Plößberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Plößberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Plößberg
Plößberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Plößberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 47′ N, 12° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Höhe: 600 m ü. NHN
Fläche: 74,23 km2
Einwohner: 3294 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95703
Vorwahl: 09636
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 146
Marktgliederung: 38 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Jahnstr. 1
95703 Plößberg
Webpräsenz: www.ploessberg.de
Bürgermeister: Lothar Müller (CSU)
Lage des Marktes Plößberg im Landkreis Tirschenreuth
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Plößberg (bairisch: Bläisberch) ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt im Osten des Naturparks Oberpfälzer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Plößberg ist in 38 Ortsteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plößberg wurde vermutlich um 1052 besiedelt, Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Nach den Grafen von Sulzbach, dem Adelsgeschlecht der Plößberger und den Gleißenthalern, Herren von Schönkirch, wurde Plößberg um 1350 Eigentum der böhmischen Krone. Es folgten mehrere Besitzerwechsel, Kriege und Plünderungen, vor allem während der Reformation und der Gegenreformation sowie im Dreißigjährigen Krieg. Im Mittelalter lag Plößberg an der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag.

Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1951 darf sich Plößberg Markt nennen. Seit diesem Zeitpunkt hat Plößberg auch ein eigenes Wappen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Beidl, Liebenstein, Schönkirch und Wildenau eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen der Großteil der Gemeinde Schönficht und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hohenthan hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder: Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Gemeinderat so zusammen:[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Lothar Müller von der CSU.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen stellt vier heraldische Blüten (Zeichen der Grafen von Sulzbach) und einen schwarz-silber gevierten Schild dar (Herren von Gleißenthal).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Georg in Plößberg
Die evangelische Pfarrkirche St. Georg

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Glasschmelzofenbau- und Glasmuseum widmet sich dem Handwerk der Herstellung von Glasschmelzöfen, die für die Glasherstellung unverzichtbar sind und waren.

Im Rathaus kann die Krippen- und Heimatstube besichtigt werden.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dreikreuzstein im Sulzteich in Beidl

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldstrandbad Großer Weiher

Plößberger Krippen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tradition des Schnitzens von Weihnachtskrippen und der zugehörigen Figuren wurde im 19. Jahrhundert von den Glasofenmauerern begründet. Sie hatten solche Krippen während ihrer Tätigkeiten in Tirol, Böhmen und Thüringen kennengelernt und schnitzten in den Wintermonaten im heimischen Plößberg. Heute verfügt fast jedes Haus über eine eigene Krippe, die über die Generationen hinweg fortgeführt, ergänzt und vererbt wird.

Seit 1970 werden im Rhythmus von fünf Jahren zahlreiche Krippen in einer Krippenschau gezeigt. Bis zum Jahr 2010 haben mehr als 150.000 Gäste die Ausstellungen besucht. Die Krippenschau des Jahres 2015 fand vom 29. November 2015 bis zum 10. Januar 2016 im Ambiente einer Karawanserei statt. Ausgestellt waren 37 Krippen in bis über 20 Quadratmeter großen, aus Naturmaterialien gestalteten Landschaften, die zum Teil mehrere hundert Figuren umfassten. Die älteste gezeigte Krippe stammte aus dem Jahr 1800.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Tradition hat in Plößberg der Bau von Glasschmelzöfen. Diese werden weltweit von Plößberger Ofenmaurern gebaut. Auch die holzbearbeitende Industrie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausgeweitet. Es gibt mehrere größere, mittelständische und kleinere Sägewerke innerhalb des Gemeindegebietes.
Der Ortsteil Liebenstein (Oberpf) liegt an der Bahnstrecke Wiesau–Bärnau. Diese ist stillgelegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plößberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/160601&attr=OBJ&val=1094
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663.
  5. Website Plößberg, Wahlen