Plütscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Plütscheid
Plütscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Plütscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 456 m ü. NHN
Fläche: 12,68 km2
Einwohner: 301 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 293
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.pluetscheid.de
Ortsbürgermeister: Johann Heltemes
Lage der Ortsgemeinde Plütscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Wohnplatz Geweberhof

Plütscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plütscheid liegt in der westlichen Eifel, nur wenige Kilometer östlich der Staatsgrenze zu Luxemburg. 38,6 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, mit 50,3 % ist der größte Teil von Wald bestanden (Stand 2011).[2] Durch Plütscheid fließt der Ehlenzbach.

Zur Gemeinde gehört auch ein Teil des Weilers Gesotz sowie die Wohnplätze Atzseifen, Geweberhof, Hasenknopp und Mauelermühle.[3]

Nachbargemeinden sind Hargarten im Norden, Feuerscheid im Osten, Oberweiler im Süden sowie Lambertsberg und Mauel im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische Wallanlagen auf der Gemarkung Plütscheids weisen auf eine sehr frühe Besiedelung hin. Der Name „Plütscheid“ ist auf das Wort Plotiacum zurückzuführen, das ebenfalls auf eine erste Siedlung in keltisch-römischer Zeit hinweist. Auf dem „Hardberg“ wurden Funde aufgetan, die eine römische Siedlungstätigkeit bestätigen.

Die erste urkundliche Erwähnung als „Pluzei“ fand 1220 im Maximiner Urbar statt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Ortschaft dem kurtrierischen Amt Schönecken an. Plütscheid war Hauptort einer Meierei, zu der auch die Ortschaften Greimelscheid und Staudenhof sowie die Maueler Mühle gehörten.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung war Plütscheid von 1798 an dem Kanton und Arrondissement Prüm im Saardepartement zugeordnet. In der preußischen Zeit verwaltete den Ort von 1816 an die Bürgermeisterei Dingdorf.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Plütscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 191
1835 377
1871 455
1905 383
1939 389
Jahr Einwohner
1950 377
1961 387
1970 341
1987 318
2005 307

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Plütscheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Plütscheid
Wappenbeschreibung:

„In Silber (Weiß) über rotem Antoniuskreuz ein zweiblättriger grüner Eichenzweig mit fünf gestielten Eicheln.“[6]

Wappenbegründung:

Die Farben Rot und Silber weisen auf die frühere Herrschaft Schönecken und auf das Kurfürstentum Trier hin, zu denen Plütscheid früher gehörte; das Antoniuskreuz ist ein Hinweis auf den Ortspatron Antonius der Einsiedler; Die Eicheln symbolisieren die fünf Ortsteile Plütscheid, Atzseifen, Gesotz, Geweberhof und Mauler Mühle; der Eichenzweig verweist auf den Waldreichtum der Gemeinde.

Das von Christian Gredner in Zusammenarbeit mit Plütscheider Bürgern entworfene Wappen wurde am 21. November 2007 durch die Kommunalaufsicht des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plütscheid ist eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 53 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 405 ha auf 307 ha (2010) abgenommen, die von elf Betrieben bewirtschaftet wurden.[2]

Die Ortsgemeinde liegt westlich der Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken der Bundesautobahn 60. Der Ort selber wird von der Landesstraße 33 in Ost-West-Richtung durchquert, die ihn unter anderem mit Waxweiler verbindet.

Die Einrichtung eines „Interkommunalen Gewerbegebiets Plütscheid/Feuerscheid“ ist geplant, das auf beiden Seiten der Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm liegen soll.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plütscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 61, abgerufen am 24. September 2015 (PDF; 2,3 MB).
  4. Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata, Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, Verlag Mayer, 1854, S. 243 (Google Books)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Plütscheid, abgerufen am 28. September 2015.