Planet der Affen: Revolution

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Filmdaten
Deutscher Titel Planet der Affen: Revolution
Originaltitel Dawn of the Planet of the Apes
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 12[1]
Stab
Regie Matt Reeves
Drehbuch Mark Bomback,
Rick Jaffa,
Amanda Silver
Produktion Peter Chernin,
Dylan Clark,
Rick Jaffa,
Amanda Silver
Musik Michael Giacchino
Kamera Michael Seresin
Schnitt William Hoy,
Stan Salfas
Besetzung

Menschen:

Affen:

Planet der Affen: Revolution (Originaltitel: Dawn of the Planet of the Apes) ist der Titel der Fortsetzung des im Jahr 2011 produzierten Science-Fiction-Filmes Planet der Affen: Prevolution.[2]

Führte beim ersten Teil noch Rupert Wyatt Regie, so übernahm nun Matt Reeves diese Funktion. Dies ist bereits der achte Film, der auf dem Roman La Planète des singes des Franzosen Pierre Boulle basiert.

Der Film startete am 11. Juli 2014 in den US-amerikanischen Kinos und am 7. August 2014 in Deutschland. Für Österreich wurde als Starttermin der 14. August 2014 fixiert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Züchtung des Retrovirus ALZ-113, erfolgreich als Medikament gegen die Alzheimer-Krankheit an Affen getestet, hatte sich vor zehn Jahren in einem Labor in San Francisco eine aggressive Variante entwickelt, die zur weltweiten Verbreitung einer für Menschen tödlichen Krankheit, der so genannten Affengrippe führte. Die globale Pandemie führte zum Zusammenbruch aller menschlichen Infrastrukturen und die meisten Menschen starben.

Die durch Tierversuche und Selbstbehandlung mit dem Alzheimer-Medikament intelligenter gewordenen Affen, die sich damals unter der Führung des Schimpansen Caesar aus Labor, Zoo und Tierheim befreien konnten, haben in der Zwischenzeit unbehelligt von den wenigen überlebenden Menschen in den Wäldern nahe San Francisco ihre eigene Zivilisation aufgebaut. Sie kommunizieren mittels einer komplexen Zeichensprache; einige beherrschen die menschliche Lautsprache in rudimentärer Form. In einer Schule lernen die Jungen Lesen und Schreiben. Die Affen jagen mit Speeren und reiten auf Pferden. Bei einer Jagd wird Caesars Sohn Blue Eyes von einem Bären angegriffen und verletzt. Der Bonobo Koba rettet ihm das Leben. In der Affensiedlung wird Caesars zweiter Sohn geboren.

Einige Menschen, die die Pandemie überlebten, weil sie genetisch gegen das Virus immun sind, haben sich im ansonsten menschenleeren San Francisco eine Kolonie mit bescheidener Infrastruktur aufgebaut. Da ihnen die Kraftstoffreserven ausgehen, wollen sie ein Wasserkraftwerk instandsetzen, das ihnen Strom liefern und Funkkontakt zu möglichen anderen menschlichen Siedlungen sichern soll. Ein Expeditionstrupp bricht zum Wasserkraftwerk auf, um dessen Funktionstüchtigkeit zu prüfen. Ihr Weg führt durch das Waldgebiet, welches die Affen für sich beansprucht haben. Das Team stößt auf zwei junge Affen, Caesars Sohn Blue Eyes und Ash, den Sohn des Affen Rocket. Obwohl diese sich friedlich verhalten, schießt der unbeherrschte Carver, der die Affen hasst, weil er sie unberechtigterweise für die Verluste durch die Affengrippe verantwortlich macht, Ash an und verletzt ihn. Daraufhin wird das Team von einer wütenden Meute Affen umzingelt, doch Caesar entscheidet, die Menschen gehen zu lassen. Bei einer anschließenden Lagebesprechung sprechen sich viele Affen für einen Vergeltungsschlag auf die Menschensiedlung aus. Caesar lehnt dies ab, stimmt jedoch einer Demonstration ihrer Stärke vor der Menschenkolonie zu. Im Zuge derer rücken die Affen in Kampfbereitschaft über die Golden Gate Bridge an und verbieten den Menschen, wiederzukommen. Caesar verspricht ihnen im Gegenzug Frieden.

Dreyfus, der eine Art Führungsposition unter den Menschen innehat, plant die Affen mit Waffengewalt zu vertreiben, da das für den Zusammenhalt der Menschen lebenswichtige Wasserkraftwerk sich in deren Hoheitsgebiet befindet. Der Mensch Malcolm bittet ihn um einige Tage Aufschub und macht sich erneut mit einem kleinen Trupp zu den Affen auf, in der Hoffnung, mit ihnen eine friedliche Lösung aushandeln zu können. Nach Malcolms Ausführungen gestattet Caesar den Menschen schließlich, das Kraftwerk zu reparieren, unter der Bedingung, dass sie keine Waffen mit sich führen. Als Caesars Baby beim Spielen mit einem Werkzeugkasten eine von Carver eingeschmuggelte Waffe entdeckt, bedroht dieser es mit der Waffe. Wutentbrannt befiehlt Caesar Malcolms Team, sofort zu gehen. Da sein Weibchen krank ist und eine Ärztin sie mit Antibiotika behandeln kann, gibt er ihnen doch noch eine Frist von einem Tag, an dem die Affen bei der Arbeit helfen.

Koba, der die Menschen wegen seiner Qualen als Versuchstier hasst, entdeckt unterdessen, dass diese bereits ein Waffenlager inspizieren und Schießübungen für einen Angriff auf die Affen machen. Verärgert über die Duldung der Menschen in der Affensiedlung, weiht er Caesar in seine Entdeckung nicht ein und wirft ihm stattdessen vor, er liebe die Menschen mehr als seine Söhne. Daraufhin verprügelt Caesar ihn schwer. Dies führt allerdings dazu, dass Koba beginnt, gegen die von Caesar – nach Kobas Auffassung – zu menschenfreundliche Affenführung vorzugehen. Im Waffenlager tötet er zwei Menschen und erbeutet deren Maschinengewehr. Anschließend tötet er Carver, der von seinen Leuten in einem Auto abseits der Siedlung eingesperrt wurde, und nimmt dessen Mütze und ein Feuerzeug mit.

Die Reparatur des Kraftwerks wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen; die Stadtlichter erhellen den Nachthimmel, und Caesars Weibchen scheint sich von ihrer Krankheit zu erholen. In diese Idylle hinein schießt Koba aus dem Hinterhalt auf Caesar. Dieser stürzt von seinem Baumhaus und wird für tot gehalten. Koba präsentiert darauf das Gewehr und Carvers Mütze als angebliche Fundstücke, um die Menschen für Caesars Tod verantwortlich zu machen. Als der kurz zuvor von ihm gelegte Brand in der Affensiedlung bemerkt wird, ruft Koba die Affen zum Krieg gegen die Menschen auf, in den sie ihm nun folgen. Es kommt zu einer auf beiden Seiten verlustreichen Schlacht, die die Affen gewinnen. Einige Menschen können fliehen, andere werden von den Affen gefangen genommen. Unterdessen gelingt es Malcolms Gruppe, den angeschossenen Caesar zu finden und im Haus seines früheren Besitzers in San Francisco medizinisch zu versorgen.

Nach der gewonnenen Schlacht suchen sich die überlebenden Affen den nie fertiggestellten Rohbau eines Turmhochhauses als neues Quartier aus, während Koba und dessen Helfer weiterhin Jagd auf die noch flüchtigen Menschen machen. Die Affen, die Caesar gegenüber trotz dessen vermuteten Todes loyal bleiben und nicht für Kobas Sache kämpfen, lässt er einsperren oder bringt sie um. Nachdem Ash von Koba brutal getötet worden ist, weil er dessen Befehlen nicht weiter folgen wollte, wird Caesars Sohn Blue Eyes zusehends von Zweifeln geplagt und zieht sich allein in einem verlassenen Haus zurück. Dort trifft er auf Malcolm, der ihm von Caesars Überleben berichtet und ihn zu ihm bringt. Nachdem Caesar wieder zu Kräften gekommen ist, befreit er mit Hilfe seines Sohnes seine eingesperrten Anhänger und rückt mit ihnen zum Turm vor. Malcolm erfährt, dass die verbliebenen freien Menschen unter Dreyfus’ Führung den von den Affen besetzten Turm sprengen wollen, und versucht vergeblich, dies zu verhindern. Caesar gelingt es derweil, Koba in einem Einzelkampf zu stürzen. Währenddessen explodieren die Sprengladungen, ohne aber den Turm zum Einsturz zu bringen.

Malcolm versucht, Caesar zum Verlassen der Stadt zu bewegen, da die Kolonie nach der Eroberung durch die Affen Kontakt zu Soldaten aufgenommen hat, die gegen die Affen anrücken werden. Doch Caesar lehnt einen Rückzug unter der Begründung ab, dass er für die Affen dann keine Chance mehr auf einen Frieden sehe, und stellt sich auf die baldigen neuen Kämpfe ein.

Zum Abschied würdigt Caesar Malcolms Bemühungen mit einer für Affen üblichen, freundschaftlichen Geste und wendet sich seiner Familie und seinen Untertanen zu, die sich allmählich vor ihm versammeln.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus (Rotten Tomatoes mit 91 %, basierend auf 234 Bewertungen mit einem Durchschnitt von 7,9 Punkten von 10 und bei Metacritic einen Wert von 79 von 100 basierend auf 48 Bewertungen).[3][4]

„Thematisch noch reifer, erzählerisch noch mutiger und visuell noch brillanter – „Planet der Affen: Revolution“ ist ein nicht nur tricktechnisch bahnbrechendes Blockbuster-Sequel, das die Vorfreude auf das bereits für 2016 angekündigte Trilogie-Finale ins Unermessliche steigen lässt!“

Filmstarts[5]

„Leider aber musste [Regisseur Matt Reeves] ein von drei Autoren verfertigtes Skript verfilmen, das der revolutionären Technik, die hier ausgestellt wird, erzählerische Hollywood-Dutzendware entgegensetzt. […] Man mag es gar nicht im Detail ausbreiten, so uninspiriert ist der Plot, der letztlich nur noch als Folie für möglichst schauwertige Straßenkämpfe und Actionszenen dient.“

Andreas Borcholte auf Spiegel Online[6]

„Aber spätestens wenn man einen Affen als Helden bewundern soll, der einem anderen Affen für eine ethische Verfehlung nicht nur den Marsch bläst, sondern ihm sogar den Affenstatus aberkennt, fühlt man sich unangenehm an Deutsche, Amerikaner und sonstige Freaks erinnert, die anderen Deutschen, Amerikanern oder Freaks vorwerfen, dass sie nicht genug deutsch, amerikanisch oder freakig genug sind.“

Dietmar Dath in FAZ[7]

Hintergrundinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2011 gab 20th Century Fox bekannt, eine Fortsetzung von Planet der Affen: Prevolution produzieren zu wollen. Rick Jaffa und Amanda Silver wurden erneut für die Drehbuchvorlage verpflichtet.[8] Fox teilte im April 2012 während der CinemaCon mit, dass die Dreharbeiten am Ende des Jahres 2012 beginnen sollten und der Film im Mai 2014 in die Kinos kommen solle.[9] Rupert Wyatt sagte als Regisseur ab, da ihm der angesetzte Veröffentlichungstermin zu früh erschien, um den Film nach seinen Vorstellungen umsetzen zu können.[10] Im September 2012 wurde Matt Reeves als neuer Regisseur bestätigt.[11]

Die Dreharbeiten begannen am 13. April 2013 im Golden Ears Provincial Park im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Im Mai 2013 erfolgte der Umzug in die Vereinigten Staaten, wo die Dreharbeiten in New Orleans (Louisiana) fortgesetzt wurden. Ergänzende Aufnahmen wurden im kalifornischen San Francisco getätigt.

Das Budget des Films betrug 120 Millionen US-Dollar.[12]

Gary Oldman war die erste Wahl Tim Burtons, als es im Jahr 2001 darum ging, General Thade in Planet der Affen zu besetzen; Oldman lehnte zu diesem Zeitpunkt jedoch ab. Der Part ging an Tim Roth.[13]

Deutsche Synchronsprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsches Dialogbuch und Dialogregie: Tobias Meister. Die Synchronsprecher für die deutsche Fassung waren:

Rolle Darsteller deutscher Sprecher
Malcolm Jason Clarke Tobias Kluckert
Dreyfus Gary Oldman Udo Schenk
Caesar Andy Serkis Tobias Meister
Koba Toby Kebbell Daniel Fehlow
Elli Keri Russell Ranja Bonalana
Alexander Kodi Smit-McPhee Christian Zeiger
Carver Kirk Acevedo Martin Kautz
Foster Jon Eyez Matti Klemm
Blue Eyes Nick Thurston Nico Mamone
Terry Lombardo Boyar Asad Schwarz
McVeigh Kevin Rankin Christoph Banken
Werner Jocko Sims Nicolas Böll
McVeigh Enrique Murciano Tim Moeseritz
Finney Keir O’Donnell Jörg Pintsch

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Januar 2014 kündigte 20th Century Fox an, einen dritten Teil zu produzieren. Der Film soll den Titel War of the Planet of the Apes tragen und erneut unter der Regie von Matt Reeves produziert werden. Ursprünglich war die Veröffentlichung für 2016 angesetzt, wurde aber auf Juli 2017 verschoben.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Planet der Affen: Revolution. Jugendmedien­kommission.
  2. Auch wenn der Vorgänger einen Doppelpunkt im Titel trägt, so schreibt sich der offiziell gemeldete Titel der Fortsetzung hingegen nicht mit einem Doppelpunkt, sondern mit einem Gedankenstrich im Titel: Offizielle Schreibweise des Filmtitels am Beispiel der FSK-Meldungen
  3. Dawn Of The Planet Of The Apes. In: Rotten Tomatoes. Flixster. Abgerufen am 4. Juli 2014.
  4. Dawn Of The Planet Of The Apes Reviews - MetaCritic. In: Metacritic. CBS Interactive. Abgerufen am 9. Juli 2014.
  5. http://www.filmstarts.de/kritiken/206986/kritik.html
  6. Neuer "Planet der Affen"-Film: Was für eine verpasste Chance! Spiegel Online, abgerufen am 2. Februar 2015.
  7. Dietmar Dath: Hordenmordnotstand: "Planet der Affen: Revolution" im Kino, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. August 2014, S. 12.
  8. Andy Serkis Closes Big ‚Planet Of The Apes‘ Deal; Should Fox Campaign For Oscar?
  9. Rise of the Planet of the Apes Sequel Moves Forward at Fox
  10. Another Fox Shocker: Is Rupert Wyatt Exiting ‚Dawn Of The Planet Of The Apes‘?
  11. Matt Reeves Confirmed to Helm ‚Dawn of the Planet of the Apes‘
  12. Planet der Affen: Revolution
  13. Thade
  14. David McNary: Tatum’s X-Men Spinoff to Hit Theaters in 2016, variety.com. Abgerufen am 18. Januar 2015.