Plätzwiese

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Plätzwiese

Die Plätzwiese (italienisch Prato Piazza) ist ein vielbesuchtes Hochplateau in den Pragser Dolomiten in Südtirol im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Das etwa 2000 m hoch gelegene Plateau am Südende des Pragser Tals ist umgeben von den Bergmassiven der Hohen Gaisl, der Drei Zinnen, der Tofana und des Monte Cristallo. Das Plateau ist über eine Straße von Prags im Norden oder von Schluderbach im Süden erreichbar. Unter anderem ist es Ausgangspunkt zur Wanderung auf den Dürrenstein und die Helltaler Schlechten. Das Gasthaus Plätzwiese, das Hotel Hohe Gaisl und die Dürrensteinhütte gewähren Unterkunft. Auf der Plätzwiese befindet sich die Ruine des Österreichisch-Ungarischen Forts Werk Plätzwiese.

Auch im Winter ist die Plätzwiese ein beliebtes Ausflugsziel im Hochpustertal. Langlaufen und Rodeln werden hier zu dieser Zeit geboten. Die Wanderung zum Heimkehrerkreuz auf den 2307 m hohen Strudelkopf ist ebenfalls im Winter möglich.[1] Ungefähr 20 Minuten braucht man von der Dürrensteinhütte, um dieses Gipfelkreuz zu erreichen. Die Dürrensteinhütte und das Hotel Hohe Gaisl bleiben im Winter geöffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in Urkunden des späten 12. Jahrhunderts, darunter einem Privileg Kaiser Friedrichs I. von 1187, wird die Plätzwiese als Almgebiet im Besitz des Hochstifts Freising bzw. seiner Tochtergründung Stift Innichen erwähnt – die entsprechenden Namensformen lauten „Pletces“ bzw. „Pleces“.[2][3] Dies deutet auf eine frühe agrarwirtschaftliche Bedeutung und Nutzung der Gebirgslagen hin, die zum Objekt der hochmittelalterlichen Reichspolitik im Alpenraum wurden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plätzwiese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Plätzwiese im Winter
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 99–102 Nr. 134.
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 331–334 Nr. 818.

Koordinaten: 46° 38′ 28″ N, 12° 11′ 41″ O