Pleichach

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Pleichach

BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2436
Lage Bayern, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Main → Rhein → Nordsee
Quelle nördlich von Erbshausen-Sulzwiesen (Ortsteil von Hausen)
49° 55′ 17″ N, 10° 0′ 30″ O
Quellhöhe 330 m ü. NN
Mündung bei Würzburg in den MainKoordinaten: 49° 47′ 58″ N, 9° 55′ 23″ O
49° 47′ 58″ N, 9° 55′ 23″ O
Mündungshöhe 167 m ü. NN
Höhenunterschied 163 m
Länge 33,8 km[1]
Einzugsgebiet 128,46 km²[1]

Die Pleichach ist ein Fließgewässer der II. Ordnung mit einer Länge von gut 32 km. Die Pleichach fließt durch Versbach und mündet als rechter Nebenfluss bei Würzburg in den Main.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pleichach bedeutet wahrscheinlich „weißes Wasser“, denn in der Bezeichnung ist das germanische Grundwort aha, Bedeutung „Wasser“, sowie pleih < bleih (→ bleich ≈ blass) althochdeutsch „weiß“ enthalten.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pleichach kommen Bachforelle, Bachschmerle, Gründling, Hasel, Rotauge, Rutte und Dreistachliger Stichling vor.[2]

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Pleichach wurden acht Mühlen betrieben: die Klostermühle in Maidbronn, die Veitsmühle, die Schlossmühle und die Grundmühle in Rimpar, sowie die Herrenmühle, die Straubmühle, die Neumühle und die Lindleinsmühle. Die Lindleinsmühle wurde im Zweiten Weltkrieg am 16. März 1945 bei der Bombardierung Würzburgs durch Bomber der Alliierten zerstört.

Kanalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pleichach ist im Stadtgebiet von Würzburg überdeckt, überbaut bzw. verrohrt, und zwar in den Flusskilometerbereichen

- Fl-km 0,000 bis Fl-km 1,111

- Fl-km 1,131 bis Fl-km 1,365

- Fl-km 2,022 bis Fl-km 2,200

- Fl-km 2,367 bis Fl-km 2,518

- Fl-km 3,970 bis Fl-km 4.195

- Fl-km 6,055 bis Fl-km 6.485 [3]

Renaturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pleichach wurde im Bereich des Fluss-km 17,5 bis 17,0 im Oktober 2004 durch das Wasserwirtschaftsamt Würzburg nach ökologischen Gesichtspunkten umgebaut. Damit wurde die im Jahre 2002 begonnene Renaturierung zwischen Fluss-km 18,1 und 17,5 fortgesetzt.

Der ursprünglich geradlinige und monotone Verlauf wurde durch Verzweigungen und wechselnde Sohlaufweitungen sowie durch flachere Böschungsneigungen und kleinere Sohlschwellen strukturreicher gestaltet und vermindert damit die Fließgeschwindigkeit bei Hochwasser.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Riederngraben (rechts)
  • Bergtheimer Bach (rechts)
  • Alter Seebach (links)
  • Triebgraben (links)
  • Grumbach (rechts)
  • Erleinsbach (rechts)
  • Kürnach (links)

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innere Pleich und die Äußere Pleich sind Namen von Stadtteilen der Altstadt von Würzburg.

Die Würzburger Pfarrkirche St. Gertraud im Stadtteil Pleich firmiert unter „Pfarrkirche zu Pleichach (St. Gertraud)“[4]

Nach der Pleichach ist eine Autobahnbrücke (Talbrücke Pleichach) auf der A7 benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Main, Seite 82 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF; 3,3 MB)
  2. Fischereiverband Unterfranken: Pleichach
  3. Gewässer zweiter Ordnung Bezirk Unterfranken
  4. Totenzettel Universität Würzburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]