Plattfuß in Afrika

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelPlattfuß in Afrika
OriginaltitelPiedone l’africano
Plattfuss in afrika.svg
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr1978
Länge115 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieStefano Vanzina
DrehbuchAdriano Bolzoni
Rainer Brandt
Giovanni Simonelli
Franco Verucci
MusikGuido De Angelis
Maurizio De Angelis
KameraAlberto Spagnoli
SchnittMario Morra
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Plattfuß räumt auf

Nachfolger →
Plattfuß am Nil

Plattfuß in Afrika (Originaltitel: Piedone l’africano) war der dritte von vier Teilen der erfolgreichen Kriminalfilmserie, in deren Mittelpunkt Kriminalkommissar Manuele Rizzo – Spitzname Plattfuß – und sein Assistent Pedro Caputo stehen.

Der Film wurde von November 1977 bis Januar 1978 gedreht und kam am 30. Juni 1978 in die deutschen Kinos. Plattfuß in Afrika wurde in Deutschland mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rizzo trifft sich am Hafen von Neapel mit einem Afrikaner, der ihm brisante Informationen über eine Rauschgiftschmugglerbande beschaffen will. Doch der Informant wird vor den Augen Rizzos aus dem Hinterhalt niedergeschossen. Rizzo erhält von ihm dennoch die Information, dass Diamantenhändler aus Südafrika in Drogengeschäfte verwickelt sind. Außerdem erfährt Rizzo, dass der Informant in Johannesburg einen kleinen Sohn hat. Rizzo fliegt daraufhin nach Südafrika.

Dort besucht er seinen ehemaligen Assistenten Caputo, der jetzt als Kammerdiener bei dem reichen Geschäftsmann Smollett arbeitet. Er findet schließlich auch Bodo, den Sohn des Informanten. Seine Versuche, den Jungen in der Obhut Caputos zu lassen, scheitern, weil Bodo lieber bei Rizzo bleiben möchte.

Bei einem Jagdausflug mit Smolletts Freundin Margie trifft Rizzo auf einen Mann namens Spiros, der zu den Rauschgiftschmugglern gehört. Rizzo bringt ihn durch Tricks dazu, ihn zum Drahtzieher der Bande, Smollett, zu führen. Er wird von diesem zwar gefangengenommen, aber Bodo befreit ihn. Außerdem hat der Junge die Polizei zu Smolletts Anwesen geführt, der Rizzo die Ganoven übergibt, nachdem er sie verprügelt hat.

Caputo entscheidet sich schließlich, zur Polizei von Neapel zurückzukehren. Bodo sollte eigentlich in Südafrika bleiben, gelangt aber als blinder Passagier auf einem Schiff nach Neapel. Dort nimmt Rizzo den Waisenjungen bei sich auf.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der dritte Gag- und Prügelkrimi der Plattfuß-Serie bietet laue, mitunter sentimentale Unterhaltung, enthält aber immerhin einige schöne Naturaufnahmen aus der Kalahariwüste.“

„Ein harmlos heiterer Abenteuerfilm. Der bullige Kommissar Rizzo aus Neapel (Bud Spencer), von Freund und Feind auch Plattfuß genannt, boxt sich, im wahrsten Sinne des Wortes, im Kampf gegen Rauschgift- und Diamantenschmuggler quer durch Südafrika. Statt wie bisher Terence Hill, ist diesmal ein sechsjähriger pfiffiger Negerknabe sein einfallsreicher Helfer. Gegen die beiden kommt kein Schmuggler auf.“

Arbeiterzeitung, 16. September 1978.

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung wurde von Rainer Brandt verantwortet, der das Dialogbuch schrieb und auch Regie führte. Nachdem in den ersten beiden Plattfuß-Filmen Wolfgang Hess Bud Spencer synchronisierte, ist hier Martin Hirthe als Kommissar Rizzo zu hören.[2] Der Film wurde in Deutschland nur in einer, gegenüber der italienischen Fassung, um über 14 Minuten gekürzten Version synchronisiert.[3]

Darsteller Charakter Synchronsprecher
Bud Spencer Kommissar Manuele Rizzo Martin Hirthe
Enzo Cannavale Pedro Caputo Friedrich W. Bauschulte
Werner Pochath Spiros Werner Pochath
Joe Stewardson Smollet Rainer Brandt
Carel Trichardt Captain Frank Glaubrecht
Desmond Thompson John Desmond Wolfgang Pampel
Baldwyn Dakile (alias „Zulu-Junge Bodo“) Bodo
Dagmar Lassander Margy Rita Engelmann

DVD und Blu-ray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde der Film in der um 14 Minuten gekürzten deutschen Kinofassung von Paramount auf DVD herausgebracht. 2012 erschien bei Universum eine Neuauflage, mit verbesserter Bildqualität, die neben der deutschen Fassung auch eine Langfassung enthielt, die gegenüber dem italienischen Original jedoch immer noch um drei Minuten gekürzt war. 2013 erschien der Film in der „großen Plattfuß-Box“ zusammen mit den drei anderen Plattfuß-Filmen bei Universum auf Blu-ray mit HD-Bild. Die Box enthielt neben der deutschen Fassung nun auch erstmals die vollständige italienische Fassung.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei den Dreharbeiten in Südafrika kam es zu einem Zwischenfall als Bud Spencer gemeinsam mit Bodo-Darsteller Baldwyn Dakile in einem Restaurant in Johannesburg essen wollte. Aufgrund der Apartheid wurde dem Jungen der Zutritt versagt. Spencer entschied sich daraufhin, auch nicht in dem Restaurant zu essen, bekam allerdings vom Polizeichef später die Mitteilung, dass er bei einer Wiederholung dieses Verhaltens in Zukunft sofort des Landes verwiesen würde.[5]
  • Bud Spencer wurde in diesem Film in der Originalfassung nicht wie in vielen seiner Filme synchronisiert, sondern ist mit seiner eigenen Stimme zu hören.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plattfuß in Afrika. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Plattfuß in Afrika in der Deutschen Synchronkartei
  3. Schnittbericht zu Plattfuß in Afrika auf schnittberichte.com
  4. Schnittbericht zu Plattfuß in Afrika auf schnittberichte.com
  5. Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2011. S. 169 f.
  6. Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2011. S. 163.