Plessala

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Plessala
Plessala (Frankreich)
Plessala
Gemeinde Le Mené
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Saint-Brieuc
Koordinaten 48° 17′ N, 2° 37′ WKoordinaten: 48° 17′ N, 2° 37′ W
Postleitzahl 22330
Ehemaliger INSEE-Code 22191
Status Commune déléguée

Plessala (Gallo: Ploesala, bretonisch Plesala) ist eine Ortschaft und eine Commune déléguée in der französischen Gemeinde Le Mené mit 1.818 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Die Einwohner werden Plessaliens/Plessaliennes genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plessala liegt etwa 29 Kilometer südsüdöstlich von Saint-Brieuc und rund 60 Kilometer südwestlich von Saint-Malo im Zentrum des Départements Côtes-d’Armor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Funde von Steinäxten aus der Jungsteinzeit belegen ist der Ort bereits seit langer Zeit besiedelt. Zudem wurden Goldmünzen und eine bronzene Hirschfigur aus gallo-römischer Zeit ausgegraben. In einer Schenkungsurkunde an die Abtei von Boquen wird im Jahr 1255 ein Olivier de Plesala erwähnt. In der Zeit der Französischen Revolution kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Chouans und Regierungstruppen. Im Jahr 1828 trat die Gemeinde zahlreiche Weiler an die Nachbargemeinden Saint-Gilles-du-Mené und Saint-Gouéno ab. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum Distrikt Loudéac. Von 1801 bis 1926 war sie Teil des Arrondissements Loudéac und war seither Teil des Arrondissements Saint-Brieuc. Und von 1793 bis 2015 war sie eine Gemeinde des Kantons Plouguenast.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 entstand aus der Fusion aller sieben Gemeinden des Gemeindeverbandes Communauté de communes du Mené die neue Gemeinde Le Mené, zu der Plessala gehört. Die Gemeinde Plessala gehörte zum Arrondissement Saint-Brieuc und zum Kanton Plénée-Jugon.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1793 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs zählte die Gemeinde stets mehr als 3.000 Einwohner. Durch die hohe Zahl der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und die Grippewelle von 1918 sank die Bevölkerungszahl zwischen 1911 und 1921 um 572 Menschen (1911-1921:-16,1%). Und damit erstmals unter die Marke von 3.000 Bewohnern. Zwischen 1931 und der Jahrtausendwende folgte eine Jahrzehnte andauernde Landflucht (1931-1999:-39%). In den letzten Jahren hat sich die Einwohnerzahl bei 1.800-1.900 Personen eingependelt.

Jahr 1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861 1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896
Einwohner 3.438 3.095 3.326 3.232 3.300 3.256 3.251 3.321 3.324 3.353 3.491 3.537 3.427 3.515 3.367 3.302 3.440 3.358
Jahr 1901 1906 1911 1921 1926 1931 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2013
Einwohner 3.430 3.492 3.548 2.976 3.018 2.983 2.864 2.597 2.371 2.233 2.071 2.055 1.979 1.882 1.821 1.822 1.866 1.834

Quelle: Cassini und ab 1962 INSEE

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Pierre (erbaut 1845/1846)
  • Kapelle Notre-Dame de la Hautière aus dem 17. Jahrhundert
  • Kapelle Sainte-Élisabeth in Saint-Udy (älteste Teile aus dem 16. Jahrhundert)
  • mehrere Kreuze: ein Steinkreuz aus dem Mittelalter, ein Wegkreuz zwischen Plessala und Longuerais (17. Jahrhundert) und Kreuze in Livoyer (1770), la Basse-Ville, Villeneuve (1789), Le Bois-Batailly (17. Jahrhundert) und la Hautière (18. Jahrhundert)
  • mehrere Herrenhäuser: Manoir Livoyer (erbaut 1628), Manoir de Crénolle (auch Crénol; 17./18. Jahrhundert) und Manoir de Kerdreux (18. Jahrhundert)
  • Haus von la Hautière aus dem Jahr 1693
  • Landgüter Fermes du Bois-Batailly (18. Jahrhundert) und Fermes des Longuenaies aus dem Jahr 1616
  • ehemalige Schule von la Hautière
  • Brunnen/Quelle Sainte-Élisabeth
  • Dorfbrunnen Saint-Pierre neben der Dorfkirche
  • insgesamt 17 Mühlen, darunter die Mühle von Gros-Chêne aus dem Jahr 1628
  • zwei Lavoirs (Waschhäuser) bei der Dorfkirche und in La Ville-Mérantel (18. Jahrhundert)
  • Denkmal für die Gefallenen[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1060–1062.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plessala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 25. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com
  2. Denkmal für die Gefallenen