Pleschinger See

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Pleschinger See
Pleschinger See an einem Altweibersommertag; im Hintergrund das FKK Gelände im Osten/Süden
Pleschinger See an einem Altweibersommertag; im Hintergrund das FKK Gelände im Osten/Süden
Geographische Lage Plesching, Stadtgebiet von Steyregg, Oberösterreich
Zuflüsse Grundwasserquellen
Abfluss keiner
Daten
Koordinaten 48° 19′ 9″ N, 14° 19′ 57″ OKoordinaten: 48° 19′ 9″ N, 14° 19′ 57″ O
Pleschinger See (Oberösterreich)
Pleschinger See
Höhe über Meeresspiegel 248 m ü. A.
Fläche 13 haf5
Maximale Tiefe 8 mf10

Besonderheiten

Naherholungsgebiet, FKK-Bereich

Der Pleschinger See ist ein im Nordwesten der Stadtgemeinde Steyregg (Oberösterreich) gelegenes Naherholungsgebiet. Es umfasst den Badesee, den Grüngürtel mit diversen Parkplätzen, Restaurants und Imbissbuden, sowie Spielplätze, einen Campingplatz und seit 2004 eine Kleingartenanlage. Für Freunde der Freikörperkultur gibt es seit 29. Mai 1982 am See ein FKK-Gelände[1]. Durch seine unmittelbare Lage neben der Stadtgrenze zu Linz wird er gerne von der Linzer Bevölkerung genutzt; er wird manchmal fälschlicherweise zum Stadtgebiet von Linz gerechnet.

Naherholungsgebiet Pleschinger See[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Plesch“ besitzt eine Wasserfläche von 13 Hektar. Seine tiefste Stelle liegt 8 Meter unter dem Wasserspiegel. Rund um die frühere Schottergrube führt ein 2 Kilometer langer Geh- und Radweg. Im Sommer tummeln sich täglich bis zu 30.000 Badegäste aus Linz und dem nördlichen Linzer Umland im Naherholungsgebiet. Im Frühjahr und Herbst ist der See bei Tauchern und Anglern beliebt. Im Winter ist er ein Treffpunkt für Eisläufer und Eisstock-Schützen.

Per Rad gelangt man ab Nibelungen-, Eisenbahn- und VÖEST-Brücke, aber auch via Radrouten entlang zweier östlicherer Bäche praktisch autofrei auf oder entlang dem Hochwasserdamm zum See. Ungünstigerweise weist die Steyregger Brücke obwohl sie sich am Hochwasserdamm abstützt keinen Anschluss für Rad- und Fußverkehr auf.

Mit der Errichtung und laufenden Vermehrung von Autoabstellplätzen um 1990 nahm der Autoverkehrsanteil der Anreisenden zu und ähnelt damit dem des älteren, konkurrierenden Pichlinger Sees südöstlich von Linz.

Seit 2005 kann man mit der Bus-Linie 33 bis ganz zum See fahren.[2] Die Haltestelle liegt genau an der Ostseite des Sees an der Grenze zwischen Textil- und FKK-Gebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon als 1976 noch ein Schotterbagger mit Greifer am Seil am Seeufer stand, der See noch durch einen schmalen Steg zweigeteilt war und die frischen Böschungen noch kaum Bewuchs aufwiesen, wurde der See informell von manchem zum Schwimmen genutzt. Radfahrende und Läufer, die den Hochwasserdamm sowohl zum Sporteln als auch für Ausflüge nützten hatten dabei ja gute Sicht auf den See, der Autofahrenden eher verborgen blieb und die lange noch keine Autoabstellflächen vorfanden.

Ein Restaurant mit WC-Anlage, Duschen, Umziehkabinen und eigene gemauerte WC-Anlagen, zuerst auf der Nordwestseite mit und später auf der Südostseite – in der durch Zaun und Sträucher abgetrennte FKK-Zone – ohne Umkleideräume erfolgten nach und nach. Die Stadtbetriebe Linz übernahmen den Betrieb, die Wiese wurde kultiviert, Mistkübel aufgestellt, auch Trinkwasserhähne aufgestellt. Indem Autoparkplätze schrittweise entlang der gesamten östlichen Hälfte des Sees nahe zu den Uferwiesen errichtet wurden, wurde zuletzt auch das lange Zeit ruhig gebliebene Südufer (nunmehr Teil des offiziellen FKK-Bereichs) verlärmt wurde. Als Schallschutz wurden zwar zwischen den Parkplatzzeilen und am Rand der Wiesenfläche etwa halbmeterhohen Schotterriegeln aufgeschüttet. Wirksamer wäre jedoch gewesen die Aufschliessungsstraße zu den Kfz-Parkplätzen nicht am seenahen Rand des Parkplatzgürtels sondern durchgängig seefern. Autoreifen auf Schottersraße sind nun mal laut und staubend.

Radfahrer und Füssler machten sich per Steilabfahrt vom Damm ein Wegerl über die Dammböschung hinunter zum Restaurant; auch ein Schranken zu einem Asfaltweg südlich des Restaurant wurde von Radlern so zahlreich umfahren, dass sich hier eine Wegfurche bildete. Um 1988 – nach Zunahme des Radtourismus entlang der Donau – wurde die Campiermöglichkeit mit Zelt auf einer eingezäunten Wiese samt Dusche und WC im Gebäude des Restaurants geschaffen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wie die Zeit vergeht: Diese Jahrestage feiert Linz 2007 Oberösterreichische Nachrichten, 3 Jänner 2007, S. 30
  2. Mit dem 33er direkt zum Pleschingersee Oberösterreichische Nachrichten, 11. Juli 2005