Plater

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem litauischen Adelsgeschlecht Plater. Für weitere Bedeutungen siehe Plater (Begriffsklärung).
Stammwappen der von dem Broel genannt Plater

Plater, auch Plater-Syberg bzw. Plater-Zyberk ist der Name eines gräflichen Adelsgeschlechts in Polen, Litauen und Russland, das als von dem Broel genannt Plater dem westfälischen Uradel der Grafschaft Mark entstammt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht stammte aus Westfalen mit dem Stammhaus Broel (seit dem 15. Jahrhundert wüst). Es erscheint erstmals urkundlich 1274 und 1277 mit Hinricus de Broyle[1] und trat erstmals 1392 mit Rötger von dem Broel genannt Plater mit dem Beinamen auf. Die Familie erlosch in Deutschland 1659, blühte aber in Polnisch-Livland, Litauen, Polen und Russland in mehreren Linien weiter.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Gold drei schwarze Balken, überlegt mit einem roten Schrägrechtsbalken. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.

Wahlspruch: Melior mors macula.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emilie Plater war eine der bekanntesten Kämpferinnen während des litauisch-polnischen Aufstands 1830–1831

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Plater. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 13, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 118.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band X, Band 119 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1999, S. 408-409; Band XVII, Band 144 der Gesamtreihe, 2008, S. 476, ISSN 0435-2408
  • Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften Teil 2, 1.2: Estland, Görlitz 1930, S. 723
  • Vereinigte Kurländische Stiftungen (Hrsg.): Genealogien kurländisch-ritterschaftlicher Geschlechter : die bisher weder im Genealogischen Handbuch der Baltischen Ritterschaften, Teil Kurland, noch im Genealogischen Handbuch des Adels erschienen sind, Bearb. von Klas Lackschewitz, Andrzej Prus-Niewiadomski und Tomasz Lenczewski, Wolf Baron v. Buchholtz, Seevetal 2004, S. 53–170; Bd. 2., "Ergänzungen, Korrekturen", Bearb. von Klas Lackschewitz und Andrzej Prus-Niewiadomski, Sonderausgabe 2012, S. 17–29

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfälisches Urkundenbuch 7, Nr, 1508 und 3, Nr, 1044.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]