Plau am See

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Plau am See
Plau am See
Deutschlandkarte, Position der Stadt Plau am See hervorgehoben
Koordinaten: 53° 27′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Plau am See
Höhe: 72 m ü. NHN
Fläche: 115,99 km²
Einwohner: 6116 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19395
Vorwahlen: 038735, 038738 (Karow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 114
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 2
19395 Plau am See
Webpräsenz: www.amtplau.de
Bürgermeister: Norbert Reier
Lage der Stadt Plau am See im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Grabow (Elde) Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Kloster Tempzin Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
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Plau am See ist eine Stadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim, im Süden Mecklenburg-Vorpommerns, 90 Kilometer südlich von Rostock und 70 Kilometer ostsüdöstlich der Landeshauptstadt Schwerin. Die Stadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes. Seit 1998 ist sie ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2] Der Ort ist zudem ein wichtiges Grundzentrum für seine Umgebung.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plau am See liegt am Ausgang der Müritz-Elde-Wasserstraße aus dem Plauer See. Das hügelige Gebiet um Plau ist durch die letzte Eiszeit vor 20.000 Jahren geformt worden und erreicht 109,3 m ü. NHN bei Gaarz den höchsten Punkt, während der Spiegel des Plauer Sees auf 62 Meter ü. NN liegt. Südlich der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Plauer Stadtwald und das Waldgebiet Bürgertannen.

Die Stadt besteht aus den Ortsteilen Plau am See (Innenstadt), Gaarz, Hof Lalchow, Karow, Klebe, Leisten, Quetzin und Reppentin.[4] Weitere Wohnsiedlungen innerhalb des Stadtgebiets sind Appelburg (Silbermühle), Heidenholz, Plötzenhöhe und Seelust. Zum Ortsteil Karow zählen Teerofen und Hütte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südseite der Altstadt mit St. Marien

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hieß um 1235 wie das Gebiet Plawe. Der Name hielt sich bis ins 16. Jahrhundert und wurde dann entsprechend seiner Lautform Plau geschrieben. Plawe ist der polabische Flurname für den Ort, wo Flößerei betrieben wurde.[5] Am 11. Januar 1994 wurde der Name der Stadt Plau durch den Zusatz am See ergänzt, um Verwechslungen mit Plaue, Plauen und dem Stadtteil Plaue der Stadt Brandenburg an der Havel zu vermeiden.

12. bis 15. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plau am See ist im 13. Jahrhundert aus der slawischen Siedlung der Fischer und Flößer Plawe entstanden. Die nördlich gelegene spätslawische Burg und Siedlung Quetzin, deren dendrochronologischer Nachweis bis ins späte 10. Jahrhundert zurückreicht, bildete ein kulturelles Zentrum des slawischen Stammes der Warnower. Nach der 1164 erfolgten Zerstörung der Burg und der Eroberung und Christianisierung durch Heinrich den Löwen gehörte das Land Kuissin den Fürsten von Werle. Das eher versteckt liegende Quetzin verlor nun zunehmend seine Bedeutung an die für den Handelsverkehr weitaus günstiger gelegene Siedlung Plau. Diese erlebte nun ihren Aufschwung und wurde als Stadt erstmals 1235 urkundlich erwähnt. Die in dieser Urkunde bestätigten Stadtrechte sind 1225 oder 1226 durch die Fürsten Heinrich Borwin I. († 28. Januar 1227) und Heinrich Borwin II. († 5. Dezember 1226) gleichzeitig mit Parchim verliehen worden. Um 1225 wurde mit dem Bau der Marienkirche begonnen, und Ende des 13. Jahrhunderts vollendet. Eine erste Brücke über die Elde an Stelle einer Furt war durch die Anhebung des Wasserspiegels nach dem Bau zweier Wassermühlen notwendig geworden. Die Brücke ist in ihrer ersten Bauphase archäologisch auf die Zeit um 1222 datiert worden, eine erforderliche Erhöhung erfolgte um 1246/1251. 1273 ist der Ort Sitz eines fürstlichen Vogtes.

1287 wird erstmals eine durch Fürst Nikolaus II. von Werle auf einer am nordöstlichen Stadtrand gelegenen und in den Plauer See ragenden Landzunge erbaute kleine Burg (Schloss), Burg Plau, erwähnt. Erst durch Aufschüttung des Burgwalles und Aushebung des Burggrabens bekam die Anlage im 15. Jahrhundert Inselcharakter. Der Ausbau mit umfangreichen Befestigungsanlagen erfolgte 1448 bis 1463 zum Schutz gegen Raubritter aus dem südlichen Brandenburgischen. Vogt Lüdecke Hahn hat von 1449 bis 1463 hier seinen Sitz. 1538/40 folgte der weitere Ausbau zu einer bedeutenden Festung. Neben der Burg- bzw. Festungsanlage entstand an der wichtigen Handelsstraße von der Mark Brandenburg nach Rostock die Stadt mit ihrem regelmäßigen gitterförmigen Straßenraster.

Ende des 13. Jahrhunderts erhielt der Ort eine Stadtmauer mit drei großen (Burg-, Stein- und Eldentor) und einem kleinen Stadttor (Mühlentor) weiteren Schutz. Die Stadttore waren bis ins 19. Jahrhundert erhalten. Im Norden und Nordosten sind noch Reste der Mauer und des Wallgrabens erkennbar. Imposant ist die im 13. Jahrhundert errichtete dreischiffige Marienkirche.

Die ursprüngliche Stadtfeldmark in einer Größe von 60 Hufen ist durch Zukauf von mehreren umliegenden Dorffeldmarken erheblich bis auf die heutige Größe erweitert worden. Die so vereinnahmten Dörfer Slapsow (1244), Gedin (1292), Grapentin (1292), Gardin (1300?), Wozeken (1323) und das alte Gaarz (1376/1381) fielen wüst, einzig die Dorflage Quetzin blieb bis in heutige Zeit erhalten.

Während das 13. Jahrhundert der Stadt einen großen Aufschwung brachte, ist insbesondere im Verlauf des 14. Jahrhunderts – wie in ganz Mecklenburg – ein Niedergang unübersehbar.

Landesherren der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtsiegel, 1354
Siehe auch: Obodriten (Adel)

Anfang des 16. Jahrhunderts wandte sich Herzog Heinrich der Friedfertige in besonderem Maße den Geschicken der Stadt zu. So ließ er 1514 am Südhang des Klüschenberges einen Weinberg anlegen. Ein Weingarten bestand schon seit 1507 nördlich der Burg. Nach dem Tod des Herzogs wurde der Weinanbau wieder aufgegeben.

16. bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgturm

Das kleine Schloss von 1287 wurde 1448/1463 zur Burganlage befestigt. 1538 bis 1550 erfolgte durch Herzog Heinrich den Friedfertigen der Ausbau zu einer der größten Festungen Norddeutschlands. Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten ab 1626 mehrere Belagerungen durch kaiserliche und schwedische Truppen die Stadt. 1630/1631 und 1638 waren durch verheerende Pestepidemien mehr als 600 Opfer zu verzeichnen. Von rund 1500 Einwohnern vor dem Krieg lebten nach dem Visitationsbericht der Pfarre 1649 nur noch 238 Erwachsene (ab 15 Jahren) und nur wenige Kinder. Nach 1660 wurde die Festung von den Einwohnern ohne Genehmigung des Herzogs geschleift. Erhalten sind die Wallanlage, der Burgturm und das 1822 auf dem Gewölbekeller des ehemaligen Schlosses errichtete Amts- und Postmeisterhaus.

Mehrere Brände setzten der Stadt zu. Um 1455 brannte unter anderem das Rathaus ab. 1553 gingen 60 Wohnhäuser und Nebengebäude verloren. Über die Brände von 1560 und 1563 sind keine Schadensberichte erhalten. 1631 brannten 61 Wohnhäuser und Nebengebäude ab. 133 von 177 Häusern (einschließlich Schule und Pfarrhäusern) wurden 1696 zerstört. 1726 gingen 68 Häuser und 25 Scheunen in Flammen auf. Der Brand von 1756 vernichtete 244 Häuser und 179 Nebengebäude, 95 Prozent der Bebauung. Die Kirche blieb erhalten. Danach wurden viele Häuser auf den alten Grundrissen nach dem Vorbild des niedersächsischen Hallenhauses neu gebaut.

Von 1735 bis 1787 waren die Stadt und das Amt Plau an die Krone Preußen verpfändet. Eine Schwadron preußischer Husaren, die von den Bürgern verpflegt werden mussten, lebte während dieser Zeit auf der Burg und in der Stadt. Das Tuchmachergewerbe gewann in jener Zeit eine gewisse Bedeutung. Eine private und eine großherzogliche Tuchfabrik fertigten im 19. Jahrhundert Stoffe für Uniformen.

19. Jahrhundert und Gründerzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 19. Jahrhundert begann für Mecklenburg mit der Franzosenzeit. Anfang November 1806 plünderten 18.000 Mann des Korps von General Nicolas Jean-de-Dieu Soult drei Tage lang die Stadt und verursachten einen Schaden von 70.000 Talern.[6]

Die nachfolgende Zeit war geprägt vom wirtschaftlichen Aufschwung. 1830 entstand in der Stadt eine großherzogliche Maschinenlohnanstalt (Tuchfabrik), 1840 eine Maschinenfabrik mit Eisengießerei. 1845 fuhr der erste Seitenraddampfer Alban über den Plauer See bis nach Röbel/Müritz. 1850 baute Hermann Daries sen. am Ausfluss der Elde aus dem Plauer See eine Kalkbrennerei (Kalkofen) und 1868 kam eine Ziegelei hinzu. Mitte des Jahrhunderts war die Stadt mit 553 „wohlgebauten“ Häusern bebaut. Etwa ab 1880 wurden viele Häuserfassaden modernisiert, wobei Fachwerkfassaden mit Sichtmauerwerk oder Putz verkleidet wurden. 1882 erhielt Plau Eisenbahnanschluss. Ein Plauer Segelverein gründete sich 1884. Das kaiserliche Postamt wurde 1887 gebaut. Zwei Jahre später folgte am Markt das Rathaus im Neorenaissancestil; das alte war kurz zuvor abgebrannt. Erst 1926 wurde das Wasserwerk in Betrieb genommen. Bis dahin mussten die Bürger Wasser aus Brunnen mit mäßiger Wasserqualität beschaffen.

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parseval-Aeroplan

1910 rückten Plau und der Plauer See in den Fokus von Pionieren der Flugtechnik. Major August von Parseval testete ein von ihm konstruiertes Wasserflugzeug. Die Versuche waren wenig erfolgreich und wurden nicht weiter fortgeführt. Im gleichen Jahr charterte der Mecklenburgische Motor-Yachtklub (MMYC) einen Frachtkahn und ließ auf diesem eine Startrampe für Ein-Mann-Gleitflieger errichten. Nach einer Testreihe mit Dummys konnten Mitglieder des Klubs sich in diesem neuen Funsport versuchen. Die Landung nach nur kurzer Flugstrecke erfolgte immer im Wasser. Auch dieses Kapitel der Flugtechnik wurde nicht fortgeführt.

Während im Deutsch-Französischen Krieg für Plau und Umgebung drei Opfer zu beklagen waren, waren es im Ersten Weltkrieg 146. Die Zahl der Opfer des Zweiten Weltkrieges ist nicht genau zu bestimmen. Verschiedene Gedenkstätten erinnern an sie. Am 3. Mai 1945 zog die Rote Armee kampflos in die Stadt ein. Die Bevölkerungszahl hatte sich durch Flüchtlinge aus dem Osten auf etwa 8000 Personen fast verdoppelt. Die Hotels und Kurhäuser dienten als Flüchtlingsunterkünfte. Die Bodenreform erreichte die Stadt, indem die Stadtgüter Reppentin und Gaarz aufgesiedelt wurden. Die Fuchsfarm Appelburg mit 80.000 Nerzen und 170.000 Silberfüchsen (1950) wurde von der Sowjetischen Militäradministration übernommen.[7] In der Deutschen Demokratischen Republik wurden alle größeren Betriebe verstaatlicht.

Solidarität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuer unterm Dach

Im Januar 1985 – sechs Monate vor dem 750-jährigen Stadtjubiläum – brannte das Rathaus aus. Von den Mitarbeitern unbemerkt, hatte sich im verschlossenen Dachstuhl ein Schwelbrand entwickelt.[8] Von Passanten alarmiert, öffneten die Mitarbeiter den Dachboden, was zum lichterlohen Brand des ganzen Hauses führte. Die Feuerwehr konnte nicht löschen, weil die Schlauchanschlüsse bei -8° Celsius eingefroren waren. Die Glocke der Rathausuhr fiel aus dem Glockenstuhl und durchschlug zwei Decken. Das Gebäude brannte bis auf die Außenmauern ab. Der Bezirk Schwerin sah sich außerstande den Wiederaufbau zu finanzieren und empfahl den Abriss. In beispielloser Solidarität brachten die Plauer innerhalb weniger Tage 70.000 Mark (DDR) auf. Die Stadtverwaltung bezog das Kulturhaus, das von den ortsansässigen Handwerkern entgeltlos umgebaut und hergerichtet worden war. Baustoff wurde im Tauschhandel besorgt. Nun musste der Bezirk Schwerin mitziehen. Für mehr als 1 Million Mark wurde das Haus wiederhergestellt. Wenige Tage vor Beginn des Stadtjubiläums konnte die Stadtverwaltung wieder in das Rathaus ziehen.

Wende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der sog. Wende wurde ab 1991 der denkmalgeschützte historische Stadtkern mit seinen vielen Fachwerkhäusern und den Gebäuden des Burgbereichs in die Städtebauförderung aufgenommen und zu großen Teilen gründlich saniert. Das Stadtbild hat sich seitdem erheblich verbessert. Nachdem nahezu alle Industriebetriebe in den Nachwendejahren geschlossen werden mussten, sind der Tourismus, der seit 1991 eine sehr positive Entwicklung erfahren hat, und das Gesundheitswesen (Krankenhaus und zwei Reha-Kliniken) von überregionaler Bedeutung.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 2011 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Karow mit dem Ortsteil Leisten eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus, 2006

Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl der Stadtvertreter am 25. Mai 2014 führte zu folgender Verteilung der Sitze:[9]

  • CDU: 8 Sitze
  • SPD: 5 Sitze
  • Die Linke: 3 Sitze
  • Bürgerinitiative „Wir leben“ e.V.: 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 wechselte die Parteizugehörigkeit mehrfach zwischen KPD/SED und CDU. Von 1951 bis 1990 waren alle Bürgermeister Mitglied der Blockpartei NDPD. Zur Zeit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR hatten Propst Albrecht-Joachim Boldt und Pfarrer Klaus Rziha zentrale Bedeutung in Plau. 2001 unterstützte die CDU unter Rüdiger Hoppenhöft die Kandidatur von Norbert Reier (PDS). So still wie effizient bewährt sich seither die quasikoalitionäre Zusammenarbeit von CDU und PDS. Sie ist in ganz Deutschland einmalig.

Die seit 1990 demokratisch gewählten Bürgermeister sind:

  • 1990–1994: Axel Tohtz, parteilos, CDU
  • 1994–2001: Hans-Heinrich Jarchow, SPD
  • seit 2001: Norbert Reier, PDS/Die Linke

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 56 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold ein rotes, auf einem Sockel stehendes Stadttor mit 5 Zinnen, an jeder Seite desselben eine bogenförmige Ausladung mit je zwei Zinnen, in der Toröffnung ein hersehender schwarzer Stierkopf mit schwarzen Hörnern, geschlossenem Maul und einer goldenen Krone, die fünf abwechselnd mit Lilien und Perlen besteckte Zinken zeigt (Richenbergischer Stierkopf).“[10]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plau am See Flagge1.svg

Die Flagge der Stadt Plau am See ist von Rot, Gold (Gelb) und Rot längsgestreift, die roten Streifen nehmen je ein Sechstel der Flaggenhöhe ein, der goldene (gelbe) Streifen nimmt zwei Drittel der Flaggenhöhe ein und ist in der Mitte mit der Figur des Stadtwappens in flaggengerechter Tingierung belegt, wobei sich die Höhe der Figur des Stadtwappens zur Höhe des Flaggentuchs wie 5:9 verhält; die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[10]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Plön (Schleswig-Holstein) seit 1990
  • Nysted (Dänemark)

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkhäuser Am Eichberg
Hubbrücke

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt über 150 Einzeldenkmale in der Altstadt, die unter Denkmalschutz stehen. Zahlreiche Fachwerkhäuser sind bemerkenswert. insbesondere das Gretchenheim (Rahmwallstr. 1), Bergstr. 6, Große Burgstraße 28, Markt 13 und 15, Am Eichberg 13/15, Ensemble Auf dem Eichberg 1, Stietzstraße 6, 8 und 31, Steinstraße 16 und 18, Eldenstraße 19. In vielen Häusern sind noch Türen aus der Zeit von 1800 bis 1900 erhalten.

  • Die frühgotische Ev. Pfarrkirche St. Marien aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist das älteste Gebäude und eine der besterhaltenen Backsteinkirchen mit westfälischer Prägung.
  • Von der einstigen großen Festungsanlage kündet heute noch der westliche begehbare Burgturm von 1448 mit einem elf Meter tiefen Verlies und drei Meter dicken Mauern.
  • Das Rathaus am Markt im verspielten Stil der niederländischen Neorenaissance mit seinem Uhrentürmchen wurde 1888 erbaut nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war.
  • Die 1840 errichtete (neue) Synagoge in der Strandstraße. Markant sind die hohen Rundbogenfenster.
  • Das 1889 erbaute ehemalige Kaiserliche Postamt in der Steinstraße.
  • Technische Denkmale sind
    • die 1916 mit Hilfe von Kriegsgefangenen errichtete Hubbrücke mit einem Hub von 1,60 Meter,
    • die 1834 erbaute und inzwischen mehrfach modernisierte Eldeschleuse mit Hühnerleiter.
  • Die Mühle an der Schleuse wurde bereits 1273 urkundlich als Plauer Wassermühle erwähnt. 1756 wurde das Mühlengebäude nach einem Stadtbrand wieder aufgebaut, die Mühle 1930 stillgelegt.
  • Die 1858/1860 erbaute Bürgerschule in der Langen Straße, die heutige Kantor-Carl-Ehrich-Grundschule wurde um 1993 umfassend saniert.
  • Der 1926/1927 errichtete Wasserturm auf dem Klüschenberg ist eingewachsen.

Erinnerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilde-Denkmal

Denkmäler

1881: Gefallene von 1870/71 am Markt
1882: Ehrenbürger Wilhelm Wilde am Dr.-Wilde-Haus
1921: Gefallene von 1914–1918 auf dem Klüschenberg
1941: Ehrenbürger Dr. Ernst Alban auf dem Friedhof
1998: Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges am Klüschenberg

Gedenksteine

1892: Stadtförster Diedrich Fockenbrock auf dem Klüschenberg
1954: Opfer des Faschismus (eingelagert)
2008: jüdischer Friedhof

Wandschneider-Plastiken

1903: Coriolan an der Seepromenade
1906: Sieger im Seglerhafen
1922: Gefallenendenkmal 1914–1918 in der Marienkirche
1935: Sämann und Mähender Bauer (links und rechts des Kinos)
1936: Pfennigjunge an der ehemaligen Sparkasse Steinstraße

Natur und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleuse, „Hühnerleiter“ und Mühlengebäude
4. Wasserstraße
  • Die Promenade an der Elde von der Schleuse bis zum Hafen zeigt Impressionen einer Fischer- und Flößerstadt und wird vom Hafen weiter geführt bis an den Plauer See. Mit der (gelungenen) Neugestaltung des ehemaligen Fischereistandortes „Kalkofen“ entstand dort ein neuer Standort für die Wasserschutzpolizei sowie eine Mole mit einem 13,5 Meter hohen Aussichtsturm.
    Die Elde kann entweder an der sogenannten Hühnerleiter (Brücke bei der Schleuse), der historischen Hubbrücke oder an der Neuen Brücke von der Umgehungsstraße (B 103) am Jachthafen überquert werden.
  • Der Plauer See bietet an seinen weitgehend naturbelassenen Ufern einige Badestellen. Das Nordufer des Sees steht unter Naturschutz (Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide).
  • Die Stadt ist Teil der Lehm- und Backsteinstraße, die das Gebiet südlich/südwestlich der Stadt mit den Dörfern Ganzlin (alte Brennerei), Gnevsdorf (Lehmmuseum), Retzow (Filzmanufaktur), Wangelin (Kräutergarten) und Benzin (alte Ziegelei) umfasst.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Plau gibt es das Burgmuseum, bestehend aus dem Burgturm mit elf Meter tiefem Verlies und als besondere Sehenswürdigkeit die funktionstüchtige ehem. Kirchturmuhr aus dem Jahr 1581 und dem technischen Museum im Burghof. Das Burgmuseum ist inzwischen das meistbesuchte Museum der Umgebung. Es widmet sich insbesondere dem Plauer Handwerk und der Industrie des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht der Erfinder der Hochdruck-Dampfmaschine Ernst Alban. In diesem Museum können eine historische Hochdruck-Dampfmaschine (Modell) und andere historische Maschinen, darunter eine fast komplette Druckerei in Funktion besichtigt werden.

Das 1994 gegründete Bildhauermuseum Prof. Wandschneider zeigt Dokumente und Plastiken des Plauer Bildhauers Wilhelm Wandschneider, einem Ehrenbürger der Stadt. Es ist seit Mai 2014 in das Burgmuseum eingegliedert.

Nördlich der Stadt in Plau-Quetzin an der B 103 locken die Schauimkerei und das Bienenmuseum der Familie Neumann zahlreiche Gäste an

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badewannenrallye, 2010

Die evangelische Kirchgemeinde St. Marien veranstaltet seit 1980 einen Plauer Musiksommer, der den Besuchern und Einwohnern der Stadt etwa 15 Konzertveranstaltungen präsentiert. (Ende Juni bis Anfang September mittwochs 20 Uhr)

Ein Anziehungspunkt für tausende Traktoren- und Oldtimerliebhaber aus ganz Deutschland und darüber hinaus ist das jährlich Ende Juni stattfindende Lanz-Bulldog-Traktorentreffen auf dem Bauernhof der Familie Reichelt rund vier Kilometer nördlich der Stadt.

Der Plauer Badewannenverein veranstaltet seit 1989 am zweiten Wochenende im Juli auf der Elde mit der Plauer Badewannenrallye das größte Volksfest der Stadt.

Die seit 2007 Ende September stattfindenden Müritz-Fischtage erleben mit der Auftaktveranstaltung einen Höhepunkt in der Stadt. Die Restaurants bieten in diesen Tagen ihre kulinarischen Fischspezialitäten an. Ebenfalls seit 2007 veranstaltet die Köchevereinigung plau-kocht.de regelmäßige Kochevents und beteiligt sich an der Organisation vieler städtischer Veranstaltungen.

Siehe auch: Christiane Klonz

Vereine, Sport und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plau am See und die nähere Umgebung bieten viele Möglichkeiten für Sport und Erholung, u. a.: Wassersport, Fahrgastschifffahrt, Angeln, Jagd, Baden, Bowling, Reiten, Draisinebahn, Flugsport, Rundflüge, Wanderrouten, Fahrradverleih, Erlebnisbäder, Golf, Wellness, Handball und Fußball.

Eine der wenigen Beherbergungsstätten mit Übernachtungsplätzen für in der Mobilität eingeschränkte Menschen sowie Kultur- und Sportangeboten für Menschen mit und ohne Behinderung im Land Mecklenburg-Vorpommern ist die Jugendherberge Plau am See.[11]

Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Gemeinde St. Marien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Marien besteht seit 1532 als die Reformation die Stadt erreichte. Seitdem wird in der Marienkirche nach der lutherischen Lehre gepredigt. Die Gemeinde gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland mit Bischofs- und Verwaltungssitz in Schwerin.

Rund 1520 Gemeindeglieder bilden die größte christliche Gruppe in der Stadt. Seit dem 1. Januar 2005 ist die Mariengemeinde mit der Nachbargemeinde Barkow/Broock (knapp 280 Gemeindeglieder) verbunden. Die Pfarre ist seit 1. Mai 2007 mit einem Pastorenehepaar mit einem Stellenumfang von zusammen 150 % besetzt. Neben dem Gemeindedienst ist die Krankenhausseelsorge in den Plauer Kliniken ein wichtiger Tätigkeitsbereich.

Die Marienkirche ist neben ihrer Funktion als Gotteshaus auch eine beliebte touristische Sehenswürdigkeit. Besonders die Turmbesteigung mit einem herrlichen Rundblick über die Stadt und ihre Umgebung mit dem Plauer See zieht zahlreiche Besucher an.

Bereits seit 1980 findet in der Marienkirche im Sommer der Plauer Musiksommer mit wöchentlichen Konzerten (mittwochs 20 Uhr) ein breites Publikum. Als Landesposaunenwart bereichert Martin Huß Gottesdienste und Konzerte.

Katholische Gemeinde St. Paulus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Einführung der Reformation in Plau spielte der katholische Glauben lange Zeit keine Rolle in der Stadt. Erst im Verlauf des späten 19. Jahrhunderts kamen Landarbeiter (Schnitter) vorwiegend aus Polen nach Mecklenburg und damit auch in die Plauer Umgebung. Zum Gottesdienst fuhren sie nach Meyenburg und nach Parchim, wo sich bereits katholische Gemeinden gebildet hatten. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus in Plau erfüllte sich erst 1921, als die ehemalige Synagoge erworben und geweiht werden konnte. Sie diente bis zur baupolizeilichen Sperrung wegen Einsturzgefahr 2003 als Gottesdienstraum. Bis zum Herbst 2007, der Einweihung eines neuen Gemeindehauses mit Kapelle (ein umgebautes und saniertes Fachwerkhaus) fanden Gottesdienste in der evangelischen Marienkirche statt. Die katholische Gemeinde mit ca. 300 Gliedern wird vom Pfarramt in Goldberg verwaltet. Die Oberverwaltung obliegt dem Bistum Hamburg.

Neuapostolische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein neuapostolischer Prediger trat in Plau erstmals 1927 öffentlich auf. Nur schwer konnte sich die kleine Gemeinde gegen den Widerstand der evangelischen und katholischen Kirche etablieren. Ihren größten Zuwachs erlebte sie am Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Flüchtlinge aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches. Fanden die Gottesdienste und Zusammenkünfte der Gemeinde früher in Privathäusern statt, besitzt sie seit den 1980er Jahren ein eigenes Gemeindehaus.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof

Nachrichten über eine jüdische Gemeinde im Plau des späten Mittelalters liegen nicht vor. Anfang 1753 zogen die beiden ersten Schutzjuden in die Stadt. Die Personenzahl in der Plauer Gemeinde war nie sehr groß: 1769 = 5 Schutzjuden und ihre Familien, 1792 = 6 Schutzjuden mit Familien, 1810 = 53 Personen (ohne kleine Kinder), 1830 = 63, 1860 = 65, 1890 = 36, 1925 = 13, seit Anfang 1939 lebte kein Jude mehr in Plau.

Die neue Synagoge in der Strandstraße wurde am 23. Oktober 1840 feierlich geweiht. Nachweisbar ist eine Vorgängersynagoge in der Judengasse (Ersterwähnung 1763), dies war jedoch lediglich ein kleiner Betraum in einem Wohnhaus. Die Synagoge in der Strandstraße fällt durch ihre großen rundbogigen Fenster auf. Der letzte jüdische Gottesdienst fand im September 1904 statt. Bereits zwei Jahre zuvor hatte mangels jüdischer Männer der evangelische Ortspastor August Wiegand das für einen vollwertigen Gottesdienst erforderliche Minjan ergänzt. Im April 1920 erwarb der katholische Fabrikant Paul Strauss aus Essen das Gebäude und überschrieb es der katholischen Gemeinde die es mehr als 80 Jahre als Gotteshaus nutzte. Der Toraschrein diente als Teil des Altars.

In den Jahren 1961–1962 wurde das Gebäude instandgesetzt und durch einen Anbau an der Südseite erweitert. Durch weitere Umbauten sind die alten Fenster und Türen komplett erneuert sowie auch der Innenraum durch einen neuen Fußboden und neues Gestühl wesentlich verändert worden. Lediglich die Frauenempore und der ehemalige Toraschrein blieben in ihrer Substanz weitgehend erhalten. Nach 1990 hat sich aufgrund von Fundamentsetzungen der bauliche Zustand weiter erheblich verschlechtert, was 2002 zur baupolizeilichen Sperrung führte. Im Jahr 2005 wurde der Bau als Kirchengebäude offiziell entwidmet. Inzwischen befindet er sich in Privatbesitz und steht leer.[12] Der Toraschrein wurde geborgen und in der Sammlung zur jüdischen Geschichte Röbel/Müritz verwahrt. Obwohl derzeit kein Nutzungskonzept vorliegt, ist ein Abriss des Gebäudes gegenwärtig nicht zu befürchten.[13]

Ein kleiner, in den 1750er Jahren angelegter und mehrfach erweiterter jüdischer Friedhof am Klüschenberg besteht mit einigen historischen Grabmalen noch heute. Die letzte Beisetzung fand 1951 statt. Die Grabmale wurden im September 2008 gereinigt und ausgebessert. Am 16. September 2008 wurde ein Gedenkstein aufgestellt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Bahnhofsgaststätte“ Plau am See

Plau am See liegt an den Bundesstraßen 103 und 191. Etwa zehn Kilometer östlich von Plau verläuft die Bundesautobahn 19 (Berlin–Rostock). Zur Auffahrt Röbel sind es 22 km. Die Autobahn 24 (Berlin–Hamburg) ist südlich von Meyenburg (25 km) und westlich von Parchim zu erreichen.

Plau liegt an der Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg, die seit dem 24. September 2000 nicht mehr regelmäßig befahren wird. Vereinzelt fahren noch Güter- und (im Sommer) Traditionszüge. Die RegioInfra und die Eisenbahngesellschaft Potsdam wollen wieder eine regelmäßige Nord-Süd-Verbindung zwischen Güstrow und Pritzwalk einrichten. Sie würde die Anbindung des Prignitz-Express ermöglichen.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird von Busunternehmen in der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH betrieben. Gut zu erreichen sind im Süden Meyenburg, im Westen Lübz, Parchim und Schwerin, im Norden Krakow am See und Güstrow, im Osten Malchow und Röbel. Im Sommer verbindet eine Schiffslinie Plau mit Waren.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Alban (1791–1856), Augenarzt und Maschinenbauer (1841)
  2. Wilhelm Wilde (1829–1881), Arzt (1880)
  3. Carl Ehrich (1802–1886), Kantor (1883)
  4. Gustav Bardey (1826–1905), Wasserheiler (1887)
  5. Christian Eichbaum (1815–1905), Senator (1899)
  6. Heinrich Haukohl (1841–1906), Großkaufmann (1904)
  7. Wilhelm Wandschneider (1866–1942), Bildhauer (1926)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(In alphabetischer Reihenfolge)

Mit Plau verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plauer Unfallchirurgen und Orthopäden (2005)

In alphabetischer Reihenfolge

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heidemarie Ruchhöft: Chronik der Stadt Plau am See. Plau am See 2009, 208 S., keine ISBN (Hg.: Druckerei A. C. Froh, Inh. Thomas Leppin, Plau am See).
  • Georg Christian Friedrich Lisch: Geschichte der Stadt Plau und ihrer Umgebungen. Schwerin 1852.
  • Heidemarie Ruchhöft, Fred Ruchhöft: Plau in alten Ansichten (Teil 1). Zaltbommel 1992, ISBN 90-288-5473-8.
  • Heidemarie Ruchhöft, Fred Ruchhöft: Plau in alten Ansichten (Teil 2). Zaltbommel 1996, ISBN 90-288-6266-8.
  • Fred Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Plau-Goldberg im Mittelalter. (Rostocker Studien zur Regionalgeschichte, Band 5), Rostock 2001, ISBN 3-935319-17-7.
  • Dieter Rühe: Die Parseval-Flugmaschine von 1910 und andere Flugprojekte am Plauer See. Schwerin 2001, ISBN 3-928820-12-5.
  • Ingeburg Baier: Mein Plau am See – wie ich es erlebte. Rostock 2004, ISBN 3-937179-38-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plau am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. amtplau.de – „Entwicklung und Chronik nach der Wende“
  3. Regionales Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg (2011), Regionaler Planungsverband, abgerufen am 12. Juli 2015
  4. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 588 kB) der Stadt
  5. plav = schwimmen, flößen, schwemmen
  6. Gustav Hempel: Geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Meklenburger Landes, Erster Teil. Güstrow 1837
  7. Ulf D. Wenzel: Das Pelztierbuch. Verlag Eugen Ulmer, Köln 1990, S. 28
  8. Amt Plau
  9. Bekanntmachung der endgültigen Wahlergebnisse – Wahl der Stadtvertretung der Stadt Plau am See
  10. a b § 1 der Hauptsatzung (PDF; 588 kB) der Stadt
  11. Barrierefreie Jugendherberge, abgerufen am 6. Oktober 2014
  12. Axel Seitz: Die Kommune besitzt eine Synagoge – und keiner will sie. In: Jüdische Allgemeine, 8. Dezember 2011
  13. Frank Pergande: Der Synagoge droht das Ende, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. September 2010, S. 2 (Memento vom 19. November 2010 im Internet Archive)