Platja de Palma

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Gemeinde Palma: Platja de Palma
Luftbild von Platja de Palma (Can Pastilla bis S’Arenal)
Luftbild von Platja de Palma (Can Pastilla bis S’Arenal)
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
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Platja de Palma (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Balearische Inseln
Insel: Mallorca
Comarca: Stadtregion Palma de Mallorca
Koordinaten 39° 31′ N, 2° 44′ OKoordinaten: 39° 31′ N, 2° 44′ O
Einwohner: 11.934 (2011)INE
Ortskennzahl: 07040002000

Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Spanien/Wartung/localidad

Der Name Platja de Palma (katalanisch für „Strand von Palma“) bzw. Playa de Palma (kastilisch) bezieht sich auf

  1. einen Distrikt der Stadt Palma de Mallorca
  2. auf einen ca. 4,5 km langen Strandabschnitt an der Südküste von Mallorca, der sich in der Bucht von Palma erstreckt zwischen Can Pastilla und S´Arenal, das schon zu Llucmajor gehört.

Distrikte und Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Palma ist verwaltungstechnisch in fünf Distrikte aufgeteilt:

  1. Centre (Stadt-Zentrum)
  2. Ponent (Westen)
  3. Nord
  4. Llevant (Osten)
  5. Platja de Palma i Pla de Sant Jordi

Die Distrikte der Stadt unterteilen sich weiter in sog. Barrios (Stadtteile). 13 der insgesamt 89 Barrios der Stadt Palma entfallen auf den Distrikt Nr. 5 "Platja de Palma y Pla de Sant Jordi":

Bezeichnung der Strände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dieser verwaltungstechnischen Einteilung zu unterscheiden ist die Bezeichnung der Strände der Stadt Palma, die sich von der Grenze zu Calvià im Westen bis zur Grenze der Gemeinde Llucmajor im Osten erstrecken (von West nach Ost):

Platja de Palma[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der eigentliche Strand "Platja de Palma" ist etwa 4,5 km lang und erstreckt sich von Can Pastilla im Westen bis S´Arenal/ Llucmajor im Osten, wobei der Torrent de Jueus die Grenze zwischen Palma und Llucmajor markiert.

Die Platja de Palma ist optisch unterteilt in 15 Strandabschnitte (Balnearios), zu denen jeweils eine Strandbar gehört, die die Nummer des jeweiligen Strandabschnitts trägt. Der berühmteste Balneario ist der "Balneario 6", seit den 1970er Jahren verballhornend "Ballermann 6" genannt. Er genießt Kultstatus, seit insbesondere deutsche Touristen diesen Strandkiosk als Partyzentrum ausmachten.

Ballermann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der "Ballermann 6", der seinerzeit für umliegende Hotels als Magnet für deutsche Urlauber diente, war schließlich auch schuld, dass bei der Neuordnung der Balnearios die Nummerierung nicht mehr von West nach Ost, sondern in umgekehrter Richtung erfolgte. Während die Balnearios früher von Can Pastilla (Balneario 1) bis Ses Cadenes (Balneario 8) durchnummeriert waren (der Balneario Nr. 9 befand sich schon in S´Arenal, also auf dem Gemeindegebiet von Llucmajor), befindet sich heute der Balneario 1 an der Grenze zu Llucmajor und der Balneario Nr. 15 bei Can Pastilla.

Nachdem die Stadt Palma wegen des erhöhten Touristenaufkommens den Strand in 15 Strandabschnitte aufteilen wollte, bemerkte man, dass damit der Kult-Balneario Nr. 6 an einen anderen Ort hätte verschoben werden müssen. Dies wollte man gerade auch nach Protesten einiger Hotels unbedingt vermeiden. Die zündende Idee hatte schließlich ein Angestellter der Stadt, der die Nummerierung in umgekehrter Richtung vorschlug, womit der "Ballermann 6" als einziger Balneario an seiner angestammten Stelle verbleiben konnte.

Umgangssprachlich wird der gesamte Bereich von "Bierstraße" (Balneario Nr. 7) über Balneario Nr. 6 (Schinkenstraße, mit dem Bierkönig) bis zum Balneario Nr. 5 (Oberbayern und Mega-Park) als "Ballermann" bezeichnet.

Biertourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den spanischen Anwohnern ist die anfängliche Freude über den Ansturm deutscher Touristen wachsender Kritik gewichen. Verantwortlich hierfür waren nicht nur die Lautstärkebelastungen im Bereich der verschiedenen Diskotheken und Biertempeln, sondern insbesondere Alkoholexzesse am Strand, die mit entsprechendem Müllaufkommen und auch Gewalttätigkeiten einhergingen.

Nachdem die Stadt Palma den Gaststätten nach der Jahrtausendwende schon immer schärfere Bauauflagen erteilte, wurden nach Protesten von Anwohnern auch sogenannte "Benimmregeln" verordnet, die nicht nur den nächtlichen Verkauf von Alkohol in Supermärkten regulierte, sondern u. a. auch das Benehmen am Strand (Verbot des sogenannten "Eimersaufens, Verbot von Glasflaschen am Strand, Beschränkung der Lautstärke von Musikquellen, Schließung der Strandbars um Mitternacht etc.).

Qualitätsoffensive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen einer sogenannten "Qualitätsoffensive", mit der man dem sogenannten "Sauftourismus" begegnen will, werden nun seit 2015 sukzessive die Strandbars modernisiert. Damit einher geht eine auffällige Modernisierung der umliegenden Hotels. Alleine in den letzten beiden Jahren wurden zahlreiche 4-Sterne-Hotels auf 5-Sterne-Niveau umgebaut und mehrere 5-Sterne-Hotels neu gebaut (alleine in 2018/2019 drei neue 5-Sterne-Hotels im Bereich des Balnearios Nr. 5).

Belegungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alleine die Hotels an der Platja de Palma verfügen seit 2016 über eine Kapazität von über 35.000 Betten, wobei alleine 35 Groß-Hotels eine Bettenzahl von 13.000 repräsentieren (2016). Durch Neubauten kamen alleine in 2016/2017 über 3.700 neue Betten hinzu. Insgesamt zählte Mallorca im Jahr 2018 fast 14 Mio. Touristen. Die stark gestiegenen Touristenzahlen sollen deshalb zunehmend entzerrt und auf die Nebensaison verlagert werden.

Auch in der Nebensaison von Oktober bis März sind noch genügend Gaststätten und Hotels geöffnet, die mit entsprechenden Angeboten um Auslastung bemüht sind. Mehrere Hotels haben sich auf Radsportler spezialisiert und bieten entsprechende Serviceleistungen an einschließlich Werkstatt.

Temperaturen bis über 20 °C locken in der Nebensaison aber auch Sonnenanbeter an die Playa. Oft beträgt die Meerwassertemperatur noch im November über 24 °C. Viele Urlauber nutzen die Nebensaison aber auch zur Erkundung des Inselinnern und der immerhin über 700.000 Einwohner zählenden Stadt Palma, in der insbesondere zu den Festen Heilige Drei Könige (5./6. Jan.), Sant Antoni (16./17. Jan.) und insbesondere Sant Sebastià (19./20. Jan.) die ganze Stadt auf den Beinen ist. Zu Karneval gibt es neben dem großen Karnevalsumzug in Palma auch einen eigenen gut besuchten Karnevalsumzug an der Platja de Palma.

Insgesamt verfolgt man seitens der Stadtverwaltung an der Platja de Palma eine Strategie weg vom sogenannten "Sauftourismus" hin zum Ganzjahresurlauber.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Platja de Palma District – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien