Plütscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Plütscheid
Plütscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Plütscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 456 m ü. NHN
Fläche: 12,68 km2
Einwohner: 301 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 293
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.pluetscheid.de
Ortsbürgermeister: Johann Heltemes
Lage der Ortsgemeinde Plütscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Plütscheid
Wohnplatz Geweberhof

Plütscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plütscheid liegt in der westlichen Eifel, nur wenige Kilometer östlich der Staatsgrenze zu Luxemburg. 38,6 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, mit 50,3 % ist der größte Teil von Wald bestanden (Stand 2011).[2] Durch Plütscheid fließt der Ehlenzbach.

Zur Gemeinde gehört auch ein Teil des Weilers Gesotz sowie die Wohnplätze Atzseifen, Geweberhof, Hasenknopp und Mauelermühle.[3]

Nachbargemeinden sind Hargarten im Norden, Feuerscheid im Osten, Oberweiler im Süden sowie Lambertsberg und Mauel im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische Wallanlagen auf der Gemarkung Plütscheids weisen auf eine sehr frühe Besiedelung hin. Der Name „Plütscheid“ ist auf das Wort Plotiacum zurückzuführen, das ebenfalls auf eine erste Siedlung in keltisch-römischer Zeit hinweist. Auf dem „Hardberg“ wurden Funde aufgetan, die eine römische Siedlungstätigkeit bestätigen.

Die erste urkundliche Erwähnung als „Pluzei“ fand 1220 im Maximiner Urbar statt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Ortschaft dem kurtrierischen Amt Schönecken an. Plütscheid war Hauptort einer Meierei, zu der auch die Ortschaften Greimelscheid und Staudenhof sowie die Maueler Mühle gehörten.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung war Plütscheid von 1798 an dem Kanton und Arrondissement Prüm im Saardepartement zugeordnet. In der preußischen Zeit verwaltete den Ort von 1816 an die Bürgermeisterei Dingdorf.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Plütscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 191
1835 377
1871 455
1905 383
1939 389
1950 377
Jahr Einwohner
1961 387
1970 341
1987 318
1997 308
2005 307
2015 301

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Plütscheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Plütscheid
Wappenbeschreibung: „In Silber (Weiß) über rotem Antoniuskreuz ein zweiblättriger grüner Eichenzweig mit fünf gestielten Eicheln.“[6]
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber weisen auf die frühere Herrschaft Schönecken und auf das Kurfürstentum Trier hin, zu denen Plütscheid früher gehörte; das Antoniuskreuz ist ein Hinweis auf den Ortspatron Antonius der Einsiedler; Die Eicheln symbolisieren die fünf Ortsteile Plütscheid, Atzseifen, Gesotz, Geweberhof und Mauler Mühle; der Eichenzweig verweist auf den Waldreichtum der Gemeinde.

Das von Christian Gredner in Zusammenarbeit mit Plütscheider Bürgern entworfene Wappen wurde am 21. November 2007 durch die Kommunalaufsicht des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solarpark auf dem Krummenacker

Plütscheid ist eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 53 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 405 ha auf 307 ha (2010) abgenommen, die von elf Betrieben bewirtschaftet wurden.[2]

Plütscheid verfügt über eine Gaststätte mit Pension mitten im Ort, die als Familienbetrieb geführt wird.

Die Ortsgemeinde liegt westlich der Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken der Bundesautobahn 60. Der Ort selber wird von der Landesstraße 33 in Ost-West-Richtung durchquert, die ihn unter anderem mit Waxweiler verbindet.

Die Einrichtung eines „Interkommunalen Gewerbegebiets Plütscheid/Feuerscheid“ wurde geplant, das auf beiden Seiten der Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm liegt (). 2015 erfolgte der Bau eines zehn Megawatt Solarparks im rheinland-pfälzischen Gewerbegebiet Plütscheid-Feuerscheid. Der Solarpark ist das erste gemeinsame Projekt von WIRSOL und der gemeinnützigen Bürgerservice GmbH Trier [7][8]

Im Jahre 1998 wurde eine Windkraftanlage auf dem Flur Krummenacker () vom Typ Enercon E-66/15.66 installiert. Im Jahre 1999 wurde der Windpark Krummenacker um zwei weitere Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-40/5.40 vergrößert. Die Gesamtleistung der Anlagen beträgt 2,5 Megawatt. [9][10]

Siehe auch: Liste von Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Sankt Antonius
  • Katholische Pfarrkirche St. Antonius der Einsiedler von 1929
  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest wird am Wochenende nach dem 17. September gefeiert.
  • Burgenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag) [11]
  • Über das Gemeindegebiet sind einige – teils alte – Wegekreuze verteilt.
  • Barockes Wohnhaus von 1758 in der Hauptstraße 8
  • Wanderrouten in und um Plütscheid [12][13]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Plütscheid

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Plütscheid

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plütscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 1. Januar 2017, S. 61, abgerufen am 12. Juli 2017 (PDF; 1,85 MB).
  4. Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata, Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, Verlag Mayer, 1854, S. 243 (Google Books)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Plütscheid, abgerufen am 28. September 2015.
  7. Solarpark Plütscheid-Feuerscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.
  8. 10 Megawatt Solarpark Plütscheid-Feuerscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.
  9. Windpark Plütscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.
  10. Windpark Plütscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.
  11. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  12. Rundwanderung Plütscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.
  13. Wandern von und nach Plütscheid. Abgerufen am 8. Juli 2017.