Platon Alexandrowitsch Subow

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Platon Alexandrowitsch Subow, Porträt von Johann Lebrecht Eggink

Platon Alexandrowitsch Subow (russisch Платон Александрович Зубов; * 4. Novemberjul./ 15. November 1767greg.; † 26. Märzjul./ 7. April 1822greg. auf Schloss Ruhenthal in Kurland) war ein russischer Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prinz Platon war Angehöriger des russischen Adelsgeschlecht Subow. Seine Eltern waren der russische Oberstleutnant und Vize-Provinz-Gouverneur Alexander Subow (1727–1795) und Elisabeth Wassiliewna Woronow (1742–1813). Gemeinsam mit seinem Vater und seinen Brüdern, den russischen Generalmajoren Valerian (1771–1804), Nikolai (1763–1805) und Dmitri (1764–1836) wurde er 1793 in Wien in den Reichsgrafenstand gehoben. Mit den Brüdern wurde er 1795 auch in die estländischen und livländischen Adelsmatrikel aufgenommen. Er war mit Thekla Ignatiewna Valentinowitsch (1801–1873) vermählt und hatte mit ihr einen jung verstorbenen Sohn Alexander (1822–1824).[1] Sie vermählte sich als Witwe in einer zweiten Ehe mit Graf Andrei Petrowitsch Schuwalow (1802–1883), russischer Oberhofmarschall und Ritter des Alexander-Newski-Ordens.[2]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prinz Subow war Leutnant der Garde zu Pferde als er zum letzten Favoriten von Katharina II. erkoren wurde. In dieser Zeit gehörte Nikolai Petrowitsch Resanow zu seinem Mitarbeiterstab. Die Gartenfassade des nach ihm benannten Subow-Flügel im Katharinenpark wurde von Giacomo Quarenghi klassizistisch umgestaltet.

Subow avancierte in der Armee zum Oberst und wurde 1789 Flügeladjutant, dann Generalfeldzeugmeister, Generaladjutant und schließlich Chef der Chevaliergarde.[1]

Er war Senator und Generalgouverneur von Jekaterinoslaw.[1]

Ihm wurden große Ehrungen zuteil. So war Subow Ritter des Schwarzen Adlerordens und des Sankt Andreasorden. 1796 wurde er erneut in Wien in den Reichsfürstenstand gehoben.[1] Weiterhin war Subow Ritter des Orden des Heiligen Wladimir, des Alexander-Newski-Orden des Sankt Annenorden, des Orden des Weißen Adlers, des Sankt-Stanislaus-Orden und des Roten Adlerordens. Er besaß umfangreiche Ländereien, so auch die Parkanlagen von Žagarė und Raudonė im Gouvernement Litauen-Wilna.

Dennoch galt Subow als ein Mann niedriger moralischer Integrität, gleichwohl von großem Ehrgeiz. Durch seine privilegierte Stellung am Hof der Zarin machte er seinen Einfluss innen- und außenpolitisch mehrfach zum eigenen Vorteil geltend. Auch gehörte er zu den Verschwörern um Peter Ludwig von der Pahlen und war unmittelbar und maßgeblich am Mord an Paul I. 1801 beteiligt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arthur Kleinschmidt: Russland's Geschichte und Politik dargestellt in der Geschichte des russischen hohen Adels (Elibron Classics). Adamant Media, Chesnut Hill, Ma 2005, ISBN 0-543-93507-8 (unveränd. Nachdr. d. Ausg. Verlag Kay, Kassel 1877) S. 282–292 (pdf).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Platon Zubov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Otto Magnus von Stackelberg: Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft, Bd.: 3, Görlitz [1930], S. 295
  2. Nicolai von Essen: Genealogisches Handbuch der Oeselschen Ritterschaft, Tartu 1935, S. 586