Streit. Wallstreet Journal, 2. September 2019, abgerufen am 2. September 2019.
  83. Bundesrechnungshof übt scharfe Kritik an Vorgehen des Verkehrsministers bei Pkw-Maut. Abgerufen am 9. Juli 2020.
  84. Frontal-21-Recherchen: Wie der Rechnungshof Scheuers Maut-Vergabe zerpflückt. Abgerufen am 9. Juli 2020.
  85. Bundestag setzt Maut-Untersuchungsausschuss ein. Süddeutsche Zeitung, 28. November 2019, abgerufen am 28. November 2019.
  86. a b Gemeindetage: Neuanlauf für Einführung einer Pkw-Maut. Die Welt, 14. August 2019, abgerufen am 27. August 2019.
  87. https://www.muenchen.tv/csu-gemeindetagspraesident-fordert-einheitliche-automaut-321117