PlanetMath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

PlanetMath ist ein Mathematikportal im Internet, dessen Hauptfunktion eine Mathematik-Enzyklopädie ist, die nach ähnlichen Prinzipien wie Wikipedia aufgebaut ist und für ihre Inhalte auch die GFDL verwendet. Derzeit (2013) enthält die PlanetMath-Enzyklopädie über 9200 Artikel und mit etwa 16.200 Begriffen.

PlanetMath ist vom Ansatz her etwas restriktiver als Wikipedia ausgelegt. So können zum Beispiel grundsätzlich nur registrierte Benutzer Inhalte erstellen oder verändern, und Artikel besitzen „Eigentümer“, die ihre Veränderungen verwalten. Darüber hinaus verfügt die Seite über umfangreichere Strukturen zur Qualitätssicherung. Neben einem allgemeinen Diskussionthread für jeden Artikel gibt es zusätzlich einen separaten Thread für fachliche Korrekturen und Ergänzungen oder Anhänge (Errata und Addenda). Es gibt ein detailliertes Rating- und Review-Verfahren für Artikel und Autoren sowie statistische Informationen über die Anzahl der Zugriffe und der Verlinkung eines Artikels, anhand derer eine Einschätzung eines Artikels bezüglich Zuverlässigkeit und Bedeutung ermöglicht werden soll. PlanetMath-Artikel werden komplett in LaTeX erstellt und anhand des Mathematics Subject Classification (MSC) der American Mathematical Society (AMS) kategorisiert.

Die Idee zur Gründung von PlanetMath lieferte der Rechtsstreit um MathWorld im Jahre 2000, der dazu führte, dass diese populäre Online-Enzyklopädie für 12 Monate online nicht mehr verfügbar war und die Nutzergemeinde nach Alternativen suchte. PlanetMath wurde 2000–2001 federführend von Nathan Egge und Aaron Krowne entwickelt, und ein Großteil der anfänglichen Artikel stammt von Mitgliedern des Mathematik-Channels (#math) des Undernets. Betrieben wurde PlanetMath lange Zeit auf einem Server des Digital Library Research Lab der Virginia Tech in Blacksburg, Virginia. Von 2009 bis Februar 2011 kamen dann Server in einer Amazon Cloud zur Anwendung und seit Februar 2011 läuft PlanetMath auf Servern der University of Waterloo.

PlanetMath wurde zunächst mit eigens für sie entwickelten der Softwaresystem Noösphere betrieben. Am 13. März 2013 wurde der Betrieb auf das in Drupal entwickelte Softwaresystem Planetary umgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]